
Laufbericht-Archiv 2006
31.12.2006 |
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Volker Boch |
Januar 2006 |
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Michael Wolf |
29.10.2006 |
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Helmut Becker |
21.10.2006 |
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Volker Boch |
14.10.2006 |
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Sascha Heinsohn |
30.09.2006 |
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Heinz Klink |
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Martin Skalsky |
23.09.2006 |
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Heinz Klink |
17.09.2006 |
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Heinz Klink |
September 2006 |
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Sascha Heinsohn |
27.08.2006 |
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Volker Boch |
26.08.2006 |
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Sascha Heinsohn |
20.08.2006 |
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19.08.2006 |
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Heinz Klink |
05.08.2006 |
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Helmut Becker |
02.07.2006 |
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Volker Boch |
04.06.2006 |
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Volker Boch |
24.05.2006 |
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Volker Boch |
14.05.2006 |
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Volker Boch |
28.01.2006 |
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Christian Wolf |
08.01.2006 |
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Heinz Klink |
08.01.2006 |
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Michael Wolf |
Mai 2006 |
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Sabine Aust |
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31. Dezember 2006: Silvesterlauf Montabaur ein schöner Abschluss des Jahres 2006
Was tun, wenn der Glaube an die magische Wirkung der Plätzchen stärker ist als der an die ureigene Laufform? Tarnen! Aus einer kleinen Verabredung irgendwo auf einem winterlichen Waldpfad wurden für die Wolfs-Running-Team-Mitglieder Volker Boch und Holger Wilhelm für den Silvesterlauf in Montabaur kurzerhand die Fantasienamen „Vanille Kipferl“ und „Hugo Hase“ kreiert. „Erstens war es ein Spaß, zweitens bewegte sich die gefühlte Form zwischen Tannenzapfen und Spritzgebackenem“, erklärt Volker Boch.
Bereits im Vorjahr waren die beiden Wolfs-Läufer in Montabaur an den Start gegangen und hatten den Silvesterlauf in eisiger, schwerer und verschneiter Bergauf-Bergab-Erinnerung behalten. „Es ist eine Strecke, die eigentlich ganz leicht ist“, erklärt Holger Wilhelm lächelnd, „fünf Kilometer mehr oder minder steil bergauf, 5 Kilometer wieder steil runter, das war’s dann schon.“
Trotz reduziertem Training gut voran
Auf dem selektiven Kurs schlugen sich Vanille Kipferl (Boch) und Hugo Hase (Wilhelm) denn überraschend gut, Boch konnte anfangs gar mit der ambitionierten Spitzengruppe mitlaufen, bis er nach gut zwei Kilometer jedoch am ersten Steilstück reißen lassen musste. „Dafür, dass ich nur aus dem Stand und sehr reduziertem Training an den Start gegangen bin, ging das sogar ziemlich gut voran.“ Der Sieger Martin Schönberger (TTC Grenzau) lief in sehr guten 32:30 Minuten auf relativ festem, aber eben profiliertem Geläuf aus einer gutbesetzten Spitzengruppe heraus zum Streckenrekord, Boch wurde in 35:37 Minuten Zehnter und Zweiter der M30. In 37:13 Minuten folgte Wilhelm kurz darauf als zufriedener 19. der Gesamtwertung und Dritter der M30. „Ein schöner Abschluss des Jahres 2006.“
Volker Boch
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Team-Mitglied Peter Semmel nach Verletzungspause wieder am Start
Nachdem er fast ein halbes Jahr sportlich wegen einer Veletzung nichts tun konnte, hat Team-Mitglied Peter Semmel zum Ende des Jahres 2006 noch ein paar Testläufe gemacht. In Pfungstadt gewann er in der M50 den Crosslauf sowie in Weiterstadt die 5km beim Nikolauslauf in der M50. Eine Woche später hat er dann in Seligenstadt einen 10km-Lauf mitgemacht, wo er in der Zeit von 40:44min den 4. Platz belegte.
Nach dem Umzug nach Georgenborn hat Semmel nun nur noch Berge zum Trainieren - für einen Flachländer eine große Umstellung. Vielleicht haperte es auch deswegen etwas mit dem Start ins neue Jahr: Der erste Wettkampf in Jügesheim über 10km verlief jedenfalls nicht nach Wunsch - auf über 2min langsamer als 2006 lautete die Zielzeit. Bilanz von Semmel: Es kann nur noch besser werden. Für den Halbmarathon in Mainz hat er sich auf jeden Fall mehr vorgenommen.
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29. Oktober 2006: Helmut Becker ist in Frankfurt trotz schlechter Startbedingungen dicht an der geplanten Zeit
Der 29. Oktober ist schneller gekommen, als mir lieb war. Denn die eine oder andere Woche der Vorbereitung hätte ich gerne noch mitgenommen. Aber der Reihe nach:
Im Anschluss an den 25 km Lauf in Bellheim am 5. August habe ich erst einmal eine Woche mit lockerem Training verbracht, um dann in den beiden folgenden Wochen den Umfang auf 100 km die Woche zu erhöhen. Dabei standen sonntags dann schon Läufe im Bereich von 30 km an. Danach ging es die letzte August- und erste Septemberwoche zum Bergwandern ins Hochpustertal. Der Termin war unter dem Gesichtspunkt Marathonvorbereitung sicherlich nicht ideal, aber für den Termin gab es private Gründe. Das Wetter spielte in den Bergen super mit und wir haben jeden Tag wunderbare Touren gemacht. Gewandert sind wir in den 14 Tagen fast 180 km (mit ca. 10.000 Höhenmeter), aber gelaufen bin ich keinen Kilometer.
Nur knapp sechs Wochen intensives Training
Wieder daheim konnte ich dann ein paar Tage trainieren, bis ich wegen Rückenschmerzen mehr als eine Woche pausieren musste. Trotz verschiedener Arztbesuche konnte sich die Ursache nicht ausfindig machen lassen und ich musste die Füße hochlegen, auch wenn es mir schwergefallen ist. Als ich dann das Training wieder aufnehmen konnte, war es der 20. September, d.h. nur noch fünfeinhalb Wochen bis Frankfurt.
Ich habe mich dann entschieden, es trotzdem zu probieren und mir die Zeit zu nehmen. In der verkürzten Woche bin ich dann 70 km gelaufen (alles 5er Schnitt) und habe die Dehnungsübungen nach dem Training intensiviert (auch in den folgenden Wochen). In der darauffolgenden Woche habe ich dann wieder auf 100 km erhöht und mit Tempoeinheiten angefangen. Dann war es schon Oktober. In den ersten beiden Oktoberwochen bin ich jeweils 125 km gelaufen. Diese beiden Wochen sahen typischerweise so aus:
Montag: lockerer Lauf (ca 5er Schnitt) ca. 8 bis 10 km
Dienstag: etwa 15 km und davon 10 km in ca. 4:10 pro km
Mittwoch: Bahntraining z.B. eine Pyramide aus 2000 m (7:20), 3000 m (11:00), 2000 m (7:20) und dann noch 1000 m (3:30). Natürlich gehört auch noch ein- und auslaufen dazu.
Donnerstag: 20 bis 24 km im 5er Schnitt
Freitag: 8 bis 10 km im 5er Schnitt
Samstag: 20 km und davon 15 km im 4er Schnitt
Sonntags: 35 km im 5er Schnitt
Gute Begleitung erleichtert lange Trainingsläufe
Die Begeisterung mancher Leute über diese langen Läufe von 35 km kann ich immer noch nicht nachvollziehen. Wenn ich nicht mit Christian Wolf und Heinz Klink (aus dem Team), Wolfgang Müller sowie Vera Martens (von meinem Verein TV Waldstraße) gute Begleitung und tolle Gespräche gehabt hätte, wären mir diese Läufe sehr schwer gefallen. Daher an der Stelle noch mal Danke an euch.
Nach den beiden schweren Wochen ging es mit dem Training auch schon wieder runter auf 80 km und dann in der Woche vom 20. bis 29. Oktober sogar nur noch 30 km bis zum Marathon. Somit hatte ich den 8 Wochen vorm Marathon knapp über 600 km zusammen gebracht. Am Samstag bin ich dann mit Christian auf die Marathonmesse gefahren, um die Startnummer in Ruhe abzuholen. Der Nervosität hat sich bei mir dann aber nur noch breiter gemacht. Zum Glück waren wir abends bei Freunden zu Besuch, so dass ich meine Ablenkung hatte (außerdem gab es leckere Nudeln).
Problem der Einteilung
Als dann am Sonntag endlich der Startschuss fiel, war ich zumindest schon mal froh, dass das Wetter besser war, als die Vorhersage gemeldet hatte, wenn man vom Wind abgesehen hat, der doch an der einen oder anderen Stelle kräftiger war. Ich hatte die ganze Woche schon überlegt, wie ich das Rennen nun laufen soll. Denn ursprünglich wollte ich ja unter 2h50 laufen. Da hatte ich aber die Sache mit dem Rücken noch nicht gewusst, dann war da ja noch der Wind und das generelle Problem der Einteilung. Denn es war ja erst mein zweiter Marathon. Ich hatte mir daher vorgenommen, den ersten Halben mit ca. 1h25 bis 1h27 anzugehen und dann halt zu sehen, was noch geht. Zur Sicherheit hatten sich Christian und ich im ersten Block etwas weiter hinten hingestellt, um nicht gleich beim Start zu überziehen.
Über das Rennen kann ich nicht sehr viel erzählen, da es sich fast wie in einem Film abgespielt hat. Im Grunde habe ich mir immer ein paar Leute weiter vorne rausgesucht und mich immer wieder rangearbeitet. Ab und zu habe ich auch versucht, mich im Windschatten aufzuhalten, aber das hat auch nur von Kilometer 17 bis kurz hinterm Halbmarathon mehr oder weniger funktioniert, weil mir dann das Tempo etwas zu langsam wurde.
Geplante Zeit nur knapp verfehlt
Beim Halbmarathon bin ich in 1:26:45 durch. Wobei ich für die ersten 10 km 40:45 und für die zweiten (mehr Wind) 41:16 benötigte. Von Kilometer 20 bis 30 habe ich dann 41:30 gebraucht (noch mehr Wind), aber dann ging es ja auch schon mit Rückenwind zurück nach Frankfurt. Mir hat es jetzt sehr gut getan, dass ich beim Start nicht so weit vorne gestanden habe, da ich nun viele Leute überholt habe, die scheinbar zu schnell angegangen sind. Die linke Wade hat zwar gezwickt und die Beine haben sich insgesamt auch nicht mehr so gut angefühlt, aber mein Tempo konnte ich trotzdem halten. Den vierten 10er bin ich in 40:46 gelaufen und die restlichen 2,2 km habe ich in knapp über 8 min hinter mich gebracht. Dann war ich mit 2:52:44 im Ziel.
Wann ich meinen nächsten Marathon laufen werde, weiß ich noch nicht. Denn das Fieber dafür ist bei mir nicht ausgebrochen. Ich bin schon stolz, es geschafft zu haben und nehme einige Erfahrungen mit, aber die Vorbereitung ist mir etwas zu intensiv. Es bleibt neben dem Job nicht mehr sehr viel Platz für andere private Dinge. Ich kann nicht immer verlangen, dass sich alles nach meinem Sport ausrichtet. Abgesehen davon gibt es auch noch viele andere gute Läufe (Halbmarathon Mainz oder der 25er in Bellheim), die aus meiner Sicht sogar mehr Spaß machen.
Helmut Becker
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21. Oktober 2006: Boch und Wilhelm stellen sich einer der größten Herausforderungen im Triathlonsport mit Bravour
Der Ironman auf Hawaii gehört zu den größten Herausforderungen im Triathlonsport. Nachdem sich aus dem Wölfe-Team im Vorjahr Christian Wolf und zuvor mehrfach Alex Nicolai hervorragend auf der Pazifik-Insel geschlagen haben, waren in diesem Oktober Volker Boch und Holger Wilhelm am Start in Kailua-Kona. Als 115. kam Wilhelm ins Ziel nach 9:24:59 Stunden, Boch folgte in 9:31:03 als 149. der Ironman-Weltmeisterschaft.

