Laufbericht-Archiv 2009

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Datum Lauf   Datum Lauf
      07.07.2009 Mittsommerlau Wallau
07.02.2009 Crosslauf Gau- Odernheim   05.07.2009 TGM-Gonsenheim
08.02.2009 Crosslauf TV-Trebur   05.07.2009 Ironman Frankfurt
      12.07.2009 Challenge Roth
      26.07.2009 1/2 Marathon Hausen
01.03.2009 1/2 Marathon Frankfurt      
01.03.2009 Haybachlauf   01.08.2009 Tote Mann Berglauf Oberrieder
07.03.2009 Crosslauf Oppenheim   16.08.2009 Ironman Staffel Wiesbaden
14-24.03.2009 Mallorca- Trainingslager & 1/2 Marathon   29.08.2009 Almere Langdistanz
      30.08.2009 Hunsrückmarathon
05.04.2009 Ironman Südafrika      
18.04.2009 Regionalparklauf Massenheim      
19.04.2009 Hahnheim   13.09.2009 1/2 Marathon Worms
26.04.2009 Marathon Bonn   27.09.2009 Weinbergslauf Hocheim
26.04.2009 Neroman Wiesbaden      
         
10.05.2009 Marathon-Staffel Mainz   04.10.2009 Marathon Köln
21.05.2009 HK-Kreisstadt-Lauf   10.10.2009 Lindensee-lauf
23.05.2009 Strassenfestlauf Nieder-Olm   24.10.2009 Zornheim
23.05.2009 Ironman Lanzarote      
         
06.06.2009 Brezellauf Bretzenheim   01.11.2009 Hockenheim-lauf
06.06.2009 Mittelrhein-Marathon Koblenz   14.11.2009 Crossduathlon Rüsselsheim
10.06.2009 Strassenlauf Duckroth   15.11.2009 Crosslauf Lerchenberg
14.06.2009 Taunussteiner Waldlauf   21.11.2009 Lindensee Lauf
20.06.2009 Wallertheim   29.11.2009 Marathon Lanzarote
20.06.2009 Westdeutsche Meisterschaft Meschede     Tolle Laufjacke
21.06.2009 Duathlon Wiesbaden-Kloppenheim      
28.06.2009 Bike Marathon Spessart   05.12.2009 Haßloch Nikolauslauf
29.06.2009 Mainspitzlauf   06.12.2009 Kölner Nikolauslauf
      13.12.2009 Ebersheimer Nikolauslauf
      23.12.2009 Alternatives Wintertraining
      26.12.2009
4 Gänsebraten Vernichtungslauf
         

 

 

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Laufberichte
 

 

   
   

 

Februar

Datum Bericht
07.02.2009 Chrosslauf Gau-Odernheim Michael Heid/ Thorsten Ruthart
07.02.2009- 2 Wölfe ziehen ihre Runden durch Schlamm in Gau-OdernheimSo oder ähnlich kann man Michael Heid und mein (Thorsten Ruthard) Crosslauf über 9 km in Gau-Odernheim am Petersberg umschreiben.
Ich bin zwar schön mehrfach dort gelaufen, aber so schlammig war die Strecke noch nie, zumal es seit Freitag auch noch ständig mehr oder weniger regnete.
Aber es war eben Cross.
Es galt erst 1 mittlere Runde und dann 3 große Runden über die Kuppe des Petersberg läuferisch zu erklimmen und das ganze immer wieder mit tiefen Schlammpassagen.
Der Start war auf  dem aufgeweichten Hartplatz des TSV Gau-Odernheim (Ob hier jemals wieder Fußball gespielt werden kann?), dann über eine mit Regenrinnen durchzogener Betonweg zum Petersberg hoch, jetzt kam die Querung der Kuppe durch tiefen Schlamm an den Wingert der einheimischen Winzer entlang (Das Ergebnis wird uns später bei der Siegerehrung überreicht!), wieder auf Asphalt runter und durch ein tiefes Schlammloch (Ob das vorher auch schon da war?) auf den Hartplatz. Und das ganze noch viermal.
Michael und ich wollten erst einmal zusammen das Tempo machen und dann schauen was passiert, schließlich trainieren wir zusammen und kennen uns dadurch.
Leider war niemand der gut 40 Startern in der Lage hier schon mit zu gehen, so dass wir das heute unter uns austragen mussten. Und das taten wir dann auch recht früh. In  der 2. Runde konnte ich nicht mehr ganz das Tempo von Michael bergauf halten und lief das komplette Rennen immer im gleichen Abstand hinter ihm her. Im Schlamm kam ich etwas näher und bergauf lief er mir wieder etwas weg.
Raus kam ein Gesamtsieg von Michael in 36:09 min und ich folgte ihm mit 36:51 min, was gleichzeitig einen Vorsprung auf den Dritten von fast 1 Minute ausmachte.
Leider konnten wir keinen der anderen Wölfe motivieren das Rudel komplett zu machen. Jetzt muss der Alpha-Wolf leider auf seinen sicheren Mannschaftspokal im Geschäft verzichten, aber mit diesem Rudel Wölfe wird er noch seinen Spaß = Erfolge haben, jetzt auch im Cross.Schade ist, das einer der wenigen Crossläufe in Rheinhessen so wenig Zuspruch erfährt, nur weil man danach eben am besten mit den Klamotten zusammen unter die Dusche geht. Aber last euch gesagt sein; Cross macht hart und ihr werdet diese Härte wieder auf der Straße brauchen. Also: Runter von der Straße im Winter und rein in den Cross!   

08.02.2009 Chrosslauf Trebur Martin Skalsky

08.02.09 Chrosslauf TV Trebur

Erstes Crosslauferlebnis für Teammitglied Martin Skalsky Nach einer intensiven Trainingswoche entschied ich mich kurzfristig für eine Teilnahme am Crosslauf des TV Trebur am 08.02.09, der zudem die Südhessischen Crosslaufmeisterschaften beinhaltete.
Nach dem Studium der Ausschreibung meldete ich mich für die Langstrecke über ca. 7000m an. „Was Crossläufer so für ne Langstrecke halten?!“, wunderte ich im Vorfeld als Neuling auf der Crossstrecke.
Bereits in der Umkleide schmunzelte ich ein weiteres Mal, als sich ein paar Mitstreiter über die Länge Ihrer Spikewahl unterhielten. Doch schon beim Einlaufen in meinen normalen Strassenlaufschuhen wurde ich eines besseres belehrt.
Nach einer halben Sportplatzrunde über einen halbwegs gut zu belaufenden Hartplatz, ging es über eine matschige Wiese, durch ein Beachvolleyballfeld aus dem Sportgelände hinaus, auf einen schlammigen Feldweg, ein paar Mal einen Damm hinauf und hinab, dazwischen Wiese und Morast zurück zum Sportplatz. Das ganze über 5 verwinkelte Runden.
Der Dauerregen vom Vortag und die Jugendwettkämpfe in den verschiedenen Altersklassen zuvor, hatten die ohnehin schon schwierige Strecke tief und rutschig gemacht.
„Dafür also die Spikes“, war ich noch vor dem Start schlauer. Wenigstens stellte ich am Start fest, dass von den wenigen Startern in meinem Wertungslauf noch ein paar unbespikte Läufer an den Start gingen.
Das Rennen selbst ist schnell erzählt, auf der halbwegs gut zu laufenden Sportplatzrunde konnte ich mit den zwei Führenden noch mithalten, doch als es das erste mal den Damm hinauf ging, kam ich bereits ins Rutschen. „Zwei Schritte vor, einen Zurück“, hieß es beim erklettern der Dammteilstücke, anschließend eine Rutschpartie hinab. Hier nahmen im Verlauf des Rennens einige Mitstreiter Vollkontakt mit dem Treburer Geläuf auf, oder erklommen den Damm auf allen Vieren. In den ersten drei Runden konnte ich auf dem Sportplatz jeweils wieder an die Führenden heranlaufen, auf den letzten beiden Runden verlor ich auf dem kurvigen Dammteil der Strecke soweit den Anschluss, das ich schließlich als Gesamtdritter(2.Platz M30) das Ziel in 24:07min erreichte. 
Trotz allem „Schlam(m)assel zeigte der Blick in die Ergebnisslisten, dass es, da ich zwar im Wolf Trikot am Start, aber über die LG Rüsselsheim gemeldet war, zum Sieg in der Südhessischen Crosslaufmeisterschaften M30 gelangt hatte.
Einigermaßen zufrieden, freute ich mich auf die heiße Dusche um meine Beine von dem Schlammbad zu befreien. Insgesamt eine ordentliche Veranstaltung, besonders die Jugendläufe konnten im Gegenteil zum Seniorenbereich hohe Teilnehmerzahlen verbuchen.
Sollte ich in den Besitz passenden Schuhwerks kommen, sind weitere Crosslaufteilnahmen nicht ausgeschlossen.

   
   
   
   

 

März

Datum Bericht

01.03.2009 Frankfurt Halbmarathon Martin Skalsky

01.03.09 quer durch Frankfurt Halbmarathon

„Voll im Soll“ lautet mein zufriedenes Urteil nach der Teilnahme beim Frankfurt Halbmarathon. Doch der Reihe nach; 8 Wochen vor meinem Frühjahrsmarathon entschied ich mich, für einen Formtest beim Spiridon-Frankfurt Halbmarathon. Je nach Laufgefühl und Ergebnis wollte ich das kommende Wolf-Laufcamp auf Mallorca und die kommenden Trainingswochen gestalten.
40min vor dem Start kam ich in der bereits gut gefüllten Sporthalle der Titus Therme am Nord-West-Einkaufszentrum an. Trotz knapp 3000 Teilnehmern klappte die Startnummernausgabe reibungslos. Da war es schon schwieriger noch einen freien Platz zum Umziehen zu finden.
Bei angenehmen 8 Grad und wenig Wind stand ich dann um kurz vor 9 an der Startlinie. Kurz vor dem Hauptfeld startete hier der Elitelauf. Zwar konnte ich die geforderte Zeit um mit der Elite an die Startlinie zu treten, vorweisen, dennoch zog ich den Hauptlauf vor, da ich so die Motivation hatte auf die vorderen Gruppen aufzulaufen, was mir auch bestens gelang. Da die Zeit per Chip genommen wird, wirkt sich die spätere Startzeit im Ergebnis zudem nicht negativ aus. Die Strecke ist schnell, aber alles andere als flach. Vom Nord-West-Zentrum verläuft sie auf einer welligen Hochstraße ins Zentrum der Bankenmetropole, einmal um die Innenstadt, ein kurzes Stück den Main entlang und auf der selben Strecke wieder zurück Zahlreiche Zuschauer, wie beim Frankfurt Marathon im Herbst sucht man aufgrund der ungünstigen Strecke und der frühen Startzeit allerdings vergebens.
Nach dem Start hatte ich gleich ein gutes Laufgefühl, auch dank des neuen Wettkampfschuhs, mal wieder vertraue ich in dieser Laufsaison auf ein Model der Brooks Racer ST Serie. Den hatte ich mir in der Vorwoche noch bei Nicole und Michael besorgt, er nahm sofort, wie auch schon seine Vorgängermodelle zuverlässig seinen Dienst auf. So passierte ich in 17:28min die 5km. In 34:55min war ich an der 10km Marke, die 15er Marke übersah ich, km 20 war bei 01:09:55 Std. fällig. Nach der letzten kurzen, aber heftigen Steigung die Ausfahrt zum Einkaufszentrum hoch, erreichte ich das Ziel schließlich in 01:13:17 Std. Für mich eine Steigerung um über eine Minute zu meiner bisherigen Bestzeit.
In der Gesamtwertung bedeutete dies einen 6. Platz (1.AK).
Ein kleines Schreckerlebnis erlebte ich danach noch beim Blick in die Ergebnisliste, da für die ersten Läufer nur die Einlaufreihenfolge zählt, also die Bruttozeit, die mit dem Elitelauf startete, fand ich mich mit einer weit schlechteren Zeit in der Ergebnisliste wieder. Der Veranstalter reagierte jedoch sehr unkompliziert und setzte mich mit meiner Nettozeit schließlich auf den 6ten Platz..
Alles im Allem wieder eine Top-Veranstaltung und für mich genau die richtige Motivation für die kommenden Trainingswochen.

 

01.03.2009 Haybachlauf Thorsten Ruthart / Michael Heid 01.03.2009 - Haybachlauf
Nachdem ich auf den geplanten Start beim Frühlingslauf in Groß-Gerau wegen einer Geburtstagfeier verzichten musste, entschloss ich mich stattdessen eine Woche später beim 2. Haybachlauf in Klein-Winternheim vor den Toren von Mainz zu starten. Der Haybachlauf ist Auftaktwettbewerb des neu geschaffenen ‚Etappen-Marathon‘ , eine Laufserie,  die aus vier rheinhessischen Läufen  besteht, nämlich dem Haybachlauf und den schon etablierten Läufen in Nieder-Olm, Gonsenheim und Albig. Die Summe der Streckendistanzen ergibt ziemlich genau die Marathondistanz, daher der Name der Serie.
Als ich ca eine Stunde vor Startbeginn zum Veranstaltungsort kam, war ich doch überrascht darüber , wieviel Sportler und Zuschauer schon vor Ort  waren. Ich hatte eher mit einer deutlich kleineren Veranstaltung gerechnet. Doch die Integration in den Etappenmarathon und das ideale Laufwetter ließen wohl die Teilnehmerzahlen in die Höhe schnellen.
Angekündigt waren vorfrühlingshafte Temparaturen, doch der zähe Hochnebel sorgte für frische Temparaturen um 7 Grad beim Start. Trotzdem beschloss ich in kurz zu laufen, d.h. mit Singlet und Race-Short, was einige Zuschauer und Läufer mit erstaunten Blicken kommentierten.
Mit Heinz vom Laufteam lief ich mich auf den ersten zwei km der Strecke ein. Um 12:15 fiel pünktlich der Startschuss. Zunächst ging es kurz durch den Ort, dann ging es schon ziemlich steil berghoch in die Felder. Noch vor km 1 oben auf der Höhe hatte ich schon einen kleinen Vorsprung vor den Verfolgern herausgelaufen. Vorbei an den grossen Windrädern vor Ebersheim, deren Rotoren fast im Nebel verschwanden, ging es dann Richtung Messegelände und dann in Richtung Bretzenheim, einen Streckenabschnitt, den man schon vom Adventslauf in Ebersheim kennt. Das Streckenprofil des Laufs ist  so ähnlich wie das des Adventslaufs, nur noch einen Tick anspruchsvoller. Zurück auf dem Radweg der Rheinhessenstrasse  ging es dann wieder Richtung Klein-Winternheim. Mein Vorsprung war mittlerweile so groß, dass ich keine Angst mehr haben musste, den Sieg noch aus der Hand zu geben. Nach einer über 2km langen leichten Bergaufpassage, die aber aufgrund ihrer Länge nicht angenehm zu laufen war, konnte ich es dann die letzten paar hunder t Meter bergab rollen lassen. Nach 39:22  war ich dann im Ziel und hatte einen deutlichen Vorsprung auf den zweitplatzierten Läufer.
Die Siegerehrung fand während eines unterhaltsamen Programms mit Kindertanzgruppen, Tombola und einer Vorstellung des Projekts „Laufen für Wasser“, ein Brunnenbauprojekt in Tansania, unter dessen Motto der Lauf stand und für das gerne Spenden entgegengenommen wurden.
Ansonsten war die Veranstaltung sehr gut organisiert, Streckenposten waren an allen neuralgischen Punkten eingesetzt, die Streckenführung durch weiße Farbe auf der Strecke gekennzeichnet,  die Kilometermarkierungen waren vorhanden und schienen subjektiv zu stimmen.
07.03.2009 Crosslauf Oppenheim Michael Heid 07.03.2009 - Crosslauf Oppenheim.

    Am 07.03.09 startete ich beim Crosslauf in Oppenheim, bei dem auch die rheinhessischen Crossmeisterschaften ausgetragen wurden. Leider führt der Crosslauf hierzulande ein Mauerblümchendasein, was unverständlich ist, fördert er doch in hervorragender Weise Kraftausdauer , Kraft und Koordination. Unterschiedliche Muskelgruppen werden beansprucht, die beim flachen Strassenlauf zu kurz kommen. Ich denke, dass durch dieses Training die Verletzungsresistenz erhöht wird . Auch die mentale Härte wird geschult, insbesondere dann, wenn der Boden vom Regen oder Schnee tief ist und man normalerweise keinen Fuß vor die Tür setzt. Auch ist die Regenerationszeit nach einem Crosslauf oft kürzer als nach einem harten Bahntraining oder gar nach einem flachen Strassenlauf. Nicht umsonst legt sich so gut wie jeder Spitzenläufer, egal ob 800m-Mittelstreckenläufer oder Marathonläufer mit Crossläufen im Herbst und Winter die Grundlage für die Wettkampfsaison im Frühjahr und im Sommer. Im Spitzenbereich erfährt der Crosslauf hierzulande immerhin eine kleine Renaissance, siehe Laufmagazin SPIRIDON 03.09. Der Crosslauf in Oppenheim fand auf einer abfallenden Wiese oberhalb der Landskrone-Ruine statt. Es galt eine Strecke von schätzungsweise 6 km (die 7000m der Ausschreibung stimmten wohl nicht ) in 7 großen Runden und einer kleiner Zielrunde zu durchlaufen. Die große Runde führte zunächst auf der Wiese Z-förmig bergauf, wobei eine Sandkuhle zu durchlaufen war, dann auf einem Pfad in ein Wäldchen hinein bergab und auf einem kleinen Hohlweg steil bergauf wieder auf die Wiese. Mit Thorsten vom Laufteam, der auch sehr gerne Cross läuft, lief ich mich auf einem Wirtschaftsweg oberhalb der Wiese ein. Leider waren beim Hauptlauf nur 17 Läufer am Start, die Strecke hätte ein vielfaches der Teilnehmerzahl vertragen. Die Bedingungen waren sehr gut, es war trocken und die Strecke konnte man trotz des Regens zuvor mit normalen Laufschuhen bewältigen. Trotzdem entschied ich mich für meine Cross-Spikes. Nach den ersten Runden befand ich mich auf dem 3. Platz hinter den Mittelstrecklern Christian Hartfiel von der TSG Heidesheim und dem A-Jugendlichen Christoph Görke vom USC Mainz. Zum Schluß hin wurden meine Beine etwas müde, vielleicht aufgrund der Km-Belastung der Vortage und ich musste noch einen Läufer passieren lassen, so dass mir in 22:41 der 4. Platz blieb. Thorsten vom Laufteam erreichte kurz hinter mir in 22:51 den 6 . Platz. Der Crosslauf Oppenheim ist ein schöner Crosslauf mit allem was dazugehört, es geht bergauf und bergab, durch Sand und Wiesengelände. Im Ziel gibt es dann warmen Tee und Kaffe und Kuchen. Schade nur, dass so wenige Läufer und Läuferinnen den Weg zum Turnacker gefunden haben.
14.-24.03.2009 Mallorca Martin-Skalsky

14-24.03.09 Mallorca Laufcamp 2009

Mit der Hoffnung auf besseres Wetter als in heimischen Gefilden traten 33 Teilnehmer, darunter auch die Teammitglieder Karin, Heinz, Christian, Michael, Helmut, Leitwolf Michael, sowie der Verfasser dieser Zeilen die Reise ins zehntägige Mallorca Laufcamp an. Dazu gesellten sich ein bunter Mix an Läufern und Triathleten aller Leistungsklassen, sowie die Laufladenmitarbeiter Ingo und Marc. Die Hoffnung ging mehr als auf, täglich verwöhnte uns die Sonne bei Temperaturen um die 18 Grad. Einzig die Radfahrer, hatten an einigen Tagen mit heftigem Wind zu kämpfen.
Wie schon im Jahr zuvor, bei meiner ersten Teilnahme, bewährte sich die Aufteilung des Trainings in zwei Einheiten, in diesem Jahr unter Leitung von Mamadou und Karin. Eine lockere Einheit am Strand morgens vor dem Frühstück, eine intensivere, mit wechselndem Programm, wie Lauf ABC, Intervallen, Tempoläufen und längeren Einheiten am Nachmittag. Mit Teammitglied Michael fand sich für mich ein hervorragender Trainingspartner, so dass wir die meisten Einheiten gemeinsam absolvierten.
Dazwischen vergnügte sich die gut harmonisierende Gruppe, beim Radfahren, Wandern, Shopping oder beim Regenerieren an der Theke.

„Auf nach Palma“, Halbmarathon 2009

Noch früher als sonst aufstehen, hieß es am Sonntagmorgen für einen Großteil der Teilnehmer zum Abschluss der ersten Trainingswoche. Die Teilnahme am Internationalen Palma Halbmarathon stand auf dem Programm. Verteilt auf mehrere Mietwagen ging es so samt hauseigenem Fanclub am frühen Morgen von Alcudia nach Palma. Als „alter Hase“ in Sachen Palma Halbmarathon chauffierte uns Michael zielsicher ins Parkhaus unterhalb der Kathedrale nur wenige Meter vom Start/Zielbereich entfernt. Die Startunterlagen hatten wir uns bereits am Vortag besorgt und so besichtigten wir in aller Ruhe in der letzten Stunde vor dem Start den großzügigen Startbereich vor der Hafenkulisse Palmas.
Für eine Halbmarathonveranstaltung samt Funlauf hatte der Veranstalter einen eindrucksvollen Rahmen geschaffen. Pünktlich um 10 Uhr machten sich gut 1100 Halbmarathonläufer und bestimmt noch mal doppelt so viele Fun-Runner bei bestem Wetter auf die Strecke entlang des Hafens. In der zweiten Rennhälfte kommt dann eine Schleife durch die Altstadt Palmas hinzu, die auch einige Steigungen bietet.
Nach einer Woche mit vielen Lauf- und Radkilometern hatten sich alle Laufcampteilnehmer in erster Linie das Ziel „gut und verletzungsfrei“ durchkommen gesetzt. Keiner wusste im Vorfeld wie lange heute die Kräfte reichen und so viel eine ordentliche Renneinteilung schwer. Auch ich konnte den Schwung der ersten 10km(34:35), nicht ganz bis in Ziel retten und erreichte es schließlich in 01:13:19min.(weitere Teamergebnisse: Michael 01:24:40; Christian 01:29:35; Heinz 01:34:16; Karin 01:42:56)
Bis auf einen Ausfall, dem ich hier die weitere Schmach ersparen will, wird er sich dies doch von uns im kleinen Kreis noch oft genug anhören dürfen, gelang dies auch. Angefeuert von unserem stimmgewaltigen Fanclub, der so manchen Teilnehmer mit müden Beinen aus dem Tief schrie, erreichten wir wie bereits erwähnt fast alle das Ziel. Dort erwartete uns eine optimale Zielversorgung, inkl. Medaille, Handtuch, Obsttüte und ausreichender Getränkeversorgung. Die abschließende „Wettkampfanalyse“, gemeinsam mit den „Fans“ rundete den gelungenen Ausflug in die Mallorquinische Hauptstadt ab.

Schöner Ausklang

Den Sonntagabend nutzen wir, trotz sonst hervorragendem und reichhaltigem Essen in unserem Hotel Ivory Playa, zu einem gemeinsamen Abendessen in einem typisch Mallorquinischen Lokal am Hafen. Bei spanischen Spezialitäten, ließen wir die erste Trainingswoche Revue passieren und sammelten nochmals Kraft für den letzten Tag.
Dieser endete mit Vorträgen unserer beiden Lauftrainer, die die Vorträge zum Lauf-ABC, bzw. mentalem Training eigentlich für glücklicherweise nicht eingetretene Regentage geplant hatten. Als ob wir bei Regen nicht gelaufen wären ?!
Schlussendlich eine gelungene Reise und ich würde mich nicht wundern, wenn der ein oder andere das Laufcamp als Auftakt zu einer erfolgreichen Laufsaison nutzen kann.

 

   
   
   

 

April

Datum Bericht

18.04.2009 Regionalparklauf Massenheim Martin Skalsky

18.04.09 Erfolgreicher Marathon Warm-Up beim Regionalparklauf in Massenheim

Die Vorbereitung auf den Frühjahrsmarathon war in den vergangenen Wochen eher schleppend verlaufen, eine Achillessehnenreizung hatte ich auch aufgrund meiner Ungeduld unnötig lange verschleppt. Erst eine einwöchige Laufpause über Ostern brachte zwar keine vollständige Heilung, aber zumindest die zum Laufen erträgliche Linderung.
Als einzig ernsthafter Tempolauf musste eine Woche vor dem Marathon somit der Regionalparklauf der LG Bad Soden über 13km herhalten.
Start und Ziel des Regionalparklaufes befinden sich an der

Kulturhalle in Hochheim-Massenheim. Von dort verläuft der wellige Kurs über Delkenheim, an der Hochheimer Deponie vorbei, über Flörsheim-Falkenberg, Wicker zurück nach Massenheim. Die Strecke ist im Rahmen der Rhein/Main Regionalparkroute ganzjährig durch Schilder an den Wegkreuzungen ausgezeichnet. Beim Untergrund ist von Asphalt, über Schotter, Wiese, einem Holzsteg und einer Treppenpassage alles dabei. Die gesamte Veranstaltung findet zugunsten der Main-Taunus-Stiftung statt.
Nach dem Start des mit etwa 200 Läufern besetzten Hauptlaufes reihte ich mich mit einem Mitstreiter an Position 3 ein. Vorne hatte Stephan Losert von der TV Waldstrasse ein ordentliches Tempo angeschlagen und sich direkt ein wenig abgesetzt. Bei km3 gelang es mir die Lücke zuzulaufen und mich sogleich ein wenig abzusetzen.
Nach der größten Steigung zum Falkenberg hoch, bei km 9, die zudem einige Treppenstufen bietet, konnte ich meine Verfolger bereits nicht mehr sehen. Die letzten Kilometer wurden auf schlammigem Untergrund, dank des Regen der Vortage nochmals zur Rutschpartie. Hier ließ ich es bereits etwas ruhiger angehen und erreichte das Ziel in 44:36min gut 1:20min vor dem Zweitplazierten an der Kulturhalle.
Hier war neben Duschenmöglichkeiten auch für eine reichhaltige Verpflegung gesorgt. Einziger Kritikpunkt war die fast zweistündige Wartezeit auf die Siegerehrung. Eine Tombola, bei der ich allerdings schon auf dem Heimweg war, rundete die durchweg gut organisierte Veranstaltung ab.
Fazit: der Fuß hält, allerdings habe mich mir eine Schonhaltung angewöhnt, die stilistisch eher in den Bereich der Rhythmischen Sportgymnastik fällt.

Martin Skalsky

 

19.04.09 Hahnheim Thortsen Ruthart 19.04.2009 - Der Wingertcup 2009 hat begonnen ...... und Michael hat sich in Position gebracht und Thorsten hat seine wiederholte Krankheit überwunden. Aber jetzt von Anfang an.Am Sonntag begann bei sonnigen Wetter der Wingertcup 2009 in Hahnheim über 12 km oder 11,5 km, genau weis das anscheinend keiner und durch die am Anfang geänderte Strecke und die teils heftigen rheinhessischen Hügel ist das auch egal.Michael Heid und Thorsten Ruthard vertraten das Wolfs Team mit total unterschiedlichen Ansprüchen, wie es eigentlich gar nicht anders mehr geht bei Trainingspartnern.Michael ist fit und unterstrich dies eindrucksvoll auch. Nachdem er 2008 in Hahnheim knapp gewonnen hatte und die Wingertcup-Wertung als Zweiter beendet hatte, musste er diesmal Christian Klaproth in 42:43 min den Sieg überlassen. Michael sorgte aber bis zum Schluß für Spannung und kam nur 4 sec. später in 42:47 min als Zweiter ins Ziel. Komplettiert wurde das Treppchen durch einen wieder erstarkten Mario Müller in 43:05 min als Dritter, der die beiden Ersten an dem heftigen Anstieg ziehen lassen musste.Alle drei lassen auf ein spannendes Jahr 2009 im Wingertcup hoffen.Ich wollte nach der vierten krankheitsbedingten Unterbrechung innerhalb des vergangenen Wintertrainings und erst wieder 2 Wochen Training einfach mitlaufen, Hahnheim absolvieren für die Cupwertung und mal sehen was geht.
Nachdem ich den sehr schnellen Anfang bis km 3 mit der Spitze mitgelaufen war, musste ich sie dann ziehen lassen. Es fehlt einfach nach der letzten Mandelentzündung noch Tempoläufe bzw. Training überhaupt. Also lief ich dann bis zum ersten Anstieg mit dem später Fünften, setzte mich am Anstieg von ihm ab und lief die restliche Strecke mit Anstiegen und Wind alleine. Immer mit dem Versuch, das Tempo hoch zu halten und zum Schluß in den wunderschönen Hof nach Hahnheim laufen. Alles in allem war ich ganz zufrieden mit meinem 4. Gesamtplatz in 46:20 min, da ich mit mehr nicht rechnen durfte.
Jetzt werde ich zusehen, das ich wieder Anschluß finde, damit ich die Spitze im Wingertcup in Wallertheim ein bisschen "ärgern" kann und dann schauen wir mal was am Ende raus kommt.Zum Schluß bleibt noch dem Veranstalter ein großes Lob für die komplette Ausrichtung mit auf den Weg zugeben. Das habt ihr ganz toll gemacht. 
26.04.09 Köln Marathon Martin Skalsky

26.04.09 Auf Bestzeitenjagd im Rheinland. Teammitglied Martin beim Bonn Marathon

Bereits am Freitag Nachmittag, machte ich mich auf den Weg nach Bonn. Grund war allerdings nicht wie die der ein oder andere Leser vermuten wird, um mich an die 30m Höhenunterschied zu Mainz zu gewöhnen , sondern das Freitagsspiel des Bonner SC-Fortuna Köln. Auf den Tribünen beider Vereine hatte ich zu meiner Bonner Zeit viele Stunden zugebracht. Damals allerdings noch zu Regional- und Zweitliga Zeiten. Nun trafen sie in der fünftklassigen NRW-Oberliga aufeinander. Nach einem grottenschlechten Kick mit dem besseren Ende für Bonn, quartierte ich mich bei einem alten Schulfreund ein.

Samstags wechselte ich dann ins Hotel. Hier war inzwischen auch meine Mutter aus Bremen eingetroffen, um auch Ihrer alten Heimat einen Besuch abzustatten und mich am Folgetag zu unterstützen. Nach Abholung der Startnummer und Besichtigung der Marathon Messe auf dem Münsterplatz, ließ ich den Samstag mit einem Kneipenbesuch mit meinen alten Nachbarn locker ausklingen.
Durch die angenehm späte Startzeit um 10:30, die „Halben“ waren bereits um 8:30 Uhr auf die Strecke geschickt worden, blieb mir am Morgen allzu viel Hektik erspart. So begab ich mich in aller Ruhe zum Start in Nähe der Uni und gab meinen Kleiderbeutel ab. Bereits jetzt näherte sich die Temperatur der 20 Grad Marke Im Startblock traf ich auf Teammitglied Heinz, nach der Wolf-Begrüßungszeremonie und ein wenig Fachsimpelei

stellte ich mich, meiner Favoritenrolle gerecht werden wollend direkt vor die Kenianer in die erste Startreihe und kündigte einen neuen Streckenrekord an. Nein, natürlich nicht, ich stellte mich ein paar Reihen dahinter auf. Etwas unsicher ob die Kraft für den ganzen Lauf reichen würde, wartete ich auf den Startschuss. Nach der guten Frühform im März, hatte ich zuletzt dauerhaft Probleme mit der Achillessehne und die wichtigen langen Läufe alle nach max. 2 Std. abgebrochen(Hier sei betont, dass ich das Laufen unter Schmerzen nicht zur Nachahmung empfehle !!!).
Die Strecke des Bonn Marathons verläuft ähnlich wie in Mainz über zwei, allerdings gleiche Runden, links und rechts des Rheins. Die einzig nennenswerte Steigung ist die Kennedybrücke über den Rhein, die man gleich 4mal überquert. Ansonsten verläuft die Strecke abwechslungsreich durch Bonner Vororte, den Fluss entlang, durch das ehemalige Regierungsviertel, durch die Innenstadt, dasselbe noch mal und dann ins Ziel vor dem Bonner Rathaus.

Nach dem Startschuss rannten 10-11 ausnahmslos Kenianer vorneweg. Bereits nach dem ersten Kilometer waren Sie außer Sichtweite. Dahinter reihte sich noch ein weiterer Läufer im TUSEM Essen Trikot ein, danach folgte ich, immer etwa 10sek hinter dem Vordermann. Km 10, passierte ich in 36:36min, bei km 13 lief ich auf den Essener auf. Prima, dachte ich, endlich nicht mehr alleine auf der Strecke. Bis etwa km 20 liefen wir zusammen, aber der unruhige Laufstil, mit ständigen Tempowechseln des Mitstreiters irritierte mich so, dass ich kurzzeitig das Tempo anzog um mich von im zu lösen. Er erreichte das Ziel später als Siebter in 02:41:55Std. So passierte ich alleine die Halbmarathonmarke in 01:18:00Std. Die nächsten Zwischenzeiten weiß ich leider nicht mehr, bei km 28, vor der letzten Brückenquerung fiel ich in ein kleines Leistungsloch, zumal es inzwischen statt der Sonne, einfach nur unerträglich schwül geworden war. Glücklicherweise hatten sich wenig später alte

Klassenkameraden, sowie meine Mutter am Streckenrand postiert und das Tief war überwunden. Bei km 39 überholte ich einen schon sehr schwerfällig laufenden Kenianer und als erster Nichtafrikaner auf der Strecke gehörte die Anfeuerung der nun wieder dichter stehenden Zuschauer mir. Der Rest war einfach nur Genuss. Mit einem fettem Grinsen rannte ich über die lange Zielgerade über den roten Teppich ins Ziel. 01:20:18Std. benötigte ich für die zweite Hälfte. Gesamtplatz 5 und 1.AK in 02:38:19 Std. sprang schließlich heraus. Endlich die 2:40 geknackt und 2 ½ min verbessert.

Fazit: super Rennen, die Renneinteilung klappte ganz gut, ein Blick in die Ergebnisliste zeigt, dass die Kenianer vor und hinter mir auf der zweiten Hälfte weit mehr Zeit verloren haben. super Organisation, schreit nach Wiederholung im gesunden Zustand. Die Achillessehne meldete sich während des Rennens übrigens nicht, trotzdem sei hier noch mal gesagt - bitte nicht nachmachen.

Neromaann von Stephan Schweiger

Neroman 2009
Von Stephan Schweiger

Am 26.04.2009 fand in Wiesbaden der Neroman Triathlon mit 315 Teilnehmern statt. Ich war nach einigen Hindernissen auch erfolgreich am Start.

Beim Putzen am Vertag stellte ich fest, dass mein Lenkkopflager am Mountainbike Spiel hatte. Ich stellte des Lagerspiel ein, doch leider ließ sich mein Lenker nicht mehr richtig drehen, also baute ich das Lager auseinander, das war total verdreckt. Nach putzen und zusammenbauen ließ sich mein Lenker immer noch nicht richtig drehen.
Da fehlt wohl Montagefett, dachte ich mir. Glücklicherweise hatte ich den Christoph Steurenthaler zum Grillen eingeladen, denn er konnte mir welches mitbringen.

Nach dem Grillen so um elf, ein paar Bier und viel Chips, hatte ich dann die super Idee mein Lenkkopflager abzufetten.
Leider hatte ich wohl Mittags ein Lager falsch eingebaut, denn als ich die Gabel demontierte kam mir ein Lager in vier Teilen und verflucht vielen lustigen kleinen Kugeln entgegen.

Ich war aber noch relativ entspannt, muss an dem vielen Hopfen im Bier gelegen haben, denn der beruhigt ja bekanntermaßen.
So um halb zwolf hatte ich dann wieder alle Kugeln zusammen und irgendwie hab ich es tatsächlich geschafft das Lager wieder zusammen zu setzten.
Eigenlob stinkt ja, aber das war echt eine Meisterleistung von mir. Ich hab auch nur drei Versuche gebraucht bis ich alle Teile so verbaut hatte, das es Sinn ergab.
Ich glaub da war es dann halb 2 oder so. Wenn die Lagerkugeln nicht so verflucht klein gewesen währen hätte ich bestimmt eine Stunde weniger gebraucht.

So besonders toll hab ich dann doch nicht geschlafen, neben dem Lenkkopflager hatte ich mich wohl auch einfach beim Grillen überfressen.
Glücklicherweise musste ich erst um 12 in der letzten Startgruppe ran.
Das mit dem Lenkkopflager war echt scheiße, ich hatte schon ein bisschen auf eine gute Platzierung gehofft und hatte dafür Slicks und eine Rennradkassette auf mein Mountainbike gezogen.
Auf einen Crosstriathlon fahren, wenn man weiß, dass das Mountainbike nicht zu hundert Prozent in Ordnung ist, ist echt schlecht.
Morgens bin ich das Rad noch kurz probe gefahren und es hat alles gehalten. Glücklicherweise ist die Jule Waligora mit mir zum Wettkampf gefahren, da musste ich nicht dauernd an mein Lenkkopflager denken.

Nach dem üblichen Parkplatzsuch- und Eincheckstress bin ich dann pünktlich um 12 ins Wasser gehüpft. :Schwimmen lief eher schlecht. Als ich mein Rad aus der Wechselzone schob, viel mir dann noch die Kette runter und ich dachte nur: Oh Mann, jetzt stellst Du dich hier auch noch wie ein Anfänger an.
Beim Radeln hatte ich dann aber ein sehr gutes Gefühl, nur die Reifen waren in den Kurven und auf Schotter etwas schwammig. Ich bin auch wegen der Lenkkopfgeschichte ein bisschen Vorsichtig gefahren. Zu Beginn der zweiten Runde hatte ich den Führenden aus meiner Startgruppe eingeholt, also musste ich schon ziemlich gut gefahren sein. Ich hab dann natürlich richtig fett reingetreten und er konnte auch nicht mit mir mitfahren. Beim Laufen haben mir am Anfang doch ziemlich die Beine gebrannt, ich konnte mich aber super motivieren, da ich ja in Führung lag.

