Wann wird´s mal wieder richtig Winter?
Wer kennt diesen Ohrwurm von Rudi Carell in der Sommer-Fassung aus dem Jahr 1975 nicht. Für meinen Erfahrungsbericht über die Rad- und/oder Laufjacke "Windbreaker" von Newline würde natürlich auch der jedem Sportler bekannte Spruch passen: "Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung". Genau deshalb hoffe ich jetzt auf endlich fallende Temperaturen.
Unser Wolfs Running Team ist u.a. ausgestattet mit dem Newline "Windbreaker jacket". Dies ist eine Art Softshell-Jacke, die vom dänischen Hersteller Newline als Radjacke für Fahrten an der windigen Nord- oder Ostseeküste entwickelt worden ist. Die Jacke ist deshalb im Rücken etwas länger und mit drei Lagen "soft windtex" ausgestattet. Dadurch ist sie absolut winddicht, aber auch nur bedingt atmungsaktiv. Im Gegenteil verfügt die enganliegende Jacke auch noch über Silikonbänder an den Ärmelenden und um die Hüfte, sowie über einen einstellbaren Halsbereich. Praktisch sind auch die beiden kleinen Rückentaschen mit Reißverschluss. Die Softshell lässt keine kalte Luft an den Körper. Kalte Luft und zwar richtig kalte Luft sollte aber gerade deshalb schon vorhanden sein. Bei Temperaturen über 5°C kann man sich sonst einen Saunagang sparen.
Bei meinem ersten Trainingslauf mit dieser Jacke hatte ich noch ein Langarm-
shirt darunter an. Seit dem begnüge ich mich mit einem Kurzarm-Funktionsshirt, selbst bei Minustemperaturen. Mich begeistert besonders der enge Schnitt. Ich mag beim Laufen keinen Flatterlook. Also reingeschlüpft, lange Tight und Schuhe an und loslaufen. Bei ganz kaltem Wetter würde ich noch ein Hals- oder Schlauchtuch verwenden. Die Jacke sitzt perfekt, die Verarbeitungsqualität ist einwandfrei und so hat es sogar an diesem frostig-kalten November Abend Spaß gemacht, Richtung Hardenberg-Park loszulaufen.
Am Anfang fröstelte ich noch ein wenig. Aber so soll es beim Laufen, gleich ob Training oder Wettkampf auch sein, wenn man nicht zu warm angezogen sein möchte. Schon nach wenigen Schritten bzw. Armbewegungen habe ich mich darin wohlgefühlt. Nichts stört, flattert oder zwickt. Die Softshell sitzt und passt, liegt so eng an wie ein Langarmshirt. Kalte und nebelfeuchte Luft, ja selbst Nieselregen haben keine Chance, einen Läufer auszukühlen. Schon nach wenigen hundert Metern stellt sich eine angenehme Wärme ein. Bei längeren bergauf Passagen oder einem sehr flotten Trainingslauf wird es mit dieser Jacke dann aber rasch zu warm. Dann staut sich auch Wasserdampf unter der Jacke, da man nur etwas über den Frontreißverschluss die Luftzirkulation verbessern kann. Trotzdem fängt man nicht an zu frösteln, wenn man dann wieder langsamer oder bergab läuft. Ohne weiteres ist diese Laufjacke daher auch für längere Trainigseinheiten in profiliertem Gelände geeignet.
Selbstverständlich hat unser Running Team diese Softshell in rot mit weiß abgesetzten Reflektorstreifen. Nicht dass jemand der uns sieht denkt, dies seien die dänischen Nationalfarben oder die 05er müssten eine extra Laufeinheit absolvieren. Sieht gut aus und die Reflektoren dienen gerade in der dunklen Jahreszeit der passiven Sicherheit. Mir haben sie sogar die lobenden Worte einer attraktiven Radsportlerin eingebracht. Ich dachte schon, sie meint mit dem zugerufenen "He, echt klasse!" mich oder meinen locker-dynamischen Laufstil. Aber dann kam hinterher: " Echt klasse diese Reflektoren. Sind schon von weit weg total gut zu sehen." Und schon war sie um die nächste Kurve verschwunden.
Insgesamt kann ich diese Newline Laufjacke "Windbreaker" voll und ganz empfehlen. Nur kalt sollte es sein. Aber der richtige Winter kommt bestimmt.
Heinz Klink
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