Leistungdichte Weltmeisterschaft
Mit einem Freudensprung stürmte Wölfe-Triathlet Holger Wilhelm in das Ziel der Weltmeisterschaft im Ironman-Triathlon. Nach 3,9 Kilometern Schwimmen im unruhigen Pazifik, 182 Kilometern Radfahren durch Wind, Sonne und Regen sowie 42,195 Kilometer Laufen auf Asphalt riss der Athlet des VfR Simmern die Arme in die Höhe. 9:24:59 Stunden lang hatte der 32-Jährige alle Herausforderungen des Hawaii-Ironman angenommen und bewältigt. Wilhelm erreichte genau wie sein Teamkollege Volker Boch ein glänzendes Resultat. Lange Zeit sah es so aus, als würden die beiden Vereinskollegen vom VfR Simmern gar gemeinsam ins Ziel in Kailua-Kona laufen können, denn in 9:31:03 Stunden war der 30-jährige Boch nur wenige Minuten hinter Wilhelm zurück. Wilhelm wurde 115. der äußerst leistungsdichten Weltmeisterschaft, Boch belegte Rang 149.
Bereits beim Schwimmen im unruhigen Pazifik hatte Wilhelm den Grundstein für das beste Ergebnis seiner Triathlon-Laufbahn gelegt. Nach 1:00:29 Stunden war der Koblenzer aus dem Wasser, angesichts der besten Profi-Schwimmzeiten von knapp 54 Minuten ein absolutes Top-Ergebnis. "Im vergangenen Jahr waren die Schwimmzeiten rund acht Minuten besser", erklärte Boch, der mit seiner Zeit von 1:10:43 Stunden sehr zufrieden sein konnte. "Die Schwimmzeiten waren insgesamt ziemlich langsam, aber das hat nichts daran geändert, dass alle Athleten extrem eng beieinander lagen", erklärte er. Diese Zeit reichte im 1800 Teilnehmer starken Starter-Feld gerade einmal zu einem Platz unter den ersten 750. "Durch diese Dichte war es auch extrem ruppig."
Boch und Wilhelm radeln sich im dichten Feld weiter nach vorne
Nach einem schnellen Wechsel folgte für beide Akteure ein flottes Radfahren, bei dem Boch gehofft hatte, zu Wilhelm aufzufahren, was jedoch nicht ganz gelang. So spulten beide ihre 182 Kilometer über die Lavainsel durch Wind, Hitze und sogar prasselnden Regen jeweils als Solisten ab. "Schade war, dass dort nicht immer das Verbot des Windschattenfahrens beachtet und Verstöße auch nicht geahndet wurden", war Boch nicht ganz begeistert vom Rennverhalten einiger Mitstreiter. Wilhelm stellte Ähnliches fest. "Es gibt immer wieder Gruppen, die davon profitieren, dass nicht rigoros durchgegriffen wird." Doch Bochs 4:54:34 Stunden und Wilhelms 4:56:43 Stunden brachten sie im engen Hawaii-Feld weiter nach vorne. "Es war zwar insgesamt nicht so ein starker Wind", sagte Wilhelm, der 2004 bei seinem ersten Start auf Hawaii regelrecht verweht worden war. "Aber die Bedingungen waren nicht gerade leicht."
Marathon bei brutaler Hitze die größte Herausforderung
Wie erwartet wurde aber der abschließende Marathon zu einer noch größeren Herausforderung. "Ich hatte gehofft, dass es dort richtig rund geht", sagte Boch, der im Laufen in der Vorbereitung auf dieses Rennen deutliche Verbesserungen gezeigt hatte. Was im Rennen aber vor allem rund ging, war der Magen des 30-Jährigen. "Nach drei Kilometern saß ich schon im Toilettenhäuschen." Erst auf der zweiten Hälfte des Laufes legten sich die Probleme, und dem VfR-Athleten gelang in 3:19:32 Stunden noch ein guter Marathon durch die Hitze Hawaiis. "Die Temperaturen waren für mich brutal."
Hitze-Freund Wilhelm hatte damit weniger Probleme und lief in schwüler Wärme auf dem anspruchsvollen Parcours gute 3:22:11 Stunden. "Es hätte beinahe geklappt, und wir wären zusammen ins Ziel gekommen", erklärte Wilhelm. So musste er schließlich alleine zum Freudensprung ansetzen.
Volker Boch
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14. Oktober 2006: Brocken-Marathon - 1200 Höhenmeter, die es in sich haben
Das Wochenende Mitte Oktober wurde von Sascha Heinsohn mal wieder dazu genutzt, ein paar harte Trainingskilometer unter Wettkampfbedingungen zu sammeln. Am Samstag, 14. Oktober, startete er beim Harzgebirgslauf (Brockenmarathon). Diesen recht schweren, mit einigen Höhenmetern gespickten Marathon mit etwa 1200 Höhenmetern muss man einfach mal gelaufen haben, so Heinsohn.
Der Bericht im O-Ton:
Gespannt war ich auf die Aussicht vom Gipfel des Brocken. Aber dazu später mehr. Am Freitag konnte ich erst sehr spät aus Wiesbaden zum Harz aufbrechen und nach mehrstündiger Autofahrt kam ich endlich nachts um 1.20 Uhr im Harz an. Nach ein paar Stunden Schlaf auf einem Waldparkplatz in meinem Renault Scenic ging es dann los. Das Wetter war nicht gerade freundlich, knappe 11 Grad und Nieselregen. Das versprach für den Gipfel nichts Angenehmes. Nach Abholung der Startunterlagen und dem Warmlaufen, startete der Brockenmarathon um 9 Uhr.
Brocken bietet sich mörderisch kalt, windig und neblig dar
Die ersten 19 Kilometer führten auf den Gipfel des Brocken. Ich spürte noch die Nachwirkungen eines 38 Kilometer langen Trainingslaufs mit Rucksack (10 Kg) durch den Taunus vom Donnerstag. Aber dieser Marathon sollte ja auch nur zur Vorbereitung auf die noch in diesem Jahr geplanten Ultraläufe sein. Auf dem Brocken war es dann "mörderisch" kalt, windig und nebelig. Ich habe eigentlich vom Brocken, seiner Aussicht oder sonst etwas nichts mitbekommen.
Danach ging es stetig bergab und ich nahm Tempo raus, um mich zu schonen (sollte ja Training sein). Bis dahin lag ich noch unter den Top 15. Das Bergablaufen tat dann trotzdem ganz schön weh, und da ich nun schön langsam machte, überholten mich doch noch einige Läufer.
Am Ende kam ich mit 3:23 h als Gesamt 32. und 3. der M30 ins Ziel. Fazit: Ein schöner Landschaftsmarathon und gute Trainingskilometer für meine Ultras.
Sascha Heinsohn
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41. Eduard-Steiner-Crosslauf, Hahnenbach, am 30. September
Eine Woche vor meinem Marathon in München hatte ich einen letzten Wettkampf geplant, um noch einmal einen Temporeiz zu setzen und mich schon auf die Wettkampfatmosphäre einzustimmen. Schließlich bin ich die letzten Rennen aus dem Training heraus nicht ganz so ernsthaft gelaufen. Das war jetzt beim Cross in Hahnenbach etwas anderes. Für einen Doppelstart bei diesem Lauf habe ich mich entschieden, weil zum einen Spikes nicht erlaubt waren, die Wege also wohl schnell waren, und zum anderen konnte ich die Mittelstrecke mit ca. 2.550 m und die Langstrecke mit ca. 7.250 m mit etwas mehr als einer Stunde Pause dazwischen laufen.
Anspruchsvolle Strecke
Beim Einlaufen konnte ich mir schon einen Vorgeschmack von der Strecke, der so genannten Steinerrunde, in Hahnenbach bei Kirn holen. Zunächst 200 m flacher Asphalt, dann 800 m Steigung auf einer Straße, etwas weiter bergauf im Wald, weiter flach im Wald und über einen rauhen, unebenen Feldweg mit zwei engen Kehren wieder runter auf eine 500 m lange asphaltierte Zielgerade. Locker laufend alles kein Problem, aber mit Tempo, dachte ich mir, musst du in den engen bergab führenden Kurven schon aufpassen. Außerdem wollte ich vorsichtig sein, weil ich die lange Steigung immerhin viermal laufen durfte, einmal auf der Mittelstrecke und dreimal auf der Langstrecke.
Nervosität beim Start der Mittelstrecke
Offensichtlich hatten sich noch mehr Läuferinnen und Läufer etwas vorgenommen. Die Spannung war mit Händen greifbar. Nervöses Hin- und Herlaufen, schnell noch einige Steigerungen und Sprints, abchecken, wer noch am Start steht und Gerangel um die erste Reihe.
Sogar einen Fehlstart gab es. Habe ich bisher noch nicht erlebt. Aber jeder wollte flott weg. Im zweiten Versuch klappte es auch und bevor ich mich umschaute, war ich auf Platz 5 durchgereicht worden, so sprinteten die jungen Leichtathleten um mich herum los. 200 m flach nutzen 4 Jungs und Maria Schubert, Frauenklasse, für eine Geschwindigkeit wie bei einem Wettkampf auf der Bahn. Auf der Steigung kam ich aber langsam und stetig wieder ran und konnte mich oben auf Position 2 setzen, um wenige Meter später vor dem flachen Waldstück von Sebastian Wendel, Männerklasse, überholt zu werden. Wir sind gerannt, so schnell es ging. Gleich, ob Waldweg, Wiese oder steiniger Feldweg. Immer voll Speed. Es war ja nur eine Runde. Deshalb hatte ich meine Stoppuhr gar nicht erst gedrückt. Als es flach wurde, war ich Dritter und wusste, dass es nur noch rund 800 m sind. Es ging noch was. Auf der langgezogenen Außenkurve überholte ich Christian Studt, männliche Jugend B, und hatte den führenden Sebastian im Visier. Ich kam näher. Nun war es auch keine Crossstrecke mehr. Also trotz zwickender Waden alles geben. Mit einem vorgezogenen Spurt ging ich an ihm vorbei und schaute mich in einer engen Kurve 200m vor dem Ziel ein letztes mal um. Das reichte. Sprintend lief ich weiter und beendete die Mittelstrecke nach 9:36 min als Sieger mit 5 s Vorsprung.
Aufhören oder doch Langstrecke?
Schon direkt nach der Ziellinie habe ich es gespürt, dieses unangenehme Ziehen in beiden Waden. Wohl durch das flotte Bergabrennen waren meine Waden knallhart und schmerzten. Ich war nahe daran, den zweite Start sein zu lassen und nach Hause zu fahren. Zunächst ging ich etwas spazieren, holte mal was zu Trinken und joggte anschliessend über die flache Landstraße Richtung Nachbarort. Dann auch mal den nächsten Hügel hoch und als es immer besser ging, streute ich noch einige Dehnungsübungen ein und lief langsam noch mal die Steiner-Runde. Die Muskulatur war wieder locker und ich konnte doch noch zum Start.
Überraschung auf der Langstrecke
Im Startbereich hatte sich schon eine kleine Gruppe versammelt und einige sahen ganz schön flott aus. Dabei wollte ich erst mal vorsichtig schauen, was so passiert und nicht gleich voll loslaufen. Für den Sponsor Wolfs Running World musste ich aber schon in der ersten Reihe stehen. Und bevor ich mich versah, hatten wir die flachen 200 m zurück gelegt und es ging zum ersten Mal die 800 m Steigung hoch. Das Feld hatte sich hinter Knut Sentz und mir einsortiert. Wir hatten es nicht ganz so eilig und jeder beobachtete sein Gegenüber. Vor dem Wald zog Knut etwas an, ich schloß wieder zu ihm auf. Mal neben-, mal hintereinander ging es Richtung Ziel, um die zweite Runde unter die Füsse zu nehmen. Mit 10:30 min hatte ich fast eine Minute mehr gebraucht als über die Mittelstrecke. Aber die zweite Runde wurde schneller, insbesondere die lange Steigung hoch und über die Feldwege wieder runter. Nun hatte ich rund 15 m Rückstand. Auf dem Flachstück vor dem Ziel kam ich wieder auf und Seite an Seite ging es in die letzte Runde. Jetzt gab jeder alles und wir waren schnell unterwegs. Als es den Hügel runter ging, musste ich abreißen lassen und hatte aber noch nicht aufgegeben. Ich spürte, dass mein Vordermann müder war als ich. Er drehte sich immer mal wieder um und ich konnte näher und näher zu ihm hin laufen. Das hat richtig Spaß gemacht. Die Beine waren fit und ich habe mich bis zum Ziel wirklich gut gefühlt. Nach 30:03 min lief ich über die Ziellinie, nur 2 s hinter Knut Sentz. Der Dritte Hartmut Fuchs war mit 31:34 min schon deutlich abgeschlagen.