Ich bin dann auch ziemlich fertig ins Ziel gekommen und hatte meinen Vorsprung verteidigt.
Jule ging auf die Laufstrecke als ich kurz vor dem Ziel war.
Sie sah nicht so Glücklich aus, wie sich später herausstellte war sie nicht nur vier Runden zuviel geschwommen. Sie hatte nach zwei Radstürzen auch noch ein blutiges Knie. Sie hatte wie ich Slicks aufgezogen und ist damit nicht so gut zurecht gekommen.
Ihr Zieleinlauf sah aber echt schnell aus.
Weil so tolles Wetter war beschlossen wir uns noch ins Schwimmbad zu setzten und uns zu sonnen. Da fand auch die Siegerehrung statt.

Dann kamen die Überraschungen.

Jule ist Gesamtdritte Frau (1.31.20)geworden und ich (1.15.39) hab sogar die Gesamtwertung gewonnen. Ich konnte es echt nicht glauben. Sau geil.

Ich hab eine Dose Getränkepulver, einen Pokal, einen Gutschein und eine Flasche Sekt bekommen.
Jule bekam Parfüm, Gutschein und Pokal.
Es war also eine gelungener Wettkampf trotz der ganzen Hindernisse.

Ich werde nie wieder mein Rad einen Tag vor dem Wettkampf putzen, aber auf jeden Fall mindestens ein Bier (mit Alkohol) trinken.

Außer uns waren auch noch zahlreiche andere TCEC`ler am Start. Lasse Wazelhahn hat seine Altersklasse TM 16 mit einer Superzeit (1.20.10)gewonnen und wurde auch Gesamt 16.
Lisa Wazelhahn (1.39.25)ist in ihrer Altersklasse TW 18 zweite geworden.

Gute Platzierungen erreichten auch:

Mietek Tokaski (Gesamtplatz 131 TM 50 5, Platz/ 1.36.01)
Rainer Schultheis (Gesamtplatz 20. TM 30 5.Platz/ 1.21.30)
Thorsten Grimm (Gesamtplatz 74 TM 40 32. Platz/ 1.29.46)
Thomas Rexhaus (Gesamt 83. TM 40 36. Platz/ 1.30.49)
Josef Kulpa (Gesamt 153 TM 40 65. Platz/1.37.34)

Euer Stephan

 

   
   
   
   

 

Mai

Datum Bericht

10.05.2009 Marthon-Staffel Mainz Martin Skalsky

10.05.09 Geteiltes Leid, ist halbes Leid, Wölfe bei Marathon-Staffel erfolgreich

Mit der Entscheidung den Frühjahrsmarathon in Bonn zu laufen, war auch klar dass ich 14 Tage danach in Mainz nicht über volle Distanz an den Start gehen würde. Dennoch wollte ich auf das „Heimspiel“ nicht ganz verzichten. So viel die Wahl auf den neuen Marathonstaffel-Wettbewerb und auch der passende Teampartner war schnell gefunden. Beim Auslaufen nach dem Sylvesterlauf in Stadecken hatte ich Michael Drewes gefragt, der mir sofort zusagte. Teamchefin Nicole hatte für uns im Vorfeld die Anmeldung erledigt und so stand Michael am Sonntagmorgen als Wolf-Gaststarter an der Startlinie.
Im Startbereich entdeckte ich Triathlet Lothar Leder mit einer Staffelstartnummer und so gab ich Michael mit auf den Weg, sich von diesem einfach nicht überholen zu lassen. Dass er sich so genau daran halten und auch keinen anderen an sich vorbeilassen würde, damit hatte ich allerdings nicht gerechnet.

Während ich mich noch mit Karin unterhielt, die mit Christoph eine weitere Wolf-Staffel bildete, kam schon Michael in 1:18:08 Std. als erster Staffelläufer in die Wechselzone gelaufen. Schnell übergab er mir den Zeitmesschip, den ich am Fußgelenk befestigte und schon machte ich mich auf die Strecke. Aufgrund der ungewohnten Chipwechselprozedur, vergaß ich allerdings meine Uhr abzudrücken und es ging erst mal im Blindflug über den Rhein.
Mit frischen Beinen bekam ich hier erstmals viel von Strecke und Zuschauern mit. In den Jahren zuvor, die ganze Strecke laufend, hatte ich hier immer mehr mit mir selbst zu kämpfen gehabt. Zudem hatte mir die Streckenorganisation diesmal ein paar Meter geschenkt. Die kurze Ausgleichsschleife in der Zwerchallee mussten die Läufer diesmal schon auf der ersten Runde zurücklegen. In 1:12:36 Std. erreichte ich schließlich das Ziel an der Rheingoldhalle. Für Michael und mich bedeutete dies zusammen eine 2:30:44 Std. und Platz 1 in der Staffelwertung mit 13 Minuten Vorsprung vor der Triathlonfamilie Leder. Das zweite Wolf-Team benötigte 3:08:53 Std. und belegte den 15.Platz von 223 Staffeln.

Kleiner Kritikpunkt: Nach einiger Wartezeit, konnten wir schließlich unseren Siegpreis am Info-Schalter in Empfang nehmen. Doch was hatte sich der Veranstalter als Preis für die Staffel ausgedacht ? 1 Exemplar eines Bildbandes. „Hallo Orga-Team!!! Staffel, das heißt 2 Teilnehmer!!!“ Ohne undankbar zu sein, aber alles, was man irgendwie hätte teilen können, wäre besser gewesen als dieses Buch. Da machte es Leitwolf Michael mit seiner Finisherprämie um einiges besser. Für das anwesende Team und einige Teilnehmer des Mallorca Laufcamps 2009 spendierte er einige Runden leckeren Gerstensaft.

Abschließend scheint mir der Staffelwettbewerb eine bessere und sinnvollere Alternative zu dem in den Vorjahren angebotenem 2/3 Marathon zu sein. Vielen Dank noch mal an Staffelpartner Michael, dass er den Spaß mitgemacht hat.

 

10.05.2009 Marathon Mainz Christoph Steurenthaler

10.05.09 Gelungener Start mit holprigem Ende

1. Runde:

„Laufen wir zusammen in Mainz einen Halbmarathon?“, hatte mich Karin im Herbst 2008 gefragt. Warum nicht? Gesagt getan und Nicole meldete uns als „Wolf´s Running Team 2“ an. Und dieses Jahr war auch noch Jubiläumsveranstaltung. Der Mainzer-Marathon feierte sein Zehnjähriges! In diesem Jahr gab es die Neuheit einer Marathonstaffel. Zwei Läufer teilen sich die 42,195 Kilometer und jeder läuft einen Halbmarathon.
Karin und ich beratschlagten, wer zuerst laufen sollte und entschieden uns, dass ich als der wohl schnellere Läufer die erste Runde absolvieren sollte. So wollten wir dem Gedrängel beim Wechsel aus dem Weg gehen. Das sollte sich im Nachhinein als doch nicht so optimal herausstellen, aber dazu mehr im zweiten Teil des Berichtes…
Nachdem im am 31. März meine letzte Examensklausur geschrieben hatte fing ich wieder an mich zu bewegen, zu Fuß, im Wasser und per Rad. Von wirklichem Training kann eigentlich nicht die Rede sein, aber immerhin. Nur war ich mir nicht sicher, wie schnell ich den Halbmarathon laufen konnte und in welchem Tempo ich beginnen sollte, um nicht einzubrechen. Eine Endzeit um 1:20 Stunden erschien mir realistisch und ich nahm mir einen Schnitt von 3:50 Minuten pro Kilometer vor.
Nachdem ich mich von Karin verabschiedet hatte traf ich auf dem Weg zum Start das Teammitglied Christian Wolf und weitere Vereinskollegen vom TCEC. Und schon ging es los. Die große Läuferschar setzte sich träge in Bewegung. Die Anzeige für den ersten Kilometer übersah ich und beim Blick auf die Uhr bei Kilometer zwei waren wir gerade sieben Minuten unterwegs. „Ist wohl doch ein wenig zu schnell“ dachte ich mir, „das wirst du nicht halten können“. Ich drosselte das Tempo, fühlte mich aber noch gut. So verging Kilometer für Kilometer und ich pendelte mich bei meinem Wunschtempo ein. Nach und nach wurde ich von einigen Läufern überholt, unter anderem vom Teammitglied Michael Haid. Sein Tempo konnte ich nicht mitgehen. „Werde ich langsamer oder was ist den nur los?“, dachte ich mir, da immer wieder Läufer an mir vorbei zogen. Aber meine Uhr zeigte ein konstantes Tempo an.
Abgesehen von wenigen einsamen Abschnitten (Weisenau) war die Stimmung entlang der Strecke wirklich toll. Vor allem in Mombach, in der Innenstadt und natürlich im Start und Zielbereich. Immer wieder sah ich bekannte Gesichter in der Zuschauermenge.
Doch trotz der aufmunternden Zurufe ließ die Kraft spürbar nach und die letzten zwei Kilometer auf dem Weg zur Wechselbox erschienen mir seeeeehr lang. Doch weit war es zum Glück nicht mehr und ich hörte bereits den Stadionsprecher über den gerade in die Wechselbox laufenden Ironman Lothar Leder sprechen. Und schon sah ich Karin, die mir erwartungsvoll entgegensah. Unfähig den Chip von meinem Bein zu lösen stand ich dann vor ihr. Ganz nach dem Motto „selbst ist die Frau“ machte sie mir das Champion-Chip Band vom Bein, legte es sich um und düste los. „Und tschüß, wir sehen uns im Ziel“ wollte ich noch sagen, bekam aber keinen Ton raus.
Mit meiner Zeit von 1:21 Stunden bin ich für meinen Trainingsaufwand sehr zufrieden. Die nächsten Wettkämpfe können kommen.  

2. Runde:

In der Wechselzone kam ich mir neben Martin Skalsky und Nicole Leder irgendwie fehl am Platz vor. „Was mache ich hier in der High-Speed-Gruppe?“. Aber ruhiger und entspannter als in diesem Umfeld hätte das Warten auf den Wechsel nicht sein können. Keine Hektik, kein Gedrängel, keine Aufregung…
Martin wurde zuerst vom Warten erlöst und stürmte auf die zweite Runde. Kurz darauf kam Lothar und Nicole sprintete leichtfüßig los. Und schon war auch ich dran. Christoph eilte in die Wechselbox und nach einem schnellen Chiptausch ging ich mit Vollgas auf die zweite Runde. Oh je, kein Wunder, ich war total im Sog der „Unter 3 Stunden“ Herde angekommen…
Mit Schrecken sah ich Kilometer für Kilometer auf meiner Uhr, dass ich 20 – 30 Sekunden zu schnell unterwegs war. Obwohl es sonst kein Problem für mich ist wollte es mir dieses Mal nicht gelingen, mein Tempo zu drosseln. Ich fand in der Gruppe schneller Läufer meinen Rhythmus nicht und so kam was kommen musste -  “peng“, bei Kilometer neun war der Ofen aus. Vergeblich suchte ich nach einer Mülltonnen hinter der ich mich verstecken hätte können J, damit mein Ausstieg nicht so auffällt. Aber leider war da überall Zuschauer. So beschloss ich, ein paar Meter zu gehen und mir zu überlegen, wie ich das jetzt am Besten zu Ende bringe. Relativ schnell war mir klar: lieber finishen als aussteigen!
So trank ich bei der nächsten Verpflegungsstelle erstmal einige Becher (ich hatte meinen Trinkgürtel nicht dabei, in der Annahme, es würde nicht so heiß werden à FEHLER!) und beschloss EGAL WIE ins Ziel zu laufen.
Das waren wohl die längsten 12 Kilometer die ich je laufen musste, aber ab Kilometer 19 ging’s dann wieder besser.
Das sind die Fehler die nun wirklich kein Läufer braucht:

  • zu schnell loslaufen
  • Gewohnheiten ändern à Trinkgürtel nicht mitnehmen
  • Zu warm anziehen – im Wettkampf lieber etwas kühlere Kleidung

Durch die ordentliche Zeit von Christoph kann sich das Gesamtergebnis allerdings immer noch sehen lassen J. 

Fazit:

  • Staffel an sich ist echt eine gute Idee.
  • Der zweite Läufer muß sich aber auf eine sehr einsame Runde einstellen.
  • Der Wechsel ist gut organisiert und klappt prima. Und beim Warten auf den ersten Läufer kann man sich in aller Ruhe auf den Start vorbereiten.
  • Und wenn man Glück hat trifft man in der Wechselbox liebe Teamkollegen zum Plaudern J.  
21.05.2009 Kreisstadt-Lauf von Martin Skalsky

21.05.09 HK-Kreisstadtlauf – der etwas andere Vatertagsausflug

In Wikipedia wird der Vatertag folgendermaßen beschrieben: „Der Herrentag ist vor allem in Ostdeutschland durch die sogenannte Herrenpartie gekennzeichnet. Die Teilnehmer (traditionell ausschließlich männlich – jung und alt) machen dabei meist eine Wanderung oder eine gemeinsame Ausfahrt, bei denen oftmals viel Alkohol konsumiert wird.“
Zwar bin ich noch kein Vater, zumindest nicht das ich’s wüsste, aber das dürfte auch auf einen Teil des Personenkreises zustimmen, der an diesem Tag mit Bollerwagen und Bierfass loszieht. Mein Vatertagsausflug führte mich also zum Kreisstadtlauf von Hofheim nach Höchst. Das hier am Ehrentag der Väter auch Frauen mitlaufen durften, zeigt nur wie unglaublich tolerant wir doch sind.
Der Kreisstadtlauf ist mit 1649 Finishern einer der größeren Läufe im Rhein-Main Gebiet. Bemerkenswert das diese Zahl allein über die 10km Strecke zustande kommt, auf Schüler- und Miniläufe verzichtet der Veranstalter gänzlich.

Die Teilnehmer laufen vom Hofheimer Untertor über die letzten Hügel des Taunus nach Zeilsheim, durch den Höchster Industriepark zum Ziel auf dem Höchster Schlossplatz. Organisiert ist alles bestens. Als ich morgens den Hofheimer Platz am Untertor erreichte, erhielt ich ohne große Wartezeit meine Startnummer. Hier traf ich auch auf Teammitglied Christian, der mir von der geglückten Vaterschaft eines unser Teammitglieder berichtete. „Herzlichen Glückwunsch“, wie lange muss man eigentlich warten, bis das Kind im Babyjogger mitdarf ?
Nach Abgabe meiner Sporttasche beim THW, die für den Transport der Sachen zum Zielort sorgten, vertrieb ich mir die Zeit bis zum Start mit der ein oder anderen Fachsimpelei.
Nach dem Start, folgte zunächst ein langer Anstieg, wo sich eine Viergruppe inklusive mir leicht absetzte. Bereits hier merkte ich, dass es mir heute an Spritzigkeit fehlte. So suchte ich lieber mein Heil in der Flucht, bei einer Entscheidung auf den letzten Metern hätte ich heute sicherlich den kürzeren gezogen. Bis km 4 hatte ich mit dem Äthiopier Melkamu Meseret von der TSG Eppstein von den anderen abgesetzt. Die 5km Marke passierten wir nach 16:24min. Nach einem riskanten NordicWalker-Überholmanöver, die trotz der vor mir herfahrenden Polizeistreife die Strasse blockierten, hatte ich auch diesen Verfolger abgeschüttelt. Ab km 8 verringerte ich das Tempo deutlich und erreichte das Ziel auf dem Schlossplatz als 1.ter in 33:13min. Hier wurde ich von Teamchefin Nicole, die als Ziel-Moderatorin fungierte, in Empfang genommen. Mit 47sek.

Abstand folgte Meseret auf Platz 2, vor Andreas Lübbers. In guten 38:04min erreichte schließlich Teammitglied Christian das Ziel. Im Ziel war mit Kuchen, Bratwurst, Pommes, verschiedenen Getränken und Rahmenprogramm für alles gesorgt. Zudem gab es einen kostenlosen Bustransfer zum Startort. Einzig die Duschmöglichkeit fehlte und das bei 2 ½ Std. Wartezeit bis zur Siegerehrung, an der ich terminlich dann auch nicht mehr teilnahm.

23.05.2009 Strassenfestlauf Nieder-Olm Helmut Becker

23.05.09 Sehr gutes Teamergebnis in Nieder-Olm

Pünktlich zum Straßenfest gab es am Samstag auch wieder die schon oft erlebten sommerlichen Temperaturen von ca. 27°C. Schon beim Einlaufen haben Christian Wolf, Heinz Klink und ich über die Hitze gestöhnt. Bei Christian und mir kam sicher auch noch hinzu, dass wir vorher mit dem Rad unterwegs waren, wobei sich Christian ca. 150 km in sehr flotten Tempo gegeben hat und ich ca. 90 km geradelt bin. Heinz hatte als frischer Papa (an der Stelle auch noch einmal herzlichen Glückwunsch von Team) sicher auch noch genug Stress in den Knochen. Auch Michael Heid und Thorsten Ruthard haben beim Einlaufen abgewunken, als ich meinte, dass sie vorne weg laufen würden. Einer der Gründe für ihre Reaktion war unter anderem, dass Simon Hoyden von der LGO Dortmund am Start war, was ich nicht wusste. Außerdem hatte Thorsten den Winter über dasselbe Schicksal wie ich, d.h. er war immer wieder erkältet. Michael meinte auch, dass er nicht so gut drauf sei, aber letztendlich sagen wir das alle oft, um keine zu große Erwartungshaltung aufkommen zu lassen.
Wegen Bauarbeiten in der Innenstadt wurde die letztjährige Strecke vom Straßenfestlauf in Nieder-Olm auf 8,8 km verkürzt. Der Start fand diesmal auf dem Sportplatz statt. Von dort aus ging zur Unterführung der A63 und dann ein Stück parallel zur Ingelheimer Strasse ins Gewerbegebiet, bevor die erste Herausforderung in Form einer unangenehmen, längeren Steigung in die Felder der Nieder-Olmer Umgebung kam. Oben angekommen durften die 5km-Läufer auch schon wieder links in Richtung Ort abbiegen während die 8,8km-Läufer eine große wellige Runde und noch mal eine kleine Runde, die nochmals die schon erwähnte Steigung enthielt, drehen durften. Schließlich ging es wieder unter der Autobahn durch zum Sportplatz zurück. Vom Start weg war dann auch schnell klar, dass niemand Simon Hoyden folgen konnte, der in 31:34 siegte, obwohl er für seine Verhältnisse sicher nicht alles gegeben hat. Dahinter hat sich aber ein spannendes und dichtes Rennen ergeben, vor allem Christian, Torsten und ich haben uns gegenseitig sehr schön gezogen und unseren Spaß gehabt. Michael Heid wurde am Ende 2ter in 34:37 vor Jens Müller in 34:47. Torsten wurde 8ter in 36:39, Christian 9ter in 36:56, Heinz 20igster in 40:00 und ich 7ter in 36:37.
Insgesamt sind 169 Läufer/innen bei der 8,8 km Runde ins Ziel gekommen und bei den 5 km waren es immerhin auch 24 Teilnehmer/innen. Er guter Erfolg für das schöne Rennen und sicher auch für den Etappenmarathon. Die lange Strecke war wohl nicht 100%ig vermessen und eher knapp über 9 km lang, aber aufgrund der ganzen Hügel und auch des Grasweges kann man die Zeiten an sich eh nicht richtig einschätzen, sondern höchstens im Vergleich zu den anderen Läufer/innen. Sehr schön war auch, dass wir bei der Veranstaltung viele von dem Laufurlaub auf Mallorca wieder gesehen haben und wir uns wieder mal austauschen konnten.

 

Juni

Datum Bericht
06.06.2009 Brezellauf Helmut Becker

06.06.09 fand der Brezellauf

in Bretzenheim statt. Leider spielte das Wetter nicht richtig mit, denn es waren unter 10°C und genieselt hat es auch noch. Man konnte fast meinen, dass der Herbst wieder Einzug gehalten hätte. Da gleichzeitig auch noch der Benefizlauf auf dem Schott Sportgelände stattfand, ist es leicht verständlich, dass sich weniger Teilnehmer als in den Vorjahren eingefunden haben. Start und Ziel war direkt hinter Wolfs Laufladen. Die Strecke ging am Schützenhaus vorbei unter der Autobahn durch hinaus in die Felder oberhalb von Bretzenheim und Marienborn. Auf den ersten Kilometern konnte ich mir einen leichten Vorsprung auf Frank Müller herauslaufen, der aber immer kleiner wurde, da ich etwas Tempo rausnehmen musste (die wenigen Trainingskilometer in diesem Jahr machten sich dann doch bemerkbar). Bei Kilometer 6 holte er mich ein und mir war schnell klar, dass ich sein Tempo nicht mitgehen konnte und mich eher darauf konzentrierte, den zweiten Platz zu halten. Frank Müller gewann das 10 km Rennen in 35:48 und ich folgte in einer Zeit von 36:21. Dritter wurde Markus Henz in 36:36. Heinz Klink lief eine 40:07.  Bei den Frauen gewann Ulrike Stöhr in einer Zeit von 42:17 vor Valerie Schüler-Keber (46:13) und Petra Lorenz- Meyer (46:29). Die Zeiten sollten allerdings nicht überbewertet werden, da die Strecke nicht exakt 10 km lang war. Ich traue mir im Moment auf einer vermessenen und flachen 10er Strecke eine Zeit von knapp unter 37:30 zu. Da die Strecke vom Brezellauf auch noch hügelig ist, kann man eher davon ausgehen, dass sie nur ca. 9.500 lang war.
Auf der 5 km Runde siegte Jan Schuld in 19:26 vor Yvonne Schuld (21:25), Nicole Schmitt (23:18), Felicia Nadler (23:56), Jens Müller-Steinbrech (24:00) und Jannik Prediger (24:40). Ob die 5 km Runde von der Streckenlängenangabe besser gepasst hat, kann ich nicht sagen.
In Summe wünsche ich dem Brezellauf, dass im nächsten Jahr das Wetter mitspielt und er zukünftig eine feste Heimat sowohl vom Termin als auch von der Strecke her hat (die in den letzten Jahren häufiger variiert hat). So hat er auch größere Chancen sich bei den Läufern zu etablieren und damit den Zuspruch zu erhalten, den er verdient. Denn es macht schon Spaß auf der Strecke, auf denen man sonst seine Trainingsläufe macht, auch einen Wettkampf zu laufen.

06.06.2009 Mittelrhein-Marathon Michael Heid 06.06.2009 - Mittelrhein-Marathon 2009
relativ kurzfristig entschied ich mich für einen Start beim Mittelrhein-Marathon, um dort die halbe Distanz zu absolvieren. Zum ersten Mal fand der Lauf samstags abends statt. An diesem Samstag, dem 06.06.2009 regnete es nur einmal ziemlich stark, nämlich ungefähr von morgens 4 Uhr bis abends 18:00 und ich fürchtete im Dauerregen laufen zu müssen. Den Lauf verband ich mit einem Besuch bei meinen Eltern in Koblenz. Ich machte mich dann nachmittags auf den Weg zum Sonderzug von Koblenz zum Startort Boppard, der um 17:30 Uhr losfahren sollte. Geplanter Start in Boppard war 18:30. Auf dem Bahnsteig 1 des Koblenzer Hauptbahnhofs tummelten sich schon etliche hundert Läuferinnen und Läufer. Mit einer Verspätung von 35 min. (!) fuhr der Zug ein. Der erste Wagen, in dem ich mich befand war völlig überfüllt. Es passierte zunächst nichts. Der Zug blieb einfach stehen. Nach 20 min wurden wir gebeten den Zug wieder zu verlassen, da dieser wegen eines technischen Defekts nicht fahren würde. Wie es weiter gehen sollte, konnte uns auch niemand sagen. Dann hieß es auf einmal, dass der Zug doch fahren würde und wir wieder einsteigen sollten. Tatsächlich setzte sich der der Zug in Bewegung und , kaum zu glauben aber wahr, waren wir um kurz nach 19 Uhr in Boppard. Also bin ich dann Richtung Start gejoggt, habe den Kleiderbeutel in einen bereitstehenden LKW geworfen, dann ging es schon los, an ein ausgiebiges Einlaufen war nicht mehr zu denken. Die Orga hatte sich wegen der Panne entschieden, den Halbmarathon zu splitten, d. h. die erste Gruppe lief wie geplant um 18:30 los,, die 'Sonderzuggeschädigten' dann eine ¾ Stunde später.
Mittlerweile hatte es aufgehört zu regnen, so dass die Laufbedingungen mit frischen 10 Grad, Windstille, fast optimal waren . Am Start war u.a. Philipp Ratz, der Deutsche Marathonmeister in Mainz 2007, der anscheinend einen Laufkollegen zu einer guten Zeit ziehen wollte. Ich lief relativ gleichmäßig ein Tempo, dass ich locker noch einige km weiter hätte laufen können Schneller ging es allerdings kaum. In den letzten Wochen hatte ich nämlich weniger Wert auf Tempoarbeit gelegt, sondern eher auf eine Verbesserung der aeroben Ausdauer durch viele Dauerläufe zwischen 4:00 und 4:20 /km .
So lief ich in 1:20:27 ins Ziel am Deutschen Eck in Koblenz, was den 13. Platz insgesamt und den 2. Platz in der M45 hinter den hervorragenden 1:13:09 des Triathleten Peter Meyer vom RSV Daadetal bedeutete. Dessen Sohn Tim Meyer gewann den Gesamtlauf in der Streckenrekordzeit von 1:08:39. Von dem 19-jährigen wird man in Zukunft mit Sicherheit noch viel hören, im Triathlon und auch im Laufbereich, wenn er denn verletzungsfrei bleibt. Er wird von Heinz Weber , dem Trainer von Sabrina Mockenhaupt, trainiert.
Leider machten sich nach dem Wettkampf meine Beschwerden in der linken Hüfte stark bemerkbar. Diese waren in den Trainingsläufen zuvor schon durch ein leichtes Zwicken in Erscheinung getreten. Konsequenterweise legte ich nach dem Lauf die ersten lauffreien Tage 2009 ein, in der Hoffnung , dass sich keine langwierige Geschichte entwickelt.
Im Zielbereich traf ich noch meinem Teamkollegen Jochen, der mit 1:26:12 und dem 2. AK-Platz nach einer langen Verletzungspause einen sehr guten Wiedereinstieg in die Wettkämpfe fand.
10.06.2009 Strassenlauf Duchroth Simon Hoyden    
10.06.2009 - 25. Strassenlauf des Tus DuchrothNeuer Wolf  beißt zu ! Am 10.6. fand der 25. Strassenlauf des Tus Duchroth statt. Duchroth ist ein kleines, beschauliches Weindörfchen in der Nähe von Bad Münster am Stein Ebernburg und befindet sich damit in der Naheregion. Bis Oberhausen an der Nahe schlängelt sich die Strasse und der Radweg auf weitestgehend flachen Terrain an der Nahe entlang. Mit Ortseinfahrt Oberhausen beginnt die
„ Bergwertung“ circa drei Kilometer lang nach Duchroth. An flaches Terrain ist um Duchroth deshalb nicht mehr zu denken. Ideal also für einen Berglauf! So ist es nicht verwunderlich, dass der Tus Duchroth am letzten Oktoberwochenende ebenfalls einen Berglauf von Oberhausen auf den Lemberg veranstaltet. Zu dieser Veranstaltung dann hoffentlich mehr Informationen Ende Oktober.
Den Strassenlauf in Duchroth könnte man auch als einen Berglauf bezeichnen, wenn Start und Ziel nicht zusammen liegen würden. Angeboten werden 5 Kilometer (1 Runde) und 10 Kilometer
( 2 Runden). Die ersten 2 Km geht es mit steileren Passagen vom Sportplatz durch den Ortskern von Duchroth in Richtung Ruine Montfort stetig bergauf, hier befindet sich dann auch der höchste Punkt der Strecke. Wer Zeit gut machen möchte, kann hier aber nicht verschnaufen sondern stürzt sich in die circa ein Kilometer lange „Abfahrt“ zurück zu Start und Ziel. Da auch die Zuschauer etwas Spass und keine Langweile haben sollen, überquert man bei circa 3 km zum ersten Mal Start und Ziel um eine Wendepunktstrecke entgegen der Startrichtung in Angriff zu nehmen. Wie nicht anders erwartet ging es diesmal bis Kilometer vier leicht bergab um nach dem Wendepunkt mit einem steilen Anstieg in Richtung Ziel die erste Runde bei Kilometer fünf zu beenden. Für die Zehnkilometerläufer ging es dann noch mal auf dieselbe 5 Km Runde. Auf Grund der Streckenführung kamen lediglich circa 50 Teilnehmer über 10 Km ins Ziel. Die Mehrheit entschied sich für die 5km. Traditionell starteten die Kinder und Schüler sowie Bambinis zu den ihrer Altersklassen entsprechenden Strecken, bevor um 19.30 Uhr der gemeinsame „Startpfiff“ für die 5 und 10 Km ertönte. Zu Beginn des Rennens setzte ich mich mit Martin Schubert vom gesamten Feld ab. Ich versuchte ein kontrolliertes gleichmäßig hohes Tempo zu laufen. Nach sechs Kilometer zahlte sich meine Tempoarbeit dann aus. Im Ortskern konnte ich mich im Anstieg entscheidend lösen und den Lauf in neuer Streckenrekordzeit in 34,43 min mit 36 Sekunden Vorsprung gewinnen. Zur Belohnung konnte ich dann einen Pokal sowie einen „Fresskorb“ für den hungrigen Wolf mit nach Hause nehmen. Am 13.6. geht es für mich nach Gelsenkirchen in die Veltins Arena zu einem Staffellauf bei der ich für die Firma Brooks starten darf. Dort erwaten uns circa 6000 weitere Läufer darunter auch einige Prominente wie Dieter Baumann, Jan Frodeno und Sabrina Mockenhaupt um nur einige zu nennen. Es wird bestimmt ein spannendes Rennen um den Sieg und ich hoffe, dass ich unser Team dementsprechend stärken kann.
14.06.2009 Taunussteiner Waldlauf Martin Skalsky

14.06.09 Gefangen im Sommer(form)loch

Martin beim Taunussteiner Waldlauf.
Obwohl der Sommer noch nicht so richtig begonnen hat, stecke ich schon mittendrin – im Sommer(form)loch. Bereits die letzten Tage signalisierte mir mein Körper den Wunsch nach einer Laufpause. Bis Taunusstein wird’s noch oder wieder gehen, dachte ich mir und trainierte munter weiter.
„Was jammert der den, der ist doch 2ter geworden“ könnte man jetzt meinen, doch die Formkurve zeigt nach den guten aber auch zahlreichen Läufen langsam nach unten.
Doch der Reihe nach. Am frühen Sonntagmorgen machte ich mich bei bestem Wetter auf zum Schulzentrum nach Taunusstein. Hier war zur heutigen 22.Auflage des Waldlaufes durch den Lauftreff Neuhof alles bestens organisiert. Schnelle Startnummernausgabe, umziehen und schon ging’s gemeinsam mit Dirk Meyer zum Einlaufen. Dirk hat hier ein Heimspiel, wohnt er doch nur 2km von Start/Ziel entfernt und ein Streckenabschnitt verläuft fast durch seinen Vorgarten. Bereits hier lief ich sehr unrund, aber ich schob es auf eine der vielen Bratwürste von der Grillschlacht am Vorabend und hoffte das sich das während des Laufes legen würde. Nachdem Startschuss setzte sich sogleich eine Dreiergruppe mit dem späteren Sieger Yannik Ernst und mir vom Rest des Feldes ab. Bei ca. km 5 musste ich diesen dann kampflos ziehen lassen, es war nix da um dagegen halten zu können. Es sei jedoch betont, dass es selbst in Topform schwer gewesen wäre, dem erst 19 Jahre alten Sieger von der TV Waldstrasse Paroli zu bieten. Mit einem lockeren Laufstil zog er den Lauf durch und sah auch danach kein bisschen kaputt aus.
Am letzten Anstieg, bei km 13 war die Luft dann entgültig raus, ich wäre am liebsten gegangen, was mir dann aber angesichts der dort stehenden Zuschauer doch zu peinlich war. Glücklicherweise hatte ich nach hinten ein wenig Luft und  so erreichte ich in glatten 53min, nach 15km als Zweiter das Ziel, gut 1:20min langsamer als im Vorjahr. Auf den Sieger fehlten mir 2min, den selben Vorsprung hatte ich auf den Dritten.
Schade, dass bei der diesjährigen Auflage, trotz optimalen Bedingungen gut 100 Läufer weniger am Start waren, als im Vorjahr. Immerhin gibt es einen Teilnehmer der bei allen 22. Auflagen des Waldlaufes dabei war. Erfreulich hingegen, dass in diesem Jahr bei vielen Laufveranstaltungen vermehrt wieder starke junge Läufer anzutreffen sind.
Dem Ruf meines Körpers werde ich nun nachkommen und die Laufschuhe erst mal für zwei Wochen stehen lassen – man kann ja auch noch Radfahren J

20.06.09 Wallertheim Thortsen Ruthart 20.06.09 - Der Wingertscup ging in die 2. Runde in Wallertheim........ und wir 2 Wölfe (Michael Heid und Thorsten Ruthard) haben auch diese welligen, verwinkelten und mit je 1 langen Anstieg pro Runde versehenen 10 Km in Angriff genommen. Wie schon in Hahnheim Mitte April aber wieder mit ganz unterschiedlichen Anspüchen, nur diesmal genau anders herum.Ich befinde mich wieder im Aufwind und komme immer besser in Fahrt und Michael hat sich wahrscheinlich eine Überreizung im Hüftbereich beim Mittelrheinhalbmarathon zugezogen.Dadurch bedingt lief Michael nur durch, damit er in der Wertung bleibt. Es wäre wirklich eine Überlegung wert, das vom Veranstalter dieser schönen Cupwertung ein einfaches Punktesystem mit Streichergebnis eingeführt wird. Michael wurde joggenderweise in 45:42 min leider in der Cupwertung auf Platz 5 jetzt eingereiht, aber da ist noch nicht das letzte Wort gesprochen, so wie ich Michael kenne.Vorne lief Christian Klaproth ein tolles Rennen in 36:22 min und baute seine Cupführung weiter aus. Er ließ sich auch nicht durch einen jungen Mittelstreckler aus Nackenheim am Anfang aus der Ruhe bringen.
Mit diesem musste sich eine Zeit lang ein wieder erstarkter Mario Müller beschäftigen. Ende der ersten 5-km-Runde lief Mario eine leichte Führung heraus, musste aber in der zweiten Runde an dem ca. 700 m langen Anstieg in die Weinberge doch die Jugend ziehen lassen. Damit ging der zweite Platz an Tim Madalinski in 36:45 min und Mario kam in 36:50 min als Dritter ins Ziel.
Ich kam mal wieder wie in Hahnheim als Vierter in 37:32 min ins Ziel, nachdem ich bis km 4 dran war, dann abreissen lassen musste und mich am Ende immer weiter rangearbeitet hatte.  Das ich aber wieder in aufsteigender Form bin, zeigt mein Rückstand von nur 42 sec auf Mario, was in Hahnheim noch 3:15 min war.In der Cupwertung bleibt Christian Klaproth der Führende, hinter ihm tat sich aber durch das verletzungsbedingte Joggen von Michael einiges. Mario Müller steht jetzt auf dem zweiten, ich auf dem dritten Platz. Aber wie hat Micheal vor Hahnheim zu mir gesagt: Der Cup geht das ganze Jahr und da kann so viel passieren. Also warten wir es ab, was im Oktober beim 3. Wertungslauf in Zornheim passiert bzw. ob da alle fit sind. Zu den Organisatoren von Wallertheim ist noch zu sagen: Gute Durchführung des Laufes und ihr passt gut in den Cup; nur müsst ihr euch für 2010 aufgrund des gleichen Termines mit dem 3-Brücken-Lauf im Johannisfest einen anderen Termin suchen und eine schnellere Siegerehrung wäre wünschenswert (16:30 Uhr Start und erst 19:00 Uhr Siegerehrung).
20.06.09 Meschede Simon Hoyden 20.-06.2009 -. Westdeutsche Meisterschaften im Berglauf in Meschede- Calle Am 20.06.2009 fanden in Meschede- Calle im Hochsauerlandkreis die Westdeutschen Berglaufmeisterschaften statt. Im Vorfeld wurde in der Ausschreibung diese Gegend, als
„Caller- Schweiz“ im Land der 1000 Berge beschrieben. Über 9,7 km führte die Strecke vom Ortskern in Calle (281 m) auf die Markshöhe in Oesterberge (584 m). Der Meldeliste konnte man entnehmen, dass das Starterfeld hochkarätig besetzt war, vornehmlich mit staken Läufern und Läuferinnen von Vereinen aus dem Landesverband Westfalen. Eine Stunde vor dem Lauf stellte der Moderator einige Athleten vor und schilderte, das insgesamt circa 15- 20 Läufer am Start sind mit einer Bestzeit von 31,30 min bis 33 min über 10km. Darüber hinaus würde der Streckenrekord der seit 2006 bei 37,19 min steht erheblich wackeln. Auch wenn ich unter den Top- Läufern genannt wurde, konzentrierte ich mich auf eine Platzierung um die Top 15.Pünktlich erfolgte der Startschuss um 10.30 Uhr. Sofort ging es mit einem hohen Tempo auf die erste kleinere Steigung zu, in der sich eine Spitzengruppe bestehend aus 3 Läufern leicht absetzen konnte und bei Kilometer 2 einen Vorsprung von 10 Sekunden herausgelaufen hatte. Zu meiner eigenen Überraschung führte ich das Verfolgerfeld an und überquerte die 2 km in 6,36 min und konnte schließlich im zweiten Steilstück bei Kilometer 4 zur Spitzengruppe aufschließen. Leider konnte ich durch eine Tempoverschärfung die Spitzengruppe nicht halten und lief ab km 6 mein eigenes Tempo, und konnte so noch einige Kraftreserven sparen. Zwischen den Kilometern 7 und 8 begann der Schlussanstieg und ich konnte im steilsten Streckenabschnitt enorm viel Zeit gut machen und mich bis Kilometer 9 an den bis dato führenden in der Juniorenklasse herankämpfen. Leider konnte ich im 250m langen Schlussspurt bergauf nicht mehr ganz mithalten. Allerdings überwiegte an diesem Tag meine Freude über diese Leistung in diesem starken Starterfeld, die weder ich mir selbst oder meine Freundin noch andere Trainer sowie Teilnehmer zugetraut hätten. Kurz nachdem Zieleinlauf war ich überglücklich über den 4. Rang im Gesamteinlauf und mit winzigen 2,5 Sekunden Rückstand auf den Juniorensieger kann ich mich jetzt „Vize- Westdeutschermeister im Berglauf in der Juniorenklasse nennen“!Gesamtsieger wurde dann schließlich doch der Top- Favorit Michael Brand mit neuer Streckenrekordzeit von 35,46 min.
Ich konnte mit meiner gelaufenen Zeit von 36,28 min ebenfalls sehr zufrieden sein, war diese doch circa 50 Sekunden schneller als der bisherige Streckenrekord.Am Ende liefen die ersten 10 Läufer unter der bisherigen Streckenrekordzeit!Bei den Frauen konnte, die renommierte und bekannte Verena Dreier von der LG Sieg deutlich gewinnen.Eindrucksvoll auch die Vorstellung der Juniorenklasseläufer, die im vorderen Teil der Ergebnislisten zu finden sind, und mal wieder beweist das wir genug Talente und Leistungssporttreibende Jugendliche in Deutschland haben, die es gilt zu fördern!!!