Schwung und Motivation für München
Bei herrlichem Laufwetter die Mittelstrecke zu gewinnen, bei der Langstrecke bis zum Schluss kämpfend knapp Zweiter zu werden, dadurch in der Gesamtwertung des Pilz Cup 2006 (www.lvr-kh.de) einen Sprung nach oben zu machen, hat schon ordentlich motiviert. Daran werde ich bei den klassischen 42,195 km durch München sicher immer mal wieder denken. Wenn ich dann auf den letzten Kilometern des Marathons so kämpfen kann, wie bei der Langstrecke des Steiner Crosslaufs, kann nichts mehr schief gehen.
Dr. Heinz Klink
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24. September 2006: Neue Bestzeit an der Weser für Skalsky
Der Stadtkurs in der Hansestadt scheint für Martin Skalsky vom Wolfs Running Team ein gutes Pflaster zu sein. Im vergangenen Jahr, bei der 1. Auflage des SWB Bremen Marathon gelang ihm das erste Mal der Sprung unter die 3 Std. Marke und auch diesmal erreichte er das Ziel in einer neuen Bestzeit. Doch der Reihe nach…
Auch in diesem Jahr fand die Veranstaltung parallel zum Berlin Marathon statt. Der Bremer Marathon hatte jedoch nicht mit der Konkurrenz aus der Hauptstadt, sondern mit der aus dem eigenen Lager zu kämpfen. In diesem Jahr hatte der Veranstalter einen Halbmarathon mit in das Programm aufgenommen, was insgesamt ein Plus und rund 4000 Teilnehmer brachte, dem eigentlichen Hauptlauf jedoch gut 500 Starter kostete.
Abwechslungsreicher Rundkurs
Am Sonntag den 24.09.06 um 9 Uhr machten sich mit mir gut 1700 weitere Teilnehmer auf den abwechslungsreichen Rundkurs durch die Hansestadt.
Von Beginn an lief alles rund. Bereits nach dem ersten Kilometer hatte sich eine Gruppe von neun Läufern gefunden, der ich mit einem 3:55min/km Schnitt gut folgen konnte. Nach den ersten 10km in 38:23min und einer Schleife an der Weser war mein Plan, mich in der Gruppe unter die 02:50Std. ziehen zu lassen, dahin. Die einen zu schnell, die anderen zu langsam ging es für mich alleine weiter und daran sollte sich bis zum Ziel auch nicht mehr viel ändern. Nach etwa einer Stunde machten mir die steigenden Temperaturen, die später noch die 30Grad Marke knackten, und die wechselnden Untergründe von Asphalt über Waldwege und auf Kopfsteinpflaster mehr zu schaffe,n als mir lieb war. Die 21,1km erreichte ich in 01:22:41 Std.
Auf Höhe von km 25 kam mir dann ein humpelnder Marek Dryja, der auch beim Mainzer Gutenberg Marathon kein Unbekannter ist, entgegen. Die km 20-30 wurden mit 42:06min schon langsamer und die Beine schwerer. Als es dann wieder an das Weserufer ging und ich wenig später das Weserstadion durchlief, hatte ich mich wieder etwas gefangen und blieb vom großen Einbruch, den ich hier im letzten Jahr hatte, verschont. Die letzten kurzen steilen Anstiege am Deich und Wall quälte ich mich hoch und erreichte schließlich das Ziel, die Bremer Stadthalle auf Gesamtrang 13 und zweiter meiner AK in 02:47:18 Std.
So habe ich auf der zweiten Hälfte wieder viel Zeit verloren, aber endlich den Sprung unter die 2:50Std. Marke geschafft.
Den Gesamtsieg in Bremen sicherte sich der Pole Jaroslaw Cichocki in 02:22:56 Std. Alles in Allem eine gelungene und gut organisierte Laufveranstaltung.
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41. Mainzer Volkslauf am 23. September 2006
1:45 h intensiver Dauerlauf stand für diesen Samstag auf meinem Marathon-Trainingsplan. Keine ganz leichte Einheit, aber auch nichts besonders Aufregendes. Allerdings hatte ich in dieser drittletzten Woche vor München schon einige Trainingseinheiten und einige Kilometer - viele extensiv, ruhig gelaufen und zweimal flott auf der Bahn - in den Beinen. Für den Sonntag stand dann noch mal die gewohnte lange Runde an. Ich suchte also nach einer Möglichkeit, mein Training etwas attraktiver und motivierender zu gestalten.
20 km Volkslauf als flottes Training
Was lag da näher, als bei dem noch dazu fast vor meiner Haustür liegenden Mainzer Volkslauf in Mombach teilzunehmen. 2001 hatte ich bereits einmal die 20 km Strecke in einen 35 km Trainingslauf eingebunden und bin damals eine 1:33,03 h gelaufen. Sehr schöne Erinnerungen an einen meiner ersten Wettkämpfe verbinde ich darüber hinaus mit dem Volkslauf im Jahr 2000. Konnte ich doch damals in meinem ersten Laufjahr die 6 km gewinnen: http://www.mainzer-volkslauf.de/volkslauf_ergebnisse_2000.htm
Kurze Absprachen vor dem Start
Also ging es von der Haustür mit einem kleinen Umweg durch den Wald nach Mombach, Richtung Start. Die Startnummer war schnell abgeholt und der Chip einprogrammiert. Es konnte direkt weiter gehen. Wie so oft trifft man im Startbereich auf bekannte Gesichter. Natürlich hört man sich da auch schon mal um, wer was vor hat. Aus dem Wolfs Running Team war unser Neuzugang Sascha Heinsohn anwesend und vom letzten Lauf des Rheinhessen Cups, dem Albiger Hügellauf, kannte ich Marcus Jores und Dirk Karl. Sascha hatte auch eine anstrengende Trainingswoche hinter sich und plante eine 1:25 h, während Marcus sich vorsichtiger äußerte und mal in meinem Windschatten bleiben wollte. Plante ich doch eine 1:24 h zu laufen. Es sprach also einiges dafür, dass sich eine schnelle Gruppe für ein abwechslungsreiches Rennen finden würde.
Überraschend schnelle erste Kilometer
Der Starter mahnte noch zu einem vorsichtigen Beginn. Gerade auf den ersten 500 m sei es eng und kurvig. Schließlich sei es keine Olympiade oder Weltmeisterschaft, sondern ein Volkslauf, bei dem jeder auch wieder gesund ins Ziel kommen soll. Schöne, sicher auch manchmal wichtige Worte, aber Wettkampf ist Wettkampf und km 1 bei 3:43 min belegte genau das. Unterführung und Kurven störten nicht. Die Spitzengruppe zog sich sofort auseinander und ich musste mich doch etwas bremsen. Schließlich wollte ich nur +/- 4:12 min/km laufen.
Schwere Strecke und Mainzer Sandflora
Wer die 10 km Runde im Gonsenheimer Wald kennt, weiß auch, dass im hinteren Teil rund 40 Höhenmeter überwunden werden wollen. Beim Mainzer Volkslauf darf man sogar zweimal die geschotterte Steigung hochschnaufen. Da kommt man dann doch ins Grübeln, was schöner ist. Flache und sandig weiche Böden, teilweise mit kräftigen Wurzeln durchzogen oder feste Waldwege mit Steigung. Wenn es dann mal bergab geht, ist man hin und her gerissen, zwischen Tempo machen oder erholen.
Geduld wird belohnt
Als das Läuferfeld sich so ab km 5 sortiert hatte und jeder seinen Stiefel lief, befand ich mich auf Platz 7 und hatte die 3er Gruppe vor mir immer mal wieder im Blick. An der erwähnten ersten Steigung kam ich näher ran, auf dem Gefällstück vergrößerte sich der Abstand wieder etwas. Ich vermute, Dirk Karl ist da wieder wie schon beim Albiger Hügellauf kamikazemäßig runter gerannt, so dass einem schon beim Zusehen die Knie schmerzen. Ungefähr bei km 9 geht es auf die zweite Runde. Ich hatte nun mein Renntempo gefunden. Was den Streckenposten bewogen hat, sich in die Innenkurve zu stellen, um mit der Helferin, die mir einen Wasserbecher reichte, zu schwätzen, weiß wohl nur er allein. Er mag mir das im Eifer des Wettkampfs gerufene Schimpfwort nachsehen und mal über seinen Platz auf der Ideallinie nachdenken. Nach dem Abklingen meines Adrenalinspiegels lief ich gleichmäßig mein Tempo und die zweite Runde verging zumindest subjektiv schneller als die erste.
Von Platz 7 auf 5 und Fair Play
Meinen direkten Vordermann überholte ich noch vor der Steigung und den Sechstplatzierten schnappte ich mir, als es zum zweiten Mal die Steigung hoch ging. Beide kamen auch auf dem Gefällstück nicht mehr ran. Nun hatte ich nur noch rund 60 m Rückstand auf Platz 4. Irgendwie hat dann Dirk die Orientierung verloren. Er bog hinter dem Gonsenheimer Tierpark auf die Strecke des TGM-Laufs ab und ich musste schon ziemlich laut rufen, damit er umkehrte, um dann auf dem Parkplatz beim Friedhof wieder einen falschen Weg einschlagen zu wollen. Ich zeigte ihm dann noch einmal die richtige Rennstrecke, um ihn dann sowohl im Gesamtklassement, als auch - zumindest bei der Siegerehrung, die Ergebnisliste zeigt eine andere Altersklasse - in der M 40 vor mir zu haben. Damit ist es für die nächsten Rennen aber auch gut ;-)))
Wo ist die Jugend?
Noch einmal durch die Unterführung und einige Kurven, dann einige Meter Endspurt Richtung Ziel und rüber, über die bekannten rote Matte der Champion Chip Zeitnahme. 1:24,44 h bei 22°C auf der nicht schnellen Strecke und noch dazu eine Zeit, wie vor dem Start angekündigt. Was wollte ich mehr. Zufrieden schlürfte ich das im Zielbereich angebotene Wasser und noch lieber das kühle Radler. Etwas überrascht war ich dann jedoch bei der Siegerehrung, als ich mit meinem 5. Platz im Gesamtklassement "nur" einen Platz 3 in der Altersklasse M 40 erreichte. Der Gesamtsieger Uwe Bernd, der sich auch verlaufen hatte, und mein Vordermann gehörten zu meiner Altersklasse. Laut Ergebnisliste ist jetzt im Gegensatz zur Siegerehrung der zweite Gerd Trautmann auch M40, Dirk Karl als Gesamtvierter nicht mehr. Nur Sascha als Dritter ist jünger. Aber ganz gleich, ob Jugend oder Senioren, wer beim 41. Mainzer Volkslauf nicht am Start war, hat einfach was verpasst.
Geschrieben von Team-Mitglied Dr. Heinz Klink, als Haile Gebrselassie durch Berlin flitzte...
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41. Eduard-Steiner-Crosslauf, Hahnenbach, am 30. September
Eine Woche vor meinem Marathon in München hatte ich einen letzten Wettkampf geplant, um noch einmal einen Temporeiz zu setzen und mich schon auf die Wettkampfatmosphäre einzustimmen. Schließlich bin ich die letzten Rennen aus dem Training heraus nicht ganz so ernsthaft gelaufen. Das war jetzt beim Cross in Hahnenbach etwas anderes. Für einen Doppelstart bei diesem Lauf habe ich mich entschieden, weil zum einen Spikes nicht erlaubt waren, die Wege also wohl schnell waren, und zum anderen konnte ich die Mittelstrecke mit ca. 2.550 m und die Langstrecke mit ca. 7.250 m mit etwas mehr als einer Stunde Pause dazwischen laufen.
Anspruchsvolle Strecke
Beim Einlaufen konnte ich mir schon einen Vorgeschmack von der Strecke, der so genannten Steinerrunde, in Hahnenbach bei Kirn holen. Zunächst 200 m flacher Asphalt, dann 800 m Steigung auf einer Straße, etwas weiter bergauf im Wald, weiter flach im Wald und über einen rauhen, unebenen Feldweg mit zwei engen Kehren wieder runter auf eine 500 m lange asphaltierte Zielgerade. Locker laufend alles kein Problem, aber mit Tempo, dachte ich mir, musst du in den engen bergab führenden Kurven schon aufpassen. Außerdem wollte ich vorsichtig sein, weil ich die lange Steigung immerhin viermal laufen durfte, einmal auf der Mittelstrecke und dreimal auf der Langstrecke.
Nervosität beim Start der Mittelstrecke
Offensichtlich hatten sich noch mehr Läuferinnen und Läufer etwas vorgenommen. Die Spannung war mit Händen greifbar. Nervöses Hin- und Herlaufen, schnell noch einige Steigerungen und Sprints, abchecken, wer noch am Start steht und Gerangel um die erste Reihe.
Sogar einen Fehlstart gab es. Habe ich bisher noch nicht erlebt. Aber jeder wollte flott weg. Im zweiten Versuch klappte es auch und bevor ich mich umschaute, war ich auf Platz 5 durchgereicht worden, so sprinteten die jungen Leichtathleten um mich herum los. 200 m flach nutzen 4 Jungs und Maria Schubert, Frauenklasse, für eine Geschwindigkeit wie bei einem Wettkampf auf der Bahn. Auf der Steigung kam ich aber langsam und stetig wieder ran und konnte mich oben auf Position 2 setzen, um wenige Meter später vor dem flachen Waldstück von Sebastian Wendel, Männerklasse, überholt zu werden. Wir sind gerannt, so schnell es ging. Gleich, ob Waldweg, Wiese oder steiniger Feldweg. Immer voll Speed. Es war ja nur eine Runde. Deshalb hatte ich meine Stoppuhr gar nicht erst gedrückt. Als es flach wurde, war ich Dritter und wusste, dass es nur noch rund 800 m sind. Es ging noch was. Auf der langgezogenen Außenkurve überholte ich Christian Studt, männliche Jugend B, und hatte den führenden Sebastian im Visier. Ich kam näher. Nun war es auch keine Crossstrecke mehr. Also trotz zwickender Waden alles geben. Mit einem vorgezogenen Spurt ging ich an ihm vorbei und schaute mich in einer engen Kurve 200m vor dem Ziel ein letztes mal um. Das reichte. Sprintend lief ich weiter und beendete die Mittelstrecke nach 9:36 min als Sieger mit 5 s Vorsprung.
Aufhören oder doch Langstrecke?
Schon direkt nach der Ziellinie habe ich es gespürt, dieses unangenehme Ziehen in beiden Waden. Wohl durch das flotte Bergabrennen waren meine Waden knallhart und schmerzten. Ich war nahe daran, den zweite Start sein zu lassen und nach Hause zu fahren. Zunächst ging ich etwas spazieren, holte mal was zu Trinken und joggte anschliessend über die flache Landstraße Richtung Nachbarort. Dann auch mal den nächsten Hügel hoch und als es immer besser ging, streute ich noch einige Dehnungsübungen ein und lief langsam noch mal die Steiner-Runde. Die Muskulatur war wieder locker und ich konnte doch noch zum Start.
Überraschung auf der Langstrecke
Im Startbereich hatte sich schon eine kleine Gruppe versammelt und einige sahen ganz schön flott aus. Dabei wollte ich erst mal vorsichtig schauen, was so passiert und nicht gleich voll loslaufen. Für den Sponsor Wolfs Running World musste ich aber schon in der ersten Reihe stehen. Und bevor ich mich versah, hatten wir die flachen 200 m zurück gelegt und es ging zum ersten Mal die 800 m Steigung hoch. Das Feld hatte sich hinter Knut Sentz und mir einsortiert. Wir hatten es nicht ganz so eilig und jeder beobachtete sein Gegenüber. Vor dem Wald zog Knut etwas an, ich schloß wieder zu ihm auf. Mal neben-, mal hintereinander ging es Richtung Ziel, um die zweite Runde unter die Füsse zu nehmen. Mit 10:30 min hatte ich fast eine Minute mehr gebraucht als über die Mittelstrecke. Aber die zweite Runde wurde schneller, insbesondere die lange Steigung hoch und über die Feldwege wieder runter. Nun hatte ich rund 15 m Rückstand. Auf dem Flachstück vor dem Ziel kam ich wieder auf und Seite an Seite ging es in die letzte Runde. Jetzt gab jeder alles und wir waren schnell unterwegs. Als es den Hügel runter ging, musste ich abreißen lassen und hatte aber noch nicht aufgegeben. Ich spürte, dass mein Vordermann müder war als ich. Er drehte sich immer mal wieder um und ich konnte näher und näher zu ihm hin laufen. Das hat richtig Spaß gemacht. Die Beine waren fit und ich habe mich bis zum Ziel wirklich gut gefühlt. Nach 30:03 min lief ich über die Ziellinie, nur 2 s hinter Knut Sentz. Der Dritte Hartmut Fuchs war mit 31:34 min schon deutlich abgeschlagen.
Schwung und Motivation für München
Bei herrlichem Laufwetter die Mittelstrecke zu gewinnen, bei der Langstrecke bis zum Schluss kämpfend knapp Zweiter zu werden, dadurch in der Gesamtwertung des Pilz Cup 2006 (www.lvr-kh.de) einen Sprung nach oben zu machen, hat schon ordentlich motiviert. Daran werde ich bei den klassischen 42,195 km durch München sicher immer mal wieder denken. Wenn ich dann auf den letzten Kilometern des Marathons so kämpfen kann, wie bei der Langstrecke des Steiner Crosslaufs, kann nichts mehr schief gehen.
Dr. Heinz Klink
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17. September 2006: Erfolgreiche Wölfe beim Zweiten Köngernheimer Jedermannlauf
Oder: Schöner Trainingsausflug ins rheinhessische Köngernheim. Laufen kann, so einfach es ist, einen Fuß vor den anderen zu setzen, so paradox sein: 10 km in 2:52 h? So stand es am Sonntag, dem 17. September, im Ziel auf meiner Uhr. Vorangegangen waren aber 24 schöne km durch ein spätsommerliches Rheinhessen.
Wie schon so oft stand wieder ein 35er auf meinem Trainingsplan. 7 bis 8 solcher langer Fettstoffwechselläufe sollen es ja schon sein, wenn man sich vernünftig auf einen Marathon vorbereitet. Meine Trainingspartner waren auf Wettkämpfen unterwegs, so dass ich nun die große Schleife hätte alleine laufen können oder mal was anderes probiere. Da die letzten Kilometer der langen Runde auch mal flotter gelaufen werden dürfen, nämlich bis hin zum angestrebten Marathon-Renntempo, habe ich mich für den 10 km Jedermannlauf in Köngernheim gemeldet und beschlossen, von Mainz nach Köngernheim zu laufen.
Nach 24 Kilometern Vorlauf folgen 10 ungewöhnliche Kilometer
Schnell wurde mit einer Wanderkarte die Entfernung gecheckt. Rund 22 km. Bei einem 5er-Schnitt würde es also passen. Tatsächlich waren es dann über Marienborn, Ebersheim, Sörgenloch und Hahnheim, rund 24 km. 8 min vor dem Start kam ich in Köngernheim an, griff mir die flott die von meinem Coach abgeholte Startnummer, ein Schluck Wasser, noch etwas Jogging im Start-Ziel-Bereich und Startschuss zu 10 ungewöhnlichen Kilometern.
Die Beine zwickten schon, als das sich schnell auseinander ziehende Feld losstürmte. 3:07 min/km rannten an der Spitze die beiden Schessler-Brüder, um dann auch etwas ruhiger zu werden. Mein Schnitt pendelte sich bei 4:12 ein. Gleichmäßig von Anfang bis Ende durchlaufen und nicht nachlassen war angesagt - und es funktionierte. Allerdings spürte ich jeden Tempowechsel und jede kleine Steigung, obwohl es nur eine Unterführung und ein oder zwei Bodenwellen waren. Aber beim nächsten Marathon wird es weder das eine, noch das andere geben.
Nach genau 41:59 min stand dann wirklich 2:52 h auf meiner Uhr. Platz 7 für einen Trainingslauf hat mich auch gefreut und noch mehr, dass ich mir gleich nach dem kurzen Auslaufen und Duschen die vom Veranstalter angebotenen Nudel schmecken lassen konnte.
Heinz Klink
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September 2006: Heinsohn beim Binger Stadtlauf und bei der Nordic-Walking-WM in Bayern
Gleich nachdem ich vom Langdistanztriathlon in Podersdorf/Österreich wieder zu Hause war, musste ich auch schon wieder los - eine Woche Lehrgang in Lübeck (Trainerlizenz musste verlängert werden).
Am Sonntag, 3. September 2006, stand ich dann beim Binger Stadtlauf über 10 km an der Startlinie (Foto links). Ich war gespannt, was mein Körper nach der Langdistanz vor einer Woche noch zu bieten hatte.
Ganz so schlecht, wie ich es eigentlich erwartet hatte, lief es dann doch nicht. In 35:53 Minuten lief ich als siebter über die Ziellinie (3. Platz AK30) und war für die Umstände doch ganz zufrieden.
24-Stunden Nordic Walking Weltmeisterschaften in Wiesau/Bayern
Am Freitag, 8. September fuhr ich nach Bayern, genauer gesagt ins Fichtelgebirge nach Wiesau. Dort fanden vom 9. bis 10. September die 24-Stunden Nordic Walking Weltmeisterschaften statt.
Ich hatte mir viel vorgenommen, unter die ersten fünf wollte ich schon kommen.
Bei super warmen Wetter und bester Laune wurde der Wettkampf um 12 Uhr mittags gestartet. Team- und Einzelläufer starteten zusammen und das Tempo war von Anfang an sehr hoch. Zwei Nordic Walker hatten vorab schon angekündigt, neuen Weltrekord laufen zu wollen!
Na ja, dachte ich, da will ich mich mal von meiner besten Seite zeigen und hängte mich an die Führenden. Und siehe da, es lief! Und wie es lief, ich konnte auf vermeintliche Podiumsanwärter schon in den ersten Stunden einen guten Vorsprung herauswalken.
Stechender Schmerz im Oberschenkel kostet die Topten-Platzierung
Nach 10 Stunden lag ich auf Platz zwei und alles war bestens. Dann jedoch, so gegen 22.30 Uhr, ein stechender Schmerz in meiner linken hinteren Oberschenkelmuskulatur! Ich schleppte mich in den Start/Zielbereich und suchte sogleich das Massagezelt auf, wo auch die medizinische Versorgung stattfand. Nach 45 minütiger Behandlung legte ich noch 20 Minuten Pause im "Fahrerlager" drauf, in der Hoffnung gleich wieder durchstarten zu können.
Aber schon die ersten Schritte zeigten mir, dass das heute nichts mehr wird. Das Ding war gelaufen! Aber aufgeben wollte ich auch nicht, so ging es dann mehr schlecht als recht über die 1,5 km lange Runde. Natürlich fiel ich aus den top ten heraus. Am Ende war ich froh überhaupt noch nach 24 Stunden ins Ziel gekommen zu sein und belegte bei dieser ersten 24 Stunden Nordic Walking Weltmeisterschaft den 13. Gesamtrang.
Fazit: Nordic Walking ist super heftig anstrengend, besonders, wenn man es 24 Stunden am Stück machen muss!!!
Ich konnte fast 4 Tage nach dem Wettkampf nicht richtig gehen.
Ich hatte noch nie soviele Blasen an den Füßen! (riesige Blutblasen!)
Vielen Dank an meine Freundin, die mich betreut hat und mich nach dem Rennen sicher nach Hause gefahren hat (ich habe die gesamte Rücktour nur gepennt).
Sascha Heinsohn
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27. August 2006: Überzeugender Auftritt der Wölfe beim Mainzer City-Triathlon

Einen überzeugenden Auftritt lieferte die Abordnung von Wolf’s Running Team beim City-Triathlon in Mainz ab. Christoph Steurenthaler gewann den mit 1000 Teilnehmern topbesetzten Sprint-Triathlon und die darin ausgetragene Rheinland-Pfalz-Meisterschaften im Sprint über 800 Meter Schwimmen im Rhein, 20 km Radfahren und 5 km Laufen. Dahinter kämpften Gast-Starter Martin Wagner, Volker Boch und Holger Wilhelm um die besten Gesamtränge. Wagner lief im roten Wölfe-Rennanzug schließlich als Zweiter ins Ziel auf der Terrasse des Fort Malakoffs, Boch wurde Vierter, Wilhelm Fünfter.