21.06.2009 Duathlon Helmut Becker

Duathlon am 21.06.09 in Wiesbaden Kloppenheim
Martin und Helmut auf Abwegen

Auf Mallorca beim Lauftraining haben Martin und ich schon die eine oder andere Runde zusammen auf dem Rennrad gedreht. Allerdings mit einer ganz unterschiedlichen Motivation. Während Martin mit dem Radfahren eher die Zeit bis zum nächsten Lauftraining überbrückte, ging es mir darum, meine Grundlage wieder aufzubauen. Durch die permanenten Erkältungen im Winter hatte ich von Ende November bis kurz vor dem Urlaub weniger als 50 Laufkilometer zusammen gebracht also auf deutsch gar nichts gemacht. Schon während des Urlaubes hatte ich Martin von dem Duathlon Kloppenheim erzählt, an dem ich mehrfach teilgenommen habe. Als dieser Duathlon jetzt vor der Tür stand habe ich Martin noch einmal daran erinnert und er hat sich dann auch für die Teilnahme entschieden, um mal was anderes zu machen und etwas Abstand vom reinen Laufen zu bekommen (siehe sein Bericht zu Taunusstein).
Schon beim Einstellen unserer Rennräder in der Wechselzone wurde ich daran erinnert, wie sehr sich der Duathlon in Kloppenheim verändert hat. Vor wenigen Jahren war es noch mehr eine Insiderveranstaltung, an der eher radelnde Läufer teilgenommen haben. Heute ist man als Läufer eher in der Minderheit und der größere Teilnehmerkreis kommt eher aus dem Duathlon- bzw. Triathlonbereich. Das hat aber auch zu einer deutlichen Steigerung der Qualität geführt. Während heute bei vielen Laufveranstaltungen eine Zunahme der Teilnehmer bei gleichzeitiger Verschlechterung der Durchschnittszeit (Addierung der Zeiten aller Läufer/innen geteilt durch deren Anzahl) zu beobachten ist, wird bei dem Duathlon in Kloppenheim die Spitze immer breiter. Das ist auch an dem Fuhrpark zu beobachten. Martin und ich haben schon sehr schöne Rennräder aber im Vergleich zu denen der anderen Teilnehmer/innen liegen unsere eher in der unteren Preisregion. Fairerweise will ich aber auch gleich noch sagen, dass die Jungs und Mädels mit diesen Räder auch richtig sackeschnell fahren. Selbst mit Rädern unserer Kategorie würden Martin und ich gegen die Spitzenleute keinen Stich machen, weil wir einfach zu wenig Radkilometer in den Beinen haben. Beim Radfahren merkt man meiner Meinung noch mehr als beim Laufen, wie viel jemand trainiert hat. Klar macht auch hier Talent einen Unterschied aber Fleiß wird beim Radfahren scheinbar noch mehr belohnt als beim Laufen.

Als um 10 Uhr das Rennen gestartet wurde waren es ideale Bedingungen: ca. 17°C trocken und wenig Wind. Die Laufstrecke ist ca. 5 km lang und geht gleich vom Ort raus in die Felder. Nach ca. 2 flachen Kilometern geht es eine steile Rampe mit ca. 60 Höhenmetern rauf und dann sanft bergab zurück in die Wechselzone. Martin hatte sich beim Lauf verständlicherweise ganz vorne eingereiht und kam als 2ter in die Wechselzone. Ich bin mit etwas angezogener Handbremse gelaufen, um noch Kraft für den 2ten Lauf zu haben. Von daher kam ich ca. 3 Minuten nach Martin in 20:31 in die Wechselzone. Im Unterschied zu Martin und den allermeisten Teilnehmern hatte ich mich dazu entschieden, mit Laufschuhen d.h. mit Körbchen zu fahren und nicht auf die Radschuhe zu wechseln, weil ich beim Wechseln einfach zu lange rumbummle. Auf dem Rad habe ich mich sehr gut gefühlt und für die ca. 24 Kilometer ca. 47 Minuten gebraucht. Die Radstrecke ist noch anspruchsvoller als die Laufstrecke, d.h. mit diversen Anstiegen gespickt, was mir aber auch entgegenkommt. Windschattenfahren ist ja nicht erlaubt aber es haben sich dann doch drei andere Teilnehmer gefunden, die etwa mein Tempo gefahren sind. Das sah dann immer so aus, dass sie bergab und im Flachen an mir vorbeigefahren sind und einen Vorsprung von 50 bis 100 Metern hatten. Bei der nächsten Steigung habe ich sie dann wieder überholt und haben denselben Vorsprung rausgefahren. Irgendwann muß ich mir auch mal von Christian zeigen lassen, was ich machen muß, damit ich auch im Flachen und bergab in Relation so gut wie bergauf fahren kann. Auf dem Rad war Martin ca. 2 Minuten schneller unterwegs als ich und wir wurden beide von mehreren Teilnehmern überholt. Martin ist auf Platz 9 zurückgefallen und ich ca. auf Platz 24. Beim abschließenden Laufen haben wir dann aber wieder ein paar Plätze gut gemacht und gezeigt, dass uns der Wechsel vom Rad zum Laufen von der Uhr her keine Probleme bereitet (gefühlt aber schon). Ich bin die zweite Runde sogar einen Tick schneller als die erste Runde gelaufen, wobei mir meine innere Uhr was anderes sagte. Am Berg hatte ich sogar den Eindruck zu stehen und auch bergab wollte es nicht so richtig rollen, aber die Stoppuhr sagte halt was anderes. Martin wurde am Ende Gesamt 6ter in 1:21:39 und ich belegte den 18ten Platz in 1:29:17. Ich denke, dass man Martin seine Platzierung und seine Zeit an dem Abstand zum Sieger Heimo Kiefer von Skills Frankfurt (1:17:20) als eine sehr starke Leistung anerkennen kann. Denn wenn er auf einen so bekannten und erfolgreichen Duathleten „nur“ 4 Minuten Rückstand hat (davon sicherlich alleine 30 Sekunden durch die größere Erfahrung beim Wechseln und der Rest durchs Radfahren), kann man ganz sicher davon ausgehen, dass Martin nicht nur beim Laufen sondern auch beim Duathlon ein großes Talent ist.

28.06.2009 Spessart-Bike-Marathon Helmut Becker

28.06.2009 - Spessart-Bike-Marathon - Lehrjahre sind keine Herrenjahre

Nach ca. 21 Jahren Laufen habe ich einfach Lust, noch etwas Anderes zusätzlich zum Laufen zu machen. Das bedeutet für mich aber auch, dass ich das Laufen im Umfang reduziere, da ich nicht mehr als eine Stunde pro Tag im Schnitt Zeit fürs Sporteln habe. Da mir Radfahren schon immer Spaß gemacht hat und es im Wald stressfreier als auf der Straße mit den zum Teil rücksichtslosen Autofahrern sein sollte, habe ich das MTB-Fahren für eine gute Ergänzung zum Laufen gehalten. Im Frühjahr habe ich mir daher ein sehr schönes Mountainbike bei Torsten Schey von Cycle Planet hier in Mainz zugelegt (von Specialized das 2009er Epic). Mit dem neuen Rad hatte ich dann auch keine Ausrede mehr, warum ich nicht mit einem guten Freund nach Frammersbach zum Spessart-Bike-Marathon kommen sollte. Außerdem habe ich in diesem Jahr auf dem Rad mehr Kilometer als sonst zusammengebracht (ca. 1500 km), wobei dafür das Laufen deutlich weniger ist (im ersten Halbjahr ca. 600 km). Ich habe somit auch gar nicht weiter drüber nachgedacht und sagte ihm, dass er mich halt anmelden sollte. Die ersten Sorgen kamen mir als ich mir nach der Anmeldung das Streckenprofil anschaute:

Tja, was soll man zu dem Sägezahnprofil noch sagen? Ich versuchte mich selber zu motivieren, indem ich mir sagte: „Bergauf kommst du gut mit und bergab geht auch schon irgendwie“. Aber so richtig konnte ich selber nicht dran glauben, denn ich habe dann auch noch weiter im Internet gestöbert und gesehen, dass die Bergab-Passagen zum größeren Teil Downhill sind. Das hatte ich im Grunde noch nie geübt, da ich mich, wenn ich in der Umgebung von Mainz überhaupt einen Wald finde, eher auf Forststraßen fortbewege. Außerdem war es mein erster Radwettkampf…

Als dann am 28.06.09 am frühen Morgen der Startschuß gegen 8h45 fiel, bin ich als Vorletzter über die Startlinie gerollt. Ich habe mich bewusst ganz hinten angestellt, um keinem im Weg zu sein. Im Nachhinein war dies ein Fehler, da es gleich nach dem Start in eine lange Steigung geht, an der ich nur mühsam im Pulk überholen konnte. Auf der anderen Seite hat es mich vielleicht auch davor bewahrt, gleich zu überziehen. Als es dann in die erste Downhillpassage ging, habe ich mich an meine Anfänge als Skifahrer erinnert. Meine Freunde, die Skifahren konnten, hatten mich gleich an eine schwarze Piste gestellt und gemeint: „Fahr halt mal“. Genau wie damals bin ich heil

runtergekommen, habe aber den Verkehr aufgehalten, da ich mich nicht getraut habe, die Kiste einfach laufen zu lassen. Aber gut irgendwann kam dann ja schon wieder die nächste Steigung und ich habe schnell wieder die eingesammelt, die mich bergab überholt haben. An der ersten Verpflegungssstelle bei Kilometer 25 habe ich mich dann auch gut eingedeckt. Es waren zwar nur ca. 20°C aber eine sehr hohe Luftfeuchte. Durch den vielen Regen in den Tagen davor, waren die Wege auch ziemlich nass, d.h. das Fahren hat noch mehr Körner als sonst gekostet. Bis Kilometer 30 hatte ich mich dann etwa ins Mittelfeld vorgearbeitet, als ich merkte, dass am Hinterrad was nicht stimmt. Ich hatte davor schon einige überholt, die einen Platten hatten und nun hatte es mich getroffen. Jetzt war halt Schlauchwechseln für mich angesagt. Das hatte ich länger schon nicht mehr machen müssen und als ich den neuen Schlauch dann drin und mit meiner Minipumpe fast aufgepumpt hatte, merkte ich, dass das Ventil zu schief stand. Das war mir dann doch zu riskant und ich habe noch einmal die Luft abgelassen, das Ventil gerichtet und noch einmal aufgepumpt. Ich habe bewusst nicht die Stoppuhr gedrückt und kann somit nicht sagen, wie lange es gedauert hat, aber gefühlt waren es Ewigkeiten. Ich musste auch an Norman Stadler denken, der auf Hawaii einen Platten und wegen des Gewichtes kein Werkzeug dabei hatte und fluchend mit einem Stöckchen an dem Mantel rumstocherte. Da habe ich mich fast schon gefreut, dass ich im Unterschied zu ihm alles dabei hatte. Während ich mit den Gedanken am Wegesrand den Platten repariert habe, sind so gut wie alle, die ich vorher überholt habe, an mir vorbeigerauscht. Somit war dann auch bei mir irgendwie die Luft raus. Mein Ziel war jetzt nur noch mit einigermaßen Anstand heil ins Ziel zu kommen, denn den einen oder anderen Sturz gab es natürlich auch auf der Strecke.
Am Ende habe ich für die ca. 64 km und ca. 1650 HM 4h14 gebraucht und bin Gesamt 841ter bei 1036 Teilnehmer geworden. Die Belastung bzw. Zeit ist in etwa mit einem Marathon zu vergleichen, d.h. die Besten haben etwa 2h20 gebraucht, wobei das im Laufen durchaus mit der deutschen Spitze zu vergleichen ist. Somit bin ich mit meiner Zeit selbst unter Berücksichtigung der Panne nicht zufrieden. Mein alter Spruch: „die Rennen werden bergauf gewonnen“ habe ich bei dem Rennen begraben, denn es wird bergauf und bergab gewonnen. Es gibt keine Pause, du bis immer gefordert. Es ist echt der Hammer, was ich bergab verloren habe. Eine Forststraße bergab fahren geht ja noch für mich, aber die Downhills haben mir echt den Zahn gezogen. Wenn ich in Summe schneller werden will, müsste ich auch noch Techniktraining fürs Bergabfahren machen. Ob ich dazu Lust und Zeit habe, weiß ich noch nicht. Aber ich weiß schon, dass es nicht mein letztes Rennen war. Frammersbach stellt da eine ganz tolle Veranstaltung auf die Beine. Das Niveau der Organisation ist enorm hoch und für mich durchaus mit dem Marathonlauf von Frankfurt vergleichbar. Es ist beeindruckend wie viele Helfer gut koordiniert dazu beitragen, dass sich die Radler aufs Fahren konzentrieren können. Auch das Publikum vor allem am Grabig ist beeindruckend. Da fährt (oder schiebt…) man durch eine schmale Menschengasse eine Rampe von ca. 20% rauf und es fallen einem wegen der akustischen Unterstützung fast die Ohren ab. Besser kann man so eine Veranstaltung nicht machen. Schaun mer daher mal, wie es nächstes Jahr aussieht, denn eine Rechnung habe ich dort noch zu begleichen…

29.06.2009 Mainspitzlauf Martin Skalsky

29.06.09 Erfolg beim Mainspitzlauf
Der kurzen zweiwöchigen Trainingspause, die ich nur durch den Ausflug zum Duathlon (siehe Helmuts Bericht) unterbrach, folgte mit der Teilnahme am 5. Mainspitzlauf des
TV Bischofsheim der Wiedereinstieg. Am Morgen des Laufes stand ich noch zwischen der Entscheidung mit einem langem Trainingslauf oder dem kurzen Volkslauf über 10km den Sportbetrieb wiederaufzunehmen. Durch das schwüle Wetter und meiner Faulheit viel die Wahl schnell auf den Mainspitzlauf. Also schwang ich mich aufs Rad und radelte die 5km an die Sporthalle des Veranstalters. Schon beim Einlaufen war es drückend warm und Petrus schien sich noch nicht ganz sicher zu sein, ob er uns zum Start des Laufes ein Gewitter oder Sonnenschein schenken sollte, entscheid sich dann aber doch für das letztere. Leider fanden sich erschreckend wenig Teilnehmer zu dem Lauf über die 10km ein, es dürften so 80 gewesen sein. Mit etwas Verzögerung, da noch nicht alle Läufer vom zuvor gestarteten 5km Lauf das Ziel erreicht hatten, ging es gegen 11:30 Uhr los. Nach dem ersten km durch den Ort ging es raus in die Felder zwischen Bischofsheim und Ginsheim.

Der Untergrund wechselte zwischen Asphalt, Feldweg und Graspiste. Die 5km Marke, die zwar nicht ausgezeichnet war, die mir aber der vorrausfahrende Radler anhand seines Tachos zurief, passierte ich in 16:48min. Bereits hier war hinter mir keiner mehr zu sehen. Bei km 8 ging es zurück in den Ort und über verwinkelte Gassen und ständige Richtungswechsel zurück zum Ziel vor der Sporthalle. Das erreichte ich und die abgezählten 9997 Insekten die an mir klebten in 32:35min als Erster. Laut dem Tacho des Radlers hatte die Strecke eine Länge von 9,75km. Mit der Zeit bin ich mehr als zufrieden. Nach kurzer Wartezeit folgte die Siegerehrung mit Pokal und T-Shirt, auf dem sich auch das Logo eines mir gänzlich unbekannten Lauffachgeschäftes in Mainz-Bretzenheim, Südring 96 befand. „Wolfis Jogging Welt“ oder so, muß noch mal genauer hinschauen...
Insgesamt eine schöne Veranstaltung, mit sehr bemühten Helfern, die ein paar mehr Teilnehmer verdient gehabt hätte.

   
   
   

 

Juli

Datum Bericht
03 & 05.07.09 Mittsommerlauf Wallau und TGM-Lauf Gonsenheim Martin Skalsky,

03.& 05.07.09 Doppelpack

Bevor das Kilometersammeln als Vorbereitung auf den Herbstmarathon wieder losgeht, tobte Teammitglied Martin sich am Wochenende noch mal aus. Eigentlich wollte ich von 3 Läufen an 6 Tagen berichten, aber da ich gestern(08.07.09) nach der Arbeit auf dem Sofa einschlief, verpennte ich das Abendsportfest und somit das 5000m Bahnrennen in Trebur.
Los ging es am Freitag, den 3. Juli mit dem Wallauer Mittsommerlauf über 10km. Wallau bekannt als passionierter Läuferort, haben dort doch schon Tausende wahre Einkaufsmarathons in dem dort ansässigen schwedischen Möbelhaus zurückgelegt.
Direkt von der Arbeit machte ich mich auf zur Ländcheshalle, einst Spielstätte einer der erfolgreichsten deutschen Handballvereine, wo sich die Startnummernausgabe befand. Auf dem Sportplatz gegenüber befand sich der großzügige Start/Zielbereich samt Catering. Hier war bei verschiedenen Schülerläufen schon eine Menge los.
Beim Einlaufen, auf dem laut Ausschreibung flachen Rundkurs (Hallo!!! Diese Strecke als flach zu bezeichnen, ist als würde ich das von der Figur von Pamela Anderson behaupten), traf ich den Siggi Quoika, der mir bereits den späteren Sieger vorhersagte. Ich nahm mir zwar vor seine Vorhersage zu widerlegen, er sollte jedoch recht behalten. Mit dem jungen Marokkaner Charai Abderrazzak von der TuS Eintracht Wiesbaden, konnte ich von Beginn an nicht mithalten. Er entschied die 10km in 32:30min für sich. Ich hatte bei schwülen Temperaturen auf den letzten Kilometern etwas Probleme das Tempo hoch zu halten und belegte in 33:44min den 2.Platz. Mit insgesamt 2185 Teilnehmern, davon 1400 beim 10km Hauptlauf ist der Wallauer Lauf schon einer der größeren Läufe der Region. Unter den Läufern auch Bundesligaschiri Lutz Wagner(55:27) und der vielfache Ex-Handballnationalspieler Jan-Olaf Immel(50:17). Trotz der Fülle an Teilnehmern gelang es dem Veranstalter einen gemütlichen Rahmen zu schaffen.

Am Sonntag, ging es dann mit dem Lauf durch den Lennebergwald der Turngemeinde Gonsenheim weiter. Da Neu-Wolf Simon viel Druck machte, konnte ich eine persönliche TGM-Lauf-Bestzeit von 33:34min erzielen und belegte den 1. Platz. (ausführlicheres im Bericht von Heinz)
Nicht minder anstrengend war der anschließende Support für die Laufladenmitarbeiter Zille und Mark, sowie unseren Leitwolf Michael an der Laufstrecke des Frankfurter Ironman.

05.07.2009 TGM Lauf Gonsenheim Dr. Heinz Klink

05.07.09 - 7. Gun­se­nu­mer TGM-Lauf 2009 - 3. Teil des Et­ap­pen-Ma­ra­thons

Ent­spre­chend der Tra­di­ti­on der ers­ten Jah­re wie­der An­fang Ju­li und nicht wie im ver­gan­ge­nen Jahr we­gen der frü­hen Som­mer­fe­ri­en erst An­fang Au­gust, fand ges­tern am 5. Ju­li der 7. Gun­se­nu­mer TGM-Lauf be­ste­hend aus 500 m Bam­bi­ni­lauf und zwei Haupt­läu­fen über 5 und 10 km im Len­ne­berg­wald statt. Si­cher auch durch die Ein­bin­dung in den Et­ap­pen-Ma­ra­thon war die Teil­neh­mer­zahl zum Vor­jahr stark an­ge­stie­gen.

In mei­nem Be­richt zum 6. Gun­se­nu­mer TGM Lauf 2008 ha­be ich dem Ver­an­stal­ter noch an­stei­gen­de Teil­neh­mer­zahlen ge­wünscht. Vor ei­nem Jahr über­quer­ten 170 Fi­nis­her beim 10er und 59 beim 5er die Ziel­li­nie. Nun wa­ren es statt­li­che 272 bzw. 87 Läu­fe­rin­nen und Läu­fer. Nicht nur mit­ten­drin, son­dern auch vor­ne da­bei, das Wolfs Run­ning Team. Mar­tin sieg­te über die 10 km in schnel­len 33:34 min, un­mit­tel­bar ge­folgt von Si­mon auf Platz 2 in 34:18 min. Hel­mut be­leg­te mit we­nig Lauf­trai­ning in die­sem Jahr Platz 12, kurz da­hin­ter un­ser Wie­de­reins­tei­ger Jo­chen auf Platz 15 in glat­ten 40 min und kurz ­hin­ter ihm lief Mi­chael in 40:45 min auf Platz 17. Ich war im­mer­hin ei­ni­ge Se­kun­den schnel­ler als bei mei­nem Wie­de­reins­tieg nach Ver­let­zungs­pau­se in 2008, aber Trai­ning kann eben nicht durch Ar­beit am Schreib­tisch und "Dienst" an der Wi­ckel­kom­mo­de er­setzt wer­den. Des­halb könn­te ich mit Platz 40 in 43:39 min ei­gent­lich zu­frie­den sein, wenn mich nicht mein sport­li­cher Ehr­geiz an­trei­ben wür­de. Es kom­men auch wie­der bes­se­re, bzw. schnel­le­re Zei­ten.

Lo­bend er­wäh­nen muss man ein­fach wie­der ein­mal die her­vor­ra­gen­de Or­ga­ni­sa­ti­on, ein ein­fa­ches Mel­de­sys­tem über die ein­wand­freie Home­page des Ver­eins oder über den Et­ap­pen-Ma­ra­thon und die kur­zen We­ge im Start-/Ziel­be­reich. Durch zahl­rei­che Stre­cken­pos­ten sowie et­li­che Sä­cke Sä­ge­späne war die Laufstre­cke ein­wand­frei und nar­ren­si­cher ge­kenn­zeich­net. Selbst ein "Be­sen­wa­gen" war im Ein­satz. Schon zum In­ven­tar die­ses Lau­fes zäh­len die an­spor­nen­den Aus­hän­ge an den Bäu­men links und rechts der Stre­cke im Wald. "Car­pe Diem", al­so nut­ze den Tag, regt so­gar noch zum Grü­beln an, wäh­rend man über "Lau­fen oh­ne Schnau­fen" an der Stei­gung im hin­te­ren Teil der Stre­cke nur schmun­zeln kann. Oder ist dies dort je­man­dem ge­lun­gen?

Eben­falls schon Tra­di­ti­on hat die kos­ten­lo­se Läu­fer­bre­zel nach dem Lauf und ei­ne ra­send schnel­le Be­richt­er­stat­tung. Be­reits am Abend sind die voll­stän­di­gen Wett­kamp­fer­geb­nis­se im In­ter­net, eben­so zahl­rei­che Bil­der der Ver­an­stal­tung auf der Home­page und schon am nächs­ten Mor­gen ein Ar­ti­kel in der ört­li­che Ta­ges­zei­tung. Selbst die Wer­tung nach dem 3. Teil des Et­ap­pen Ma­ra­thons war be­reits am nächs­ten Tag on­line. Des­halb zum Schluss ein gro­ßes Dan­ke schön an al­le Be­tei­lig­ten und auf ein Wi­eder­se­hen in 2010.

12.07.2009 Roth Challenge Christoph Steurenthaler

Challenge Roth 12.07.2009

Genügen drei Monate Vorbereitung für eine Langdistanz? Das war die große Frage. Die letzte Examensprüfung war Ende März und so begann ich ab April mit dem Training.
Die Vorbereitungswettkämpfe in Mußbach und Maxdorf verliefen ganz ordentlich. In Maxdorf war ich vor allem mit meiner Laufleistung sehr zufrieden. Dafür war die Radzeit nicht so prickelnd. Aber es waren ja noch vier Wochen Zeit bis Roth.
Der letzte Testwettkampf in Simmern stimmte mich dann zuversichtlich.
Und schon war der große Tag gekommen. Und dieses Mal hatte ich keine Stabis gemacht... J.
Karin startete in der ersten Startgruppe und ich mit 35 Minuten Rückstand in der zweiten. Ich fühlte mich wirklich gut und freute mich auf den Wettkampf.
Doch bereits nach 1500 Metern, nicht mal der Hälfte der Schwimmstrecke, bekam ich starke Wadenkrämpfe, warum auch immer. Außerdem kam mir das Frühstück hoch. Prima. Von Krämpfen geplagt erreichte ich nach selbst für mich enttäuschenden 1:06 Stunden den Schwimmausstieg, schnappte meinen Kleiderbeutel und stolperte ins Wechselzelt. Dort nahm ich erstmal auf einer Bank Platz und versuchte die CEP-Socken anzuziehen. Das war mit Krampfansätzen bis hoch zum Oberschenkelbeuger gar nicht so einfach. Außerdem wurde mir erst jetzt bewußt, dass ich vor Kälte zitterte. Endlich hatte ich die Socken an, den Neo im Beutel verstaut und los gings zum Rad. Bibbernd fuhr ich los.

Den Boxenstopp an den Toi-Tois hatte ich verpasst und so hielt ich kurz nach der Schleuse und der Durchfahrt durch Haimpfarrich im Wald (1. Stopp). Die erste Stunde auf dem Rad fror ich wie ein Schneider und hatte überhaupt kein Gefühl für meine Beine (zu schnell, zu langsam? Keine Ahnung). Außerdem musste ich ständig gähnen, was wohl auch mit der Kälte zu tun hatte. Dazu nervte mich bereits nach fünf Minuten das Oberrohrtäschchen mit den Gels, weil ich bei jeder Pedalumdrehung mit den Knien anstieß und ich entsorgte es umgehend. Bei der Aktion verlor ich zwei Gels. Aber das war mir in dem Moment absolut „Wurscht“.
Aus der ersten Runde erinnere ich mich nur noch an die Gänsehautstimmung am Solarer Berg. Außerdem weiß ich noch, dass ich ein weiteres Mal anhielt (bei Kälte macht sich meine Blase oft bemerkbar, fragt mal Karin J). Karin hatte ich bis dahin nicht gesehen. Sie schien flott unterwegs zu sein.
Und auch zu Beginn der zweiten Runde hielt ich an der selben Stelle nach Haimpfarrich und wässerte den Wald. Insgesamt mußte ich auf der Radstrecke fünf Mal. Selbst für mich ist das nicht normal. Die Radkilometer 100 – 180 waren die reine Qual. Der Rücken tat weh, Wind kam auf, es machte überhaupt keinen Spaß, ich hatte keine Kraft... Alles doof. Aber echt. Und die Versorgung auf der Strecke mit High Five mochte mein Darm nicht und beschwerte sich gasförmig. Karin hatte ich immer noch nicht eingeholt und langsam machte ich mir Gedanken: entweder war sie raus oder unheimlich schnell unterwegs.

Endlich erreichte ich die zweite Wechselzone nach 5:06. Ich war wirklich locker gefahren und für die ganzen Probleme war die Zeit erstaunlich gut. Doch wie ich den netten Helfern mein Rad übergab spürte ich meine verspannten Waden. Hart wie Beton fühlte sich das an. „Auf geht’s, nur noch laufen“ feuerten mich die Helfer an. Ich muß ziemlich verständnislos geschaut haben... Nur noch Laufen. Mit DEN Waden. Ich bin mir sicher, hätte ich die CEP-Socken nicht angehabt, ich hätte mit dem ersten Schritt einen Jahrhundert-Wadenkrampf bekommen. Also rein in die Laufschuhe, Besuch bei Toi-Toi (6.Stopp), wenn ich schon mal da bin J, und los gings. Oh fühlte sich das Sch... an. Man, man, man... Immerhin tat mein Rücken nicht so weh wie 2006, dank x-Mal dehnen auf dem Rad und der gesparten Stabis vor dem Rennen. Naja, der Rest ist schnell erzählt. Den ersten Halbmarathon lief ich noch sehr gut (ich glaube in 1:35h). Gefühlt war das Tempo auch in Ordnung und unter „normalen“ Umständen (wobei: was ist normal in einer Langdistanz) hätte ich mir eine 4:30 im Schnitt pro Kilometer zugetraut, gerade nach der Laufleistung in Maxdorf, aber meine Waden fandens wohl doch zu schnell. Ach ja, Karin kam mir endlich bei Kilometer 14 entgegen, mit einem strahlenden Lächeln auf den Lippen. Ich war beruhigt, ihr ging es gut. Ich mußte sie auf der Radstrecke unbemerkt überholt haben. Jedenfalls machte ich bei KM 21 einen kurzen Stopp am Wegesrand. Das war keine sehr kluge Idee, denn meine Beine knickten beinahe unter mir ein. Ich ging einige Meter und schleppte mich dann den zweiten Halbmarathon deutlich langsamer über die Strecke. Nach 9:53 Stunden lief ich froh und erleichtert ins Ziel. Immerhin war ich unter zehn Stunden geblieben, Minimalziel erfüllt. Aber Spaß sieht anders aus und für die nächste Langdistanz trainiere ich ganz sicher mehr als nur drei Monate. Karin kam nicht lange nach mir ins Ziel mit neuer Bestzeit, 10:54 Stunden und vor allem neuer Marathon-Bestzeit, 3:49 Stunden. Nochmal schneller als letztes Jahr in Almere. Glückwunsch!

12.07.2009 Roth Karin Kerschensteiner 12.07.2009 Challenge Roth „mein erstes Heimspiel“Vorab ein dickes „SORRY“, dass der Bericht über Roth erst jetzt fertig wurde.
Habe den Prüfungen zum Semester Ende sowie der Hochzeit meines Besten Freundes und den damit verbundenen Vorbereitungen Vorrang geboten.Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, meine Erinnerungen an Roth sind taufrisch und  möchte daher versuchen diese in ein paar persönliche Zeilen zusammenzufassen.Wer mich ein bisschen besser kennt, wird wissen, das 2009 bis jetzt nicht gerade mein Glücksjahr war. Gravierende Gesundheitliche Rückschläge, Mühsamer Widereinstieg in den Sport, ein hartes Semester an der Uni und nicht zuletzt ein Radunfall zwei Wochen vor Roth haben mich oft zweifeln lassen überhaupt an den Start zu gehen. „Es soll dieses Jahr einfach nicht sein“ und ähnliche Gedanken haben sich in meinem Kopf abgespielt, aber mein Herz hat nie aufgehört zu kämpfen und für seine Leidenschaft zu schlagen.
Vor allem Christoph hat mich stets bestärkt in Roth zu starten, egal wie viele Rückschläge ich in der Vorbereitung in Kauf nehmen musste. Er hat stets gesagt „Du machst es doch für dich, du wolltest dir zeigen, dass du wieder gesund bist und den Weg zurück in den Sport gefunden hast“.
Als mein Fahrrad dann Termingenau vier Tage vor Roth fertig wurde, sollte es wohl doch so sein „ ICH STARTE IN ROTH!“In Bayern angekommen, habe ich es keine Sekunde bereut hier zu sein. Wir wohnten bei meiner Tante, die allem Anschein nach mehr nervös war als Christoph, Jens und ich zusammen. Das hat mich irgendwie beruhigt.
Sonntagmorgen um kurz nach drei, war’s dann aber doch „aus mit der Ruhe“. Im Halbschlaf gefrühstückt, Neo gepackt, ab nach Roth, noch mal zum Rad, Einlaufen, und ab in den Neo: noch 15 Min bis zum Start!
Trotz der schwarzen Gummischicht hatte ich Gänsehaut als ich zum Schwimmstart ging, ein letzter Kuss zu Christoph und ab jetzt war ich auf mich gestellt. „Karin, genieße den Tag, sei froh dass du hier bist und egal welche Zeit rauskommt, nach dem Jahr hast du gewonnen, wenn ich überhaupt ins Ziel kommst.“ Das habe ich mir selbst gesagt und kurz darauf ging’s auch schon los.
Schwimmen ging prima, und ich habe noch nie so viele Leute im Wasser überholt wie in Roth. Habe mich gut gefühlt und schnell meinen Rhythmus gefunden. Gut gelaunt erreichte ich also den Schwimmausstieg und wäre fast rückwärts wieder ins Wasser gefallen als ich auf meine Uhr guckte, 1:09 h sah und meinen Augen nicht traute. „Cool, das geht ja schon mal gut los“ dachte ich und eilte in die Wechselzone.
Dank der freundlichen Helfer ging’s flott aufs Rad. Am Anfang wollten sich wo ein paar Frauen direkt ein Rennen mit mir liefern. Jedes Mal wenn ich sie überholt habe, weil ich keine Lust auf Windschatten fahren habe, dauerte es nicht lange, und sie überholten zurück, allerdings scherten sie direkt vor mir ein, sodass ich jedes Mal abbremsen musste. Nach vier oder fünf solcher Aktionen war mir das dann doch zu blöd. Wohl wissend das 180km lang sind, habe ich mich zurückfallen lassen um mich auf meinen Rhythmus zu konzentrieren. Ab dann machte das radeln richtig Spass, nur fragte ich mich wo mein Freund bleibt, der mich bald mal überholen müsste. Bei km 100 etwa habe ich dann die „schnellen Mädels“ vom Anfang endgültig eingesammelt und etwas später von einem Vereinsmitglied erfahren, dass Christoph rechts rangefahren sei. Ab dem Moment glaubte ich er hatte eine Panne oder ist raus oder sonst was, da ich ja nicht ahnen konnte, dass mein Liebster in Roth einen neuen „Pinkelpausen“ Rekord aufstellen wollte. Schluss endlich hat er mich dann gegen Ende der zweiten Runde doch noch überholt und ich war beruhigt, dass er noch im Rennen ist. Das Radfahren war super, die Stimmung in Solar unglaublich und überhaupt ist mir kaum ein Hügel aufgefallen, weil überall so viele Leute waren. Sogar Greding, der längste Anstieg ist mir sehr leicht gefallen, da einen Die Fans förmlich hochgeschoben haben. Ich fühlte mich gut, habe meinen Speiseplan eingehalten und gemerkt, dass es doch besser läuft als erwartet.
Schneller als ich dachte landete ich in der zweiten Wechselzone, war auch hier über meine Radzeit sehr erfreut, da ich unter 6h geradelt bin und ich mit 6h15 gerechnet hatte. Noch schnell aufs Toi Toi und ab auf die Laufstrecke.
„Moment mal, meine Uhr sagt mir bisherige Gesamtzeit 7:04:00, das gibt’s ja nicht. Jetzt musst du Kämpfen Karin, dann schaffst du es doch tatsächlich unter 11h zu bleiben.“ Damit habe ich nicht gerechnet, aber wenn ich so eine Chance habe, wollte ich sie auch nutzen. Dass ich unter 4h in Ironman laufen kann, wusste ich aus Almere, und auch in der Vorbereitung für Roth habe ich mich beim Laufen am Sichersten gefühlt. Also habe ich beim Loslaufen beschlossen für sub 11h zu kämpfen. Km für km habe ich konstant meinen Laufsplit zwischen 5:20 und 5:30 abgespult, und mich auf meine Eltern gefreut, die irgendwo am Rand stehen mussten. Schon von weitem sah ich den blonden Lockenkopf meiner Mum und habe mich sooo gefreut sie zu sehen.  Mein kleiner Cousin hat mir ein Plakat gemalt und sogar mein Vater, Onkel, Tante und Nachbarn sind gekommen um mich anzufeuern.
Ich bin zuhause und das fühlt sich unglaublich gut an, ein Heimspiel, wie es schöner nicht hätte sein können. Bis km 20 lief es super und ich war überrascht, dass ich das Tempo so leicht halten konnte. Aber ab jetzt dachte ich doch ab und zu „Wann kommt der Einbruch? Wann das erste Tief“? Geprägt von Almere 2008, da ich da zwischen km 18 und 25 arg kämpfen musste. Aber auch bis km 30 lief es weiter nach Plan, zwar wurde es zunehmend anstrengender, die Beine schwerer, aber ich konnte das Tempo halte und mich motivieren so lange zu kämpfen wie möglich. Regelmäßiges Essen und Cola waren mehr als notwendig um auch den Kopf bei Laune zu halten. Als ich Jens gehen sah und er mich um Salz gebeten hat, habe ich ihm ohne zu überlegen meine Tabletten zugeworfen, und bin weitergelaufen. „Shit, du hast ja selbst keine genommen, wenn du jetzt Krämpfe bekommst wirst du dir das nie verzeihen, dass du deine Tabletten weggegeben hast“ dachte ich und gleichzeitig „aber die 12 km schaffst du jetzt auch noch“. Habe Kola gegen Iso Getränk getauscht – für die Elektrolyte -  und mich auf den Heimweg gemacht. Bis km 38 habe ich gezittert ob ich es wirklich unter 11h schaffen kann aber ab dann war es eigentlich schon klar. Mir wurde langsam schwindelig und ich musste etwas lockerer laufen, aber nach weiteren 2km ging’s wieder besser. „Kaum zu glauben gleich bin ich im Ziel“. Dort wartete bereits meine Familie, mit Kamera und meiner Bayernflagge, Mit Dauergrinsen und völlig erschöpft machte ich mich auf die letzten Meter! FINISHER!!! Völlig entkräftet stolperte ich Richtung Sani Zelt und suchte Christoph, der noch nicht mit mir gerechnet hatte und nicht im Ziel war. Gesucht & Gefunden J Das Schönste an diesem Tag war die Finisher Party im Rahmen meiner Familie. Es gab Pizza, Sekt und Tiramisu, Siegergeschenke und viel viel zu erzählen. Meine Mum meinte „das war Schöner als Weihnachten“ und ich kann ihr nur zustimmen.Die Überraschung über ein so gutes Rennen wurde am nächsten Tag bei der Siegerehrung noch bestätigt; Deutscher Mannschaftsmeister auf der Langdistanz.
Celia und Karin S. und ich.
26.07.09 Halbmarathon Hausen Martin Skalsky

26.07.09 Halbmarathon Hausen

Der letzte Wolf soll hier um das Jahr 1800 gesichtet worden sein. Am Sonntag war es mal wieder soweit. Nur kurz und zu flink für die Jäger ließ sich Wolf-Teammitglied Martin im Hausener Wald blicken.
33.Volks-Waldlauf der TGS Hausen, lautet der offizielle Titel der Veranstaltung in der Gemeinde Obertshausen kurz hinter Offenbach. Neben dem Halbmarathon werden zudem ein 10er und 5km Lauf, sowie mehrere Schülerläufe angeboten. Zudem gehören der Halbe und der 10er zur Main-Lauf-Cup Serie. Wegen der Nähe zu Frankfurt, Hanau und Aschaffenburg hoffte ich auf starke Konkurrenz und viele Teilnehmer. Insgesamt wurden es über 900. Viele starke Läufer entschieden sich jedoch für die 10km Distanz. Ein Hauptgrund dafür dürfte die Umrechnungsformel für die Punkte der Cupwertung sein. Selbst mit einer guten Halbmarathonzeit kommt man hier eindeutig schlechter weg.
Wer den Halben laufen wollte, musste früh aufstehen. Bereits um 8:30 Uhr schickte der Veranstalter die 380 Teilnehmer auf die Halbmarathonstrecke. Start und Ziel befanden sich direkt am Waldrand, auf dem Sportplatz des Vereins. Nach einer Sportplatzrunde ging’s über zwei identische Runden durch den Wald, die meisten Wege waren trotz der starken Regenfälle in der Vorwoche bestens zu laufen. Zum Abschluss winkten dann nochmals 1 ½ Sportplatzrunden.