Kleinere und größere Handicaps für Boch und Wagner
Dabei hatten besonders Wagner und Boch mit kleineren und größeren Handicaps beim City-Triathlon zu kämpfen. Boch verrutschte nach dem Startsprung von einer Autofähre in den Rhein die Schwimmbrille, und bis die Brille schließlich wieder richtig saß, musste der 30-Jährige zwei Mal anhalten. Auf den schnellsten Schwimmer hatte er nach der ersten Disziplin bereits fast zwei Minuten Rückstand. Zu viel angesichts einer Renndauer von nicht einmal einer Stunde. Als 73 wechselte Boch aufs Rad und fuhr in einer wilden Tempohatz bis zur zweiten Wechselzone noch auf Rang fünf vor.
Wagner hatte beim Schwimmen noch ärgere Nöte. Klar in Führung liegend schwamm er am Schwimmausstieg vorbei und musste heftig gegen die Strömung ankraulen, um überhaupt noch an Land zu kommen. Statt einiger Sekunden Vorsprung nahm er schließlich etwas Rückstand mit auf den Radkurs durch die Innenstadt. Kurz nach Wagner gingen auch Steurenthaler und Wilhelm aufs Rad. Rasch fuhren die beiden zu ihrem Bundesliga-Teamkollegen Wagner auf und bestimmten das Rennen von der Spitze weg. Kurz vor Ende des Radkurses drückte dann Steurenthaler mächtig aufs Tempo, um sich etwas abzusetzen, was insofern gelang, dass er die Gruppe verkleinerte. Gemeinsam mit Martin Wagner stieg der Mainzer vom Rad, beide rannten auf den 5 km langen Flachkurs.
Vier Mitglieder aus Wolf's Running Team unter den ersten Fünf
Dahinter folgte Holger Wilhelm, der mit dem Maxdorfer Nachwuchs-Kaderathleten Leander Lebeau die dritte Disziplin in Angriff nahm. Doch aus den beiden Duetten wurden schnell Soloauftritte, denn an der Spitze griff Steurenthaler an, dahinter setzte sich Lebeau ab. Mit einem exzellenten Lauf (16:03) rannte Steurenthaler in 58:26 schließlich zum Sieg in seinem Heimrennen, Wagner folgte in 59:20 (Foto). Dahinter wurde es eng, denn als Fünfter nach dem Radfahren lief Volker Boch fast noch aufs Podium, musste Lebeau in 59:40 gegenüber 59:49 aber den Vortritt lassen. Holger Wilhelm belegte in 1:00:05 den fünften Rang des Gesamteinlaufs und der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft. Den glänzenden Auftritt des Wolf-Teams rundete Heinz Klink ab. Er wurde 158. der Gesamtwertung in 1:13:02 Stunden und überzeugte vor allem mit einer guten Laufleistung. Klink belegte in der Wertung der Mainzer Stadtmeisterschaft Position 27.
Volker Boch
27. August 2006: Steurenthaler läuft zum Gesamtsieg trotz ungünstiger Voraussetzungen
Ganz gelassen und entspannt stand ich auf der Fähre und wartete auf den Startschuss. Ich war am Sonntag zuvor bei der schweren Mitteldistanz in Malterdingen gestartet und hatte die ganze Woche noch die Anstrengung gespürt und müde Beine gehabt. Außerdem ließ meine Motivation zu wünschen übrig und ich hatte die ersten Tage nach dem Rennen gar keine Lust zu trainieren. Da ich mir aber als Saisonabschluss die Langdistanz in Gerardmer vorgenommen hatte, nahm ich nach zwei Tagen Pause und Regeneration das Training wieder auf und trainierte jeden Tag. Außerdem fuhr ich am Samstag, nachdem ich den ganzen Vormittag beim Aufbau für unseren Triathlon geholfen hatte, noch 80 Kilometer Rad und startete anschließend beim Hoffestlauf über 9 Kilometer in Sörgenloch - eine Koppeleinheit sozusagen.
Keine guten Voraussetzungen: fehlende Frische und schwere Beine
Deshalb hatte ich mir für den Sprint in Mainz eigentlich keine Siegchancen ausgerechnet - von wegen fehlender Frische. Und gerade bei einer so kurzen Distanz sollte man ja eigentlich ausgeruht an den Start gehen. Und da ich meiner Meinung nach in der Woche noch nicht genug Radkilometer gesammelt hatte, fuhr ich morgens vor dem Rennen 50 Kilometer mit dem Rad über Umwege von Wörrstadt nach Mainz. Ich hatte also alles für eine gute Ausrede („Ich hatte heute keine guten Beine“, „Ich konnte auf dem Rad keinen Druck machen“, „Es lief heute einfach nicht“, „Bin platt“, usw.) bei einem nicht so guten Rennergebnis getan. Natürlich hatte ich mir vorgenommen, wie immer alles zu geben und den Rückstand so gering wie möglich zu halten.
Das Schwimmen im Rhein mit dem Startsprung von der Fähre ist jedes Mal ein tolles Erlebnis. Mit gar nicht so großem Rückstand kam ich aus dem Wasser und machte mich nach einem geglückten schnellen Wechsel auf die Verfolgung. Aber wie ich erwartet hatte, waren die Beine müde und außerdem blies uns auf dem Hinweg zum Erdalkreisel der Wind entgegen. Trotz allem konnte ich auf dem Rückweg über die Hochtangente die Führung übernehmen. Ich hatte es nicht für möglich gehalten.
Fantastische Stimmung an der Laufstrecke
Zusammen mit Martin Wagner aus Simmern kam ich wieder an der Wechselzone an. Da ich um seine enorm schnellen Wechselfähigkeiten wusste, beeilte ich mich ebenfalls und gemeinsam starteten wir auf die Laufstrecke. Die Stimmung in dem Bereich war fantastisch. Sehr viele Zuschauer standen dort und feuerten uns begeistert an. Eigentlich war ich total platt und am Ende, aber so lange noch Zuschauer am Streckenrand standen, wollte ich als Mainzer vorne laufen. Danach hätte Martin von mir aus vorbeilaufen und die Spitze übernehmen können. Außerdem ist es ein tolles Gefühl, hinter dem Führungsrad mit dem Schild „1. Mann“ zu laufen. Aber Martin war anscheinend auch am Ende seiner Kräfte und ich konnte meine Führung sogar noch ausbauen. Glücklich und freudestrahlend lief ich als Sieger auf der Malakoff-Terrasse ein. Geil war's!!!
Christoph Steurenthaler
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26. August 2006: Beim Langdistanztriathlon Podersdorf hat für Sascha Heinsohn alles gestimmt
Der jüngste Neuzugang in Wolf's Team, Sascha Heinsohn, hat am 26. August 2006 am Langdistanztriathlon (3,8km-180km-42km) in Podersdorf/Österreich teilgenommen. Der Triathlon war sehr gut besetzt, da er gleichzeitig auch als Österreichische Meisterschaft fungierte und viele Starter aus Tschechien, Ungarn, Dänemark, Deutschland usw. teilnahmen. Heinsohn fand sich trotz Schwierigkeiten beim Training kurz zuvor auf dem Siegertreppchen wieder.
Nachfolgend sein Bericht.
Nachdem ich die letzten zwei Wochen wegen einer Hals und Schulter- Verletzung (ist beim Kämpfen beim Polizeitraining geschehen) nur mit starken Schmerzen und mit Einschränkungen trainieren konnte, ist das Ergebnis der Langdistanz um so erstaunlicher: Ich bin in 8:56 Std. gesamt 8. und Altersklassensieger AK 30 geworden!!!!
Splitzeiten: Schwimmen 1:07- Rad 4:34- Laufen 3:10
Super Lauf und "Hammerdruck" beim Radfahren
Beim Rennen hat alles gestimmt, lediglich der Wind hat das Renngeschehen ein wenig beeinträchtigt. Gerade beim Schwimmen war es sehr wellig. Ansonsten hatte ich den "Hammerdruck" beim Radfahren und auch das Laufen lief super.
Bei der German X-Terra Tour am O-See in Zittau (19.08.) konnte ich in der Staffel einen guten 4. Platz in der Kategorie Mixed-Staffel belegen.
Am Wochenende stehen jetzt ein paar kleinere Läufe an:
1.9. Welterbe Berglauf Trophy
2.9. Welterbe Berglauf Trophy
3.9. Binger Stadtlauf
Sascha Heinsohn
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20. August 2006: Steurenthaler mit ehrgeizigen Plänen bei der Mitteldistanz in Malterdingen
"Das kann ich wesentlich besser", hatte ich nach meiner Teilnahme vor zwei Jahren nach dem Rennen gesagt. Ich wechselte damals an achter Stelle auf die Laufstrecke, hatte mich aber etwas übernommen und musste das auf der Laufstrecke mächtig büßen und wurde noch bis auf den 23. Platz durchgereicht. So hatte ich mir für dieses Jahr einiges vorgenommen: einen Platz unter den ersten Zehn, die Laufzeit zu verbessern und an der krassen 2km langen Steigung hoch zum Schützenhaus nicht zu gehen.
Da es in den Wochen vor dem Wettkampf regnerisch und nass gewesen war, hatte sich der See auf frische 19 Grad abgekühlt und wir durften mit Neo schwimmen. Hurra! Welch freudige Nachricht für alle Schwimm-Legastheniker. Ich hatte im Wasser eigentlich ein gutes Gefühl, doch das täuschte leider - die Uhr ist unbestechlich und die Schwimmzeit ließ mal wieder zu wünschen übrig. Als 39. beendete ich die erste Disziplin mit sieben Minuten Rückstand auf die Spitze.
Heftiger Regen, Sturz und platter Reifen
Um die Schwere der Laufstrecke wissend hielt ich mich auf dem Rad zurück und fuhr verhalten und nicht Anschlag, soweit sich das bei knapp 1000 Höhenmetern und starkem Wind verwirklichen ließ. Trotz relativ verhaltener Fahrweise arbeitete ich mich im Feld nach vorne. Dummerweise begann es Mitte der zweiten von drei Radrunden heftig zu regnen. Dadurch wurde die Straße stellenweise sehr schmierig und folgerichtig stürzte ein anderer Teilnehmer in einer Kurve direkt vor mir. Ich konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, rutschte in den Graben und stürzte ebenfalls. Zum Glück kamen dabei weder ich noch das Zweirad zu Schaden. Und als sei heftiger Wind, Starkregen und ein Sturz nicht schon der Übel genüge ging meinem Hinterrad einen Kilometer von der Wechselzone entfernt mit einem Schlag die Luft aus. Da ich bis jetzt noch nie einen Schlauchreifen gewechselt habe, überlegte ich nur kurz anzuhalten oder weiter zu fahren. Ich entschied mich für Alternative "B" und fuhr gaaaanz langsam und vorsichtig dem Radziel entgegen. Kräfte genau richtig eingeteilt
Wie vor zwei Jahren ging ich an achter Stelle auf die Laufstrecke, fühlte mich aber deutlich frischer als damals. Und das war auch gut so, denn ich sollte noch jedes Körnchen Kraft benötigen. Die Laufstrecke ist wirklich sehr anspruchsvoll und wie ich den schweren Anstieg hoch zum Schützenhaus "erklomm", überlegte ich mir, wie total bescheuert man sein muss, um beim "Inferno" 21km zum Schilthorn hoch zu laufen. Die Kräfte hatte ich mir aber genau richtig eingeteilt, überholte auf der Laufstrecke noch zwei weitere Konkurrenten und überquerte schließlich nach einer Laufzeit von 1:21 Stunden glücklich und erleichtert als 6. nach 4:18 Stunden die Ziellinie. Und ich war durchgelaufen! Es war also ein erfolgreicher Tag und ich hatte alles erreicht, was ich mir vor dem Wettkampf vorgenommen hatte.
Fazit: Der Wettkampf ist sehr zu empfehlen. Schöne Landschaft, klares Wasser, harte aber faire Strecken, sehr gute Organisation, viele freundliche Helfer und im Ort viele begeisterte Zuschauer und eine tolle Stimmung.
Christoph Steurenthaler
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19. August 2006: Wölfe in Armsheim erfolgreich
Beim 1. Armsheimer Aribolauf am Samstag, den 19. August 2006, konnte sich der Veranstalter über eine von kleinen Startschwierigkeiten abgesehen, erfolgreiche Premiere und das Wolfs Running Team über die Plätze 1, 3 und 5, sowie Siege in den Altersklassen M20 und M40 im 10 km-Hauptlauf freuen.
Bei schwülen 25°C wurden vom Veranstalter Ariboplatz e.V. ein Kinderlauf über 400 m, ein Schülerlauf über 1.000 m, ein Jedermannlauf, sowie Walking/Nordic Walking über jeweils 5 km und nicht zuletzt der Hauptlauf über klassische 10 km angeboten. Die bereits zahlreich erschienen Teilnehmer konnten sich über kurze Wege am Veranstaltungsort und von einer guten Organisation überzeugen. Moderate Startgebühren, Urkunden für alle Teilnehmer und rasche Siegerehrungen sind so selbst bei erfahrenen Veranstaltern nicht immer selbstverständlich.
Start am Ariboplatz
Gestartet wurde am Ariboplatz, der der gesamten Veranstaltung bestehend aus Ariboplatzfest und Laufevent den Namen gegeben hat. Wie es dazu kam, ist unter www.ariboplatz.de schön erläutert:
Man wusste seit dem 19. Jahrhundert, dass die Namen der "-heim-Orte" auf Namen von Franken der Gründungszeit zurückgehen, also der Zeit um 500 n. Chr. Da die Namen aber im Laufe der Zeit bis zur Unkenntlichkeit sprachlich zerschlissen waren, versuchte man zu rekonstruieren. Das ging manchmal gut wie bei Wolfsheim - Hausgut des "Wolf" oder "Ebersheim". Bei Armsheim aber ist das nicht ganz gelungen. Die frühesten Erwähnungen lauten Aburimesheim (789), Haburimesheim (798), was wohl auch auf einen "Eber-ähnlichen" Namen hinausläuft. Eine Erwähnung nennt 775 Aribimesheim, was man als Schreibfehler eins Lorscher Mönchs deutet (dieser Sachverhalt gilt unter Fachleuten als sicher und ist sogar im Kreisheimatjahrbuch 1967 publiziert). Aber man konnte daraus einen Genitiv von Aribo konstruieren. Dieser Name hatte sich aber längst als falsch erkannte Deutung im gemeindepolitischen Volksglauben durchgesetzt. Begünstigt wurde dies dadurch, dass es einen Erzbischof Aribo gab, wenn auch erst im 11. Jahrhundert.
Strecke durchaus nicht einfach
Beim Hauptlauf konnten die Läuferinnen und Läufer nach einer kurzen Runde im Ort ungefähr bei km 3 eine kleine Steigung und anschließend gut befestigte und asphaltierte Wirtschaftswege unter die Füße nehmen. Ein Führungsfahrrad war vorhanden, konnte aber auf dem letzten Kilometer leichte Orientierungsschwierigkeiten bei den Verfolgern nicht verhindern. Im Ort fehlten einfach zwei Streckenposten. Verschiebungen bei den Plazierungen der ersten Läufer gab es dadurch aber zum Glück nicht.
Die Strecke ist durchaus nicht einfach. Die angekündigte kleine Steigung will mit Tempo gelaufen erst einmal überwunden werden. Auch danach erschweren kleinere Bodenwellen einen gleichmäßigen Rhythmus und zwangen zu permanenten Tempowechseln. Sehr schwüle Luft machte manchen Aktiven zu schaffen, so dass der leichte Nieselregen, der fast gleichzeitig mit dem Startschuss einsetzte, schon wieder angenehm war.
Das Wolfs Running Team belegte mit Andreas Schessler, Alex Schessler und Dr. Heinz Klink im Hauptlauf die Plätze 1, 3 und 5. Dabei waren Andreas und Heinz gleichzeitig Sieger der Altersklassen M20 und M40 und erhielten Sonderpreise vom Sponsor Wolfs Running World!
Heinz Klink
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5. August 2006: Ideale Bedingungen für Helmut Becker auf 25km in Bellheim/Pfalz
Christian Wolf aus dem Team hatte mir mehrfach von dem tollen 25 km Rennen in Bellheim vorgeschwärmt. Da ich die Strecke vorher noch nie wettkampfmäßig gelaufen bin und auch noch nicht in der Gegend der Pfalz gewesen bin, dachte ich mir, dass das eigentlich zwei gute Gründe für eine Teilnahme sind. Also hatte ich mich für das Rennen am 05. August 2006 vorsorglich angemeldet und meine Teilnahme vom Wetter abhängig gemacht. Da der Hochsommer mit Temperaturen über 30°C dann aber schon länger der Vergangenheit angehörte, hatte ich eine Woche vorher fest eingeplant, an den Start zu gehen. Trotzdem habe ich noch den Sonntag vorher beim Rieslinglauf ein 10 km Rennen gemacht, da ich in der Kombination einen hohen Belastungsreiz setzen wollte.
Als der Startschuss in Bellheim fiel, waren die Bedingungen ideal: um die 20°C und kein Wind. Ich war mir selbst beim Start immer noch nicht im Klaren, wie ich den Lauf angehen und mir einteilen sollte. Ich entschied mich dann eher für die defensivere Form und eine Zeit von knapp unter 1h40 anzugehen, da es abgesehen von meinem einzigen Marathon erst das zweite Mal war, dass ich einen Wettkampf über eine Strecke länger als Halbmarathon lief.
Schneller Start, später recht gleichmäßige Splits
Der erste Kilometer in 3:34 passte natürlich überhaupt nicht in die Entscheidung, den Lauf eher defensiver anzugehen. Ich habe dann auch gleich Tempo rausgenommen und der zweite Kilometer war dann mit 3:49 besser im Plan. Die Strecke führte dann bis Kilometer 6 in Schleifen durch den Ort. Bei Kilometer 5 bin ich 19:03 durch.
Am Ortsausgang hatte ich dann eine Gruppe gefunden, die mir vom Tempo sehr gut gepasst hat. Wir sind dann bei Kilometer 10 in 38:22 durch, d.h. die zweiten 5 waren in 19:19. Aus der Gruppe setzten sich dann bald 2, 3 Läufer ab, da unser Tempo etwas abnahm. Den dritten 5er liefen wir in 19:28 und den vierten 5er in 19:39 (d.h. bei km 20 hatten wir 1h17:29).
Da schon bei ca. km 16 Regen eingesetzt hatte (erst ein leichter Nieselregen und dann immer stärker), war ich mir bei km 20 sicher, dass ich gut durchkommen würde. Daher habe wieder etwas mehr Tempo aufgenommen und mich ebenfalls von der Gruppe abgesetzt. Motiviert durch das zusätzliche Überholen von mehreren Läufern auf den letzten fünf Kilometern, war dieser letzte Abschnitt in 19:01 sogar der schnellste Teil.
Tolle Organisation, schnelle Strecke
Mit der Endzeit von 1h36:32 war ich dann zufrieden. In Anbetracht des Halbmarathons im Februar mit 1h18:53 hätte sicherlich noch eine etwas bessere Zeit möglich sein müssen, aber mit dem Doppelpack d.h. den 10 er am Anschlag und 6 Tage später den 25er ist das Ergebnis OK. Zumal ich ab dem Halbmarathon bis Ende Mai nur sporadisch trainieren und somit nicht auf der Form aufbauen konnte.
Zu der Veranstaltung selber muss ich sagen, dass ich von der tollen Organisation, der superschnellen Strecke (was Flacheres kenne ich nicht), dem Fest im Schulhof usw. sehr begeistert bin und verstehe, warum Christian so davon schwärmt. Ich finde es auch schade, dass die 25 km Rennen immer seltener werden, seit es so viele Halbmarathons gibt. Denn obwohl es „nur“ 4 km mehr sind, ist der 25er ein anderes Rennen und bedarf einer anderen Einteilung. Bellheim steht bei mir im nächsten Jahr daher wieder im Programm!
Helmut Becker
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2. Juli 2006: Quelle Challenge Roth - und der Wille siegt doch!
Monate der Vorbereitung gehen mir durch den Kopf, Erinnerungen an hartes Training, an Tempohärte, an gute Einheiten. Und immer wieder die Frage: Warum geht es heute nicht? Mit Schmerzen war die Quelle Challenge Roth eine Qual. Zumindest auf dem Rad. Natürlich, das zweite Rennen ist immer schwerer als das erste, weiß ich doch. Im Vorjahr 9:17 in Florida, bei der Premiere, das gleich zu toppen, das ist schwierig. Aber muss es denn so schlimm sein?
Schwimmen, diese ungeliebte erste Disziplin, ging noch gut, richtig gut verhältnismäßig. 1:01 Stunden benötigte ich für die 3,8 km durch den Europakanal. Dabei hätte es vielleicht noch etwas besser laufen können. Aber wenn man sich unterwegs verschätzt und denkt, gleich kommt der Ausstieg, losspurtet und Gas gibt, um dann ein paar Meter weiter zu merken, dass es noch mehrere hundert Meter Wegstrecke sind, schmerzen die Arme. Aber egal, 1:01, gute Zeit für einen Nichtschwimmer. Freude auf die Paradedisziplinen Rad und Laufen, jetzt geht’s los, mit Vollgas voraus.
Erkältung und Trainingsausfall machen sich bemerkbar
In Roth muss jeder Athlet nach dem Schwimmen über eine kleine Autobrücke fahren nach dem Radstart. Aber diese paar winzigen Meter hinauf, heute eine Qual. Aufstehen, Wiegetritt, Tempo? Schmerzen! Was ist das,…, hallo? Alles tut weh, die Erkältung der vergangenen beiden Wochen macht sich bemerkbar und die berufliche Belastung samt massivem Trainingsausfall. Christian Wolf, der Teamkollege, jubelt mir zu, winkt und grüßt und brettert begeistert aber auch gnadenlos an mir vorbei in die Unendlichkeit. Aha, so fühlt sich also der erste Mensch auf dem Rad. Diese vertraute Rennmaschine, der Kumpel im Rennen, fühlt sich an wie ein Fremdling.
Jedes Kilometerschild zeigt an, wie weit es noch ist bis zum Ende der 180 km. Aufstehen und Wiegetritt, fürchterlich. Alles schön, Po wieder runter, kleiner schalten, nur stumpf treten. Die Bekannten am Streckenrand, die extra mitgefahren sind hierher ins Frankenland, johlen. Sie hören nicht, dass ich ihnen zurufe, dass nichts geht und ich das Rad in die Hecke werfen mag. Sie lächeln, sie sprechen irgendwie eine fremde Sprache heute. Sie und die anderen, die tollen und begeisternden Zuschauer freuen sich mit mir, und das macht diesen krampfigen Kampf immerhin etwas besser. Jaja, Ironman heißt es eben, und nur die Harten im Garten und so. Alles schon gehört, oft drüber gelacht. Heute unterschreibe ich den Satz.
Nach 180 Kilometer Schinderei liegt der Wille vorn
Irgendwann endet die erste Radrunde. Das Gefühl sagt mir, dass ich einmal um die Erde gefahren sein muss. Immerhin, die letzte Radrunde beginnt, noch mal 90 Kilometer, noch mal heftig durch den Gegenwind, der diesen Radsportsommer zu einem Erlebnis macht, das immer wieder mal mit Aggression, mit Frust und Lustlosigkeit verbunden ist. Staffel-Radfahrer, die „nur“ das Velo bewegen müssen, schießen vorbei, sie sind gerade erst losgefahren und preschen weg. Ihr Elan ist genau das Gegenteil von dem, was ich hier zeige. Da ist kein Pepp, kein Druck, keine Frische, 5:15 Stunden lang. Da ist aber ein Wille und der boxt gerade mit dem Schweinehund. Eine wilde Prügelei ist da im Gange, der Wille liegt vorne, nach Punkten.