Zum Ende meiner dritten Umfangwoche, startete ich mit dem Ziel „mal schauen was geht“ und es mehr als gedacht... vom Start weg lag ich vorne, nach 10km in 34min hatte ich etwa 500m Vorsprung. Anfangs der zweiten Runde wurde es dann etwas matschiger, auf den letzten Kilometern standen dann Überrundungen der langsameren Läufer an. Trotz vorrausfahrendem Rad, war hier Slalomlaufen angesagt. Das Ziel erreichte ich schließlich in 01:11:56Std. mit über 5min Vorsprung auf den Zweitplazierten. Streckenrekord und persönliche Bestzeit inklusive.
Auf dem Sportplatz war für alles gesorgt, mit Bratwurst und Kuchen überbrückte ich die über zweistündige Wartezeit bis zur Siegerehrung. Hier wurde sich der Veranstalter nicht einig, wie er eine Transsexuelle werten sollte. Sie wäre eigentlich zweite der Frauen über 10km geworden, nach langem Hin und Her entschied man sich schließlich für eine Sonderwertung. Laut Ausweis gilt Sie als Frau, deswegen weiß ich nicht, was die Diskussion soll, zu mal es sich nur um einen Volkslauf handelte. Und warum der Veranstalter die anderen Ehrungen nicht einfach vorzog, blieb ein Rätsel.
Fazit: Auch nach der 5ten Teilnahme und trotz der angesprochen Wartezeit bleibt der Waldlauf eine schöne Veranstaltung, sportlich lässt die Zeit auf einen vielversprechenden Herbstmarathon hoffen.

   
   
   
   

 

August

Datum Bericht
01.08.2009 Tote Mann Berglauf Simon Hoyden 01.08.2009 - 24. Int. Oberrieder „Tote Mann Berglauf“ Am 1. August 2009 machten Luisa und ich uns gegen 13.30 Uhr von Dörrebach auf nach Oberried bei Freiburg um dort an dem oben benannten Berglauf teilzunehmen. Natürlich fragt man sich jetzt sicherlich wieso man circa 300 km in den Schwarzwald zu einem Berglauf fährt. Dazu gibt es eine logische Erklärung. Leider sind unsere Berge im Hunsrück oder Pfalz nicht so hoch, wie die im Schwarzwald, sodass wir nicht 700-800 HM innerhalb eines Anstieges bewältigen können.
Nachdem ich bei den Westdeutschen Berglaufmeisterschaften mit den Anstiegen gut zu Recht kam, wollte ich meine Fähigkeiten an einem härteren Berglauf testen.
Nach vorhergehenden Informationen erschien mir der „Tote Mann Berglauf“ als „Testlauf“ für geeignet. Von Oberried zum Gipfel muss man 8 km mit 750 HM auf asphaltierter Strasse bewältigen. Weitere Info’s mit Höhenprofil unter www.totemannberglauf.de !- Das Wetter war an diesem Samstag für einen Schwimmbadbesuch bestens geeignet, für einen Berglauf eher weniger. Selbst am Start um 18 Uhr zeigte das Thermometer im Tal 30 Grad und die Sonne brannte gnadenlos vom Himmel. Doch dies sollte mein kleinstes Problem sein. Seit Ende Juni habe ich meine Topform, die ich mir über den Winter erarbeitet habe, wohl verloren. Vor kurzem kam ich über 3000m nicht über eine 9,19 min hinaus und über 10km mühte ich mich zu einer 33,35 min. Bei meiner letzten Tempoeinheit vor dem Berglauf plagten mich Muskelkrämpfe, die ich auch am Samstag noch spürte. Deshalb hatte ich mir eine äußerst defensive Taktik zu Recht gelegt, die mir bei den deutschen Crossmeisterschaften letzten März auch zu einer passablen Platzierung verhalf. Zumindest unter die besten 10 im Gesamteinlauf wollte ich kommen, denn es erwartete mich ein starkes Teilnehmerfeld mit mehreren Nationalteambergläufer. Den ersten Kilometer ging es flach in Richtung Steigung, ich hielt mich an letzter Position der Spitzengruppe ( ca 10 Läufer) auf. Bei Km 1 hatten wir eine Durchgangszeit von ca 3,10 min und ich hab mich sofort zurückfallen lassen, denn ich wusste nicht was auf mich zukommt und die nächsten 7 km mit 750 Hm sollte man nicht unterschätzen. Ich schaltete also 2 Gänge zurück, bis Kilometer 3,5 ließ ich es locker angehen und lag circa auf Position 15. Damit war ich natürlich überhaupt nicht zufrieden. Bevor ich das Tempo forcierte wagte ich einen letzten Blick hinunter ins Tal.
Ich sah vor meinem inneren Auge nur noch den Anstieg nach Alpe d’Huez und einen bekannten Radrennfahrer vor mir, der nach meiner Meinung dieses Jahr nicht die Tour de France hätte fahren dürfen und den ich unbedingt überholen wollte. Von Meter zu Meter wurde ich schneller und konnte einige Mitstreiter überholen. Je steiler es wurde desto mehr schmolz der Vorsprung der mittlerweile auseinandergefallenen Spitzengruppe. Im Ziel konnte ich mich dann über einen gelungenen Testlauf mit Gesamtplatz 9 und den 1. Platz in der Juniorenklasse freuen, beziehungsweise erstmal zufrieden sein. Aufgrund der Umstände der letzen Wochen konnte ich auch nicht mehr erwarten. Ach übrigens den Rennradfahrer habe ich virtuell am letzten steilen Stück abgehängt. ;)Eines weiß ich jetzt aber  ganz sicher:
Das war nicht mein letzter „richtiger“ Berglauf. Es hat mir riesig viel Spass gemacht und ich werde wieder kommen und zwar mit einer besseren Form und den nötigen Erfahrungen. Dann lasst uns das Rennen von vorne starten!!!In den nächsten Tagen werde ich mich jetzt regenerieren und meinen Elektrolytehaushalt checken.Bis zum nächsten Wettkampf!
16.08.2009 Ironman-Staffel 70.3, Martin Skalsky

Ironman-Staffel 70.3, 16.08.2009

„Arbeitsteilung für die Wölfe“

2500 Einzelstarter und 280 Staffeln, darunter auch das Tri-Wolf-Team, bestehend aus den waschechten Wölfen Michael und Christian und mir gingen in der hessischen Landeshauptstadt an den Start.
Die erste Disziplin hatten wir bereits am Samstag nachmittag und nannte sich Wettkampfbesprechung, die im Wiesbadener Kurhaus stattfand. Hier wurden uns unter anderem die Teilstrecken und das Wettkampfreglement vorgestellt. Rückblickend erinnere ich mich noch an die bestimmt 10fache Wiederholung des Rechtsfahrgebotes auf der Radstrecke, was mit Sicherheit auch für die Laufstrecke von Vorteil gewesen wäre, aber dazu später mehr. Im Anschluss ging es für Christian noch zum Rad Check-In am Schiersteiner Hafen.
Am Sonntagmorgen 9:30 Uhr war es dann soweit, die Staffeln wurden als letzte Startgruppe,     1½ Std. nach den Profis auf die Strecke geschickt. Für uns nahm Teamchef Michael die erste Teilstrecke in Angriff. Noch unter den Folgen eines Radunfalls in der Vorwoche leidend, schwamm „Mischel“ im vorderen Mittelfeld der Staffeln und wechselte nach 48:14min an Position 109 liegend auf Christian.

Der gab bei Temperaturen jenseits der 30Grad, auf der anspruchsvollen Radstrecke, durch den Rheingau und Taunus mächtig Gas, wurde von keinem einzigen überholt, rollte aber selbst an einigen Hundert Athleten, auch aus vorderen Startgruppen vorbei.
In der Wechselzone auf der Wilhelmstrasse wartete ich gemeinsam mit Michael, der inzwischen von der Schwimmstrecke ans Kurhaus gekommen war, in der prallen Sonne. Nur zwei Dixies warfen einen einsamen Schatten, den angesichts des dort herrschenden Geruchs jedoch kaum jemand in Anspruch nahm. Zeitlich fast auf den Punkt wie abgesprochen, sahen wir Christian die Taunusstr. hinunter in die Wechselzone rauschen. Die erreichte er nach einer Radzeit von 2:39:29 Std. als Siebtbester aller Staffelradfahrer. Auch als Einzeldisziplin eine absolute Hammerzeit !!!
Den anschließenden Wechsel absolvierten wir in der Bestzeit aller Staffeln in 33Sek. Während ich die Startnummer anlegte, kümmerte sich Christian um den Chip und weiter gings ab auf die Laufstrecke.
Hier hätte ich mir wie bereits oben erwähnt ein Rechtslaufgebot für die Läufer gewünscht. Der 4 Runden Kurs durch den Kurpark war nicht wirklich für die Massen an Athleten geschaffen und schon nach den ersten hundert Metern war ich nur noch genervt. Ständige Seiten- und Tempowechsel da man nicht an den Vorderleuten vorbeikam, Rückstaus über den kompletten Weg an den Getränkestationen forderten meine komplette Aufmerksamkeit. Runde für Runde wurde es voller, so dass ich die zahlreichen Freunde und Bekannte an der Strecke leider kaum wahrnahm. Hier noch mal Vielen dank an alle. Nach 4 Runden war es dann geschafft und ich bog ab in Richtung Ziel vor dem Kurhaus. Hier sprangen Christian und Michael über die Bande und als Team liefen wir gemeinsam durchs Ziel. Die Laufzeit betrug 1:16:11Std. und Bestzeit aller Staffeln.

In der Gesamtwertung reichte es für uns in 4:46:44 Std. für Platz 8 in der Staffelwertung. Neben vielen befreundeten Athleten legte auch Laufladenmitarbeiter Ingo als Einzelstarter ein gutes Rennen hin und erreichte das Ziel in 5:52:57Std..
Mit dem ein oder anderen gerstensafthaltigem Mineralgetränk, um deren Nachschub sich Teambetreuer „Zille“ hervorragend kümmerte, sowie Freunden und Bekannten, ließen wir den Tag vor dem Kurhaus ausklingen.

29.08.2009 Almere Triathon Christoph Steurenthaler

Almere Rennbericht vom 29.08.2009

Sieben Wochen nach der Langdistanz in Roth fand in Almere/ Holland der Holland-Triathlon statt. Karin hatte dort letztes Jahr ihre erste Langdistanz sehr erfolgreich bewältigt und ich hatte sie betreut. Dieses Jahr hatten wir uns beide angemeldet.

Am Abend vor dem Rennen tobten mehrere Gewitter über Almere, Blitz und Donner wechselten sich im Sekundentakt ab. Dazu goss es wie aus Kübeln. Na prima dachten wir uns während der privaten Pastaparty beim besten Italiener! (man gönnt sich ja sonst nichts ) in Almere Haven.

Als wir um 4.30 Uhr frühstückten blitzte und donnerte es immer noch und uns verging die Lust auf Sport im Freien, Schwimmen im Meer usw. gehörig. Wir überlegten uns, doch einfach umgehend den Urlaub einzuläuten und nach Schweden aufzubrechen. Die Pflicht war mit Roth bereits erledigt. Die Teilnahme in Almere stand unter dem Motto Spaß haben und den Wettkampf genießen.

Wir packten dann doch unsere Sachen und fuhren zur Wechselzone. Und pünktlich zum Startschuss war der letzte Blitz vorbei und der letzte Donner verhallt. Nur der Wind wehte noch mit Stärke 5, und das sollte den ganzen Tag so bleiben. Das Schwimmen fühlte sich an wie in einer Waschmaschine, hoch und runter schleuderten uns die Wellen. Die Orientierung ging im wahrsten Sinn des Wortes unter, die Bojen waren kaum auszumachen.

Nach 1:08 Stunden wurde ich an Land gespült. Für die Bedingungen war das noch eine wirklich ordentliche Zeit. Im Wechselzelt unterhielt ich mich ausgiebig mit einem sehr netten Helfer und erkundigte mich nach den Bedingungen auf der Strecke. Die Frage war: Armlinge und Weste oder nicht? 7 Minuten vergingen, es war der längste Wechsel meines Lebens. Ich entschied mich für nackte Haut und keine Weste und rauf ging’s aufs Rad.

Drei Runden mussten wir fahren und mit jeder Runde nahm der Wind zu. Ich achtete auf regelmäßige Nahrungszufuhr und genoss die Stunden so gut es ging. Es machte immer noch Spaß, auch wenn der Gegenwind ganz schön unangenehm war. Um mich bei Laune zu halten hielt ich mir den anschließenden Urlaub vor Augen und außerdem nahmen wir an dem Wettkampf nur zum Spaß teil. Aber irgendwie fehlte mir die Kraft, ich kam nicht richtig voran und es fühlte sich nie wirklich locker an. Radfahren ist eigentlich eher eine meiner stärkeren Disziplinen, aber nicht in Roth und nicht in Almere. Seit Roth hatte ich nur sehr wenig auf dem Rad trainieren können und so bemühte ich mich, mich nicht total abzuschießen und noch Kraft für den Marathon zu sparen. Nach 5:28 Stunden stellte ich das Rad wieder in den Radständer und machte mich nach erneut langem Wechsel mit Klatsch und Tratsch auf Richtung Laufstrecke.

Die erste Runde verging wie im Flug. Ich lief vom Gefühl her sehr locker aber viel zu schnell los, die ersten acht Kilometer in ca. 4:10 min/km, und konnte mich erst auf dem zweiten Teil der Runde bremsen. Karin kam mir bei Kilometer 12 entgegen und rief, es liefe bei ihr nicht so gut. Aber sie war weiter unterwegs und es schien ihr soweit gut zu gehen und das beruhigte mich. Die zweite Runde war schon anstrengender und ich hatte mich mittlerweile bei 4:40min/km eingependelt. Auf der dritten Runde hieß es Zähne zusammenbeißen und kämpfen. Aber auch das ging vorbei und ich erreichte glücklich und mit neuer persönlicher Marathonbestzeit von 3:16 Stunden das Ziel. 10:05 Stunden war ich unterwegs gewesen und alleine mit schnelleren Wechselzeiten hätte ich es noch unter die Zehn-Stunden-Marke geschafft. Aber was soll’s. Ich hatte den Wettkampf genossen, die Stimmung war super, die Leute an der Strecke und die Helfer sehr nett gewesen und der Wind war eine gute Vorbereitung auf Lanzarote. Karin lief auch wieder richtig gut und wurde erneut wie im letzten Jahr siebte Frau. Am nächsten Tag fuhren wir bestens gelaunt in den wohlverdienten Urlaub nach Schweden.

29.08.2009 Almer Triathlon Karin Kerschensteiner

29.08.2009- Almere  2009

Während andere ihrem Saisonhöhepunkt in Hawaii entgegenfiebern haben wir uns entschieden, die Saison 2009 am 29.8. auf der Langdistanz in Almere (Holland) zu verabschieden.
Bis zum letzen Tag vor dem Rennen fand ich das auch eine prima Idee. Immer noch beflügelt von dem guten Rennen in  Roth (12.7.) und mit der Aussicht auf anschließende Urlaubstage in Schweden haben wir uns „kurz vor Torschluss“ doch noch für Holland angemeldet.
Doch am Abend vor dem Wettkampf machte uns Petrus einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Statt strahlend blauem Himmel und ruhigem Wasser gab es zur „gemütlichen Pasta Party“ Donner, Blitz und hohe Wellen. „Komm lass uns gleich nach Schweden fahren – darauf hab ich nun echt keine Lust“ waren meine Sätze, die Christoph bis zum nächsten Morgen unzählige Male hören musste.
Selbst als es zum Frühstück um 5 Uhr morgens (Renntag) immer noch nicht freundlicher sein wollte, nahm es mein Liebster mit Fassung und meinte nur: „Komm wir fahren mal zum Schwimmstart – mal sehen was die Holländer für eine alternative Planung auf Lager haben.“ Voller Hoffnung auf einen möglichen Duathlon bin ich dann doch freiwillig und blöder Weise auch doch mit Neo im Gepäck ins Auto gestiegen. Na und wer hätte das gedacht – die Holländer alle gut gelaunt und keine Spur von Planänderung. Bis 7.30 sind ja noch 90 Min, da ist das immer noch über uns schwebende Unwetter sicher weg… SICHER!! KLAR!!
„Das überlebe ich nicht“ dachte ich als wir an der Küste entlang Richtung Schwimmstart gingen, und ich das Ijselmeer beim Wellenschlagen beobachtete. Aber da hier alle keine Anstallten machten nicht zu starten, wollte ich mir auch nicht die Blöße geben.
Mit zitternden Knien und dem letzten Blitz um 7:00 wurde das Rennen pünktlich 7:30 gestartet. Bereits nach den ersten Metern wusste ich, dass ich heute wohl nicht allzu viel Spass haben werde – und hatte Mühe, gegen die Strömung ins Meer zu ersten Boje zu schwimmen. Dank des Wellenganges wurden auch die Schwimmer machtlos „aus der Bahn“ geworfen und teilweise ruppig „aufeinandergespült“. „Augen zu und durch“…. Auf dem langen Schwimmstück in den Hafen von Almere habe ich teilweise komplett die Orientierung verloren und konnte die Richtungsbojen nur mit mehrmaligen Suchaktionen wieder finden.
Nach 1:20 war ich fix und alle, genervt von der schlimmen Schwimmzeit, gequält von Magenschmerzen und mit wackeligen Beinen habe ich mich dann zum Glück ohne großes Nachdenken auf mein Rad gesetzt, und mich gefreut – zumindest kurzzeitig – dass ich endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatte.
Doch bereits ab km 8 wurde mir klar, dass bei Windstärke 5 und immer wieder Regen auch das sonst so geliebte Radeln kein Spass wird. Systematisch habe ich die Pinkelpause so lange wie möglich hinausgezögert, denn mir war klar – wenn ich zu früh vom Rad gehe – steige ich garantiert nicht mehr auf um weiter zu fahren. Mit Zähneknirschen und aller Kraft die ich aufbringen konnte habe ich km für km hinter mich gebracht und wollte noch nie so oft den Wettkampf abbrechen wie an diesem Tag. „Komm schon, die anderen haben´s genauso schwer“ war der Satz, der mich am leben gehalten hat. Nach 6 weiteren mühsamen Stunden und starken Rückenschmerzen gings dann endlich zum Laufen. Die Strecke kannte ich bereits vom Vorjahr und habe mich sehr aufs Laufen gefreut. Lange Zeit an der Küste entlang auf insgesamt 3 Runden a 14 km machen echt Spass.
Als ich loslief blockierten dennoch die Schmerzen vom Radeln und der inzwischen müde Kopf meinen Kampfgeist, und das Aussteigen lag mir näher denn je.
Aber die Beine waren flott unterwegs und so gab es „offiziell“ keine Begründung fürs aussteigen. Nach ca. 10km habe ich meinen Rhythmus endlich gefunden, konnte meinen Laufsplit von 5:20-5:30 gut halten und habe dann doch beschlossen im Rennen zu bleiben.
Als mir Christoph dreimal entgegenkam und ich sah, dass er das Ding trotz der Umstände gnadenlos ins Ziel bringen wird, war ich endgültig motiviert die metallene Tulpe (Medaille) zu holen und habe den Marathon in akzeptablen 3:52 hinter mich gebracht. „Die Laufzeit ist das einzige was sich heute sehen lassen kann“, dachte ich, aber bei den Umständen war nun wirklich nicht mehr drin.
Zu meiner Überraschung bin ich dann erneut 7. Frau geworden und mein Durchhaltevermögen wurde belohnt.
Hinsichtlich des Saisonziels „Lanzarote“ für 2010 war dieser Kampf gegen Windmühlen sicher keine schlechte Vorbereitung, aber bis dahin lege ich erstmal die Beine hoch und erhole michJ

30.08.2009 Hunsrückmarathon Simon Hoyden

30.08.2009 - Die „verflixte“ Zahl  2 beim Hunsrueckmarathon 2009!Kurz entschlossen nahm ich am 30.8.09 zum 2. Mal als Einzelstarter am Hunsrückmarathon teil. Im ersten Austragungsjahr lief ich den Inline- Marathon. Danach folgten viele Teilnahmen mit der Schulstaffel. Meine Startnummer 2141 konnte ich mir Samstagmittag entspannt in Simmern abholen. Schließlich liegt mein Heimatort nur 15 km von Simmern entfernt, sodass man hier eventuell auch von einem kleinen „ Heimspiel“ reden kann. Gelaufen wird auf dem Schinderhannesradweg, der auf einer ehemaligen Bahntrasse erbaut wurde. Der Start vom Halbmarathon befindet sich in Kastellaun, das Ziel in Simmern. Per Shuttlebus wird man von Simmern nach Kastellaun chauffiert, und kann in Kastellaun auch den Kleiderbeutel abgeben, der wieder zurück nach Simmern gebracht wird. Der Start des Halbmarathons erfolgte bei strahlendem Sonnenschein und noch angenehmer Temperaturen, aber mit etwas Wind, pünktlich um 11.30 Uhr. Da es von  Kastellaun nach Simmern nur ca. 15 km sind, wird eine ca. 6 km Einführungsrunde durch Kastellaun gelaufen. Zum Streckenprofil gibt es im Hunsrück, als Einheimischer nicht viel zu sagen. Es kann eigentlich nur sehr hügelig sein. Auch wenn das Ziel Simmern um einiges niedriger liegt, als der Startort Kastellaun und das Höhenprofil des Veranstalters sehr moderat aussieht und auf eine schnelle Strecke hoffen lässt, der IRRT! Mit diesem Wissen und den ganzen körperlichen bzw. gesundheitlichen Kapriolen der letzten Monate richtete ich mich auf eine Zeit zwischen 1. 15 h und 1. 16 h  ein. Am Start entdeckte ich dann meinen alten Freund Simon Engelfried ( LG Maifeld- Pellenz), den ich, seit dem ich wettkampfmäßig laufe, kenne. Ich gebe zu, wir haben uns vor dem Start bzgl. der Renntaktik abgesprochen. So hielten wir uns bis ca. 4 km bei dem ständigen kurvigen Auf- und Ab durch Kastellaun etwas zurück und konnten uns noch etwas unterhalten. Danach forcierten wir das Tempo, und konnten uns mit zwei anderen Läufern etwas lösen. So ging es auch bei km 6 über Start und Ziel auf den Schinderhannesradweg und hinauf zum Beller Bahnhof. Ein berühmt berüchtigter Anstieg über ca. 1,5km. Danach waren dann Simon E. und Simon H. alleine auf weiter Flur. Und endlich ging es Richtung leicht abfallend Richtung Simmern. Das Tempo wurde sukzessive höher. Bei km 11 musste ich Simon E. ziehen lassen und lief mein eigenes Tempo weiter. Bei Kilometer 16 hatte ich einen Rückstand von ca. 30 sek. Bis zum Ziel schmolz der Vorsprung dann aber sichtlich dahin. Leider musste ich bei km 20 erkennen, dass mein Schlussspurt zu spät erfolgte und ich bis zum Ziel nicht mehr auflaufen kann. Trotzdem kämpfte ich gegen die Uhr und auf dem letzten Kilometer mit zwei kurzen knackigen Anstiegen ins Ziel nach Simmern mit meinem eigenen Schweinehund. Auf der 200 m langen Zielgerade sah, ich die große digitale Stoppuhr. Gnadenlos sprang die Uhr Sekunde für Sekunde weiter 1. 13 .59...1. 14. 00.... usw. Ich versuchte noch mal alles um unter meiner Bestzeit zu bleiben, doch vergebens, 2 sek. fehlten zu meiner Bestzeit. Im Ziel hatte ich nur noch einen Rückstand von 14 sek. und sichert so den 2. Gesamtplatz in der Endzeit von 1.14.25 h. Wie sagte der Moderator: „ Also gleich zwei Simons bestimmen hier den Halbmarathon und sind vorne.“
Ob ich mich über den Lauf freuen soll oder zufrieden sein kann, weiß ich im Augenblick noch nicht. Mein größter Wunsch zurzeit ist, einfach wieder so laufen zu können, als im Winter, und endlich wieder eine stabile Form zu bekommen.Keep on running!Bericht von
Simon
   
   

 

September

Datum Bericht
13.09.2009 Worms Thorsten Ruthard
13.09.2009 Worms - Die Vorbereitung war vorbei und das Ziel war vor den Füssen, oder sollte man bei uns Wölfen besser Pfoten sagen, und es ging am Sonntag den 13. September um 10:30 Uhr durch die alte Stadt Worms.

Leider konnte ich nicht die gute Vorbereitung im Rennen umsetzen, muss aber dazu stehen und schreibe trotzdem diesen Bericht, auch wenn es ein bisschen weh tut und mich ärgert.

Der Lauf war wieder im Vorfeld gut vorbereitet, einzig die Streckenposten auf den ersten 5 km durch die Wormser Innenstadt haben mal wieder Wünsche offen gelassen.
Aber alles in allem ist der Wormser Nibelungenlauf schon ein Ereignis in die näheren Lauflandschaft, das man weiter empfehlen kann und mal gelaufen sein sollte, egal ob 10 km oder den Halben.
Vorbei geht es nach dem Start auf dem Festplatz am Rhein an alten Gebäuden und Kirchen, sowie dem Hauptbahnhof immer auf den Spuren der Nibelungensage und Hagen, bevor es nach 5 km aus der Innenstadt raus und am Stadtwald entlang geht. Dann biegen die 10 km Läufer ab und machen sich entlang des Rheins auf den Rückweg durch den Hafen zur Festwiese.

Der Halbmarathon ging mit einer richtig guten Zeit von 1:10,57 Std an Stilgenbauer, vor Bernd in 1:17,07 Std und Koltes in 1:17,11 Std.

Die 10 km waren mit 505 Teilnehmern besetzt. Das Wetter war mit 16 Grad gut, leider war es recht windig.
Gewonnen wurde der 10er von einem Franzosen Dr. McDonagh in 33:20 min; danach folgten Blankenfuland in 34:30 min und Zender kurz danach in 34:40 min.
Hier hätte ich eigentlich auch einlaufen müssen, zumindestens nach meinen Zeiten aus der Vorbereitung. 
Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Schon auf dem km 4 lief es überhaupt nicht mehr rund und was soll ich lange drum herum reden. Der Lauf ging mit einer für mich total enttäuschenden 38:13 min als Gesamt Neunter zu ende, da hat mich auch nicht der Sieg in der AK 35 getröstet.

Jetzt muss ich erst einmal diese Schlappe verdauen und wieder in die Gänge kommen.

Es grüßt euch ein enttäuschter, aber nicht aufgebender Wolf Thorsten Ruthard
27:09:2009 Hochheimer Weinbergslauf Martin Skalsky

27.09.09 5.Hochheimer Weinbergslauf

Karin und Martin starten erfolgreich in den Herbst

6 Wochen ohne Wettkampf - eine fast schon ungewohnt lange Auszeit für mich, doch gesundheitsbedingt musste ich meine sämtlichen sportlichen Aktivitäten in den ersten Septemberwochen ruhen lassen. So hatte ich in den letzten Tagen erstmal nur Grundlagentraining gemacht und der Weinbergslauf über 15km musste als Tempotest herhalten. Zum Einlaufen nutzte ich die 3,5km von daheim den Main entlang zum Start am Hochheimer Bootshaus. Auf halber Strecke traf ich Karin, bzw. sie mich und radelte die letzten Meter neben mir her. Am Bootshaus schnell noch die Startnummer abgeholt, den

Zeitmesschip von der Größe eines Knoppers am Schuh befestigt und schon ging es los. Die Marschroute war klar, nicht übertreiben, einfach nur das Tempo der Spitze mitgehen. Die Umsetzung verlief allerdings mangelhaft – das Tempo der Spitze war leider viel zu langsam und so lief ich dann doch vorneweg. Die Strecke verläuft die ersten 2,5km flach den Main Richtung Flörsheim entlang und schraubt sich dann die Weinberge hoch bis auf Höhe der Hochheimer St. Peter & Paul Kirche. Anschließend geht’s unter der Autobahnbrücke wieder zurück zum Ziel bzw. auf die zweite Runde (Heinz hat in seinem Bericht des vergangenen Jahres eine ausführliche Streckenbeschreibung abgeliefert). Nach der ersten Runde waren auch ohne dass ich richtig Druck machte, bereits keine Verfolger mehr zu sehen. Nach vorne lief ich auf die später gestarteten 7,5km Läufer und Walker auf, die bereitwillig Platz machten. Dies habe ich bei anderen Laufveranstaltungen auch schon anders erlebt. So erreichte ich das Ziel in glatten 54min mit über 8min Vorsprung vor dem Zweitplazierten Torsten Schätzlein.
Karin hatte sich zwischenzeitlich in 36:50min den 2ten Platz der Frauenwertung(1.Platz AK) über die 7,5km Distanz gesichert. Angesichts ihres Studienbedingten geringen Trainingsumfanges der letzten Wochen eine hervorragende Leistung.

Bei bestem Herbstwetter galt es anschließend die lange Wartezeit bis zur Siegerehrung zu überbrücken. Obwohl ich zwischenzeitlich wieder heimgelaufen, geduscht und zurückgeradelt war, musste noch über eine Stunde bis zum Beginn der Siegerehrung überbrückt werden. Glücklicherweise waren mit Karin und anderen Läuferinnen und Läufern genug Leute für Fachsimpeleien anwesend.
Trotz der abschließenden langen Wartezeit hat die Leichtathletikabteilung der TG Hochheim wieder eine gelungene Veranstaltung auf die Beine gestellt. Die gestiegenen Teilnehmerzahlen von über 800 Läufern und Walkern belegen die gute Arbeit des Organisationsteams.

27.09.2009 Weinbergslauf Karin Kerschenstiener

27.09.2009 - 5. Hochheimer WeinBERGslauf

Nach einer langen Triathlonsaison, mit vielen Wettkämpfen und etlichen Lauf km begann für mich am 27.9. der „Start“ der reinen Laufveranstaltungen, die mir die kälteren, triathlonfreien Monate eine willkommene Abwechslung bieten.Viel unkomplizierter und einfacher als im Triathlon gestaltet sich sowohl das Abholen der Startunterlagen (die hat mir ein Freund mitgebracht J ) sowie das „Warm up“ vor dem Lauf. Da es auch keine Wechselzonen einzurichten gilt, kann man gemütlich 30 Min vor dem Start eintrudeln und sich in aller Ruhe auf´s Laufen freuen.Da ich derzeit im absoluten Erholungsmodus unterwegs bin, habe ich mich für den 7,5km Lauf entschieden, dafür vertrat uns Martin – der schnellste Mann im Wolf´s Running Team – auf der 15 km Strecke.Die Strecke des Weinbergslaufs macht ihrem Namen alle Ehre. Die einzigen flachen km waren die ersten beiden – zu den Weinbergen hin. Ab dann geht’s abwechselnd steil, weniger steil oder mit ganz leichter Steigung – aber auf jeden Fall BERG AUF!
Zum Glück muss ich nur eine Runde laufen – dachte dich, denn das stetige berauf ist gar nicht so ohne. Ab km 6 geht’s dann endlich  bergab Richtung Zielgerade  oder Runde 2 für die 15km Läufer.Bei strahlendem Sonnenschein, optimaler Verpflegung (Bier, Kuchen, Kaffee, Würstchen, Kola, Apfelschorle, belegten Brötchen usw.) und schöner Aussicht auf den Main warteten wir auf die Siegerehrung. Bei dieser Kulisse verflog sogar Martins einziger Kritikpunkt, dass er heut ja so gar keine Konkurrenz hatte und so nahm er als Gesamtsieger über 15km seinen Gutschein zum Fitnesscheck entgegen. Ich freute mich riesig über den 2. Platz der 7,5km und einen Gutschein vom Mainzer Laufladen J Fazit: schöner Lauf, Prima Kulisse, nette Helfer und Organisatoren, Gut auch für Familien (Kinderlauf 1km) und bei sonnigem Wetter ein echtes MUSS!!

   
   
   
   

 

Oktober

Datum Bericht
04.10.09 Köln Marathon Martin Skalsky

04.10.09 Martin beim Köln Marathon,

„Das ist wie fliegen“, waren meine ersten Worte zum meinen Freunden Nicole und Benedikt etwa 30min nach dem Lauf, als sie mich nach meinem Befinden fragten. Vielleicht lag es auch daran, dass ich das Motto des Laufes „Marathon op Kölsch“ zu meinen Gunsten ausgelegt hatte und mir den gleichnamigen Gerstensaft gleich nach dem Zieleinlauf im Verpflegungsdorf hatte schmecken lassen. Der nette ältere Herr am Kölschstand hatte mich noch gefragt, ob ich das Rennen gewonnen hätte, weil ich der Erste am Bierstand war. Wenigstens in diesem Punkt hatte ich die zahlreichen Kenianer geschlagen. In 02:33:41Std. war ich zuvor durch die Strassen der Domstadt zu einer neuen Bestzeit(vorher 02:38:19Std.) gerannt. Eine Zeit mit der ich selbst in meiner kühnsten Prognose nicht gerechnet hätte.

Doch der Reihe nach, Samstag nach der Anreise stattete ich zuerst der Marathonmesse einen Besuch ab. Hier war es trotz des zahlreichen Angebotes auf zwei Etagen derart voll, dass ich nach dem Abholen der Startunterlagen zu meinen alten Schulfreunden Nicole und Benedikt nach Bonn flüchtete, die mir nun schon zum xten Male vor einem Lauf im Rheinland ihr Gästezimmer und einen vollen Kühlschrank zur Verfügung stellten. Vielen Dank!!! Gemeinsam wurde dann noch in einer Kneipe der Punktgewinn des FC bei den Bayern bejubelt.
Da der Start am Sonntag erst um 11:30Uhr anstand, konnte ich ausschlafen, ein erster Blick aus dem Fenster zeigte Regenwetter. Stressfrei machte ich mich auf den Weg nach Köln zum Start. Zwischenzeitlich hatte es aufgehört zu regnen und in der Messehalle fand ich trotz über 30.000 Teilnehmern(10.000 beim Marathon) noch ein ruhiges Plätzchen zum Umziehen. Die Halbmarathonläufer waren bereits um 8:30Uhr gestartet und säumten nun den Zielbereich. Nach Abgabe des Kleiderbeutels, reihte ich mich in den ersten Startblock unterhalb des Deutzer Bahnhofs ein. Mit wegen des Regens langsameren Skatern und dadurch 10minütiger Verspätung gings zu den Klängen von Viva Colonia auf die Strecke. Direkt nach dem Start folgte mit der Deutzer Rheinbrücke die einzig nennenswerte Steigung, die kurz vor dem Ziel noch mal überquert werden musste. Bereits nach dem 1km hatte ich mich meinen Platz in einer etwa 10köpfigen Gruppe gefunden, die bis zur Hälfte des Rennens super harmonisierte. Immer wieder wechselten wir uns bei der Tempoarbeit gegen den böigen Wind ab, so passierten wir km10 in 36:36min und die Halbmarathonmarke in 01:17:24min. Zwischendurch hatte uns ein heftiger Schauer komplett durchnässt. Irgendwo kurz nach der Hälfte begann ich das Tempo leicht zu steigern und begann ohne dass ich es richtig merkte mich von der Gruppe abzusetzen. Nach und nach sammelte ich ein paar langsamer gewordene Läuferinnen und Läufer ein, darunter auch die 2te und 3te Frau mit Ihren Tempomachern. Km 30 fiel in 01:49:17Std. Hier, auf der Amsterdamer Str. befand sich ein Wendepunkt und ich sah was aus der ehemals großen Gruppe geworden war. Fast alle waren zu Einzelkämpfern geworden. Mit ordentlichem Gegenwind gings zurück Richtung Innenstadt. Hier standen die Zuschauer besonders dicht, die Tribünen waren voll besetzt, Karnevalstimmung pur. Die letzten 2km am Dom vorbei wurden auf dem nassen Kopfsteinpflaster eine rutschige Angelegenheit, dann noch mal über den Rhein und mit einem fetten Grinsen ab ins Ziel. Die zweite Hälfte hatte ich in 01:16:18Std. erstmals schneller als die erste zurückgelegt. In der Gesamtwertung ist das der 22. Platz hinter u.a. 15 Kenianern und Sabrina Mockenhaupt.
Der Rest ist (s.o) bereits bekannt.
Vielen Dank an alle die mir in der Vorbereitung zur Seite gestanden, bzw. mir bei Zeiten in den Hintern getreten haben(Danke Helmut) und an Nicole und Michael für das ganz kurzfristige Besorgen der passenden Wettkampfschuhe(Saucony A2-echt ein klasse Schuh)die mich blasenfrei über die Strecke trugen.