Es ist interessant zu sehen, wie der Geist den Körper ins Ziel bringen kann, hier zumindest ins Radziel, nach Roth. Dieser Ort hat es wirklich verdient, als Triathlonmetropole bezeichnet zu werden. Die Stimmung, die Freundlichkeit der Helfer, die angenehme Ruhe der Organisation, das macht Spaß. Was wenig Spaß macht, ist, bei mehr als 30 Grad im Schatten dort zu laufen, wo keiner ist. Entlang des Kanals steht die Hitze auf dem sanft gekiesten Weg des Marathons. Der Wind kühlt ein wenig, treibt aber auch Sandkörner ins Auge. Da ist wenigstens etwas Ablenkung gegeben, wenn wieder etwas aus dem Auge gejuckt werden will. Auf der ersten Hälfte der Strecke geht es drei Mal weg vom Kurs, ein gepflegter Toilettengang gehört dazu.
Der Challenge: Solide ankommen und nie aufgeben
Immer weiter, die Strecke ist anspruchsvoll, aber sie geht vorüber. Nur nicht gehen, laufen, die Füße immer hochheben, auch wenn es nur ein Zentimeter ist, hoch, hoch, hoch. 42,195 Kilometer lang. Die hohen Ziele sind für diesen Tag lange gelaufen, da gilt es nur noch, solide ankommen, durchstehen, nie aufgeben. Wenn man sich das fast dreieinhalb Stunden lang einredet, glaubt man es auch. Nach 9:47 Stunden Selbsthypnose bin ich da, im Triathlonpark Roth. Ziel. Ich koche innerlich, aber nur vor Hitze. Ein gewisser Stolz ist gewachsen auf dem Weg durchs fränkische Hügelland, der Wille hat gewonnen.
Volker Boch
Bericht zu Roth von Christoph Steurenthaler
Mainzer Triathleten bewältigen Langdistanz-Triathlon in Roth
Triathleten gelten als Sonderlinge, als Spinner, Asketen und Verrückte, die sich im täglichen
Training freiwillig schinden, um dann an Wettkämpfen teilzunehmen, bei denen sie auch noch
Startgeld bezahlen müssen. Manche dieser Vorurteile mögen auch auf die 6 Athleten des
TCEC Mainz zutreffen, die am vergangenen Wochenende in Roth bei der dortigen
„Challenge“ an den Start gingen. „Dafür erlebst du beim Zieleinlauf Glücksgefühle, die
kannst du dir für kein Geld der Welt kaufen“, beschreibt Christoph Steurenthaler die
Emotionen am Ende eines langen Tages. Über 130000 Zuschauer säumten die Strecken und
feuerten die Teilnehmer frenetisch an. „Die Stimmung war überwältigend“, berichtet
Steurenthaler begeistert, „ich war fast taub als ich in der ersten Runde oben auf dem Solarer
Berg ankam“.
Die „Challenge“, die Herausforderung der sich die Triathleten stellten, bestanden aus 3,8
Kilometer Schwimmen im Main-Donau-Kanal, 180 Kilometer auf dem Rennrad und einen
abschließenden Marathonlauf. Alles ohne Pause, von freiwilligen Gehpausen auf der
Laufstrecke abgesehen.
Und die äußeren Bedingungen machten es den Teilnehmern noch schwerer. Über 30 Grad und
teilweise starker Wind auf der Rad- und Laufstrecke zehrten die letzten Kraftreserven auf.
„Bei der Wettkampfbesprechung hatte der Veranstalter für den Wettkampftag 28 Grad und
Windstille angekündigt“, blickt Steurenthaler mit zwei Tagen Abstand amüsiert zurück,
„daran musste ich auf der Radstrecke oft denken. Und wenn man schon entkräftet vom Rad
steigt und dann gegen den Wind laufen muß, ist die oft zitierte mentale Stärke gefordert“.
Nach genau einer Stunde stieg Steurenthaler aus dem Wasser und eilte in die Wechselzone.
„Da war ich schon ein wenig enttäuscht“, erzählt Steurenthaler, „ich hatte fest mit einer Zeit
unter einer Stunde gerechnet“. Dafür lief es bei dem jungen Mainzer auf dem Rad richtig gut
und er bewältigte die 180 Radkilometer in 4:45 Stunden. „Da lag ich wieder voll in meinem
Zeitplan, doch leider hatte ich dann zu Beginn des Marathons Probleme mit der unteren
Rückenmuskulatur“. Diese zwangen den schnellsten Mainzer des Tages zu einer
unfreiwilligen Dehnpause. So richtig locker wurde die Muskulatur leider nicht mehr. Dennoch
lief Steurenthaler den Marathon noch in 3:32 Stunden und überquerte die Ziellinie als 71. von
2350 gestarteten Athleten nach 9:23:50 Stunden. „Im Ziel war ich erst Mal enttäuscht, denn
ich hatte mir mehr erhofft und mit einer Zeit zwischen 9 Stunden und 9:15 Stunden, bei
optimalen Bedingungen sogar unter 9 Stunden geliebäugelt“, berichtet er. „Aber die
Bedingungen waren wirklich schwer und ich habe eine neue Bestzeit, die ich noch deutlich
steigern kann“, blickt Steurenthaler optimistisch zukünftigen Rennen entgegen.
Mit ihm starteten noch Christian Wolf (10:02:59h), Harald Ebert (10:57:17h), Rainer
Aulmann (12:31:16h) und Jens Schönhofen (12:19:37h). Stephan Schweiger musste das
Rennen nach 26 Kilometern auf der Laufstrecke leider vorzeitig beenden
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4. Juni 2006: Wölfe-Triathleten erfolgreich in heiße Phase der Saison gestartet
Die drei Wölfe-Triathleten Volker Boch, Christoph Steurenthaler und Holger Wilhelm sind erfolgreich in die heiße Phase der Saison gestartet. Dabei mussten die Triathleten mit ihrem Team des VfR Simmern in der 2. Bundesliga Süd zunächst im bayerischen Altenkunstadt etwas frieren. Denn auf Grund der zuletzt kühlen Witterung und Hochwassers wurde das als Auftakt des Kurzdistanz-Rennens geplante Schwimmen im Main abgesagt. Also mussten die Wölfe-Triathleten zu einem Duathlon über 5 km Laufen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen ran.
Das Rennen in der neu strukturierten zweithöchsten deutschen Liga gestaltete sich für die drei Wölfe-Athleten und ihren VfR Simmern als harte Angelegenheit. Boch spulte den Auftaktlauf als 13. in 15:06 Minuten ab und ging unterwegs an die Grenze, um ein Loch zur Führungsgruppe zuzulaufen, was indes aber nicht gelang. Aus dieser ersten Gruppe ging schließlich auch der Gesamtsieger hervor, da beim Radfahren das Windschattenfahren erlaubt war und kein Athlet in der Lage war, in die enteilte Gruppe der ersten Zwölf vorzufahren.
Härtestes Radrennen bislang in Altenkunstadt
Durch Probleme beim Wechsel aufs Rad fiel Boch sogar noch aus der Verfolgergruppe heraus, wodurch sich für Wilhelm (15:30) die Möglichkeit ergab, zum Teamkollegen aufzufahren. „Es war ein extremer Ritt“, erklärte Wilhelm, der es mit Boch und vier Mitstreitern gar noch schaffte, in die bis auf eine Minute weggezogene zweite Gruppe vorzufahren. „Dieses Radfahren war mit das härteste Rennen bislang“, beschrieb Boch die Tour über den anspruchsvollen Rundkurs. In 1:03:30 fuhren die Wölfe-Athleten über die vier Runden, danach rannte Boch in 35:09 auf Rang 16 vor, Wilhelm lief in 35:12 direkt danach zeitgleich in 1:54:00 ein.
Auf Rang 29 kam Christoph Steurenthaler, der auf Grund einer harten Trainingswoche hinsichtlich der Langdistanz am 2. Juli in Roth zuvor viel Vorleistung erbracht hatte und leicht angeschlagen ins Rennen ging. 15:34 fürs Laufen bedeuteten für ihn, dass er sich in der dritten Radgruppe einsortierte, die mit 1:06:30 jedoch nicht allzu hohes Tempo fuhr. Mit 35:29 gelang auch ihm noch ein sehr guter zweiter Lauf, er benötigte insgesamt 1:57:30 Stunden.
Volker Boch
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24. Mai 2006: Wolfs Team mit guten Ergebnissen beim Bopparder Mailauf
Mit guten Ergebnissen zeigte sich die kleine Abordnung des Wolf’s Running Team beim 21. Bopparder Mailauf. In Kooperation mit der Markt-Aportheke in Boppard starteten aus dem Mainzer Team Volker Boch sowie die neuen Teamkollegen Holger Wilhelm und Dirk Meyer. Darüber hinaus war ein größeres Team für die Markt-Apotheke und Wolf’s Running World unterwegs. Der 5 km lange Straßenlauf durch die Straßen Boppards gehört seit vielen Jahren zu den stimmungsvollsten Stadtläufen im Rheinland.
Besondere Stimmung entlang des Rundkurses
Die Enge der Straßen Boppards sorgt jedes Jahr nicht nur für eine besondere Stimmung entlang des Rundkurses. Zudem ist es für die Topläufer immer wieder schwierig, sich angesichts der früh anstehenden Überrundungen auf dem neuen Dreieinhalb-Runden-Kurs auf das Rennen zu konzentrieren. „Es ging schon zu Beginn der zweiten Runde los“, beschrieb das neue Teammitglied Dirk Meyer die Situation. Während Volker Boch im Duell mit dem Wiesbadener Simon Hoyden um Platz vier nur einen direkten Konkurrenten im Blick behalten musste, liefen Meyer und Wilhelm in einer Gruppe durchs langsamere Feld. „Man muss schon sehr aufpassen und verliert immer wieder den Rhythmus“, erklärte Volker Boch.
Boch erkämpft sich den vierten Platz
Da sich einige übermotivierte Akteure an der Spitze des Starterfeldes platziert hatten, wurde der Mainzer Läufer gleich zu Beginn eingeklemmt und sah an der Spitze eine prominente Dreiergruppe davonziehen. „Ich kam erst nicht richtig aus dem Pulk dahinter raus, und als ich draußen war, war das Loch schon recht groß.“
Die Lücke zuzulaufen getraute sich der 29-Jährige auf Grund der bekannten Stärke der Gruppe um Vorjahressieger Ralf Nacke aus Montabaur sowie den vielfachen internationalen Senioren-Titelträger Uwe Manns (LG Rhein-Wied) nicht und orientierte sich am langsam aus der Gruppe fallenden Hoyden. Gemeinsam absolvierten sie die erste bis dritte Runde, dann zog Boch erstmals an. Der Wiesbadener konterte den ersten Angriff, doch ein langer Spurt 500 Meter vor dem Ziel brachte dem Wolf-Läufer schließlich Rang vier.
Sabine Wilhelm glänzt als Siegerin in der W30
Hinter Sieger Manns, der in 15:35 Minuten dominierte, benötigte Boch als M30-Sieger 16:39. Dirk Meyer kam als Neunter des Gesamteinlaufs und Zweiter der M35 nach 17:07 ins Ziel. Holger Wilhelm folgte direkt danach als Zwölfter, als Dritter der M30 war er nach 17:13 im Ziel. Das gute Ergebnis der Mainzer Akteure komplettierten die weiteren Läufer der Kooperation Markt-Apotheke/Wolf’s Running World, die in leuchtend orangenen Trikots nach und nach das Ziel erreichten. Aus diesem Team glänzte besonders Gastläuferin Sabine Wilhelm in 19:42 als Gesamtfünfte und Siegerin der W30 hervor.
Volker Boch
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14. Mai 2006: 7. Gutenberg-Marathon - Wolf's Team gut in Szene gesetzt
Gut in Szene gesetzt hat sich das Wolf’s Running Team beim 7. Gutenberg-Marathon. Natürlich überragte der zwölfte Rang von Mario Müller im Mainzer Rekord-Marathon die übrigen Teamresultate. Mario Müller konnte nach dem 2:37:25 Stunden währenden Lauf durch die Landeshauptstadt sehr zufrieden sein, denn ihm gelang wieder ein sehr konstanter Lauf und ein starkes Ergebnis. Bis zur Top 10 und damit zu seinem Marpinger Begleiter unterwegs, Jörg Hooß, fehlte am Ende nur eine Minute.
Neben Müller waren mit Heinz Klink, Jochen Müller, Dirk Meyer, Holger Wilhelm und Volker Boch weitere Wolf-Akteure im Feld. Gerade Team-Zugang Meyer überzeugte im Halbmarathon, er erreichte das Ziel an der Rheingoldhalle als Achter im Halbmarathon. Seine 1:17:57 Stunden bedeuteten zugleich den dritten Platz in der Altersklasse M35. Wenig später wurde Holger Wilhelm gewertet, der den Gutenberg-Marathon mit Volker Boch als gemeinsamen Trainingslauf nutzte. Wilhelm wird im Juli beim Ironman Germany in Frankfurt starten, Boch ebenfalls im Juli beim Langdistanz-Triathlon im fränkischen Roth. Gemeinsam durchliefen sie in 1:22:56 den Halbmarathon, Wilhelm wurde später als 38. gelistet. Eine Blase unter dem Fuß ließ Wilhelm den Testlauf nach gut 28 km beenden, Boch lief als Zweiter in 1:48:50 Stunden beim Zweidrittel-Marathon über die Matte, kam jedoch nicht in die offizielle Zeitnahme, da er den Testlauf ohne Zeitnahme-Chip bestritt.
Jochen Müller erster in seiner Altersklasse
Wenige Sekunden nach dem Duo lief Jochen Müller beim Halbmarathon über die Ziellinie. Mit einem sehr engagierten Lauf überzeugte der Routinier auf seinem Weg durch die Mainzer Innenstadt, in 1:23:46 Stunden machte er nicht nur auf Grund des neuen Team-Trikots eine sehr gute Figur. Als 43. war Müller im Ziel, in seiner Altersklasse M50 jedoch gewann er den Halbmarathon und war mit diesem Resultat sehr einverstanden.
Den Halbmarathon hatte auch Wolf-Läufer Heinz Klink anvisiert. Aber schon frühzeitig stellten sich bei ihm die ersten Probleme ein, es war einfach nicht sein Tag. Bei Kilometer 15 entschied sich Heinz Klink, nicht mehr den gesamten Weg hinaus nach Weisenau zu laufen und verließ die Wettkampfstrecke. Sein Mannschaftskollege Ronald Nickel lief unterdessen die Volldistanz und schließlich nach 42,195 Kilometern an der Mainzer Rheingoldhalle ein. In 4:24:34 Stunden war er im Ziel, er wurde 1407. der Gesamtwertung und belegte den 139. Platz in der Altersklasse M50.
Volker Boch
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28. Januar: Wölfeteamläufer bei Ultramarathon
Teammitglied Christian Wolf ist am Samstag, 28. Januar in Rodgau einen Ultramarathon über 50km gelaufen. Was eigentlich als lockerer Trainningslauf geplant war, stellte sich schwerer dar als gedacht: Der Lauf geht entlang einer flachen 5km-Runde, die zehn Mal durchlaufen wird. Doch war die Strecke auf ca 3kM pro Runde vereist und zugeschneit, wodurch der Lauf sehr anstrengend wurde. Es hatten sich 705 Läufer angemeldet, davon gingen 524 an den Start und 375 haben das Ziel erreicht. Christian Wolf hat 4Std 20 Min gebraucht, was am Schluss der 125. Platz war. Sein Fazit: " Der Lauf ist sehr gut organisiert, alle 5km ist eine Verpflegungsstelle, durch die 10 Runden die gelaufen werden ist man nie alleine unterwegs."
Web:
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8. Januar 2006: Gelungener Start ins neue Jahr 2006
Beim 5. Silvesterlauf der Gemeinde Stadecken-Elsheim am 8. Januar konnte ich mit einem 2. Platz über 5 km nebst Einstellung des Streckenrekords, einem 9. Platz über 10 km und insgesamt 4 leckeren Flaschen Wein einen gelungenen Einstand in das neue Laufjahr starten.
Gerade der Silvesterlauf der Gemeinde Stadecken-Elsheim, hervorragend organisiert von Läufern und Nichtläufern, mit seiner anspruchsvollen 10 km-Weinbergsrunde eignet sich hervorragend zum Einstieg in das Jahr 2006. Er heißt zwar Silvesterlauf, fand aber dieses Jahr erst am 8. Januar statt. Warum das so ist und auch so bleiben wird, hat Werner Nauert unter www.laufen-in-Stadecken-Elsheim.de ausführlich und anschaulich erläutert.
Ich wollte mir durch diesen Lauf ein kleine Abwechslung im Wintertraining verschaffen und habe mich wie schon vor drei Jahren kurzentschlossen für beide Distanzen gemeldet. War ich damals noch der einzige Spinner, der sich einen läuferischen Doppel-Whopper gegönnt hat, gab es doch in diesem Jahr, wie auch in den Vorjahren, einige Nachahmer. Bestzeiten sind mir um diese Zeit noch nicht so wichtig. Der Spaß am Laufen und am Treffen vieler Lauffreunde soll bei mir im Winter im Vordergrund stehen. Spaß bieten die kurvenreichen Ortsrunden sowohl bei den 5, als auch bei den 10 km. Auf der langen Strecke verhindern eindrucksvolle Steigungen in den Weinbergen ohnehin ganz schnelle Zeiten, bieten dafür eine tolle Aussicht auf die malerischen Orte in Rheinhessen.
Sieg bei den Männern und zweiter Platz hinter der Team-Kollegin
Beim Start zu den 5 km hatte sich ein bunter Haufen von Kindern, ambitionierten Läuferinnen und Läufern, aber auch Hobbyläuferinnen und Läufer versammelt. Einschätzen konnte ich gleich zu Beginn, dass meine Wolfs Running Team-Kollegin Kerstin Hoffmann flott laufen würde. War sie doch mit dem Ergebnis des Vortages bei der Winterlaufserie in Jügesheim nicht ganz zufrieden - mit dem Sieg vielleicht, aber nicht mit der Zeit. Außerdem ist sie auf den kürzeren Strecken im Gegensatz zu mir zu Hause. Also Startschuss und mit Manfred Pietsch, Markus Ullmann, Kerstin Hoffmann und zwei anderen dem führenden Michael Bockius hinterher. Die Führung wechselte ständig, bis sich Kerstin mutig an die Spitze setzte.
Nun versuchte ich nicht nur an ihr dran zu bleiben, sondern sie an den beiden Steigungen an der Kirche zu attackieren - beim Versuch musste es jedoch bleiben, da sie nur so hoch flog und wir beide wohl am Limit waren. Zum Glück dachte ich da noch nicht an den folgenden Start über die 10 km. Auf dem letzten km Richtung Ziel musste ich ein klein wenig abreißen lassen und gleichzeitig in den Kurven immer mal nach hinten peilen, wo Michael Bockius versuchte, zu mir auf zu schliessen. So musste ich also auf der Ziel-"Geraden" doch noch richtig Gas geben, um mir den 2. Platz zu sichern. Sieg bei den Männern und mit 17:53 min noch unter dem alten Streckenrekord. Das war doch ein schönes Einlaufen für die nun folgenden 10 km.
Startfeld beim 10km-Lauf deutlich größer
Hier war das Starterfeld ungleich größer und trotz einigen Minuten des lockeren Joggens spürte ich das vorangegangene Rennen deutlich in den Beinen. Nach dem Startschuss sortierte ich mich daher vorsichtig in der dritten Gruppe ein, die recht groß war und nach der Ortsrunde eine kleinere Gruppe und die beiden führenden Einzelläufer verfolgte. Dann ging es hinaus in die Felder und der Weg wurde nass und rutschig. Das geringe Profil der Wettkampfschuhe kam hier leider schnell an seine Grenzen.
Außerdem waren die langen Tights und bei einigen meiner Vorläufer sogar das Trikot ruck-zuck mit Schlamm verspritzt, je nach Laufstil, und ich konnte mir nicht verkneifen, mich bei Hans Vogt, der gerade mit Jochen Müller und Jochen Leinweber vor mir lief, über den schlechten Zustand der Strecke zu "beschweren". Er nahm es wie beabsichtigt mit Humor. Muss sich doch die Strecke, wie die gesamte Veranstaltung, nicht verstecken, sondern kann stolz sein, wie die steigenden Teilnehmerzahlen und die treuen Teilnehmer beweisen.
Doppelstart stellt kein Problem dar
Die Steigung den Weinberg hinauf habe ich natürlich deutlich in den Beinen gemerkt. Also kleinere Schritte, Schrittfrequenz erhöhen, Rücken gerade, Augen zu und Berg hoch. Ich konnte überraschend die eben genannten bis auf Jochen Müller überholen und arbeitete mich immer näher an ihn heran. Das motivierte mich natürlich, da es einfach rund lief und der befürchtete und von meinen Konkurrenten - wie ich später im Ziel erfuhr, auf Grund des Doppelstarts erhoffte Einbruch ausblieb. An der zweiten längeren Steigung konnte ich auch Jochen passieren und versuchen, zu den beiden vor mir Laufenden auf zu schliessen. Das war aber leichter gesagt, als getan. Bis in den Ort konnte ich mich nähern, kam aber nicht vorbei. Achim Peters führte bis fast auf die Schleife vor dem Ziel und wurde dann in den vielen Kurven von Olaf Ulbricht und mir überholt. Jeder lief nun am Limit und schnitt die Kurven, wo es nur ging. Aber alles fair und im grünen Bereich. Im roten Bereich war allenfalls unser Puls und die Farbe unserer Nasen auf Grund der Außentemperatur von vielleicht 2° C. Erst im Spurt, bei dem ich noch mal alles geben musste, konnte ich ihn kurz vor dem Zielkanal überholen und musste dann heftig bremsen, um nicht an der Chip-Zeitnahme vorbei zu rennen.
Vielleicht weicht deshalb die offizielle Zeitnahme etwas von den persönlichen Stoppuhren der Läufer ab. Olaf Ulbricht war einen Wimpernschlag und nicht 2 s hinter mir und meine Uhr zeigte eine 39:54 min und nicht 40:39 min. Aber wie eingangs geschildert, ist die gelaufene Zeit zweitrangig und kann den insgesamt tollen Gesamteindruck der Veranstaltung nicht trüben.
Nun werde ich bei Gelegenheit die vier Fläschchen Wein verkosten. Nämlich die zwei für die Teilnahme an beiden Läufen und zwei - etwas größere - für den Sieg bei den Männern über die 5 km. Zum Wohl.
Dr. Heinz Klink
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8. Januar: Sehr guter Start ins neue Jahr für Wolfs Team beim verspäteten Silvesterlauf in Stadecken-Elsheim
Beim verspäteten Silvesterlauf in Stadecken-Elsheim am 8. Januar haben sich mit rund 370 Teilnehmern etwas weniger Läuferinnen und Läufer eingefunden als im Rekordjahr 2005. Der Rückgang bei der 5. Auflage wird wohl vor allem auf den Termin, zum Teil auch auf dessen mehrfache Verschiebung zurückzuführen sein. Dennoch konnten die Veranstalter zufrieden sein, zumal die immer noch hohe Teilnehmerzahl für eine mittlerweile beträchtliche Anzahl von "Stammkunden" bei dem landschaftlich reizvollen Lauf spricht. Auch die Bedingungen spielten wieder mit: Temperaturen von knapp über dem Gefrierpunkt, kaum Wind und am Ende schaute sogar die Sonne mal dezent durch die Wolkendecke. Wolfs Running Team bot beim ersten Lauf des neuen Jahres die zwar nicht zahlenmäßig stärkste, aber die mit Abstand erfolgreichste Gruppe auf.
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Mainz-Marathon: Von 0 auf 42 dank Wolf's Running World
Sabine Aust vom USC Mainz finished im Jahr 2006 ihren ersten Marathon in 3:42:02 Std!! Vor etwa zwei Jahren kam Sabine zum ersten Mal zum Wolf um eine paar Schuhe zu kaufen. Sie wollte endlich die 10Km unter 60 Minuten laufen und fragte nach guten Ratschlägen. In diesem ersten Gespräch lernte sie Carlos Verez kennen, Traininer im Bereich Lauf des USC Mainz, und faßte den Entschluss zum Probetraining zu gehen. Seitdem läuft sie fünf Trainingseinheiten in der Woche und hat dieses Jahr ihren ersten Marathon erfolgreich bestritten. Wolf ist eben der etwas andere Laufladen.... und eie Schuhkauf kann zum 40. Platz in der Gesamtwertung der Frauen und Platz 8 der Altersklasse beim Mainzer Gutenberg Marathon führen!!!
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