10.10.2009 Lindensee-Lauf Ch.Steurenthaler

10. Oktober 2009 10 km Lindensee-Laufserie

Der verhinderte Start

Eigentlich wollten Karin und ich gemeinsam mit weiteren Team-Mitgliedern an der Lindensee-Laufserie teilnehmen. Am 10. Oktober sollte der erste Lauf über 10 Kilometer stattfinden. Ich hatte mit Karin vereinbart, dass sie mich um 13 Uhr von der Arbeit abholt und wir direkt nach Rüsselsheim fahren, denn 14.30 Uhr sollte der Startschuss fallen.
Ich arbeitete und es wurde 13 Uhr und Karin kam nicht. Ich rief sie an und musste mit Bestürzung hören, dass sie auf dem Weg zu mir einen Autounfall hatte. Ein anderer Autofahrer war an einer Ampel auf sie aufgefahren. Glücklicherweise war ihr nichts passiert. Bis die Polizei kam und der ganze Schreibkram erledigt war verging viel Zeit. Zu viel Zeit, um es noch zum Lauf zu schaffen. Und damit war dieser Wettkampf und so die ganze Lindensee-Laufserie futsch.

24.10.2009 Zornheim Thortsen Ruthard 24.10.2009 - Der 3. Wertungslauf des Wingertscup stand in Zornheim an...

... und wir mussten durch die Weinberge rund um Zornheim. Die Strecke war toll gekennzeichnet, das Wetter spielte super mit und die Ergebnisse konnten sich gegenüber dem Vorjahr richtig sehen lassen. 2008 wurde der Lauf noch von Klaproth in 36:49 min vor Heid in 37:07 min gewonnen. Dieses Jahr lief der Sieger Majchrzak eine 33er Zeit (Auch wenn es ausser Konkuerenz war), Klaproth wurde Zweiter in 34:33 min und ich lief eine 36:57 min.

Aber jetzt im Einzelnen.

Mein Anspruch war ganz klar nach dem Reinfall in Worms:
Einen guten Lauf unter die Pfoten bekommen und eventuell bei Mario Müller bleiben, wenn ich noch eine Verbesserungschance in der Cupwertung haben wollte. Aber auf jedenfall meinen 3. Cupplatz festigen.

Gleich von vorne weg: Mario ist derzeit wieder in einer guten Verfassung und ich konnte ihn nach km 3 nicht mehr halten. Vorne machten Oliver Majchrzak und Christian Klaproth den Lauf unter sich aus; am Ende aber mit einem klaren Abstand, um Platz 4 und 5 liefen Patrick Wunsch und ich; und dazwischen alleine Mario Müller. Aber trotzdem bin ich total zufrieden. Bis km 5 lief ich mit Patrick Wunsch, der 4. der Cupwertung ist. Jedesmal bergab versuchte er sich von mir abzusetzen, was ihm aber nie so richtig gelang, da ich bergauf immer wieder ran lief. Und in Zornheim geht es richtig lange bergauf. Nach  km 3 mussten wir dann Mario Müller ( 35:21 min), an den wir da noch Kontakt hielten, ziehen lassen. Bei km 5 an einem langen Anstieg versuchte ich mich konsequent von Patrick Wunsch ( 37:42 min) abzusetzen und es gelang mir auch sofort. Ich lies daraufhin auch nicht mehr locker und lief noch einen Vorsprung von fast 1 min raus, was in der Cupwertung jetzt einen Vorsprung von 3,5 min bedeutet.

Also ein richtig guter Lauf und einen guten 3. Platz im Wingertscup, den ich in Ebersheim am 3. Abvent beim Abschlussrennen nach Hause laufen möchte.

Bis dann und natürlich auch auf diesem Weg eine gute Besserung an meinen Mitstreiter-Wolf Michael Heid, der in Zornheim trotz Krücken da war, was ich ganz toll fand.

Euer Wolf Thorsten  
   
   
   

 

November

Datum Bericht
01.11.09 Hockenheimring Jochen Müller

1.11.09 - Jochen beim 12. Hockenheimring-Lauf der ASG Tria Hockenheim

 Um noch einmal die Gelegenheit zu nutzen eine neue Jahres-Bestzeit auf schnellem Asphalt zu jagen
fuhr ich am Sonntag nach Hockenheim zum 12.Hockenheimring-Lauf über 10 km.
6.00 Uhr war Wecken angesagt, was überhaupt nicht meine Zeit ist. Aber um nicht gestresst an den Start
zu gehen hatte ich dann auch genügend Zeit um in aller Ruhe zu frühstücken, meine Vorbereitungen
zu treffen und anzureisen.
10 km auf der Rennstrecke der Formel 1 würde mir sicher eine neue Jahresbestzeit einbringen, dachte ich!
Gut eine Stunde vor Start angekommen, bekam ich den ersten Dämpfer als ich aus dem Auto stieg.
Es war kalt, nasskalt und bedeckt. Und als ich zur Startnummer-Ausgabe ging hatte ich in meinem Jogginganzug
doch ziemlich gefroren. So ein schei…, was anziehen war jetzt die Frage.
Bei Wettkämpfen laufe ich normalerweise immer in kurzen Hosen und Trägerhemd unserer Teamkleidung.
Aber irgendwie hatte ich heute bedenken nur mit Trägerhemd zu laufen.
Da zu diesem Zeitpunkt auch noch ein leichter aber kalter Wind wehte, entschloss ich mich für ein Langarmshirt
und darüber das Trägerhemd anzuziehen. Ich glaubte noch beim Einlaufen die richtige Wahl getroffen zu haben.
Doch eine Minute vor Start kam die Sonne heraus und es wurde spürbar wärmer, sodass bei jetzt idealen
Bedingungen der Startschuss viel. Jetzt war es zu spät zum Umziehen, was sich bei mir ab km 2 deutlich
bemerkbar und mir zu schaffen machte. Bis km 4 lief es noch recht gut, aber mir war einfach viel zu warm
und ich verlor pro km einige Sekunden. Was aber wohl nicht nur am Hitzestau lag. Am Saisonende ist wahrscheinlich die Luft raus!
Mit einer Zeit von 38:47 min. kam ich dann ins Ziel und belegte von 1310 Teilnehmern den 86.Platz und
in der AK M55 doch noch den 3.Platz. Die Urkunde und eine Flasche Rotwein waren dann ein Trost für die
verpasste Zielzeit von 38:00.
Der Hockenheimring-Lauf  ist insgesamt sehr gut organisiert und es gibt reichlich Kuchen, Kaffee oder
Würstchen und div. Getränke. Gut zur Überbrückung der Wartezeit bis zur Siegerehrung.
Kleiner Mango: Gemeinsame Startzeit, Zielzeiterfassung durch scannen des Barcodes auf Startnummer,
bedeutet Bruttozeit = Nettozeit, d.h. wer an der Startlinie steht hat Vorteile (1310 Starter).

14.11.2009 Crossduathlon Rüsselsheim Christoph Steurenthaler

Crossduathlon Rüsselsheim 14.11.2009 (5-20-2,5)

Herbst, Dunkelheit, Wolken bis zum Boden, Regenwetter, Matsch, Schlamm... Die richtige Zeit für Crossveranstaltungen. Weit und breit keine Form in Sicht? Woher auch? Die Motivation fürs Training verhält sich umgekehrt proportional zur Lust auf Schokolade und Kuchen. Was tun? Man nehme an einem Wettkampf teil. Zum Beispiel dem Crossduathlon in Rüsselsheim, dem Rüsselcross. Bei rechtzeitig erfolgter Anmeldung kann man sich sogar noch Startplätze sichern, ohne an einer Verlosung teilnehmen zu müssen. Netterweise lieh mir Stephan S. sein MTB. Da es nach Rüsselsheim gar nicht so weit ist und man die Strecke dorthin auch ohne großartige Radform bewältigen kann (und wir auch die Zeit hatten), machten Karin und ich uns mit den Rädern auf den Weg. Glücklicherweise regnete es mal nicht.
Nach einer guten Stunde hatten wir den Start-Ziel-Bereich dann auch schon erreicht. Nachdem wir die Startunterlagen abgeholt hatten blieb immer noch genug Zeit für eine Besichtigung der Radstrecke. Diese führte auf Waldwegen durch den „Rüsselsheimer Forst“ und war zweimal zu fahren. Bis auf einige Schlaglöcher, Laub und Wurzeln war dort kein großes Hindernis zu finden. Aber auf einer Strecke von ca. 500 Meter hatte eine Waldmaschine, ein Vollernter, mit seinen großen Reifen den Waldweg „umgepflügt“ und seine Spuren hinterlassen. Dort war es richtig schwer, das Gleichgewicht zu halten und man musste sich wirklich durch den Dreck wühlen. Ich war froh über das MTB.
Nachdem wir wieder die Wechselzone erreicht hatten machten wir uns für den Start bereit.
Und schon fiel der Startschuss. Ich lief so gut es ging, doch das fehlende Training machte sich doch arg bemerkbar und ich war froh, als ich die fünf Kilometer geschafft hatte und mich aufs Rad schwang. Die erste Radrunde ging ganz flott vorbei. Mitte der zweiten Runde krachte es plötzlich neben mir im Wald. Erschrocken sah ich einen Hirsch im Tiefflug angeflogen kommen. Ich bremste ab, denn wie lernt man in der Fahrschule: Wo ein Reh ist ist ein zweites nicht weit. Oder ein drittes. Oder ein Viertes! Nach drei Männchen kam noch ein Weibchen mit einem Riesensatz angeflogen. Wahnsinn! Leider trifft das Sprichwort von den Schwalben und dem Regen nicht nur auf diese sondern auch auf Rehe und Hirsche zu, denn kurz nach der Begegnung begann es zu regnen. Und die Sicht wurde schlechter und schlechter. Aber ich hatte es ja fast geschafft.
Die abschließende Laufrunde lief ich ziemlich locker, erreichte nach 1:17 Stunden die Ziellinie und genoss anschließend die Verpflegung im Zielbereich. Vor allem die Getränke, denn es war ungewöhnlich warm und ich hatte mich zu dick eingepackt. Wenig später hatte auch Karin ihren ersten Crossduathlon erfolgreich bewältigt und lief mit einem strahlenden Lächeln ins Ziel.
Fazit: Eine schöne Veranstaltung und gut organisiert. Und Spaß machte es auch. Eben genau das richtige für die Jahreszeit. 

15.11.2009 Cross-Lerchenberg Thortsen Ruthard 15.11.2009 - Die Crosssaison wurde durch den Wolf Thorsten eröffnet ...

und 9.900 m wässriger Matsch mussten im Ober-Olmer Wald beim Lerchenberg Cross auf einer 1.650 m langen Crossrunde unter die Pfoten genommen werden.
Mal gleich vorne weg: Mein neuer Trainingsplan mit weniger Tempotraining macht sich bezahlt; danke an den Trainer Günter Jung der TV Waldstraße Wiesbaden.
Das Wetter war am heutigen Sonntag uns Crossläufern hold. Es war mild mit 10 Grad und es regnete nicht. Aber der Niederschlag der letzten Tage hatte im Ober-OLmer Wald ganze Arbeit geleistet und hatte die Strecke mit einem wässrigen Matsch bedeckt.
Gewonnen wurde das Langstreckenrennen von dem Hauptklassenläufer Andreas Kopp (TSG Montabaur) in 32:39 min, danach folgte Michael Drewes der M35 (noch USC Freiburg/ ab 2010 wieder TV Waldstraße Wiesbaden) in 32:46 min. Michael musste aufgrund seines guten Laufes am Freitag bei der Treburer Laufnacht auf der letzten Runde leider abreisen lassen, was mit frischen Beinen wahrscheinlich nicht passiert wäre.
Als Dritter kam ein mittlerweile stark laufender Ralf Möllers (SPFR Budenheim) in 34:58 min ins Ziel. 2 Wochen nach seinem Rheinland-Pfalz-Crosstitel der M40 zeigte er sehr eindrucksvoll ab der 3. Runde, warum er das Meisterschaftrennen gewonnen hatte und ich musste ihn ziehen lassen.
In seinem Sog arbeitete ich mich aber innerhalb der 4. Runde weiter nach vorne, ging in der 5. Runde an einen nach hinten fallenden Läufer aus der Spitzengruppe vorbei und lief noch in der letzten Runde einen Vorsprung von 25 sec raus. In einem gleichmässigen Rennen, mal abgesehen von der ersten Runde, lief ich mit einer 35:54 min auf den 4. Gesamtplatz.
Nachdem wir einen heisen Tee geschlürft hatten, machten wir uns auf den Heimweg mit unserem Anhang oder Beobachter, wie zum Beispiel Michael Heid an Krücken. Aber die waren gut "eingesaut" durch den Matsch. 
Ein ganz grossen Lob hat sich der Veranstalter rund um Frau Bresser verdient. Die Strecke war super markiert und trotz Schlamm gut zu laufen. Der Kuchen und "Läufertee" verkürzte die relativ kurze Wartezeit bis zur Siegerehrung und am Abend waren die Ergebnisse schon im Internet.
Das war der erste Streich im Cross und weitere sollen noch folgen in diesem Winter von eurem Wolf Thorsten.   
21.11.2009 Lindenseelauf Christian Wolf Lindenseelauf am 21.11.09 über 15 Km in RüsselsheimNormalerweise hetzen die Wölfe ja im Rudel durch den Wald, aber in diesem Jahr bin ich als
einsamer Wolf durch den Rüsselsheimer Wald gejagt.
Leider waren meine Teamkollegen aus verschiedenen Gründen verhindert so dass ich  am Samstag alleine nach Rüsselsheim fuhr.
Da die Lindenseelaufserie eine bekannte und sehr beliebte Veranstaltung ist trifft man da immer auf  Freunde und Bekannte aus der Ausdauerszene. So waren auch an diesem Samstag viele Bekannte da auch einige die im März mit auf Mallorca im Trainingslager vom Mainzer-Laufladen dabei waren .Es ist doch immer wieder schön wenn man sich mal wieder trifft.
Für mich sollte dieser Lauf ein erster Test werden, da ich im Oktober wegen einer Erkältung
4 Wochen nicht trainiert hatte. Als Zielzeit hatte ich mir ca 63 min vorgenommen, das sind so ca 6-7 min mehr wie ich in vergangen Jahren öfter in Rüsselsheim gelaufen bin.
Um 14.30 Uhr erfolgte der Start bei optimalen Bedingungen , es war trocken , windstill und mit 16 Grad für einen Novembertag recht warm.
Vom Start weg lief ich in einer Gruppe mit die so ca 4 min pro km lief. Meine Durchgangszeiten bei km 5 und 10 waren  19min 50sec und 39min 45sec.
Das war etwas schneller als ich geplant hatte aber ich fühlte mich gut und habe mich nicht verausgabt  dabei.
Am Schluss erreichte ich da Ziel in 60min und 40 sec.
Das war der 31. Platz in einem Feld von 322 Teilnehmern
Mit meinem Testrennen bin ich sehr zufrieden und denke das ich auf dieser Leistung
für neue Saison aufbauen kann.Mein großes Saisonziel im nächsten Jahr ist der Ironman im Mai auf Lanzarote.
Dort will ich zum dritten Mal die Quali für den Ironman Hawaii erreichen
Ich werde in der Vorbereitung bis dahin einige Läufe absolvieren als Tests und Tempotraining.
Im März geht es dann wieder mit dem Mainzer Laufladen für 10 Tage ins Trainingslager auf
Mallorca.
Als erstes wichtige Rennen steht dann im April der Powerman  Duathlon in Holland auf dem Plan.
Ich werde von meiner Vorbereitung berichten
29.11.2009 Marathon Lanzarote Martin Skalsky Erfolgreicher Ausflug zum Lanzarote Marathon, 29.11.2009ein Lauf- und Reisebericht von MartinZum Ausklang der Laufsaison zog es mich auf die Kanareninsel Lanzarote. Ziel war der 20.Internationale Marathon am 1.Adventssonntag in der Inselhauptstadt Arrecife. Begleitet wurde ich von Andreas, den ich von meiner Zeit bei der Laufgruppe des TV Hechtsheim kenne. Er hatte mir von dem Lauf erzählt und ich hatte mich seinen Reiseplänen angeschlossen. 6 Tage vor dem Lauf landeten wir bei angenehmen 24 Grad auf der Insel und quartierten uns in einer zentral gelegenen, aber dennoch ruhigen Appartementanlage mitten in Puerto del Carmen ein. Da hier auch das Essen schmeckte, war die Grundlage für eine schöne Woche schon mal gelegt.
Da ich die Marathonteilnahme nur als „Spaß und Genusslauf“ geplant hatte und nach erneuten, blöderweise selbst verschuldeten starken Achillessehnenproblemen erst zwei Wochen zuvor wieder ins Training eingestiegen war, boten sich die Tage auf der Insel zu einem kurzen Trainingslager an. Bis auf den Samstag vor dem Lauf absolvierte ich täglich zwei Trainingseinheiten bei bestem Wetter. Dazwischen erkundeten wir die wenigen, aber dennoch interessanten Sehenswürdigkeiten der Vulkaninsel.
Am Sonntagmorgen stand dann der Marathon an. In aller Frühe ging es mit dem Bus nach Arrecife. Der Start/Zielbereich lag direkt am Meer, auf dem Parkplatz einer Disco, wo der Veranstalter eine Tribüne und Zelt, samt Kleiderbeutelabgabe und Verpflegungsstation errichtet hatte. Während ich mich auf den Lauf vorbereite kamen noch die letzten Gäste aus dem Tanztempel geschwankt. Da ich die Startunterlagen bereits Freitags abgeholt hatte, vergingen die Minuten vor dem Start recht stressfrei. Kurz nach 10 Uhr ging es dann für die gut 800 Teilnehmer(davon 210 Marathonis, hauptsächlich Spanier, Briten, Finnen und Deutsche), verteilt auf 10,5km Lauf, Halb- und Marathon, auf die Strecke. Diese verlief über 4 Runden entlang der fast flachen Uferpromenade- und Straße, größtenteils als Wendepunktkurs. Die vielen engen Kurven und Richtungswechsel an den Wendepunkten machten den Kurs vergleichsweise langsam. Wegen fehlender Kilometermarkierungen lief ich zu schnell an und positionierte mich in einer Gruppe Halbmarathonläufer. Die erste Runde bei km 10,5 passierte ich nach 37min. Danach schaltete ich einen Gang runter, trotzdem noch zu flott erreichte ich die 21,1km Marke in 1:17Std. Ab hier hatte ich keine Läufer mehr um mich, absolvierte Runde 3 aber immer noch einigermaßen passabel. An den Wendepunkten sah ich, dass die Läufer an Position 1 und 2 zusammen liefen, angesichts der doch heftigen Winde wohl die bessere Wahl. Die letzte Runde viel mir dann deutlich schwerer, die fehlenden langen Läufe und die Hitze machten sich bemerkbar. Wäre einer der hinter mir liegenden Läufer noch mal auf mich aufgelaufen, hätte ich wohl nicht mehr viel entgegenzusetzen gehabt. So erreichte ich in 02:38:27 Std. auf Platz 3 (1.AK) und erster ausländischer Läufer das Ziel, 7min nach dem Sieger.
Trotz der Mühen auf den letzten Kilometern eher ein Marathonlauf der entspannteren und spaßigen Art. Dazu trugen sicherlich auch das sehr gute Preisgeld und einige „Cerveza“ im Zielbereich bei.
Leider verpasste ich die Siegerehrung, da diese nicht wie angekündigt um 14 Uhr stattfand, sondern wegen der starken Winde vorgezogen wurde, was ich im Verpflegungszelt wegen mangelnder Spanischkenntnisse leider nicht mitbekam. Also marschierte ich um 14 Uhr noch mal allein aufs Treppchen und nahm meinen Pokal entgegen.
Das die Strecke, oder eher die Witterung nicht einfach ist, zeigt auch die Ausfallquote. Von 210 gestarteten (nicht gemeldeten!!!) Marathonis erreichten nur 156 Athleten das Ziel. Auf der Strecke sichtete ich übrigens einen 21,1km Läufer im gelben TCEC-Mainz Dress, mit dem Wolf-Laufladen Logo auf dem Hintern.
Die letzten zwei Tage auf der Insel ließ ich gemütlich ausklingen, am Dienstagmorgen, wenige Stunden vor dem Abflug genoss ich dann noch mal das milde Klima bei einem lockeren Strandlauf. Die Muskulatur hatte den Sonntag gut verkraftet.
Lanzarote kann ich als Wintertrainingslager außerhalb der Ferienzeit nur weiterempfehlen, den Inselmarathon wegen der eher langweiligen Strecke nur bedingt, mit 35,-€ Teilnahmegebühr(inkl. Championchip, Finisher-Shirt, Medaille und guter Verpflegung) die erst bei Abholung der Startnummer zu entrichten sind, ist er jedoch sehr preiswert.Bilder & Bericht von Martin Skalsky
   
   

 

Dezember

Datum Bericht
06.12.2009 Karin Kerschensteiner Kölner Nikolaus-Lauf
Kölner Nikolaus Lauf 2009Dass Laufen verbindet ist ja bereits bekannt, dennoch haben wir dieses Motto beim Nikolaus Lauf in Köln erneut unter Beweis gestellt.Dank einer „verbindungsfreundlichen“ Laufstrecke im Stadtwald konnte man, auch spontan, zwischen einer Runde (3,3km) zwei Runden (6,7km) oder drei Runden (10km) wählen. So konnten wir gemeinsam starten und trotz unterschiedlicher Rundenanzahl auch fast gemeinsam finishen. JInsgesamt hatten wir beim Laufen zwar Glück mit dem Wetter, doch war die Laufstrecke durch den vielen Regen am Vortag ganz schön rutschig und matschig. Gerade in den vielen Kurven und Abzweigungen im Stadtwald musste man wirklich aufpassen und größeren Wasserpfützen den Kampf ansagen.
Für den 6.Dezember war es zwar viel zu warm (11°C) doch ließ es sich kaum ein Läufer nehmen mindestens mit Nikolausmütze zu starten. Kein Wunder, denn läuft man mit Mütze, spendet man 50 Cent an den Verein der Freunde und Förderer des Lindenthaler Tierparks e.V.Im Ziel gab es Schokolade!!! (Für Christoph und Sonja der beste Grund nächstes Jahr wieder dabei zu sein J) Tee und Granatapfelsaft…und fünf von insgesamt 3000 Läufern erhielten sogar eine Nikolaus-Spezial-„Medaille“ …Ergebnisse:
Christoph (10km)                   37:01 Platz 12 AK 2
Nico (10km)                           45:37
Karin (10km)                          46:24 Platz 38 AK16
Gael (10km)                           59:17
Julia (6,7km)                          41:49
Sonja (6,7km)                         45:15
Barbara (3,3km)                    23:01
05.12.2009 Nikolauslauf Haßloch von Christian Wolf Nikolauslauf am 05.12.09 in Haßloch/ SüdpfalzAm Samstag fuhr ich nach Haßloch um beim Nikolauslauf  den  Halbmarathon
zu laufen. Vorher fuhr ich erst mal im Laufladen vorbei um einen Kaffee zu trinken
das ist oftmals ein schöner Treffpunkt Samstags morgens, wo auch schon einige große Ideen
geboren wurden und mancher Blödsinn ausgemacht wurde. ( zb .unsere 3 Rookies 2008 in Roth) Martin kam auch vorbei und hat uns von seinem tollen Marathon auf Lanzarote berichtet .
Gegen 10.30 Uhr fuhr ich dann früh genug los um der üblichen Hektik bei der Anmeldung aus dem Wege zu gehen. In Hassloch kann man sich vorher nicht anmelden und deshalb war auch sehr viel Gedränge und Hektik in der kleinen Halle am Sportplatz.
Um 13.00 Uhr sollte der Start sein doch es herrschte ein riesiger Andrang bei der Anmeldung
und so musste der Start um 20 min nach hinten verschoben werden.
Mein  Einlaufen fiel bei nur 4 Grad und leichtem Nieselregen recht kurz aus und ich bekam einen ersten Einblick was auf den 3 x 7 km Runden durch den Wald auf uns Läufer zukam.
Der viele Regen der letzten Tage und die milden Temperaturen hatte den Waldwegen ordentlich zugesetzt und den Boden schlammig und rutschig gemacht.
Um 13.20 Uhr erfolgte der gemeinsame Start des 7 km Rennen und des Halbmarathons.
Die Läufer die nur 7 km liefen schlugen ein hölliges Tempo an, ich ließ mich aber nicht mitreißen  und lief mein geplantes Tempo von ca 4 min /km an. In der ersten Runde war es recht eng auf der Strecke das änderte sich aber schlagartig nach 7 km als die einen ins Ziel liefen und die halben auf die 2. Runde gingen . Plötzlich war ich ziemlich weit vorne im Feld unterwegs. Ich konnte mein Tempo auf ca 4,05 min /km einpendeln und bin in knapp unter 41 min die ersten 10 km gelaufen was für den schlechten Untergrund recht gut war , bei km 15
hatte ich 1:02 Std  auf der Uhr und es ging mir noch recht gut. Bei ca km 18 habe ich noch
2 Läufer überholt und bei km 19 bin ich an der ersten Frau und späteren Siegerin Eva Katz
aus Mußbach vorbei gelaufen.
Am Schluß standen für mich 1:26 Std auf der Uhr. Das war der gesamt 19.Platz von 450
Teilnehmern. Wie schwer die eigentlich schnelle und flache Strecke an diesem Samstag zu laufen war zeigt alleine die Tatsache das nur 2 Läufer unter 1:20 Std bleiben konnten.
Mein persönliches Fazit lautet: es war ein schöner Lauf der gut und liebevoll organisiert ist
Der aber mit 900 Teilnehmern an der oberen Grenze angelangt ist  in Bezug auf Parkplätze, Duschmöglichkeit und der Halle für das Kuchen essen nach dem Rennen.
Nächsten Sonntag steht der Adventslauf in Ebersheim für das Wolfsrudel auf dem Plan
Wo ich auch mitlaufen werde.    
13.12.2009 Ebersheimer Nikolauslauf von Michael Heid Powerwalking  beim Adventslauf in EbersheimAcetabulum-Mehrfragmentfraktur rechts mit Beteiligung aller Pfeiler und der Ala ossis illi rechts, so heißt die Verletzung im medizinischen Fachjargon , die ich mir bei einem dummen Sturz mit dem Rennrad im August zuzog.
Auf Deutsch: eine relativ komplexe Fraktur der rechten Hüftpfanne. Dazu kamen noch vier gebrochene Rippen und eine Fraktur des Schambeins.
Am 24. November konnte ich meine beiden Krücken, die mir nach dreieinhalb Monaten Benutzung fast schon ans Herz gewachsen waren, in den wohlverdienten Ruhestand  schicken. Seitdem stauben sie in meinem Schlafzimmer vor sich hin.
An sofortige Wiederaufnahme des Lauftrainings war dann natürlich nicht zu denken, auf Anraten der Ärzte habe ich das auf den Beginn des kommenden Jahres verschoben.Was lag also näher, als den sportlichen Horizont zu erweitern und das gelenkschonende Walking mal innerhalb eines Wettkampfs auszuprobieren. Also packte ich meine Wanderhose ein ( Walking ist ja eigentlich nichts anderes als eine moderne Variante des Wanderns) und fuhr mit dem Mountainbike nach Ebersheim um innerhalb des  dortigen Adventslauf beim Walkingwettbewerb über 5km teilzunehmen. Ich startete für das neugegründete 'Wolf's Walking Team' des Mainzer Laufladens, dessen momentan einziges Mitglied der Schreiber dieser Zeilen ist.
Das  neue Team ist als sportliche Wiedereingliederungsmassnahme des Mainzer Laufladens für Running-Team-Mitglieder gedacht, die so wie ich nach längerer Zeit der Rekonvaleszenz den langsamen Wiedereinstieg in den Laufsport versuchen.
Natürlich können auch Mitglieder des Running-Teams, die sich den hohen sportlichen Anforderungen nicht mehr gewachsen fühlen, bzw. eine Auszeit vom Laufen nehmen wollen, dem Walking-Team beitreten. 
Allerdings sind vor dem Wiedereintritt in das Running-Team hohe Hürden gesetzt. So muss man zunächst die erfolgreiche Teilnahme an mindestens drei Walkingveranstaltungen nachweisen, mit einer Platzierung unter den besten drei der Altersklasse bei mindestens 2 der Veranstaltungen.Weiterhin muss folgender läuferischer Nachweis erbracht werden:Sieg beim Halbmarathon in Mainz über den Leitwolf Michael THE INCREDIBLE MISCHEL Wolf
. Gleichzeitig darf man aber nicht später als 30min nach dem Zieleinlauf von Martin THE MARVELLOUS MADDIN Skalsky, der allerdings den vollen Marathon läuft, ins Ziel kommen.Zurück zum 'Walk' in Ebersheim. Da ich schon mit dem Mountainbike gekommen war, verzichtete ich auf ein ausgiebiges Einwalken. Wie ein Crossläufer vor der Entscheidung 'mit oder ohne Spikes', stand ich nun vor der Frage: Mit oder ohne Stöcke ?
Da ich mich beim ersten Walkingwettbewerb nicht gleich schon technisch überfordern wollte entschied ich mich für letzteres.
Leider hatte ich durch die kurzfristige Gründung des neuen Teams keine entsprechend bedruckte Walkkleidung zur Verfügung, so dass ich anmassenderweise die alte Laufjacke mit der Aufschrift 'Wolf's Running Team' anzog. Ich bitte hiermit Nicole und Michael von disziplinarischen Massnahmen gegen mich abzusehen.
Um 10:30 ging es dann los. Gegen die anwesende rheinhessische Walkelite rechnete ich mir  nur geringe Chancen aus, zu mal ich ja als Neuling wie beim Marathon mit einem Erstwalker-Zeitmalus zu rechnen hatte. Es war eine 2,5 km – Strecke rund um das winterliche Ebersheim zweimal zu durchwalken.
Meine Endzeit von ca. 41 min war nicht schlecht, jedoch landete ich abgeschlagen unter ferner liefen. Immerhin konnte ich als einziger Teilnehmer meiner Altersklasse diese gewinnen, womit ich schon einen grossen Schritt zur Wiederaufnahme in das Runningteam gemacht habe .Doch nun zurück zum ernsten Laufsport ( der geneigte Leser möge bitte obige Ausführungen nicht für bare Münze halten ). Heute stand mit dem Hauptlauf über 10 km der Abschlusswettbewerb des Wingertscups auf dem Programm, den ich in der ungewohnten Rolle des Zuschauers erleben konnte. Vor drei Jahren konnte ich den Lauf  noch als Sieger mit deutlichem Vorsprung beenden. Mit der wohl besten Besetzung in der Spitze überhaupt ging der wiederum sehr gut organisierte Ebersheimer Adventslauf in seine mittlerweile sechste Auflage. Natürlich war das Führungstrio der Gesamtwertung mit dem führenden Vorjahressieger Christian Klaproth, dem Ebersheimer Lokalmatador Mario Müller und meinem Trainingspartner Thorsten am Start.
Martin von Laufteam, meine Laufkumpane Oliver 'Olli' Majchrzak und Michael Drewes konnten sich ebenfalls sehr gute Chancen auf den Sieg ausrechnen. Sehr gute Chancen auf einen vorderen Platz hatten mit Sicherheit meine Teamkollegen Christoph und Christian sowie der Triathlet Uwe Diether vom TCEC Mainz.
Die neue Strecke des Adventslauf war zuschauerfreundlich, konnten doch die Läufer 4x mal während des Laufes angefeuert werden. Das Profil der neuen Strecke war sehr hart, mit steilen Anstiegen und Bergabpassagen, die aufgrund des Wintereinbruchs nicht einfach zu laufen waren. Tags zuvor bin ich einen  Großteil der neuen Strecke mit dem Mountainbike abgefahren und wusste, was auf die Läufer zukommt. Als einziger kleiner Kritikpunkt sei hier erwähnt, dass sich die Streckenführung schon wieder geändert hat und  keine Vergleichbarkeit der Zeiten zu Vorjahren möglich ist. Nichtsdestotrotz ist die neue Strecke die schönste in der kurzen Geschichte des Adventslauf.
Zum sportlichen Teil: Nach der kurzen Einführungsrunde bildete sich ein Spitzentrio mit Christian, Oliver und Martin. Kurz dahinter Michael. Das gleiche Bild nach der zweiten kurzen Runde , nur dass der Abstand zu Michael Drewes größer war. Im Ziel hatte Martin mit 35:19 einen erstaunlich deutlichen Vorsprung auf Michael ( 35:58 ) und Christian ( 36:05) herausgelaufen. Oliver ist mit 37:48 in den Weinbergen regelrecht eingebrochen,  hatte aber immer noch einen deutlichen Vorsprung auf Christoph (38:45 ) und Uwe Diether ( 38:58 ). Den siebten Platz sicherte sich Thorsten ( 39:11 ), der erstmals in der Serie Mario Müller ( 39:21 ) distanzieren konnte, diesem aber nicht mehr den zweiten Platz in der Gesamtwertung streitig machen konnte.
Christian, der noch den Halbmarathon der Vorwoche in den Beinen hatte, kam nach 41:33 als 13. ins Ziel. Unser Wolfsküken Karin belegte einen guten vierten Gesamtplatz bei den Frauen in 47:25.
Gesamtsieger der Wingertscupwertung wurde wie im Vorjahr Christian Klaproth vor Mario Müller und Thorsten Ruthard.
Zu erwähnen sei hier noch die rege  Beteiligung beim Schülerlauf mit teilweise sehr guten Leistungen von Nachwuchstalenten aus den benachbarten Leichathletikvereinen. In den Zeiten, in denen die leichtathletische Ausbildung von Kindern in den Vereinen immer mehr zurückgeht, ist dies mit Sicherheit ein positives Signal.Nach dem Lauf gönnte ich  mir eine leckere Kartoffelsuppe in der Turnhalle. Organisation, Ambiente in der Töngeshalle, Siegerehrung, Speisen und Getränke  waren wieder hervorragend organisiert.  Da kann sich manch etablierter Lauf in der Region ein Scheibe abschneiden !Nach der Veranstaltung machte ich mich wieder mit dem MB bei eisigem Gegenwind zurück auf den Weg nach Bretzenheim. Im nächsten Jahr wird der Wingertscup wohl aus fünf Veranstaltungen bestehen, wobei ein Streichergebnis möglich ist. Bis dahin kann sind es noch ein paar Monate und ich wieder halbwegs in Form um ein Wörtchen beim Wingertscup mitzusprechen .In diesem Sinne ( nach Arnie )  : I'll BE BACK

22.12.2009 Alternatives Wintertraining von Helmut Becker

 

Alternatives Wintertraining

Christian und ich haben im Herbst festgestellt, dass es uns nach all den Jahren des Trainings immer mehr nervt, bei dem miserablen Winterwetter draußen im Dunklen und Nasskalten rumzurennen. OK, man kann jetzt gerne sagen, dass wir verweichlichen. Zumindest auf mich trifft das bestimmt zu J und Christian als alter Ironman würde sich sehr wahrscheinlich davon distanzieren. Neben der „Flucht“ vor dem schlechten Wetter geht es uns vor allem darum, dem jahrelangen einseitigen Training neue Impulse zu geben. So machten wir uns im November auf die Suche nach einem Fitnessstudio. Am Ende sind wir dann in Finthen im Fit’n Fun untergekommen, da wir dort für uns die besten Trainingsbedingungen vorgefunden haben.

 

Wir trainieren nun ca. zweimal die Woche in dem Studio. Christian ist immer früher da als ich, um vor dem Krafttraining noch eine Stunde bis anderthalb auf dem Ergo zu fahren. Ich „laufe“ mich meist je eine Viertelstunde auf dem Crosstrainer und dem Laufband ein. Interessant ist dabei die Bewertung des persönlichen Fitnesszustandes an den beiden Geräten anhand der Pulswerte, der gelaufenen Geschwindigkeit bzw. des Widerstandes usw. Überraschend ist es sicherlich nicht, dass meine Werte auf dem Crosstrainer deutlich schlechter als auf dem Laufband sind (über 20%). Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass die zusätzliche Armbewegung einen so starken Unterschied macht. Das zeigt mir recht deutlich, dass man als reiner Läufer und Radsportler die Arm-, Rücken- und Bauchmuskulatur d.h. im Grunde den gesamten Oberkörper sträflich vernachlässigt und es Zeit wurde auch dafür was zu tun. Hier haben die Triathleten durch ihr Schwimmtraining sicherlich noch einen gewissen Vorteil, aber auch Christian erhofft sich sicher nicht zu unrecht eine weitere Steigerung seiner Fitness durch unser Training. Nach dem wir also unseren Kreislauf in Schwung gebracht haben, gehen wir an die Geräte. Über Beinbeuger und –strecker (ja, ja schon wieder die Beine), quälen wir uns bei Latzug, Bauchbank, Crunchern, Butterfly, Bankdrücken usw....
Wir versuchen auch darauf zu achten, dass wir von Gerät zu Gerät unterschiedliche Muskelgruppen beanspruchen und es bei den Gewichten nicht übertreiben. Auch hier gebe ich gleich zu, dass Christian ganz andere Gewichte bewegen kann als ich, aber wir haben beide dasselbe Ziel: Keine Muskelberge aufbauen (wird mir eh nicht gelingen J) sondern die Muskeln zu stärken. Mit Hilfe des Wackelbrettes, das wir in jedem Training mit einbauen, versuchen wir dann auch noch was für die Koordination zu machen und ab und zu schließen wir das Training mit einer 5 minütigen Einheit auf dem Rudertrainer ab. Man glaubt gar nicht, wie lange 5 Min sein können. Als es in den letzten Tagen so schweinekalt und rutschig war, sind wir aber auch schon mal ins Studio gegangen um uns nur auf dem Laufband und Ergo zu betätigen, d.h. z.B. eine Koppeleinheit zu machen.

Schaun mer mal im Frühjahr was die ganze Sache so bringt. Aber schon jetzt kann man sagen, dass wir beide an dem Krafttraining einen großen Spaß haben, es eine gute Abwechselung zum bisherigen Training ist und wir uns in dem Fit’n Fun sehr wohl fühlen.

Helmut Becker 22.12.09

4 Wiesbadener Gänsebratevernichtungslauf von Dr. Heinz Klink

4. Wie­sbadener Gän­se­bra­ten­ver­nich­tungs­lauf

Am Hei­lig­abend und den bei­den Weih­nachts­fei­er­ta­gen gab es si­cher auch in die­sem Jahr bei ei­ni­gen Läu­fe­rin­nen und Läu­fern le­cke­ren Gän­sebraten, viel­leicht, so wie bei uns, ge­füllt mit Äp­feln und da­zu Rot­kraut und Kar­tof­fel­knö­del. Al­les su­per le­cker und eben­so ka­lo­ri­en­reich. Aber die­sen Ka­lo­ri­en ging es am 2. Weih­nachts­fei­er­tag 2009 in Wies­ba­den gleich wie­der an den Kra­gen, als um 11 Uhr am Ner­o­berg der 4. Gän­se­bra­ten­ver­nich­tungs­lauf ge­star­tet wur­de.

Ha­be ich mich in mei­nem letz­ten Er­fah­rungs­be­richt über un­ser New­li­ne "Wind­bre­a­ker ­jacket" noch ge­fragt, wann es wie­der mal rich­tig Win­ter wird, konn­te ich mich nun bei Tem­pe­ra­tu­ren um Null Grad über ei­ne schwer zu lau­fen­de Win­ter-Cross­-Stre­cke freu­en. Über­frie­ren­de Näs­se und über Nacht wie­der an­ge­fro­re­ner Schnee­matsch, der zu­vor von zahl­lo­sen Spa­zier­gän­gern und Jog­gern mit Fuß­ab­drü­cken über­sät wor­den war, sorg­ten zu­sätz­lich zu den Stei­gun­gen und ent­sprechenden Ge­fälls­tü­cken für Schwie­rig­kei­ten. Ei­nen Wett­kampf hät­te ich auf die­sem Un­ter­grund nicht lau­fen wol­len. Oh­ne Zeit­nah­me und un­ter dem Mot­to der Weih­nachts­gans auf der Start­num­mer "Gans lang­sam" wur­de es aber doch ein ab­wechs­lungs­rei­cher flot­ter Trai­nings­lauf.

Sol­che Bil­der, wie u.a. auf der Home­page des Ver­an­stal­ters LC Olym­pia Wies­ba­den, kennt wohl je­der, sie ge­hö­ren ein­fach zur Weih­nachts­zeit da­zu: Erst geht es wie beim Krüm­mel­mons­ter mit ei­nem Keks los, dann fol­gen gan­ze Tel­ler mit Plätz­chen und Scho­ko­la­de, bis an den Weih­nachts­fei­er­ta­gen die Gän­se­bra­ten aus dem Ofen ge­zo­gen wer­den. Am En­de könn­te dann so man­cher schlan­ke Sport­ler als Kö­nig Dick­bauch ge­krönt wer­den.

Mit un­ge­fähr 75 Läu­fe­ri­nnen und Läu­fern mach­te ich mich al­so da­ran, ei­ni­ge Ka­lo­ri­en zu ver­bren­nen. Die An­mel­dung er­folgt noch ganz kurz­fris­tig on­line am Vor­abend und das sehr preis­wer­te Start­geld von 3 Eu­ro ha­be ich kurz vor dem Start an der Tal­sta­ti­on der Ner­o­berg­bahn be­zahlt. Dort konn­te man auch par­ken und war gleich an Start und Ziel.

Die Ner­o­berg­bahn ist oh­ne­hin ei­nen se­pa­ra­ten Be­such wert. Jetzt war sie ge­schlos­sen. Aber im Früh­jahr kann ich die­ses Ziel für ei­nen Fa­mi­lie­naus­flug nur emp­feh­len. Die­se Bahn wur­de be­reits 1888 als Wasserballastbahn er­öff­net und stellte die Verbindung vom Nerotal zum Wiesbadener Hausberg, dem Ner­o­berg, her. Die be­son­dere Technik der Nerobergbahn wur­de bis heu­te un­ver­än­dert beibehalten. Bei einer Gesamtlänge von 438,5 m schafft die Bahn einen Höhenunterschied von 83 m mit einer mittleren Steigung von 19,5% in ca. 3,5 min. Da­bei überquert sie das Nerotal auf einer Bogenbrücke von 5 auf 15 m ansteigend. Die Trasse führt an der Mauer des Neroberger Weinbergs vor­bei, der 1525 von Graf Philipp der Altherr von Nassau-Idstein, Herr zu Wies­ba­den, angelegt wurde. Die Gleisanlage besteht aus drei Laufschienen, wobei die mittlere Schiene von beiden Wagen genutzt wird. Lediglich die Ausweiche in der Mitte hat auf einer Länge von 70 m vier Schienen.

Ein Draht­seil mit einer Länge von 451 m und einem Durchmesser von 29 mm verbindet beide Wagen. Es läuft über 83 Rol­len und wird in der Bergstation um eine Umlenkrolle geführt, die in einem Basaltquader gelagert ist. Der talwärts fahrende Wagen zieht den anderen Wagen durch seine Schwerkraft und durch Ballastwasser nach oben. Das Bal­last­was­ser wird in einem unter dem Fahrgastraum angebrachten Tank, der 7 m³ auf­neh­men kann, mitgeführt. Das erforderliche Wasser kommt aus zwei auf dem Neroberg befindlichen Reservoirs, mit einem Fassungsvermögen von 380 m³. Das Ende des Wasserrohrs schiebt sich in das etwas grössere Auffangrohr des Wagens. Der Wagenführer öffnet einen Wasserschieber und lässt ent­spre­chend der Besetzung beider Wagen Wasser einlaufen.

In der Talstation passiert der einfahrende Wagen ein Winkeleisen, so dass sich ein Entleerungsventil öff­net und den Tank automatisch entleert. Das Wasser wird aufgefangen, und in einem 210 m³ fassenden Reservoir gesammelt, und wieder mit einer Leistung von 60 m³ /h und 12 bar zur Bergstation in die Reservoirs gepumpt. Die mit Dampf betriebene Pumpe wurde 1916 durch eine Pumpe mit Elek­tro­an­trieb ersetzt.

Die Ner­o­berg­bahn fährt durch ei­ne Spin­del­brem­se re­gu­liert mit ei­ner Ge­schwin­dig­keit von exakt 6,78 km/h. Die Notbremse wird durch eine Flieh­kraft­brem­se blo­ckiert, wenn die Fahrgeschwindigkeit um 30% überschritten wird. Dabei löst sich ein Fall­ge­wicht, das den Wagen zum Ste­hen bringt. Eben­so bei einer Seillockerung oder Riss. Der Wagenführer steht bei der Bergfahrt auf der oberen und bei der Talfahrt auf der unter Plattform. In den Wagen sind für 32 Personen Sitzplätze.

Beim Gän­se­bra­ten­ver­nich­tungs­lauf sind wir je­doch in meh­re­ren, nach Leis­tung bzw. nach im Fla­chen mög­li­chem Speed ein­ge­teil­ten Grup­pen in ei­nem gro­ßen Bo­gen um die Bahn­tras­se he­rum ge­lau­fen. Von der Ge­samt­stre­cke - laut Ver­an­stal­ter rund 8 km, laut mei­ner GAR­MIN 405 8,3 km - ging es knapp die Hälf­te berg­auf und an­schlie­ßend fast durch­gän­gig wie­der berg­ab. Zu Recht wur­den wir beim Start da­rauf hin­ge­wie­sen, dass es glatt sei und die Stre­cke nicht ge­streut wer­den konn­te. Es war ein Cross­lauf. Tü­ckisch wa­ren die Spur­ril­len von den Au­tos, die den ers­ten Teil der Lauf­stre­cke noch be­fah­ren durf­ten. Der dun­kle As­phalt war zu se­hen, aber stel­len­wei­se mit ei­ner dün­nen Eis­schicht über­zo­gen, weil es in der Nacht zu­vor wie­der un­ter Null Grad war. Zwei­mal wä­re ich berg­an fast aus­ge­rutscht. Da es beim Auf­tre­ten mit der Fer­se ge­schah, wä­re ich da­bei wohl ziem­lich hef­tig ge­stürzt. Im­mer­hin sind wir stel­len­wei­se auch mal 4:30 min/km ge­lau­fen, 5-min-Grup­pe hin und Lau­fen oh­ne Zeit­nah­me her.

Gleich zu Be­ginn ha­ben wir die in einem Felsenhügel ver­steckt lie­gen­de Leicht­weiß­höh­le pas­siert, zu der sich auch ein Fa­mi­lie­naus­flug lohnt. Die­se Höh­le ist so­gar äl­ter als das Wolfs Run­ning Team - et­was. Sie ent­stand vor vielen Millionen Jahren durch eine variskische Gebirgsfaltung. Vermutlich trug der Schwarzbach mit seiner damaligen ausspülenden Kraft zur Entstehung der Höhle bei. Der Felsenhügel, in dem sich die lang gestreckte Höhle befindet, erhebt sich etwa 15 - 20 m über der Sohle, des sich südlich anschließenden Talgrundes, im hinteren Nerotal. Ur­sprüng­lich versperrte dieser Felsen die Mündungsstelle der Bachläufe aus dem Rabengrund in den Schwarzbach.

Ein­zi­ger Bewohner der Höhle war Heinrich Anton Leichtweiß. Er wurde am 29. Dezember 1723 in Jugenheim südlich von Bingen geboren. Seine Jugendjahre verbrachte er in Ohren bei Kirberg. Sein Vater, Großvater und seine Brüder waren alle herrschaftliche Jäger. Diese Tatsache zeigt, dass auch in dem jungen Heinrich Anton Leichtweiß das Jagdblut steckte. 1788, als Leichtweiß bereits 65 Jahre alt war, gab er sich selbst eine Blöße: Mit einem Nachschlüssel wollte er bei einem Nachbarn in Dotzheim einbrechen, um einen Racheakt auszuüben. Dabei wurde er ertappt und den Behörden ausgeliefert. Zu diesem Delikt kam nun noch die Wilddieberei dazu. Nach langem Prozeß wurde Leichtweiß zu 1 1/2 Jahren Zuchthaus verurteilt. Als Verschärfung der Strafe mußte er an einem Markttag in Wiesbaden am Pranger stehen.

Nach seiner Haftentlassung kehrte er nie mehr zu seiner Familie zurück, sondern lebte einige Jahre (1789 - 1791) in der Höhle, von der er Kenntnis besaß. 1791 entdeckten Waldarbeiter die Höhle. Leichtweiß konnte aber noch einmal durch Flucht der Verhaftung entgehen. Er konnte nach Bergen bei Frankfurt entkommen, wo er sein Leben mit der Wilddieberei fristen mußte. 1792 kam von dort die Kunde, dass Leichtweiß beim Wildern festgenommen wurde. Er hatte eine geladene Pistole und andere Gerätschaften bei sich, die eindeutig auf sein Tun als Wilderer hinwiesen. Er gestand nur, dass er mal einen Hasen geschossen hätte. Der Fürst, CarI von Nassau, bestand aber auf eine Auslieferung nach Wiesbaden. Leichtweiß wurde an die Gerichtsbehörden in Wiesbaden überführt. Hier sollte er auf Geheiß des Fürsten Carl zu Nassau auf Lebensdauer hinter Schloß und Riegel.

Der Mann, der ein freies Leben in der Natur gewohnt war, wurde schnell lebensmüde; er siechte dahin, bevor sein Urteil “Lebenslang“ ausgesprochen war. Am 12. März 1793 starb Leichtweiß im Gefängnis zum Uhrturm in Wiesbaden. Begraben wurde er am alten Friedhof, außerhalb der Friedhofsmauer, wie das zu jener Zeit üblich war.

Nach seinem Tod geriet die Höh­le in Vergessenheit. Erst Jahrzehnte später, als die Wälder in das Eigentum der Stadt Wiesbaden übergegangen waren, diente sie gelegentlich den Waldarbeitern als Unterschlupf bei plötzlich hereinbrechendem Unwetter. Nach und nach erweiterten sie sich, richteten sich wohnlichere Nischen in den Wänden der Höhle und in der seitlichen Grotte ein, so dass sie dort unter der Woche bleiben konnten, um den langen Nachhauseweg in die Stadt oder in ihre Dörfer zu sparen. Im Üb­ri­gen war die Höhle nicht zugänglich und geriet allmählich in Ver­ges­sen­heit, bis sich der Wiesbadener Verschönerungsverein 1856 ihrer annahm. Die Höhle wurde zu einem dreißig Meter langen, mindestens zeit Meter hohen unterirdischen Gang ausgebaut und so auf das Dreifache ihrer ursprünglichen Ausdehnung gebracht. Nach Norden wurde ein zweiter Ein- und Ausgang geschaffen. Seitwärts befindet sich eine runde Grotte mit einem steinernen Tisch und Bänken an der Wand. In einer Nische, zu der man mit einer Leiter hinaufsteigen muß, findet man das “Lager des Räuber Leichtweiß“. Schließ­lich wurde die Höhle ausgestattet mit alten Steinschloßfhinten nassauischen Reitersäbeln, sowie ein Bildnis des Räubers. Nach der Ausgestaltung der Höhle durch den Verschönerungsverein, konnten im 19. Jahrhundert erstmals die Bevölkerung und die Kurgäste die Höhle besichtigen.

Lei­der sind wir nur da­ran vor­bei ge­rannt. Aber wir woll­ten ja auch Gän­se­bra­ten ver­nich­ten. Je­den­falls die Ka­lo­ri­en, die in ei­nem sol­chen Gän­se­bra­ten ste­cken. Das ist mir auch ge­lun­gen: Ei­ne gu­te Por­ti­on Gän­se­bra­ten soll 348 kcal ha­ben. Auf mei­ner Lauf­uhr stan­den am En­de 8,3 km in 42:17 min und ein Ver­brauch von 784 kcal. Da ha­be ich doch glatt noch 436 kcal gut, na­ja, wenn ich den Be­cher hei­ßen Tee und vor al­lem den Be­cher le­cke­ren Glüh­wein im Ziel­be­reich ab­zie­he, bleib doch nicht mehr so viel auf der Ha­ben­sei­te üb­rig. Da wer­de als gleich wie­der die Lauf­schu­he schnü­ren und lo­stra­ben ... 

Dr. Heinz Klink

   

 

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Datum Lauf   Datum Lauf
      07.07.2009 Mittsommerlau Wallau
07.02.2009 Crosslauf Gau- Odernheim   05.07.2009 TGM-Gonsenheim
08.02.2009 Crosslauf TV-Trebur   05.07.2009 Ironman Frankfurt
      12.07.2009 Challenge Roth
      26.07.2009 1/2 Marathon Hausen
01.03.2009 1/2 Marathon Frankfurt      
01.03.2009 Haybachlauf   01.08.2009 Tote Mann Berglauf Oberrieder
07.03.2009 Crosslauf Oppenheim   16.08.2009 Ironman Staffel Wiesbaden
14-24.03.2009 Mallorca- Trainingslager & 1/2 Marathon   29.08.2009 Almere Langdistanz
      30.08.2009 Hunsrückmarathon
05.04.2009 Ironman Südafrika      
18.04.2009 Regionalparklauf Massenheim      
19.04.2009 Hahnheim   13.09.2009 1/2 Marathon Worms
26.04.2009 Marathon Bonn   27.09.2009 Weinbergslauf Hocheim
26.04.2009 Neroman Wiesbaden      
         
10.05.2009 Marathon-Staffel Mainz   04.10.2009 Marathon Köln
21.05.2009 HK-Kreisstadt-Lauf   10.10.2009 Lindensee-lauf
23.05.2009 Strassenfestlauf Nieder-Olm   24.10.2009 Zornheim
23.05.2009 Ironman Lanzarote      
         
06.06.2009 Brezellauf Bretzenheim   01.11.2009 Hockenheim-lauf
06.06.2009 Mittelrhein-Marathon Koblenz   14.11.2009 Crossduathlon Rüsselsheim
10.06.2009 Strassenlauf Duckroth   15.11.2009 Crosslauf Lerchenberg
14.06.2009 Taunussteiner Waldlauf   21.11.2009 Lindensee Lauf
20.06.2009 Wallertheim   29.11.2009 Marathon Lanzarote
20.06.2009 Westdeutsche Meisterschaft Meschede     Tolle Laufjacke
21.06.2009 Duathlon Wiesbaden-Kloppenheim      
28.06.2009 Bike Marathon Spessart   05.12.2009 Haßloch Nikolauslauf
29.06.2009 Mainspitzlauf   06.12.2009 Kölner Nikolauslauf
      13.12.2009 Ebersheimer Nikolauslauf
      23.12.2009 Alternatives Wintertraining
      26.12.2009
4 Gänsebraten Vernichtungslauf
         

 

 

 

 

Datum Bericht
06.12.2009 Karin Kerschensteiner Kölner Nikolaus-Lauf
Kölner Nikolaus Lauf 2009Dass Laufen verbindet ist ja bereits bekannt, dennoch haben wir dieses Motto beim Nikolaus Lauf in Köln erneut unter Beweis gestellt.Dank einer „verbindungsfreundlichen“ Laufstrecke im Stadtwald konnte man, auch spontan, zwischen einer Runde (3,3km) zwei Runden (6,7km) oder drei Runden (10km) wählen. So konnten wir gemeinsam starten und trotz unterschiedlicher Rundenanzahl auch fast gemeinsam finishen. JInsgesamt hatten wir beim Laufen zwar Glück mit dem Wetter, doch war die Laufstrecke durch den vielen Regen am Vortag ganz schön rutschig und matschig. Gerade in den vielen Kurven und Abzweigungen im Stadtwald musste man wirklich aufpassen und größeren Wasserpfützen den Kampf ansagen.
Für den 6.Dezember war es zwar viel zu warm (11°C) doch ließ es sich kaum ein Läufer nehmen mindestens mit Nikolausmütze zu starten. Kein Wunder, denn läuft man mit Mütze, spendet man 50 Cent an den Verein der Freunde und Förderer des Lindenthaler Tierparks e.V.Im Ziel gab es Schokolade!!! (Für Christoph und Sonja der beste Grund nächstes Jahr wieder dabei zu sein J) Tee und Granatapfelsaft…und fünf von insgesamt 3000 Läufern erhielten sogar eine Nikolaus-Spezial-„Medaille“ …Ergebnisse:
Christoph (10km)                   37:01 Platz 12 AK 2
Nico (10km)                           45:37
Karin (10km)                          46:24 Platz 38 AK16
Gael (10km)                           59:17
Julia (6,7km)                          41:49
Sonja (6,7km)                         45:15
Barbara (3,3km)                    23:01
05.12.2009 Nikolauslauf Haßloch von Christian Wolf Nikolauslauf am 05.12.09 in Haßloch/ SüdpfalzAm Samstag fuhr ich nach Haßloch um beim Nikolauslauf  den  Halbmarathon
zu laufen. Vorher fuhr ich erst mal im Laufladen vorbei um einen Kaffee zu trinken
das ist oftmals ein schöner Treffpunkt Samstags morgens, wo auch schon einige große Ideen
geboren wurden und mancher Blödsinn ausgemacht wurde. ( zb .unsere 3 Rookies 2008 in Roth) Martin kam auch vorbei und hat uns von seinem tollen Marathon auf Lanzarote berichtet .
Gegen 10.30 Uhr fuhr ich dann früh genug los um der üblichen Hektik bei der Anmeldung aus dem Wege zu gehen. In Hassloch kann man sich vorher nicht anmelden und deshalb war auch sehr viel Gedränge und Hektik in der kleinen Halle am Sportplatz.
Um 13.00 Uhr sollte der Start sein doch es herrschte ein riesiger Andrang bei der Anmeldung
und so musste der Start um 20 min nach hinten verschoben werden.
Mein  Einlaufen fiel bei nur 4 Grad und leichtem Nieselregen recht kurz aus und ich bekam einen ersten Einblick was auf den 3 x 7 km Runden durch den Wald auf uns Läufer zukam.
Der viele Regen der letzten Tage und die milden Temperaturen hatte den Waldwegen ordentlich zugesetzt und den Boden schlammig und rutschig gemacht.
Um 13.20 Uhr erfolgte der gemeinsame Start des 7 km Rennen und des Halbmarathons.
Die Läufer die nur 7 km liefen schlugen ein hölliges Tempo an, ich ließ mich aber nicht mitreißen  und lief mein geplantes Tempo von ca 4 min /km an. In der ersten Runde war es recht eng auf der Strecke das änderte sich aber schlagartig nach 7 km als die einen ins Ziel liefen und die halben auf die 2. Runde gingen . Plötzlich war ich ziemlich weit vorne im Feld unterwegs. Ich konnte mein Tempo auf ca 4,05 min /km einpendeln und bin in knapp unter 41 min die ersten 10 km gelaufen was für den schlechten Untergrund recht gut war , bei km 15
hatte ich 1:02 Std  auf der Uhr und es ging mir noch recht gut. Bei ca km 18 habe ich noch
2 Läufer überholt und bei km 19 bin ich an der ersten Frau und späteren Siegerin Eva Katz
aus Mußbach vorbei gelaufen.
Am Schluß standen für mich 1:26 Std auf der Uhr. Das war der gesamt 19.Platz von 450
Teilnehmern. Wie schwer die eigentlich schnelle und flache Strecke an diesem Samstag zu laufen war zeigt alleine die Tatsache das nur 2 Läufer unter 1:20 Std bleiben konnten.
Mein persönliches Fazit lautet: es war ein schöner Lauf der gut und liebevoll organisiert ist
Der aber mit 900 Teilnehmern an der oberen Grenze angelangt ist  in Bezug auf Parkplätze, Duschmöglichkeit und der Halle für das Kuchen essen nach dem Rennen.
Nächsten Sonntag steht der Adventslauf in Ebersheim für das Wolfsrudel auf dem Plan
Wo ich auch mitlaufen werde.    
13.12.2009 Ebersheimer Nikolauslauf von Michael Heid Powerwalking  beim Adventslauf in EbersheimAcetabulum-Mehrfragmentfraktur rechts mit Beteiligung aller Pfeiler und der Ala ossis illi rechts, so heißt die Verletzung im medizinischen Fachjargon , die ich mir bei einem dummen Sturz mit dem Rennrad im August zuzog.
Auf Deutsch: eine relativ komplexe Fraktur der rechten Hüftpfanne. Dazu kamen noch vier gebrochene Rippen und eine Fraktur des Schambeins.
Am 24. November konnte ich meine beiden Krücken, die mir nach dreieinhalb Monaten Benutzung fast schon ans Herz gewachsen waren, in den wohlverdienten Ruhestand  schicken. Seitdem stauben sie in meinem Schlafzimmer vor sich hin.
An sofortige Wiederaufnahme des Lauftrainings war dann natürlich nicht zu denken, auf Anraten der Ärzte habe ich das auf den Beginn des kommenden Jahres verschoben.Was lag also näher, als den sportlichen Horizont zu erweitern und das gelenkschonende Walking mal innerhalb eines Wettkampfs auszuprobieren. Also packte ich meine Wanderhose ein ( Walking ist ja eigentlich nichts anderes als eine moderne Variante des Wanderns) und fuhr mit dem Mountainbike nach Ebersheim um innerhalb des  dortigen Adventslauf beim Walkingwettbewerb über 5km teilzunehmen. Ich startete für das neugegründete 'Wolf's Walking Team' des Mainzer Laufladens, dessen momentan einziges Mitglied der Schreiber dieser Zeilen ist.
Das  neue Team ist als sportliche Wiedereingliederungsmassnahme des Mainzer Laufladens für Running-Team-Mitglieder gedacht, die so wie ich nach längerer Zeit der Rekonvaleszenz den langsamen Wiedereinstieg in den Laufsport versuchen.
Natürlich können auch Mitglieder des Running-Teams, die sich den hohen sportlichen Anforderungen nicht mehr gewachsen fühlen, bzw. eine Auszeit vom Laufen nehmen wollen, dem Walking-Team beitreten. 
Allerdings sind vor dem Wiedereintritt in das Running-Team hohe Hürden gesetzt. So muss man zunächst die erfolgreiche Teilnahme an mindestens drei Walkingveranstaltungen nachweisen, mit einer Platzierung unter den besten drei der Altersklasse bei mindestens 2 der Veranstaltungen.Weiterhin muss folgender läuferischer Nachweis erbracht werden:Sieg beim Halbmarathon in Mainz über den Leitwolf Michael THE INCREDIBLE MISCHEL Wolf
. Gleichzeitig darf man aber nicht später als 30min nach dem Zieleinlauf von Martin THE MARVELLOUS MADDIN Skalsky, der allerdings den vollen Marathon läuft, ins Ziel kommen.Zurück zum 'Walk' in Ebersheim. Da ich schon mit dem Mountainbike gekommen war, verzichtete ich auf ein ausgiebiges Einwalken. Wie ein Crossläufer vor der Entscheidung 'mit oder ohne Spikes', stand ich nun vor der Frage: Mit oder ohne Stöcke ?
Da ich mich beim ersten Walkingwettbewerb nicht gleich schon technisch überfordern wollte entschied ich mich für letzteres.
Leider hatte ich durch die kurzfristige Gründung des neuen Teams keine entsprechend bedruckte Walkkleidung zur Verfügung, so dass ich anmassenderweise die alte Laufjacke mit der Aufschrift 'Wolf's Running Team' anzog. Ich bitte hiermit Nicole und Michael von disziplinarischen Massnahmen gegen mich abzusehen.
Um 10:30 ging es dann los. Gegen die anwesende rheinhessische Walkelite rechnete ich mir  nur geringe Chancen aus, zu mal ich ja als Neuling wie beim Marathon mit einem Erstwalker-Zeitmalus zu rechnen hatte. Es war eine 2,5 km – Strecke rund um das winterliche Ebersheim zweimal zu durchwalken.
Meine Endzeit von ca. 41 min war nicht schlecht, jedoch landete ich abgeschlagen unter ferner liefen. Immerhin konnte ich als einziger Teilnehmer meiner Altersklasse diese gewinnen, womit ich schon einen grossen Schritt zur Wiederaufnahme in das Runningteam gemacht habe .Doch nun zurück zum ernsten Laufsport ( der geneigte Leser möge bitte obige Ausführungen nicht für bare Münze halten ). Heute stand mit dem Hauptlauf über 10 km der Abschlusswettbewerb des Wingertscups auf dem Programm, den ich in der ungewohnten Rolle des Zuschauers erleben konnte. Vor drei Jahren konnte ich den Lauf  noch als Sieger mit deutlichem Vorsprung beenden. Mit der wohl besten Besetzung in der Spitze überhaupt ging der wiederum sehr gut organisierte Ebersheimer Adventslauf in seine mittlerweile sechste Auflage. Natürlich war das Führungstrio der Gesamtwertung mit dem führenden Vorjahressieger Christian Klaproth, dem Ebersheimer Lokalmatador Mario Müller und meinem Trainingspartner Thorsten am Start.
Martin von Laufteam, meine Laufkumpane Oliver 'Olli' Majchrzak und Michael Drewes konnten sich ebenfalls sehr gute Chancen auf den Sieg ausrechnen. Sehr gute Chancen auf einen vorderen Platz hatten mit Sicherheit meine Teamkollegen Christoph und Christian sowie der Triathlet Uwe Diether vom TCEC Mainz.
Die neue Strecke des Adventslauf war zuschauerfreundlich, konnten doch die Läufer 4x mal während des Laufes angefeuert werden. Das Profil der neuen Strecke war sehr hart, mit steilen Anstiegen und Bergabpassagen, die aufgrund des Wintereinbruchs nicht einfach zu laufen waren. Tags zuvor bin ich einen  Großteil der neuen Strecke mit dem Mountainbike abgefahren und wusste, was auf die Läufer zukommt. Als einziger kleiner Kritikpunkt sei hier erwähnt, dass sich die Streckenführung schon wieder geändert hat und  keine Vergleichbarkeit der Zeiten zu Vorjahren möglich ist. Nichtsdestotrotz ist die neue Strecke die schönste in der kurzen Geschichte des Adventslauf.
Zum sportlichen Teil: Nach der kurzen Einführungsrunde bildete sich ein Spitzentrio mit Christian, Oliver und Martin. Kurz dahinter Michael. Das gleiche Bild nach der zweiten kurzen Runde , nur dass der Abstand zu Michael Drewes größer war. Im Ziel hatte Martin mit 35:19 einen erstaunlich deutlichen Vorsprung auf Michael ( 35:58 ) und Christian ( 36:05) herausgelaufen. Oliver ist mit 37:48 in den Weinbergen regelrecht eingebrochen,  hatte aber immer noch einen deutlichen Vorsprung auf Christoph (38:45 ) und Uwe Diether ( 38:58 ). Den siebten Platz sicherte sich Thorsten ( 39:11 ), der erstmals in der Serie Mario Müller ( 39:21 ) distanzieren konnte, diesem aber nicht mehr den zweiten Platz in der Gesamtwertung streitig machen konnte.
Christian, der noch den Halbmarathon der Vorwoche in den Beinen hatte, kam nach 41:33 als 13. ins Ziel. Unser Wolfsküken Karin belegte einen guten vierten Gesamtplatz bei den Frauen in 47:25.
Gesamtsieger der Wingertscupwertung wurde wie im Vorjahr Christian Klaproth vor Mario Müller und Thorsten Ruthard.
Zu erwähnen sei hier noch die rege  Beteiligung beim Schülerlauf mit teilweise sehr guten Leistungen von Nachwuchstalenten aus den benachbarten Leichathletikvereinen. In den Zeiten, in denen die leichtathletische Ausbildung von Kindern in den Vereinen immer mehr zurückgeht, ist dies mit Sicherheit ein positives Signal.Nach dem Lauf gönnte ich  mir eine leckere Kartoffelsuppe in der Turnhalle. Organisation, Ambiente in der Töngeshalle, Siegerehrung, Speisen und Getränke  waren wieder hervorragend organisiert.  Da kann sich manch etablierter Lauf in der Region ein Scheibe abschneiden !Nach der Veranstaltung machte ich mich wieder mit dem MB bei eisigem Gegenwind zurück auf den Weg nach Bretzenheim. Im nächsten Jahr wird der Wingertscup wohl aus fünf Veranstaltungen bestehen, wobei ein Streichergebnis möglich ist. Bis dahin kann sind es noch ein paar Monate und ich wieder halbwegs in Form um ein Wörtchen beim Wingertscup mitzusprechen .In diesem Sinne ( nach Arnie )  : I'll BE BACK

22.12.2009 Alternatives Wintertraining von Helmut Becker

 

Alternatives Wintertraining

Christian und ich haben im Herbst festgestellt, dass es uns nach all den Jahren des Trainings immer mehr nervt, bei dem miserablen Winterwetter draußen im Dunklen und Nasskalten rumzurennen. OK, man kann jetzt gerne sagen, dass wir verweichlichen. Zumindest auf mich trifft das bestimmt zu J und Christian als alter Ironman würde sich sehr wahrscheinlich davon distanzieren. Neben der „Flucht“ vor dem schlechten Wetter geht es uns vor allem darum, dem jahrelangen einseitigen Training neue Impulse zu geben. So machten wir uns im November auf die Suche nach einem Fitnessstudio. Am Ende sind wir dann in Finthen im Fit’n Fun untergekommen, da wir dort für uns die besten Trainingsbedingungen vorgefunden haben.

Alter1 Helmutalt

 

Wir trainieren nun ca. zweimal die Woche in dem Studio. Christian ist immer früher da als ich, um vor dem Krafttraining noch eine Stunde bis anderthalb auf dem Ergo zu fahren. Ich „laufe“ mich meist je eine Viertelstunde auf dem Crosstrainer und dem Laufband ein. Interessant ist dabei die Bewertung des persönlichen Fitnesszustandes an den beiden Geräten anhand der Pulswerte, der gelaufenen Geschwindigkeit bzw. des Widerstandes usw. Überraschend ist es sicherlich nicht, dass meine Werte auf dem Crosstrainer deutlich schlechter als auf dem Laufband sind (über 20%). Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass die zusätzliche Armbewegung einen so starken Unterschied macht. Das zeigt mir recht deutlich, dass man als reiner Läufer und Radsportler die Arm-, Rücken- und Bauchmuskulatur d.h. im Grunde den gesamten Oberkörper sträflich vernachlässigt und es Zeit wurde auch dafür was zu tun. Hier haben die Triathleten durch ihr Schwimmtraining sicherlich noch einen gewissen Vorteil, aber auch Christian erhofft sich sicher nicht zu unrecht eine weitere Steigerung seiner Fitness durch unser Training. Nach dem wir also unseren Kreislauf in Schwung gebracht haben, gehen wir an die Geräte. Über Beinbeuger und –strecker (ja, ja schon wieder die Beine), quälen wir uns bei Latzug, Bauchbank, Crunchern, Butterfly, Bankdrücken usw....
Wir versuchen auch darauf zu achten, dass wir von Gerät zu Gerät unterschiedliche Muskelgruppen beanspruchen und es bei den Gewichten nicht übertreiben. Auch hier gebe ich gleich zu, dass Christian ganz andere Gewichte bewegen kann als ich, aber wir haben beide dasselbe Ziel: Keine Muskelberge aufbauen (wird mir eh nicht gelingen J) sondern die Muskeln zu stärken. Mit Hilfe des Wackelbrettes, das wir in jedem Training mit einbauen, versuchen wir dann auch noch was für die Koordination zu machen und ab und zu schließen wir das Training mit einer 5 minütigen Einheit auf dem Rudertrainer ab. Man glaubt gar nicht, wie lange 5 Min sein können. Als es in den letzten Tagen so schweinekalt und rutschig war, sind wir aber auch schon mal ins Studio gegangen um uns nur auf dem Laufband und Ergo zu betätigen, d.h. z.B. eine Koppeleinheit zu machen.

Helmutalt2 Alter

Schaun mer mal im Frühjahr was die ganze Sache so bringt. Aber schon jetzt kann man sagen, dass wir beide an dem Krafttraining einen großen Spaß haben, es eine gute Abwechselung zum bisherigen Training ist und wir uns in dem Fit’n Fun sehr wohl fühlen.

Helmut Becker 22.12.09

 

4. Wie­sbadener Gän­se­bra­ten­ver­nich­tungs­lauf

Am Hei­lig­abend und den bei­den Weih­nachts­fei­er­ta­gen gab es si­cher auch in die­sem Jahr bei ei­ni­gen Läu­fe­rin­nen und Läu­fern le­cke­ren Gän­sebraten, viel­leicht, so wie bei uns, ge­füllt mit Äp­feln und da­zu Rot­kraut und Kar­tof­fel­knö­del. Al­les su­per le­cker und eben­so ka­lo­ri­en­reich. Aber die­sen Ka­lo­ri­en ging es am 2. Weih­nachts­fei­er­tag 2009 in Wies­ba­den gleich wie­der an den Kra­gen, als um 11 Uhr am Ner­o­berg der 4. Gän­se­bra­ten­ver­nich­tungs­lauf ge­star­tet wur­de.

Ha­be ich mich in mei­nem letz­ten Er­fah­rungs­be­richt über un­ser New­li­ne "Wind­bre­a­ker ­jacket" noch ge­fragt, wann es wie­der mal rich­tig Win­ter wird, konn­te ich mich nun bei Tem­pe­ra­tu­ren um Null Grad über ei­ne schwer zu lau­fen­de Win­ter-Cross­-Stre­cke freu­en. Über­frie­ren­de Näs­se und über Nacht wie­der an­ge­fro­re­ner Schnee­matsch, der zu­vor von zahl­lo­sen Spa­zier­gän­gern und Jog­gern mit Fuß­ab­drü­cken über­sät wor­den war, sorg­ten zu­sätz­lich zu den Stei­gun­gen und ent­sprechenden Ge­fälls­tü­cken für Schwie­rig­kei­ten. Ei­nen Wett­kampf hät­te ich auf die­sem Un­ter­grund nicht lau­fen wol­len. Oh­ne Zeit­nah­me und un­ter dem Mot­to der Weih­nachts­gans auf der Start­num­mer "Gans lang­sam" wur­de es aber doch ein ab­wechs­lungs­rei­cher flot­ter Trai­nings­lauf.

Sol­che Bil­der, wie u.a. auf der Home­page des Ver­an­stal­ters LC Olym­pia Wies­ba­den, kennt wohl je­der, sie ge­hö­ren ein­fach zur Weih­nachts­zeit da­zu: Erst geht es wie beim Krüm­mel­mons­ter mit ei­nem Keks los, dann fol­gen gan­ze Tel­ler mit Plätz­chen und Scho­ko­la­de, bis an den Weih­nachts­fei­er­ta­gen die Gän­se­bra­ten aus dem Ofen ge­zo­gen wer­den. Am En­de könn­te dann so man­cher schlan­ke Sport­ler als Kö­nig Dick­bauch ge­krönt wer­den.

Kruemmel berlin

Mit un­ge­fähr 75 Läu­fe­ri­nnen und Läu­fern mach­te ich mich al­so da­ran, ei­ni­ge Ka­lo­ri­en zu ver­bren­nen. Die An­mel­dung er­folgt noch ganz kurz­fris­tig on­line am Vor­abend und das sehr preis­wer­te Start­geld von 3 Eu­ro ha­be ich kurz vor dem Start an der Tal­sta­ti­on der Ner­o­berg­bahn be­zahlt. Dort konn­te man auch par­ken und war gleich an Start und Ziel.

Die Ner­o­berg­bahn ist oh­ne­hin ei­nen se­pa­ra­ten Be­such wert. Jetzt war sie ge­schlos­sen. Aber im Früh­jahr kann ich die­ses Ziel für ei­nen Fa­mi­lie­naus­flug nur emp­feh­len. Die­se Bahn wur­de be­reits 1888 als Wasserballastbahn er­öff­net und stellte die Verbindung vom Nerotal zum Wiesbadener Hausberg, dem Ner­o­berg, her. Die be­son­dere Technik der Nerobergbahn wur­de bis heu­te un­ver­än­dert beibehalten. Bei einer Gesamtlänge von 438,5 m schafft die Bahn einen Höhenunterschied von 83 m mit einer mittleren Steigung von 19,5% in ca. 3,5 min. Da­bei überquert sie das Nerotal auf einer Bogenbrücke von 5 auf 15 m ansteigend. Die Trasse führt an der Mauer des Neroberger Weinbergs vor­bei, der 1525 von Graf Philipp der Altherr von Nassau-Idstein, Herr zu Wies­ba­den, angelegt wurde. Die Gleisanlage besteht aus drei Laufschienen, wobei die mittlere Schiene von beiden Wagen genutzt wird. Lediglich die Ausweiche in der Mitte hat auf einer Länge von 70 m vier Schienen.

Ein Draht­seil mit einer Länge von 451 m und einem Durchmesser von 29 mm verbindet beide Wagen. Es läuft über 83 Rol­len und wird in der Bergstation um eine Umlenkrolle geführt, die in einem Basaltquader gelagert ist. Der talwärts fahrende Wagen zieht den anderen Wagen durch seine Schwerkraft und durch Ballastwasser nach oben. Das Bal­last­was­ser wird in einem unter dem Fahrgastraum angebrachten Tank, der 7 m³ auf­neh­men kann, mitgeführt. Das erforderliche Wasser kommt aus zwei auf dem Neroberg befindlichen Reservoirs, mit einem Fassungsvermögen von 380 m³. Das Ende des Wasserrohrs schiebt sich in das etwas grössere Auffangrohr des Wagens. Der Wagenführer öffnet einen Wasserschieber und lässt ent­spre­chend der Besetzung beider Wagen Wasser einlaufen.

In der Talstation passiert der einfahrende Wagen ein Winkeleisen, so dass sich ein Entleerungsventil öff­net und den Tank automatisch entleert. Das Wasser wird aufgefangen, und in einem 210 m³ fassenden Reservoir gesammelt, und wieder mit einer Leistung von 60 m³ /h und 12 bar zur Bergstation in die Reservoirs gepumpt. Die mit Dampf betriebene Pumpe wurde 1916 durch eine Pumpe mit Elek­tro­an­trieb ersetzt.

Die Ner­o­berg­bahn fährt durch ei­ne Spin­del­brem­se re­gu­liert mit ei­ner Ge­schwin­dig­keit von exakt 6,78 km/h. Die Notbremse wird durch eine Flieh­kraft­brem­se blo­ckiert, wenn die Fahrgeschwindigkeit um 30% überschritten wird. Dabei löst sich ein Fall­ge­wicht, das den Wagen zum Ste­hen bringt. Eben­so bei einer Seillockerung oder Riss. Der Wagenführer steht bei der Bergfahrt auf der oberen und bei der Talfahrt auf der unter Plattform. In den Wagen sind für 32 Personen Sitzplätze.

Beim Gän­se­bra­ten­ver­nich­tungs­lauf sind wir je­doch in meh­re­ren, nach Leis­tung bzw. nach im Fla­chen mög­li­chem Speed ein­ge­teil­ten Grup­pen in ei­nem gro­ßen Bo­gen um die Bahn­tras­se he­rum ge­lau­fen. Von der Ge­samt­stre­cke - laut Ver­an­stal­ter rund 8 km, laut mei­ner GAR­MIN 405 8,3 km - ging es knapp die Hälf­te berg­auf und an­schlie­ßend fast durch­gän­gig wie­der berg­ab. Zu Recht wur­den wir beim Start da­rauf hin­ge­wie­sen, dass es glatt sei und die Stre­cke nicht ge­streut wer­den konn­te. Es war ein Cross­lauf. Tü­ckisch wa­ren die Spur­ril­len von den Au­tos, die den ers­ten Teil der Lauf­stre­cke noch be­fah­ren durf­ten. Der dun­kle As­phalt war zu se­hen, aber stel­len­wei­se mit ei­ner dün­nen Eis­schicht über­zo­gen, weil es in der Nacht zu­vor wie­der un­ter Null Grad war. Zwei­mal wä­re ich berg­an fast aus­ge­rutscht. Da es beim Auf­tre­ten mit der Fer­se ge­schah, wä­re ich da­bei wohl ziem­lich hef­tig ge­stürzt. Im­mer­hin sind wir stel­len­wei­se auch mal 4:30 min/km ge­lau­fen, 5-min-Grup­pe hin und Lau­fen oh­ne Zeit­nah­me her.

Gleich zu Be­ginn ha­ben wir die in einem Felsenhügel ver­steckt lie­gen­de Leicht­weiß­höh­le pas­siert, zu der sich auch ein Fa­mi­lie­naus­flug lohnt. Die­se Höh­le ist so­gar äl­ter als das Wolfs Run­ning Team - et­was. Sie ent­stand vor vielen Millionen Jahren durch eine variskische Gebirgsfaltung. Vermutlich trug der Schwarzbach mit seiner damaligen ausspülenden Kraft zur Entstehung der Höhle bei. Der Felsenhügel, in dem sich die lang gestreckte Höhle befindet, erhebt sich etwa 15 - 20 m über der Sohle, des sich südlich anschließenden Talgrundes, im hinteren Nerotal. Ur­sprüng­lich versperrte dieser Felsen die Mündungsstelle der Bachläufe aus dem Rabengrund in den Schwarzbach.

Ein­zi­ger Bewohner der Höhle war Heinrich Anton Leichtweiß. Er wurde am 29. Dezember 1723 in Jugenheim südlich von Bingen geboren. Seine Jugendjahre verbrachte er in Ohren bei Kirberg. Sein Vater, Großvater und seine Brüder waren alle herrschaftliche Jäger. Diese Tatsache zeigt, dass auch in dem jungen Heinrich Anton Leichtweiß das Jagdblut steckte. 1788, als Leichtweiß bereits 65 Jahre alt war, gab er sich selbst eine Blöße: Mit einem Nachschlüssel wollte er bei einem Nachbarn in Dotzheim einbrechen, um einen Racheakt auszuüben. Dabei wurde er ertappt und den Behörden ausgeliefert. Zu diesem Delikt kam nun noch die Wilddieberei dazu. Nach langem Prozeß wurde Leichtweiß zu 1 1/2 Jahren Zuchthaus verurteilt. Als Verschärfung der Strafe mußte er an einem Markttag in Wiesbaden am Pranger stehen.

Nach seiner Haftentlassung kehrte er nie mehr zu seiner Familie zurück, sondern lebte einige Jahre (1789 - 1791) in der Höhle, von der er Kenntnis besaß. 1791 entdeckten Waldarbeiter die Höhle. Leichtweiß konnte aber noch einmal durch Flucht der Verhaftung entgehen. Er konnte nach Bergen bei Frankfurt entkommen, wo er sein Leben mit der Wilddieberei fristen mußte. 1792 kam von dort die Kunde, dass Leichtweiß beim Wildern festgenommen wurde. Er hatte eine geladene Pistole und andere Gerätschaften bei sich, die eindeutig auf sein Tun als Wilderer hinwiesen. Er gestand nur, dass er mal einen Hasen geschossen hätte. Der Fürst, CarI von Nassau, bestand aber auf eine Auslieferung nach Wiesbaden. Leichtweiß wurde an die Gerichtsbehörden in Wiesbaden überführt. Hier sollte er auf Geheiß des Fürsten Carl zu Nassau auf Lebensdauer hinter Schloß und Riegel.

Der Mann, der ein freies Leben in der Natur gewohnt war, wurde schnell lebensmüde; er siechte dahin, bevor sein Urteil “Lebenslang“ ausgesprochen war. Am 12. März 1793 starb Leichtweiß im Gefängnis zum Uhrturm in Wiesbaden. Begraben wurde er am alten Friedhof, außerhalb der Friedhofsmauer, wie das zu jener Zeit üblich war.

Schoki bauch

Nach seinem Tod geriet die Höh­le in Vergessenheit. Erst Jahrzehnte später, als die Wälder in das Eigentum der Stadt Wiesbaden übergegangen waren, diente sie gelegentlich den Waldarbeitern als Unterschlupf bei plötzlich hereinbrechendem Unwetter. Nach und nach erweiterten sie sich, richteten sich wohnlichere Nischen in den Wänden der Höhle und in der seitlichen Grotte ein, so dass sie dort unter der Woche bleiben konnten, um den langen Nachhauseweg in die Stadt oder in ihre Dörfer zu sparen. Im Üb­ri­gen war die Höhle nicht zugänglich und geriet allmählich in Ver­ges­sen­heit, bis sich der Wiesbadener Verschönerungsverein 1856 ihrer annahm. Die Höhle wurde zu einem dreißig Meter langen, mindestens zeit Meter hohen unterirdischen Gang ausgebaut und so auf das Dreifache ihrer ursprünglichen Ausdehnung gebracht. Nach Norden wurde ein zweiter Ein- und Ausgang geschaffen. Seitwärts befindet sich eine runde Grotte mit einem steinernen Tisch und Bänken an der Wand. In einer Nische, zu der man mit einer Leiter hinaufsteigen muß, findet man das “Lager des Räuber Leichtweiß“. Schließ­lich wurde die Höhle ausgestattet mit alten Steinschloßfhinten nassauischen Reitersäbeln, sowie ein Bildnis des Räubers. Nach der Ausgestaltung der Höhle durch den Verschönerungsverein, konnten im 19. Jahrhundert erstmals die Bevölkerung und die Kurgäste die Höhle besichtigen.

Lei­der sind wir nur da­ran vor­bei ge­rannt. Aber wir woll­ten ja auch Gän­se­bra­ten ver­nich­ten. Je­den­falls die Ka­lo­ri­en, die in ei­nem sol­chen Gän­se­bra­ten ste­cken. Das ist mir auch ge­lun­gen: Ei­ne gu­te Por­ti­on Gän­se­bra­ten soll 348 kcal ha­ben. Auf mei­ner Lauf­uhr stan­den am En­de 8,3 km in 42:17 min und ein Ver­brauch von 784 kcal. Da ha­be ich doch glatt noch 436 kcal gut, na­ja, wenn ich den Be­cher hei­ßen Tee und vor al­lem den Be­cher le­cke­ren Glüh­wein im Ziel­be­reich ab­zie­he, bleib doch nicht mehr so viel auf der Ha­ben­sei­te üb­rig. Da wer­de als gleich wie­der die Lauf­schu­he schnü­ren und lo­stra­ben ... 

Dr. Heinz Klink

 

4 Wiesbadener Gänsebratevernichtungslauf von Dr. Heinz Klink

4. Wie­sbadener Gän­se­bra­ten­ver­nich­tungs­lauf

Am Hei­lig­abend und den bei­den Weih­nachts­fei­er­ta­gen gab es si­cher auch in die­sem Jahr bei ei­ni­gen Läu­fe­rin­nen und Läu­fern le­cke­ren Gän­sebraten, viel­leicht, so wie bei uns, ge­füllt mit Äp­feln und da­zu Rot­kraut und Kar­tof­fel­knö­del. Al­les su­per le­cker und eben­so ka­lo­ri­en­reich. Aber die­sen Ka­lo­ri­en ging es am 2. Weih­nachts­fei­er­tag 2009 in Wies­ba­den gleich wie­der an den Kra­gen, als um 11 Uhr am Ner­o­berg der 4. Gän­se­bra­ten­ver­nich­tungs­lauf ge­star­tet wur­de.

Ha­be ich mich in mei­nem letz­ten Er­fah­rungs­be­richt über un­ser New­li­ne "Wind­bre­a­ker ­jacket" noch ge­fragt, wann es wie­der mal rich­tig Win­ter wird, konn­te ich mich nun bei Tem­pe­ra­tu­ren um Null Grad über ei­ne schwer zu lau­fen­de Win­ter-Cross­-Stre­cke freu­en. Über­frie­ren­de Näs­se und über Nacht wie­der an­ge­fro­re­ner Schnee­matsch, der zu­vor von zahl­lo­sen Spa­zier­gän­gern und Jog­gern mit Fuß­ab­drü­cken über­sät wor­den war, sorg­ten zu­sätz­lich zu den Stei­gun­gen und ent­sprechenden Ge­fälls­tü­cken für Schwie­rig­kei­ten. Ei­nen Wett­kampf hät­te ich auf die­sem Un­ter­grund nicht lau­fen wol­len. Oh­ne Zeit­nah­me und un­ter dem Mot­to der Weih­nachts­gans auf der Start­num­mer "Gans lang­sam" wur­de es aber doch ein ab­wechs­lungs­rei­cher flot­ter Trai­nings­lauf.

Sol­che Bil­der, wie u.a. auf der Home­page des Ver­an­stal­ters LC Olym­pia Wies­ba­den, kennt wohl je­der, sie ge­hö­ren ein­fach zur Weih­nachts­zeit da­zu: Erst geht es wie beim Krüm­mel­mons­ter mit ei­nem Keks los, dann fol­gen gan­ze Tel­ler mit Plätz­chen und Scho­ko­la­de, bis an den Weih­nachts­fei­er­ta­gen die Gän­se­bra­ten aus dem Ofen ge­zo­gen wer­den. Am En­de könn­te dann so man­cher schlan­ke Sport­ler als Kö­nig Dick­bauch ge­krönt wer­den.

Kruemmel berlin

Mit un­ge­fähr 75 Läu­fe­ri­nnen und Läu­fern mach­te ich mich al­so da­ran, ei­ni­ge Ka­lo­ri­en zu ver­bren­nen. Die An­mel­dung er­folgt noch ganz kurz­fris­tig on­line am Vor­abend und das sehr preis­wer­te Start­geld von 3 Eu­ro ha­be ich kurz vor dem Start an der Tal­sta­ti­on der Ner­o­berg­bahn be­zahlt. Dort konn­te man auch par­ken und war gleich an Start und Ziel.

Die Ner­o­berg­bahn ist oh­ne­hin ei­nen se­pa­ra­ten Be­such wert. Jetzt war sie ge­schlos­sen. Aber im Früh­jahr kann ich die­ses Ziel für ei­nen Fa­mi­lie­naus­flug nur emp­feh­len. Die­se Bahn wur­de be­reits 1888 als Wasserballastbahn er­öff­net und stellte die Verbindung vom Nerotal zum Wiesbadener Hausberg, dem Ner­o­berg, her. Die be­son­dere Technik der Nerobergbahn wur­de bis heu­te un­ver­än­dert beibehalten. Bei einer Gesamtlänge von 438,5 m schafft die Bahn einen Höhenunterschied von 83 m mit einer mittleren Steigung von 19,5% in ca. 3,5 min. Da­bei überquert sie das Nerotal auf einer Bogenbrücke von 5 auf 15 m ansteigend. Die Trasse führt an der Mauer des Neroberger Weinbergs vor­bei, der 1525 von Graf Philipp der Altherr von Nassau-Idstein, Herr zu Wies­ba­den, angelegt wurde. Die Gleisanlage besteht aus drei Laufschienen, wobei die mittlere Schiene von beiden Wagen genutzt wird. Lediglich die Ausweiche in der Mitte hat auf einer Länge von 70 m vier Schienen.

Ein Draht­seil mit einer Länge von 451 m und einem Durchmesser von 29 mm verbindet beide Wagen. Es läuft über 83 Rol­len und wird in der Bergstation um eine Umlenkrolle geführt, die in einem Basaltquader gelagert ist. Der talwärts fahrende Wagen zieht den anderen Wagen durch seine Schwerkraft und durch Ballastwasser nach oben. Das Bal­last­was­ser wird in einem unter dem Fahrgastraum angebrachten Tank, der 7 m³ auf­neh­men kann, mitgeführt. Das erforderliche Wasser kommt aus zwei auf dem Neroberg befindlichen Reservoirs, mit einem Fassungsvermögen von 380 m³. Das Ende des Wasserrohrs schiebt sich in das etwas grössere Auffangrohr des Wagens. Der Wagenführer öffnet einen Wasserschieber und lässt ent­spre­chend der Besetzung beider Wagen Wasser einlaufen.

In der Talstation passiert der einfahrende Wagen ein Winkeleisen, so dass sich ein Entleerungsventil öff­net und den Tank automatisch entleert. Das Wasser wird aufgefangen, und in einem 210 m³ fassenden Reservoir gesammelt, und wieder mit einer Leistung von 60 m³ /h und 12 bar zur Bergstation in die Reservoirs gepumpt. Die mit Dampf betriebene Pumpe wurde 1916 durch eine Pumpe mit Elek­tro­an­trieb ersetzt.

Die Ner­o­berg­bahn fährt durch ei­ne Spin­del­brem­se re­gu­liert mit ei­ner Ge­schwin­dig­keit von exakt 6,78 km/h. Die Notbremse wird durch eine Flieh­kraft­brem­se blo­ckiert, wenn die Fahrgeschwindigkeit um 30% überschritten wird. Dabei löst sich ein Fall­ge­wicht, das den Wagen zum Ste­hen bringt. Eben­so bei einer Seillockerung oder Riss. Der Wagenführer steht bei der Bergfahrt auf der oberen und bei der Talfahrt auf der unter Plattform. In den Wagen sind für 32 Personen Sitzplätze.

Beim Gän­se­bra­ten­ver­nich­tungs­lauf sind wir je­doch in meh­re­ren, nach Leis­tung bzw. nach im Fla­chen mög­li­chem Speed ein­ge­teil­ten Grup­pen in ei­nem gro­ßen Bo­gen um die Bahn­tras­se he­rum ge­lau­fen. Von der Ge­samt­stre­cke - laut Ver­an­stal­ter rund 8 km, laut mei­ner GAR­MIN 405 8,3 km - ging es knapp die Hälf­te berg­auf und an­schlie­ßend fast durch­gän­gig wie­der berg­ab. Zu Recht wur­den wir beim Start da­rauf hin­ge­wie­sen, dass es glatt sei und die Stre­cke nicht ge­streut wer­den konn­te. Es war ein Cross­lauf. Tü­ckisch wa­ren die Spur­ril­len von den Au­tos, die den ers­ten Teil der Lauf­stre­cke noch be­fah­ren durf­ten. Der dun­kle As­phalt war zu se­hen, aber stel­len­wei­se mit ei­ner dün­nen Eis­schicht über­zo­gen, weil es in der Nacht zu­vor wie­der un­ter Null Grad war. Zwei­mal wä­re ich berg­an fast aus­ge­rutscht. Da es beim Auf­tre­ten mit der Fer­se ge­schah, wä­re ich da­bei wohl ziem­lich hef­tig ge­stürzt. Im­mer­hin sind wir stel­len­wei­se auch mal 4:30 min/km ge­lau­fen, 5-min-Grup­pe hin und Lau­fen oh­ne Zeit­nah­me her.

Gleich zu Be­ginn ha­ben wir die in einem Felsenhügel ver­steckt lie­gen­de Leicht­weiß­höh­le pas­siert, zu der sich auch ein Fa­mi­lie­naus­flug lohnt. Die­se Höh­le ist so­gar äl­ter als das Wolfs Run­ning Team - et­was. Sie ent­stand vor vielen Millionen Jahren durch eine variskische Gebirgsfaltung. Vermutlich trug der Schwarzbach mit seiner damaligen ausspülenden Kraft zur Entstehung der Höhle bei. Der Felsenhügel, in dem sich die lang gestreckte Höhle befindet, erhebt sich etwa 15 - 20 m über der Sohle, des sich südlich anschließenden Talgrundes, im hinteren Nerotal. Ur­sprüng­lich versperrte dieser Felsen die Mündungsstelle der Bachläufe aus dem Rabengrund in den Schwarzbach.

Ein­zi­ger Bewohner der Höhle war Heinrich Anton Leichtweiß. Er wurde am 29. Dezember 1723 in Jugenheim südlich von Bingen geboren. Seine Jugendjahre verbrachte er in Ohren bei Kirberg. Sein Vater, Großvater und seine Brüder waren alle herrschaftliche Jäger. Diese Tatsache zeigt, dass auch in dem jungen Heinrich Anton Leichtweiß das Jagdblut steckte. 1788, als Leichtweiß bereits 65 Jahre alt war, gab er sich selbst eine Blöße: Mit einem Nachschlüssel wollte er bei einem Nachbarn in Dotzheim einbrechen, um einen Racheakt auszuüben. Dabei wurde er ertappt und den Behörden ausgeliefert. Zu diesem Delikt kam nun noch die Wilddieberei dazu. Nach langem Prozeß wurde Leichtweiß zu 1 1/2 Jahren Zuchthaus verurteilt. Als Verschärfung der Strafe mußte er an einem Markttag in Wiesbaden am Pranger stehen.

Nach seiner Haftentlassung kehrte er nie mehr zu seiner Familie zurück, sondern lebte einige Jahre (1789 - 1791) in der Höhle, von der er Kenntnis besaß. 1791 entdeckten Waldarbeiter die Höhle. Leichtweiß konnte aber noch einmal durch Flucht der Verhaftung entgehen. Er konnte nach Bergen bei Frankfurt entkommen, wo er sein Leben mit der Wilddieberei fristen mußte. 1792 kam von dort die Kunde, dass Leichtweiß beim Wildern festgenommen wurde. Er hatte eine geladene Pistole und andere Gerätschaften bei sich, die eindeutig auf sein Tun als Wilderer hinwiesen. Er gestand nur, dass er mal einen Hasen geschossen hätte. Der Fürst, CarI von Nassau, bestand aber auf eine Auslieferung nach Wiesbaden. Leichtweiß wurde an die Gerichtsbehörden in Wiesbaden überführt. Hier sollte er auf Geheiß des Fürsten Carl zu Nassau auf Lebensdauer hinter Schloß und Riegel.

Der Mann, der ein freies Leben in der Natur gewohnt war, wurde schnell lebensmüde; er siechte dahin, bevor sein Urteil “Lebenslang“ ausgesprochen war. Am 12. März 1793 starb Leichtweiß im Gefängnis zum Uhrturm in Wiesbaden. Begraben wurde er am alten Friedhof, außerhalb der Friedhofsmauer, wie das zu jener Zeit üblich war.

Schoki bauch

Nach seinem Tod geriet die Höh­le in Vergessenheit. Erst Jahrzehnte später, als die Wälder in das Eigentum der Stadt Wiesbaden übergegangen waren, diente sie gelegentlich den Waldarbeitern als Unterschlupf bei plötzlich hereinbrechendem Unwetter. Nach und nach erweiterten sie sich, richteten sich wohnlichere Nischen in den Wänden der Höhle und in der seitlichen Grotte ein, so dass sie dort unter der Woche bleiben konnten, um den langen Nachhauseweg in die Stadt oder in ihre Dörfer zu sparen. Im Üb­ri­gen war die Höhle nicht zugänglich und geriet allmählich in Ver­ges­sen­heit, bis sich der Wiesbadener Verschönerungsverein 1856 ihrer annahm. Die Höhle wurde zu einem dreißig Meter langen, mindestens zeit Meter hohen unterirdischen Gang ausgebaut und so auf das Dreifache ihrer ursprünglichen Ausdehnung gebracht. Nach Norden wurde ein zweiter Ein- und Ausgang geschaffen. Seitwärts befindet sich eine runde Grotte mit einem steinernen Tisch und Bänken an der Wand. In einer Nische, zu der man mit einer Leiter hinaufsteigen muß, findet man das “Lager des Räuber Leichtweiß“. Schließ­lich wurde die Höhle ausgestattet mit alten Steinschloßfhinten nassauischen Reitersäbeln, sowie ein Bildnis des Räubers. Nach der Ausgestaltung der Höhle durch den Verschönerungsverein, konnten im 19. Jahrhundert erstmals die Bevölkerung und die Kurgäste die Höhle besichtigen.

Lei­der sind wir nur da­ran vor­bei ge­rannt. Aber wir woll­ten ja auch Gän­se­bra­ten ver­nich­ten. Je­den­falls die Ka­lo­ri­en, die in ei­nem sol­chen Gän­se­bra­ten ste­cken. Das ist mir auch ge­lun­gen: Ei­ne gu­te Por­ti­on Gän­se­bra­ten soll 348 kcal ha­ben. Auf mei­ner Lauf­uhr stan­den am En­de 8,3 km in 42:17 min und ein Ver­brauch von 784 kcal. Da ha­be ich doch glatt noch 436 kcal gut, na­ja, wenn ich den Be­cher hei­ßen Tee und vor al­lem den Be­cher le­cke­ren Glüh­wein im Ziel­be­reich ab­zie­he, bleib doch nicht mehr so viel auf der Ha­ben­sei­te üb­rig. Da wer­de als gleich wie­der die Lauf­schu­he schnü­ren und lo­stra­ben ... 

Dr. Heinz Klink

   

 

AKTIONEN mit Wolfs Running World

Etappen-Marathon von Dr. Heinz Klink
Halbmarathon beim Etappenmarathon ab­sol­viert
Er­folg­reich an­ge­lau­fen und nun be­reits zur Hälf­te ge­lau­fen ist der in die­sem Jahr neu ins Leben ge­ru­fe­ne ‚Etappenmarathon‘ 2009. Die­se Lauf­se­rie um­fasst vier bereits etablierte Laufveranstaltungen in Rheinhessen. Al­le Stre­cken zu­sam­men er­ge­ben dann die Kult­dis­tanz von 42,195 km und si­cher su­per Gesamtzei­ten bei allen Teil­neh­mern.Die Serie star­te­te am 1. März mit dem Hay­bach­lauf in Klein-Win­tern­heim über 10,7 km, der vom Ge­lenk­zen­trum Rhein-Main ge­spon­sert wur­de. Nach dem Nie­der-Ol­mer Stras­sen­fest­lauf am 23. Mai über 8,8 km, ge­spon­sert von Sa­ni­täts­haus Lam­mert, sind 112 Läu­fe­rin­nen und Läu­fer in der Ge­samt­wer­tung. Es bleibt zu hof­fen, dass al­le auch beim Gon­sen­hei­mer TGM-Lauf am 5. Ju­li über klas­si­sche 10 km, ge­spon­sert von GO! Ge­ne­ral Over­night Ex­press & Lo­gis­tics Mainz GmbH, so­wie beim ab­schlie­ßen­den Al­bi­ger Hügellauf am 5. Sep­tem­ber über 12,7 km, ge­spon­sert von Wolfs Run­ning World, da­bei sein wer­den. Nur wer al­le vier Et­ap­pen läuft, kann in die Ge­samt­wer­tung kom­men. Die Summe der Distanzen der einzelnen Läufe er­gibt ge­run­det die Marathondistanz von 42,195 km, daher auch der Name Etappenmarathon. Alle Läufe haben ein für Rheinhessen typisches hügeliges Pro­fil, das sich na­tür­lich auf die Zei­ten aus­wirkt. Gleich­wohl wer­den al­le Läu­fe­rin­nen und Läu­fer am En­de si­cher ei­ne tol­le Ma­ra­thon-Gesamtzzeit in der Ur­kun­de ste­hen haben. Zu­sätz­lich er­hal­ten al­le, die bei der letzten Veranstaltung in Albig drei T-Shirts vorweisen kön­nen, ein hochwertiges "Finisher-Et­ap­pen­ma­ra­thon-Shirt". Nach zwei der vier Läu­fe, dem Hay­bach­lauf und dem Nieder-Olmer Stras­sen­fest­lauf, der in die­sem Jahr oh­ne Stra­ßen­fest statt fand, lässt sich ein durchaus positives Fazit ziehen. Die Teilnehmerzahlen der Läufe sprechen eine eindeutige Spra­che. So konn­te z.B. der Haybachlauf mit 191 Finishern auf der Hauptstrecke im zwei­ten Jahr der Austragung ein sehr gutes Ergebnis vorweisen. Auch die Teilnehmerzahl von 170 beim Strassenfestlauf hat sich im Vergleich zum Vorjahr (103 ) deut­lich erhöht. Of­fen­sicht­lich wirkt die Integration der Läufe in eine mar­kan­te Lauf­se­rie positiv auf die Teilnehmeranzahl. Si­cher ist es auch ein ganz be­son­derer Reiz, insbesondere für Lauf­an­fän­ger, sich einmal der Ma­ra­thon­dis­tanz etap­pen­wei­se zu nä­hern und die­se so zu fi­nis­hen, bevor es dann eines Tages einmal ohne Pause auf die 42,195 km geht. In bei­den Fäl­len, al­so etap­pen­wei­se oder non stop, gilt die un­ter Ma­ra­thon­läu­fern be­kann­te Tak­tik, die zwei­te Hälf­te et­was schnel­ler zu lau­fen als die er­ste. Die­se klu­ge Renn­ein­tei­lung, die so­gar bei fast al­len Ma­ra­thon-Welt­re­kor­den in den letz­ten Jah­ren an­ge­wen­det wur­de, si­chert auch am­bi­tio­nier­ten Frei­zeit­läu­fern im Ma­ra­thon gu­te Zei­ten und ver­spricht beim Et­ap­pen­ma­ra­thon 2009 ei­ne span­nen­de zwei­te Hälf­te.Mi­chael Heid und Heinz Klink

Melde mich zurück Jochen Müller

melde mich zurück

Nach Verletzung und OP, melde ich mich nach 5 Monaten Laufpause
und darauf folgendem Aufbautraining, wieder im Laufteam zurück.
Die letzte Teilnahme an Wettkämpfen liegt jetzt 1 Jahr zurück.
Um endlich wieder einmal bei einem 10 km Wettkampf an den Start zu gehen
um zu testen, welche Leistung zur Zeit abrufbar ist, war der 10 km-Lauf
beim Mainzer Running Day, der am letzten Sonntag im Gonsenheimer Wald
stattfand bestens geeignet. Der 10 km-Lauf durch den Gonsenheimer Wald ist ein
anspruchsvoller Lauf. Bei guten Bedingungen ging es um 10.00 Uhr
an den Start. Ich konnte aber nach der langen Laufpause meine
Möglichkeiten noch nicht so einschätzen. Hoffte aber dennoch auf eine Zeit 
zwischen 40 – 41 min. zu kommen. Aber wie schon so oft, bin ich wieder mal einige
Sekunden zu schnell angegangen. Doch vom Laufgefühl her hatte ich dann das richtige Tempo gefunden, konnte es bis ins Ziel durchhalten und erreichte mit einer Zeit von
40:51 min. den 2. Platz ges.
Eine Woche zuvor konnte ich auch schon beim Mittelrhein ½ Marathon meinen Leistungsstand auf dieser Distanz testen und belegte mit einer 1:26:08 den
2.Platz in der Altersklasse.

Mit diesem Einstieg kann ich wohl zufrieden sein !?
Und die alten, oder noch bessere Zeiten, kommen hoffentlich wieder.

Jochen

Oppenheim Thorsten Ruthard Hallo zusammen aus den rheinhessischen Hügeln rund um Oppenheim sendet Thorsten einer der Duo-Wölfe Michael Heid/Thorsten Ruthard mitten im Sommer. Eigentlich mag ich die Hitze überhaupt nicht, jedoch entschloss ich mich, nachdem mein Wintertraining insgesamt 4 mal durch Krankheit zwangsweise unterbrochen wurde und ich erst im Mai wieder richtig langsam aber sicher in Fahrt kam, das ich es dieses Jahr wohl etwas anders angehen werde. 
Richtig beschlossen hatte ich es dann erst nach meinem guten Ergebnis beim zweiten Wertungslauf des Wingertscup in Wallertheim, bei dem ich nur noch gute 40 sec Rückstand auf den Gesamtdritten Mario Müller hatte, der mir in Hahnheim noch gute 3 min abgenommen hatte.
Also beschloss ich mich für eine lange und internsive Vorbereitung auf ein 10 km Rennen.
Das Ziel war auch schnell gefunden: 13. September 10 km in Worms beim Nibelungen-City-Lauf. 
Die ersten Wochen war ich mir immer noch etwas unsicher, zumal mir mein treuer Trainingspartner Michael Heid aufgrund seiner Verletzung fehlte. Einzig die Tempoeinheiten, die immer stabiler und schneller wurden, gaben mir Sicherheit und signalisierten mir eindeutig, das ich auf dem richtigen Pfad bin.
Dann kam der erste Test: 5.000 m auf der Bahn beim Abendsportfest in Oppenheim Mitte Juli. Aber mein Ziel, voll aus dem Training hier das 10-km-Renntempo zu laufen konnte ich angesichts von fast 35 Grad Hitze und kein Mitstreiter für mein Tempo auf der neuen Kunststoffbahn in Oppenheim relativ schnell vergessen. Ich beendete das Hitzerennen in wenig aussagekräftigen 18:23 min ganz alleine laufend. Einzige Erkenntnis, die ich ziehen konnte: Das Tempo lief ich ganz alleine gleichmässig und bei gehasster Hitze aus dem vollem Training.
Okay, also weiter im Programm und dann  Anfang August zum Nidda Stadtlauf über 15 km. Hier wollte ich wieder antesten. Die Strecke ist zwar flach aber verwinkelt und stellenweise über Pflaster durch die Altstadt von Nidda. 25 Grad und eine drückende Schwüle kann man auch nicht gerade für tolles Laufwetter bezeichnen, so das ich mit meinen 57: 48 min und dem gesamten 15. Platz durchaus zufrieden war. Und wieder die Erkenntnis: kein Einbruch, sehr gleichmässig und druckvoll gelaufen.
Okay, also weiter im Programm mit einem Kurzurlaub mit der Familie an der Ostsee, da ich anschliessend beruflich für 1 Woche an die Bundespolizeiakademie nach Lübeck musste (durfte). Hier lief das Training wie von selbst. Tolle Luft und bei weitem nicht so heiß wie zuhause.
Wieder zuhause kam dann der letzte Test am heutigen Tag, nachdem ich einen Schockanruf von Michael Heid verdaut hatte, jedoch später mehr dazu.
Der Test sollte sein: 5.000 m im Wettkampftempo der 10 km alleine auf meiner vermessenen Tempostrecke im Oppenheimer Wäldchen.
Danach wusste ich, ich bin auf jedemfall auf dem richtigen Pfad. Ganz alleine aus dem vollem Training heraus lief ich mein angepeiltes Wettkampftempo von 3:35 min / Km herunter und beendete diesen Test in 17:54 min.
Jetzt freue ich mich riesig auf den 10 er in Worms, auch wenn ich das restliche Programm alleine absolvieren muss, da Michael nach einem Sturz mit dem Rennrad sich einen Beckenbruch und 4 Rippenbrüche zugezogen hat und derzeit im Krankenhaus liegt.

Ich wünsche dir eine gute Besserung von ganzen Herzen und werde im Moment als einsamer Wolf das restliche Programm bis Worms meistern und hoffentlich dort auch umsetzen können. Und danach bin ich schon gespannt auf den dritten Wertungslauf für den Wingertscup in Zornheim.


Euer Wolf Thorsten Ruthard
Südafrika Ironman Sonnack Christoph

Ironman South Afrika,

eine Reise in eine für uns unbekannte Welt. Doch, zuerst mal hinkommen. Vier Mainzer Triathleten plus Partner bzw Familie trafen sich am 29ten März am Frankfurter Flughafen, um dieses Abenteuer anzugehen.
Und es fing schon in Frankfurt am Check-In Schalter an. Volker Schaubruch, sowie seine Freundin, hatten diesen Flug nicht reserviert und bekamen direkt die Mitteilung, dass dieser Flug überbucht sei und beide höchstwahrscheinlich erst am nächsten Tag fliegen könnten. Das
finanzielle Angebot der Airline klang gut, jedoch war für den nächsten Tag schon eine Safari gebucht, die dann ins Wasser gefallen wäre. Um es kurz zu machen, sie konnten dann doch mitfliegen und bekamen sogar Sitzplätze am Notausgang ( eine Frechheit, solch eine Beinfreiheit wünscht sich jeder Fluggast ). Der Rest der Reiseteilnehmer hatte bis zum Einstieg allerdings noch einige Hürden vor sich.
20kg waren als Gewicht für den Radkoffer erlaubt. Ich war der erste, der am Schalter stand und die Zahl 26 von der Waage ablas. Prima, 6kg Übergepäck! Nachdem ich 4x !!! den Koffer umpackte und die Laufräder als Handgepäck mit in die Maschine nahm, hatte ich diese Hürde geschafft. Ralf Wölms sortierte Kleidung aus und Ludwig Sattler zahlte 30 Euro für 1kg. Egal, wir und unsere Räder waren in der Maschine.In Südafrika begrüsste uns die Herbstsonne bei knappen 30 Grad. Ein Traum nach dem Winter, den wir in der Vorbereitung erlebt hatten. Die erste Woche war für uns als Erholung und Vorbereitung auf den Wettkampf vorgesehen und wurde auch dem entsprechend verlebt. Viel Strand und Ruhe, viel Essen, etwas Ablenkung auf der Expo, wo es die begehrten Ironman-Shirts aus Südafrika gab.Dann der Wettkampftag: Wir standen 30 min vor dem Start im Startbereich und verfolgten, wie das Meer minütlich höhere Wellen an den Strand spülte. Wenn ich behaupte, dass ich mich jetzt noch auf den Start gefreut hätte, wäre es gelogen. Startschuss!!!
Attacke, ab jetzt geht es nur noch vorwärts. Naja, noch nicht für mich. Ich muss erstmal lebend aus dem Wasser rauskommen, was mir auch nach 62 Minuten gelang. 4 min hinter Ludwig und 6 min hinter Ralf, sowie 4 min vor Volker. Ganz OK für mich.Ab aufs Rad und jetzt das Feld von hinten aufrollen. Im Vorfeld wusste ich meine Radleistung nicht einzuschätzen, da man hier in Deutschland ja entweder im Regen oder  Graupel trainierte. Als im Ziel feststand, dass es die beste Radzeit eines „Nichtprofis“ war, war ich natürlich überglücklich. 180km auf rauem Asphalt mit 1700 Höhenmetern in 4:52:21 war für diese Jahreszeit eine Leistung, mit der ich zufrieden sein konnte. Ludwig führte seid dem Schwimmen seine Altersklasse überlegen an und baute seine Führung durch einen Radsplit von 5:19:38 auf über 30 min aus. Volker hatte Magenprobleme, welche ihm nicht erlaubten, Nahrung bei sich zu behalten und kam nach 5:28:22 in die zweite Wechselzone. Moment, da fehlt doch noch Ralf!!! 5:54:45, und das ganze ohne auch nur 1 km in Deutschland im Freien Rad gefahren zu sein. Eine Veränderung in seinem privaten Umfeld ( neue Freundin ) hielt ihn vom Training ab ;-)))So, ab zum Marathon. Mittlerweile zeigte das Thermometer schon seit längerem Temperaturen von über 40 Grad an. Toll, genau das, was jetzt eigentlich keiner mehr braucht. Egal, es fiel jedem schwer und so quälte sich jeder für sich selbst ins Ziel.
Ich benötigte durch eine Bakterieninfektion gehandicapt 3:25:03, Ludwig 4:01:14, der von Magenkrämpfen gebeutelte Volker 4:45:50 und der „Trainingsfaule“ Ralf 4:58:32. Einfach toll, dass sich jeder durchgebissen und im Ziel die begehrte Finisher- Medaille sowie das Finisher-Shirt erhalten hat. Dass Ludwig und ich jeweils die Altersklasse gewinnen konnten machte diesen Ironman natürlich zu einem tollen Ereignis.Die Endresultate:
Christoph Sonnack                            9:25:44Std                  Gesamtrang 14
Ludwig Sattler                                 10:27:54Std                 Gesamtrang 65
Volker Schaubruch                          11:27:57Std                 Gesamtrang 214
Ralf Wölms                                      11:59:19Std                 Gesamtrang 374Unter den 1500 Startern wurden 30 der begehrten Hawaiiplätze an die schnellsten Athleten in den unterschiedlichen Altersklassen vergeben. Ludwig und ich haben diese Plätze angenommen und werden in den nächsten Wochen mit der Vorbereitung auf die Ironman Weltmeisterschaften auf Hawaii im Oktober beginnen. Das aber ist noch Zukunftsmusik.Erstmal ging es nach dem Wettkampf auf Safari, die für uns alle ein unvergessliches Erlebnis war. Es waren Bilder und Eindrücke, die man ein Leben lang nicht vergessen wird. Als krönenden Abschluss verbrachten wir noch 4 Tage in Kapstadt. Unsere Unterkunft befand sich in der „Viktoria & Alfred Waterfront“ am Fusse des Tafelbergs. Auch hier erlebten wir nur sonnige Tage, die uns den Tafelberg in seiner schönsten Pracht präsentierte. Ihr merkt schon, wer einmal in Südafrika war, möchte wieder hin. Es war alles in allem einer meiner schönsten „Ironmanurlaube“.Ganz zum Schluss möchte ich es nicht versäumen, meiner Freundin, sowie ihrer und meiner Familie für das Verständnis für diese zeitintensive Sportart zu danken, bei der auch viel Privatleben auf der Strecke bleibt.Aloha,Christoph Sonnack

Lanzarote Ironman Marcus Jores

Lanzarote 2009

Jetzt will ich auch einmal einen Bericht schreiben.Endlich kann ich wieder Aloha im Oktober sagen. Ich bin mit 10:29 ins Ziel auf Lanzarote. Es ist Platz vier. Den Slot für Hawaii habe ich in der Tasche!!!!!

Bevor ich was zu dem Event schreibe, vorab ein Danke schön.
An dieser Stelle meinen Dank an meine Frau und meine Kids für Ihre super Unterstützung in der Vorbereitungszeit und im Wettkampf. Ohne meine Frau wäre das nicht möglich gewesen. Auch wenn sie wieder einmal 1,5 Stunden auf mich warten musst bevor ich aus dem medizinischen Zelt gekommen bin.
Weiterhin meinen großen Dank an meine Trainerin Elena Wagner. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so laufen kann und trotzdem noch gut aussehe ;-).
Dir Ludwig Sattler vielen Dank für die Geduld bei der Schwimmerei. Versprochen irgendwann schaffe ich es auch unter einer Stunde.
Danke an alle Supporter am Internet (Karsten, Christoph, Christian u.a.) für die Unterstützung meiner Frau beim herausfinden der Platzierung und das Daumendrücken.

Aber nun geht es los. Der Transport nach Frankfurt und weiter nach Lanzarote war nicht sehr schwer, nachdem wir das Rad gerade so in einem A4-Kompi (?) verstauen konnten. Am Flughafen in Lanzarote hatten sie allerdings vergessen die Fahrräder auszuladen.(bis auf den Neo und den Helm, war alles Equipment im Radkoffer) Der Flieger wurde – Gott sei Dank – wieder von der Startbahn gelotst und nach einer Stunde angstvollem Warten kam doch noch mein Bike vom Band.
Hotel okay. Die Trainingseinheit am Dienstag war auch gut, bin froh mich GEGEN den Zeitfahrhelm entschieden zu haben. Der Wind bläst nicht schlecht. Anschließendes Laufen war gut, aber die Beine waren schwer vom Sitzen. Mittwoch mit Heike den ersten Teil der Radstrecke abgefahren und Startunterlagen geholt (Startnummer 1098,   ak45 von 1040-1220). Mittags ausruhen und Sonnen, dann schwimmen auf der Wettkampfstrecke. Die Orientierung ist für mich, wie immer, schwierig.  Immer machen die die Schwimmleinen auf die linke Seite, wo ich doch ausschließlich nach Rechts atme.
Am Donnerstag um fünf Uhr morgens aufgestanden. Mist, Magenschmerzen!!! Den ganzen Tag schlapp mit Magenkrämpfen (Dünnsch…), Glieder- und Kopfschmerzen rum gelaufen (Heike ging es noch schlimmer!). Trotzdem den zweiten Teil der Radstrecke abgefahren. Heike saß nur Kopf schüttelnd am Steuer. O-Ton Heike: „Mein Gott, wie bescheuert muss man eigentlich sein, um sich auf so einer Radstrecke für die Quali abzuquälen, fahr doch lieber nach …“ (Ich sag’s Euch nicht wohin ich soll ;-))
Die nächste Nacht gut geschlafen. Am Freitagmorgen schien der Magen wieder ganz okay. Fühlte mich noch ein bisschen matt. Die Trainingseinheit vor dem Frühstück war richtig gut. Frühstück blieb drin, der Magen spielte mit.
Jetzt wurden die Beutel gepackt, dann noch einen Spaziergang mit Heike. In der Mittagshitze relaxen im Zimmer und um 17 Uhr das Fahrrad abgeben. Magen mit Kohlenhydraten vollpumpen und auf den Samstag freuen.
Ich fühle mich gut. Endlich ist es soweit. Ich weiß, ich schaff das!Samstagmorgen. Wetter: leicht bewölkt, wenig Wind, Meer ruhig. Habe leider die Nasenklammer auf dem Weg zum Start verloren, was zu einer ordentlich Nasenspülung führte, weil ich das mit dem Ausatmen durch die Nase nicht geregelt bekomme. Habe mich aus der Klopperei raus gehalten, was allerdings zu einer mäßigen Schwimmzeit führte.
Mein Wechsel war etwas unterirdisch bzw. eher irdisch, da ich beim verlassen des Wassers erst einmal in den Sand geflogen bin, zuviel Laktat im Blut ;-). Mein Körper war paniert. Die Kompressions-Socken rutschen deshalb nicht so über die Waden.
Dann aufs Rad. Wetter: Mist, wo kommt den auf einmal der Sturm her? Locker fahren!!!!! Habe die Vorgabe der Trainerin im Kopf, „fahre erst einmal mit angezogener Handbremse, das zahlt sich beim Laufen aus“.
Wie gesagt es war sehr stürmig. War froh ohne Scheibe und 808 Zipps unterwegs zu sein. Die Jungs mit diesem Kram hatten so ihren Kampf! Bei einer steilen Abfahrt, es hat geblasen wie blöd, wäre ich mit Sicherheit umgefallen, hätte ich nicht in die Pedale getreten.
Der Rest der Radstrecke war gemäß der Vorgabe meiner Trainerin der Trittfrequenz gewidmet. Nicht unter 80 und, ich kann nicht genug jammern ;-), der Wind war der Hammer. Der Wechsel war okay, ich konnte direkt vom Rad springen und loslaufen. Ohne das mir auch nur ein bisschen die Beine schmerzten.  Wetter: Immer noch Wind, so ein Sch…! Aber netterweise schien jetzt auch die Sonne, so dass ich nicht frieren musst ;-). 3,5km laufen bis zu Heike, mmmhhhh, „Die guckt aber ernst!“. „Lauf Alter, wenn ich mich nicht verzählt habe bist Du NUR Sechster. Gib Gas!“ Wenn mein Frauchen das sagt, dann werde ich das natürlich entsprechend machen. Die nächsten Treffen mit ihr sind durch ähnlich motivierende Aussagen geprägt. Doch sie lächelt. Durch die Supporter am Internet war sie immer genau informiert. Km25, „25 Sekunden auf den vor Dir. Nach hinten hast Du wohl ca. vier Minuten Platz. Auf geht’s! Die fangen an zu sterben!“ Mein Ehrgeiz war geweckt. Letztes Jahr gab es fünf Slots, also war mein Ziel mindestens fünfter zu werden. An der vorletzten Wende sah ich ihn dann direkt auf mich zukommen. Der „bunte Franzose“ auf Platz fünf, Mund aufgerissen nach Luft schnappend und den Kopf weit im Nacken. „Dich laufe ich noch platt!“ Also Beine in die Hand und los. Vor der letzten Wende hatte ich ihn, und die Nummer vier noch dazu. Ich war auf dem dritten Platz! Durchhalten! Allerdings kam der nach dem Radfahren auf 11 liegende mit großen Schritten kurz vor dem Ziel noch an mir vorbei geflogen. Da fehlten mir die Körner zum folgen.               Im Ziel habe ich dann die beiden Helfer, die mich direkt unterhackten, auf die Seite gebeten, so dass das zweite Foto deutlich besser wurde als im letzten Jahr.Eins weiß ich, Lanzarote sieht mich so schnell nicht wieder. Meine Frau sagt sogar, nie wieder!Seit der Slot-Vergabe bekomme ich das grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.Aloha, Marcus
Frankfurt Ironman Michael Wolf Ironman Frankfurt 2009-Der längste Tag des Jahres.
Mit dieser Überschrift wirbt der Ironman European Championship auf seiner Homepage und Flyer. Für mich sollte es auch zutreffen. Beim Ironman  in Frankfurt bin ich  auf der Lauftrecke richtig schön geplatzt.  
Am Freitag traf ich mich mit  Mark Labus und Mario Zillmer zur Startnummernausgabe in Frankfurt am Römer. Da wir schon recht früh da waren ging das ganze Prozedere mit Startpasskontrolle, Ausgabe von Armband und Rucksack, prall gefüllt mit allen notwendigen Utensilien, recht schnell. Am Samstag gingen wir zum Check in an den  Langener Waldsee und  gaben Räder und Bekleidungs- beutel ab. Als wir das vollbracht hatten, durfte ich mir  noch ein paar motivierende Worte von meiner  Trainerin  Ute  Mückel abholen. Danach schaute ich mir mit Mario noch den Schwimmstart bzw. die Schwimmstrecke an. Vor dem Schwimmen hatte ich den meisten Respekt. Fast jeder, der schon mal in Frankfurt war, erzählte Horrorgeschichten vom Schwimmen mit all dem Hauen, Schlagen und Untertauchen auf den ersten 500 Metern. Mit diesen Eindrücken ging es heim, ausruhen war angesagt, natürlich auf der Couch mit Fernbedienung und Apfelsaftschorle. Ach, könnte das Leben nicht immer so sein  wie am Tag vor dem Wettkampf !?
Am Sonntagmorgen um 3:30uhr war Schluss mit Lustig; raus aus dem Bett, waschen, frühstücken und warten bis  Mario und Mark mich abholten. Gegen 4:30 Uhr  ging es dann mit dem Auto nach Langen zum Waldsee und da war schon einiges los. Jetzt mussten wir uns noch umziehen, Neo an, Rad aufpumpen und vor zum Schwimmstart - da war die Spannung am höchsten. Wie es sich für Sportler gehört, wünschten wir uns alle ein gutes Rennen, suchten uns einen guten Startplatz und die Anspannung nahm kein Ende. Endlich - der Startschuss und los ging`s. Super, ich kam von Anfang an in einen guten Rhythmus, wie es  mir Stephan Schweiger auch immer im Vorfeld gesagt hatte: „ Die ersten 10 Minuten  musst Du Deinen Rhythmus finden, sonst wird das ganze Schwimmen nix.“ Und genau so war es, ich kam super rein, vom Schlagen und Hauen  merkte ich nichts. Kurz vor der ersten Boje versuchten alle nach innen zu schwimmen, um schnell um die Boje zu kommen und hier wurde mir in dem Getümmel die Schwimmbrille heruntergeschlagen. Ich konnte die Brille noch greifen und versuchte sie gleich wieder aufzuziehen, aber  das ging gewaltig  schief. Jetzt wurde ich mal so richtig schön unter Wasser gedrückt, weil ja die anderen Schwimmer auch vorbei wollten und nicht versuchten,  um mich herum zu schwimmen. Egal, mit vier, fünf Brustzügen konnte ich aus dem Getümmel entfliehen,  Brille auf, und die Verfolgung aufnehmen. Nach der zweiten  Runde hoch zum Umziehen und ab auf das Rad.
Super-  nach den ersten 200 bis 300 Metern merkte ich, dass ich keine Luft auf dem Vorderrad hatte. Augen zu und durch. Reifen wechseln, und welch Wunder, das ging recht flott. Ich glaube, ich benötigte noch nicht mal 5 Minuten. Jetzt rauf auf`s Rad und locker radeln. Die Strecke ist einfach,  schön, super ausgeschildert und egal wo man durchfuhr waren Leute, die einem zujubelten. In Bad Vilbel am HEARTBREAK HILL ging es locker hoch, ich sah Ingo Fess, der mir zurief:“Nimm` den kleinen Gang!“,Das war die beste Entscheidung , denn kurz nach dem Umschalten stießen zwei Simpel vor mir zusammen und legten sich  in der Menschenmenge auf die Schnauze. Ich konnte noch schnell aus meinen Pedalen und stand erst einmal am Hill. Ich rief den zwei Athleten noch ein fröhliches Wort entgegen und versuchte am Berg wieder anzufahren. Das war mal wieder richtig schön, hier vielen mir wieder die Worte meiner Trainerin ein:“ Bleib auf dem Rad immer wach, und rechne mit allem“. Jetzt ging es auf die zweite Runde und die lief gut. Nach 6 Stunden (das ist ein Schnitt von 30km/h.) durfte ich auf die Laufstrecke. Die Helferinnen in den Zelten waren einfach super. Sie helfen Dir beim Umziehen, Eincremen mit Sonnenmilch, Bekleidung in Beutel sortieren und fanden ein paar nette Worte für den weiteren Weg. So, nun noch etwas trinken, winken und Ute, meine Trainerin  suchen. Nach ca. 1,5 Km stand sie und rief mir zu dass ich noch voll in der Zeit sei. Und das ging bis Km 3 auch noch recht gut. Auf der anderen Mainseite, dachte ich, ich müsse in die Hecken und DA!  ein DIXI, ab hier fing das Desaster an-  nur noch Durchfall. Ich dachte „kein Problem, das legt sich“. Nix war, ich versuchte es mit Salztabletten und Cola, dann ging es wieder bis kurz vor der zweiten Runde. Hier ist mir der Kreislauf abgehauen. Ich setzte mich einfach auf eine Bank am Main und sah mir die Triathleten und die schönen Enten im Main an. Diese Erholung von guten 5 Minuten tat gut. Und nun weiter, das nächte Band holen und bis zur Brücke gehen. Stephan traf mich bei meiner Walkingeinlage und fragte  was mit mir los sei. Ich erklärte es ihm und  bekam  gleich ein paar Salztabletten. Mit Übelkeit und Salztabletten ging für mich das Rennen weiter. Ich nahm mir nur vor, das Ding zu finishen und der Rest war mir egal. Bloß nicht umfallen, oder in ein Sani-Zelt sondern den Körper beruhigen und weiter. Immer schön Salz und Cola.  Und als ich mein weißes Band, das Band der letzten Runde hatte, wusste ich, dass ich das Ding heimschauckle.  
Als der Einlauf am Römer näher kam, war alles wie weg geblasen Plötzlich stand meine Tochter Anna-Lena vor mir,  von meinem Freund Christian auf die Strecke gehoben, und lief die letzten paar Meter mit mir hinein ins Ziel. Im Zielbereich wurde ich von meiner Frau begrüßt und beglückwünscht. Ich kann nur jedem sagen, es ist ein einmaliges Gefühl auf diesem roten Teppich. Man wird wirklich für alles entschädigt. Der Ironman in Frankfurt ist ein toller Event, und es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich dies mitgemacht habe.
Jetzt möchte ich mich noch bei allen bedanken, die mir vom Rand zugerufen, mich unterstützt und haben, und für die vielen Glückwünsche per SMS.
Danke auch an meine Familie, die mich immer schön trainieren lies, sowie für die vielen Tipps von Freunden wie Christian Wolf, Jochen Wölke, Christoph Sonnack, Jens Schönhofen, Ludwig Sattler, Ingo Fess und vielen mehr.  Auch bei  meinen zwei Trainingspartnern Mark und Mario, die einen guten Wettkampf in Frankfurt bestritten haben bedanke ich mich.
Frankfurt Ironman Mark Labus

Bericht von Mark Labus Nur für einen kurzen Moment des Glücks weißt Du, warum Du Dir das antust !!8 Monate Vorbereitung vergingen diesmal wie im Flug. Kaum zu glauben, dass die Challenge in Roth nun schon wieder fast ein Jahr her ist. Muss wohl am Alter liegen, dass die Zeit so schnell vergeht. Am Freitag morgen fuhren Michael der "Pumuckel vom Goldberg", Mario die "Schwarze Perle aus dem Osten" und ich, der "Goldfinger aus Köngernheim" nach Frankfurt, um die Startunterlagen auf dem Römer abzuholen. Die Vorbereitungen und Aufbauarbeiten waren bereits in vollem Gange. Bereits jetzt konnte man sich vorstellen, was hier beim Zieleinlauf los sein muss. Beim Gedanken daran bekam ich bereits hier eine Gänsehaut. Samstags mittags fuhren wir zum Langener Waldsee, um unsere Räder einzuchecken und die Kleiderbeutel abzugeben. Bereits hier bekamen wir einen kleinen Vorgeschmack auf die bevorstehende Hitze, die fürs Rennen am Sonntag auf uns zukommen sollte. Ohne größere Wartezeiten konnten wir unsere Räder in die Wechselzone bringen und die ersten Vorbereitungen treffen. Wichtig war es etwas Luft aus den Reifen zu lassen, damit diese durch die einstrahlende Sonne nicht zu platzen drohen. Nicht jeder hatte anscheinend dran gedacht, denn plötzlich hallte ein "Schuss" durch das Treiben. Jener Triathlet, dem dieses Rad gehört, wird sich morgen früh sicherlich freuen, den Reifen wechseln zu dürfen. Bedingt durch eine betriebliche Feier kam ich erst nachts um 1 Uhr ins Bett. Bereits um 3.00 Uhr klingelte wieder der Wecker. Macht nichts, viel mehr hätte ich eh nicht schlafen können. Nach der obligatorischen Dusche, ein Ritual auch vor Wettkämpfen, packte ich die letzten Sachen zusammen und ließ mich von meiner Holden zu Mario bringen, um dann gemeinsam Michael zu holen und nach Langen zu fahren. Bereits einige KM vor dem See auf der B 44 bildete sich ein Stau. Nach einigen Minuten, die uns endlos vorkamen, sortierten Ordnungsbeamte Zuschauer von Athleten, die direkt weiter auf den Parkplatz am See fahren durften. So erreichten wir gegen 5.30 Uhr den See und begannen mit den Vorbereitungen. Die Zeit bis zum Start verging wie im Flug und um 6.50 Uhr befanden wir uns im Wasser des Startbereichs. Als mittelmäßige Schwimmer orientierten wir uns zunächst hinten und schauten, wo die eine oder andere Lücke entsteht. Über den Schwimmstart in Frankfurt existieren wilde Geschichten. Ein letztes Mal wünschten wir uns gegenseitig alles Gute und Erfolg. Wir sollten uns erst wieder im Zielbereich an diesem Tag sehen. In meinem geistigen Auge liefen die vielen gemeinsamen Radkilometer ab und wieviel Spaß wir auch bei der anschließenden Regeneration hatten. Pünktlich um 7 Uhr fiel der Startschuß, begleitet von Musik und Kanonenböller. Vor mir tat sich eine regelrechte Schneise auf und sehr schnell fand ich meinen Rhytmus. Entgegen der Befürchtung konnte ich mich jeglichem Geprügel fern halten und kam bis zum ersten Landgang sehr gut durch. Beim Ausstieg verkrampfte leider mein hinterer rechter Oberschenkel, konnte jedoch durch Gegendehnen schlimmeres verhindern. Ab gings wieder ins Wasser auf die zweite Schleife, die auch ohne Probleme verlief. Nach rund 1.20 h gings für mich aus dem Wasser, ein kurzes Sandstück den Berg hoch und ab zum Rad. Das Wechseln verlief ohne irgendwelche Vorkommnisse. Die Beine auf dem Rad fühlten sich von Anfang an gut an. Eine erste Erleichterung machte sich breit, denn beim Schwimmen könnte ich nie sagen, ob ich an dem Tag gut oder eher schlecht drauf bin. Es fühlt sich oft immer gleich an. Vorbei am Waldstadion stellte sich ein erstes Glücksgefühl ein. Wahnsinn, dachte ich mir, Du ballerst gleich durch Frankfurt durch, meiner Stadt. Ich musste aufpassen nicht zu überzocken, was mir gut gelang, denn die ersten 1 bis 2 Stunden ist es wichtig lockere Beine zu behalten und sich auf die Nahrungsaufnahme zu konzentrieren. Also fing ich gleich an ein Riegel, Salztabletten und genügend Flüssigkeit reinzuschieben. Die erste Radrunde fühlte ich mich sehr gut und schätzte, ich wäre mit mindestens einem 30 ér Schnitt unterwegs. Ich hatte zwar einen Tacho am Rad, allerdings ließ ich mir bewusst nicht die Durchschnittsgeschwindigkeit anzeigen, sondern lediglich die aktuelle Geschwindigkeit, um mich nicht zu sehr verrückt zu machen. Nach einer weiteren Runde durch Frankfurt ging es auf die zweite und so ca. bei 120 oder 130 km schaute ich mal auf den Durchschnitt. Die Uhr zeigte 29,6 km/h an. Beim Blick auf die Zeit war ich im ersten Moment schon enttäuscht. Mein Gefühl war ein besseres. Gerade wegen meiner neuen Laufräder, die schnurrten wie ein Kätzchen. Es war zwar bereits teilweise sehr warm, vor allem wenn kein Wind ging, aber auf dem Rad macht mir das eigentlich nicht soviel aus. Dachte ich zumindest.
Mehr drücken auf dem Rad wollte ich im Hinblick auf den Marathon aber auch nicht und so fuhr ich den Radsplit zu Ende und wechselte nach 6.02 h fürs Rad zum Laufen. Mittlerweile war es gegen 14:30 Uhr und verdammt warm, schätzungsweise 30 Grad. Vor allem wenn die Sonne hinter den wenigen Wolken hervor kam, brannte es von oben. Die Beine fühlten sich nach den ersten Metern immer noch gut an. Nach gut 2 Kilometern schaute ich das erste Mal auf die Uhr. Ich lief knapp über einem 4.50 ér Schnitt. Fühlte mich zwar gut, aber auf die Distanz und das Wetter gesehen zu schnell. Also nahm ich etwas raus und lief betont locker. Die ersten 10 km passierte ich in knapp über 51 min. In der zweiten Runde begann ich an den Verpflegungsstationen zu gehen. Mittlerweile hatte ich einen bestimmten Rhytmus gefunden. Zuerst Eiswürfel unter die Mütze, dann Eiswürfel ins Trikot, Wasser über den Kopf und Körper, 1 - 2 Becher Cola als Getränk, bisschen Salzgebäck oder Obst und zum Schluß Schwämme über Unterarme und dem Kopf auswringen. Da ca. alle 2 km eine Station aufgebaut war, kam ich mit der Hitze besser als befürchtet zurecht. Halbmarathon passierte ich knapp über 1.53 h. Die Beine fühlten sich immer noch gut an und langsam stellte sich die Gewissheit ein, dass mir die fehlenden langen Läufe hintenraus nicht fehlen würden. Nach Aussagen von Freunden an der Strecke sah ich ab der 3. Runde sogar wieder erholter als in der 2. Runde aus. Dürfte die Euphorie über das nahende Ziel gewesen sein. Immer öfter malte ich mir im Kopf den Zieleinlauf vor. Die Freude hätte ich rausschreien können. In der letzten Runde rechnete ich mir in etwa die Marathonzeit hoch. Mein Ziel war unter 4 h zu bleiben. Da die Beine immer noch mitspielten, zog ich das Tempo wieder an, was mir ohne größere Probleme gelang. In den 4 Runden holte überholte ich unzählige Athleten. Viele mussten auch zwischen den Verpflegungs-stationen gehen und sahen total kaputt aus. Anhand der farbigen Bänder am Oberarm konnte man erkennen, in welcher Runde sie sich befanden. Gerade mit den Läufern die noch 3 oder sogar 4 Runden vor sich hatten, mochte ich jetzt nicht mehr tauschen. Auf den letzten 400 oder 500 Metern, bevor es auf den roten Teppich zum Römer geht, stand mein Freund Matthias. Er hielt bereits ein Weizen für mich parat, dass ich mir sofort schnappte und mit auf die letzten Meter nahm. Tat das gut, nach all den süßen Gels und Getränken mal wieder Bier zu schmecken. Im Zielkanal tat sich für mich in dem Moment ein riesiges Menschenmeer auf. Laute Musik, irgendein Sprecher erzählte was und lauter schreiende und johlende Leute die Party machten. Absoluter Wahnsinn !!! Leider sah ich dadurch Martina, unsere kleine Süße und all die anderen Freunde und mitgereisten Vereinskameraden vom TCEC nicht. Total kaputt nahm ich im Athletenbereich erstmal Platz auf einer Bank und ruhte mich aus, total glücklich das Rennen beendet zu haben. Meine Gesamtzeit betrug 11:34.19 h h. Die Marathonzeit betrug noch 3.58 h. Irgendwann sah ich dann auch Mario, der seinen ersten Ironman in 11.57 h beendete. Staksig auf den Beinen kämpften wir uns zum Duschen. Da ich mir alles mögliche, unter anderem zum Schluss im Ziel auch das Bier, übergeschüttet hatte, war das auch bitter nötig.
Nachdem wir uns das Finishershirt geholt hatten, sahen wir auch Michael, der im Rennen ganz schön zu kämpfen hatte, wie er berichtete. Gleich zu anfangs auf dem Rad einen Platten und später beim Laufen hatte er mit Durchfall zu kämpfen und musste mehrmals ein Dixie aufsuchen. Schlußendlich finishte er in 12.53 h. Wie sagte unterwegs Ralf zu mir auf der Laufstrecke: "Ein Ironman ist kein Kindergeburtstag!".Im Abstand von ein paar Tagen kann ich immer noch ein positives Fazit ziehen. Eine super organisierte Veranstaltung, sieht man einmal von den Problemen bei der Radausgabe nach dem Rennen ab. Hilfsbereite, sehr engagierte und freundliche Helfer. Eine Riesenstimmung bereits an markanten Punkten auf der Radstrecke, wie z.B. in Bad Vilbel, vor allem aber keine Langeweile auf der Laufstrecke. Meiner Meinung war das Startgeld jeden Cent wert. Frankfurt sieht mich bestimmt irgendwann wieder. Gemütlich ließ ich den Abend gemeinsam mit meinen Kumpels aus Frankfurt, Martina und Chantal bei einem Italiener in Sachsenhausen ausklingen. Bei immer noch 25 Grad nachts um 1 Uhr. Für 2010 schwankte ich zwischen Lanzarote, Klagenfurt, Zürich oder nochmals Roth. Die Sache ist entschieden. Nächstes Jahr starte ich in Klagenfurt beim IM Austria. Innerhalb von 30 Minuten war das Rennen ausgebucht. Leider kam Mario nicht mehr rein, Michael startet in Lanzarote, so dass unser Dreamteam nächstes Jahr getrennt aufläuft. Aber auf das gemeinsame Trainingslager und die eine oder andere Trainingseinheit freue ich mich bereits jetzt.**********Am Sonntag den 05.07.2009 um 07:00 Uhr ist es soweit, Ironman FRANKFURT
Mario Zillmer, Mark Labus und Michael Wolf gönnen sich den Spaß am Sonntag  beim Ironman Frankfurt teilzunehmen. Da die drei viele Trainingskilometer zusammen verbracht haben, wurden die Harre in den deutschen Nationalfarben gefärbt und Kampfnamen für den Sonntag entworfen.


Schwarz ist Mario und sein Kampfname ist schwarze Perle aus dem OSTEN
ROT ist Michael und er heißt Pumuckel  vom Goldberg
Gold ist Mark und sein Kampfname heißt Goldfinger aus Köngernheim

Neroman Stephan Schweiger Neroman 2009
Am 26.04.2009 fand in Wiesbaden der Neroman Triathlon mit 315 Teilnehmern statt. Ich war nach einigen Hindernissen auch erfolgreich am Start. Beim Putzen am Vortag stellte ich fest, das mein Lenkkopflager am Mountainbike Spiel hatte. Ich stellte das Lagerspiel ein, doch leider ließ sich mein Lenker nicht mehr richtig drehen, also baute ich das Lager auseinander, das war total verdreckt. Nach putzen und zusammenbauen ließ sich mein Lenker immer noch nicht richtig drehen.
Da fehlt wohl Montagefett, dachte ich mir. Glücklicherweise hatte ich den Christoph Steurenthaler zum Grillen eingeladen, denn er konnte mir welches mitbringen. Nach dem Grillen so um elf, ein paar Bier und viel Chips, hatte ich dann die super Idee mein Lenkkopflager abzufetten.
Leider hatte ich wohl Mittags ein Lager falsch eingebaut, denn als ich die Gabel demontierte kam mir ein Lager in vier Teilen und verflucht vielen lustigen kleinen Kugeln entgegen.Ich war aber noch relativ entspannt, muss an dem vielen Hopfen im Bier gelegen haben, denn der beruhigt ja bekanntermaßen.
So um halb zwölf hatte ich dann wieder alle Kugeln zusammen und irgendwie hab ich es tatsächlich geschafft das Lager wieder zusammen zu setzten.
Eigenlob stinkt ja, aber das war echt eine Meisterleistung von mir. Ich hab auch nur drei Versuche gebraucht bis ich alle Teile so verbaut hatte, dass es Sinn ergab.
Ich glaub da war es dann halb 2 oder so. Wenn die Lagerkugeln nicht so verflucht klein gewesen währen hätte ich bestimmt eine Stunde weniger gebraucht.So besonders toll hab ich dann doch nicht geschlafen, neben dem Lenkkopflager hatte ich mich wohl auch einfach beim Grillen überfressen.
Glücklicherweise musste ich erst um 12 in der letzten Startgruppe ran.
Das mit dem Lenkkopflager war echt scheiße, ich hatte schon ein bisschen auf eine gute Platzierung gehofft und hatte dafür Slicks und eine Rennradkassette auf mein Mountainbike gezogen.
Auf einen Crosstriathlon fahren, wenn man weiß, dass das Mountainbike nicht zu hundert Prozent in Ordnung ist, ist echt schlecht.
Morgens bin ich das Rad noch kurz probe gefahren und es hat alles gehalten. Glücklicherweise ist die Jule Waligora mit mir zum Wettkampf gefahren, da musste ich nicht dauernd an mein Lenkkopflager denken.Nach dem üblichen Parkplatzsuch- und Eincheckstress bin ich dann pünktlich um 12 ins Wasser gehüpft. :Schwimmen lief eher schlecht. Als ich mein Rad aus der Wechselzone schob, viel mir dann noch die Kette runter und ich dachte nur: Oh Mann, jetzt stellst Du dich hier auch noch wie ein Anfänger an.
Beim Radeln hatte ich dann aber ein sehr gutes Gefühl, nur die Reifen waren in den Kurven und auf Schotter etwas schwammig. Ich bin auch wegen der Lenkkopfgeschichte ein bisschen Vorsichtig gefahren. Zu Beginn der zweiten Runde hatte ich den Führenden aus meiner Startgruppe eingeholt, also musste ich schon ziemlich gut gefahren sein. Ich hab dann natürlich richtig fett reingetreten und er konnte auch nicht mit mir mitfahren. Beim Laufen haben mir am Anfang doch ziemlich die Beine gebrannt, ich konnte mich aber super motivieren, da ich ja in Führung lag.
Heinz Klink zur Laufjacke

Wann wird´s mal wie­der rich­tig Win­ter?

Wer kennt die­sen Ohr­wurm von Ru­di Ca­rell in der Som­mer-Fas­sung aus dem Jahr 1975 nicht. Für mei­nen Er­fah­rungs­be­richt über die Rad- und/oder Lauf­ja­cke "Wind­bre­a­ker" von New­li­ne wür­de na­tür­lich auch der je­dem Sport­ler be­kann­te Spruch pas­sen: "Es gibt kein schlech­tes Wet­ter, es gibt nur schlech­te Klei­dung". Ge­nau des­halb hof­fe ich jetzt auf end­lich fal­len­de Te­mp­e­ra­tu­ren.

Un­ser Wolfs Run­ning Team ist u.a. aus­ge­stat­tet mit dem New­li­ne "Wind­bre­a­ker ­jacket". Dies ist ei­ne Art Softs­hell-Ja­cke, die vom dä­ni­schen Her­stel­ler New­li­ne als Rad­ja­cke für Fahr­ten an der win­di­gen Nord- oder Ost­see­küs­te ent­wi­ckelt wor­den ist. Die Ja­cke ist des­halb im Rü­cken et­was län­ger und mit drei La­gen "soft wind­tex" aus­ge­stat­tet. Da­durch ist sie ab­so­lut wind­dicht, aber auch nur be­dingt at­mungs­ak­tiv. Im Ge­gen­teil ver­fügt die eng­an­lie­gen­de Ja­cke auch noch über Si­li­kon­bän­der an den Är­me­len­den und um die Hüf­te, so­wie über ei­nen ein­stell­ba­ren Hals­be­reich. Prak­tisch sind auch die bei­den klei­nen Rü­cken­ta­schen mit Reiß­ver­schluss. Die Softs­hell lässt kei­ne kal­te Luft an den Kör­per. Kal­te Luft und zwar rich­tig kal­te Luft soll­te aber ge­ra­de des­halb schon vor­han­den sein. Bei Tem­pe­ra­tu­ren über 5°C kann man sich sonst ei­nen Sau­na­gang spa­ren.

Bei mei­nem ers­ten Trai­nings­lauf mit die­ser Ja­cke hat­te ich noch ein Lang­arm-
s­hirt da­run­ter an. Seit dem be­gnü­ge ich mich mit ei­nem Kur­zarm-Funk­tionss­hirt, selbst bei Mi­nus­te­mp­e­ra­tu­ren. Mich be­geis­tert be­son­ders der en­ge Schnitt. Ich mag beim Lau­fen kei­nen Flat­ter­look. Al­so rein­ge­schlüpft, lan­ge Tight und Schu­he an und los­lau­fen. Bei ganz kal­tem Wet­ter wür­de ich noch ein Hals- oder Schlauch­tuch ver­wen­den. Die Ja­cke sitzt per­fekt, die Ver­ar­bei­tungs­qua­li­tät ist ein­wand­frei und so hat es so­gar an die­sem fros­tig-kal­ten No­vem­be­r A­bend Spaß ge­macht, Rich­tung Har­den­berg-Park los­zu­lau­fen.

Am An­fang frös­tel­te ich noch ein we­nig. Aber so soll es beim Lau­fen, gleich ob Trai­ning oder Wett­kampf auch sein, wenn man nicht zu warm an­ge­zo­gen sein möch­te. Schon nach we­ni­gen Schrit­ten bzw. Arm­be­we­gun­gen ha­be ich mich da­rin wohl­ge­fühlt. Nichts stört, flat­tert oder zwickt. Die Softs­hell sitzt und passt, liegt so eng an wie ein Lang­arms­hirt. Kal­te und ne­bel­feuch­te Luft, ja selbst Nie­sel­re­gen ha­ben kei­ne Chan­ce, ei­nen Läu­fer aus­zu­küh­len. Schon nach we­ni­gen hun­dert Me­tern stellt sich ei­ne an­ge­neh­me Wär­me ein. Bei län­ge­re­n berg­auf Pas­sa­gen oder ei­nem sehr flot­ten Trai­nings­lauf wird es mit die­ser Ja­cke dann aber rasch zu warm. Dann staut sich auch Was­ser­dampf un­ter der Ja­cke, da man nur et­was über den Fron­treiß­ver­schluss die Luft­zir­ku­la­ti­on ver­bes­sern kann. Trotz­dem fängt man nicht an zu frös­teln, wenn man dann wie­der lang­sa­mer oder berg­ab läuft. Oh­ne wei­te­res ist die­se Lauf­ja­cke da­her auch für län­ge­re Trainigsein­hei­ten in pro­fi­lier­tem Ge­län­de ge­eig­net.

Selbst­ver­ständ­lich hat un­ser Run­ning Team die­se Softs­hell in rot mit weiß ab­ge­setz­ten Re­flek­tor­strei­fen. Nicht dass je­mand der uns sieht denkt, dies sei­en die dä­ni­schen Na­tio­nal­far­ben oder die 05er müss­ten ei­ne ext­ra Lauf­ein­heit ab­sol­vie­ren. Sieht gut aus und die Re­flek­to­ren die­nen ge­ra­de in der dun­klen Jah­res­zeit der pas­si­ven Si­cher­heit. Mir ha­ben sie so­gar die lo­ben­den Wor­te ei­ner at­trak­ti­ven Rad­sport­le­rin ein­ge­bracht. Ich dach­te schon, sie meint mit dem zu­ge­ru­fe­nen "He, echt klas­se!" mich oder mei­nen lo­cke­r-dy­na­mi­schen Laufs­til. Aber dann kam hin­ter­her: " Echt klas­se die­se Re­flek­to­ren. Sind schon von weit weg to­tal gut zu se­hen." Und schon war sie um die nächs­te Kur­ve ver­schwun­den.

Ins­ge­samt kann ich die­se New­li­ne Lauf­ja­cke "Wind­bre­a­ker" voll und ganz emp­feh­len. Nur kalt soll­te es sein. Aber der rich­ti­ge Win­ter kommt be­stimmt.

Heinz Klink

 

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