Laufzubehörtest
Mit der Beurteilung von Laufschuhen möchten wir unsere eigene Lauferfahrung, den Erfahrungsaustausch mit anderen Laufexperten, Erkenntnisse aus Einkauf und Verkauf, Laufanalysen sowie Einlagenkonstruktion weitergeben.

Test von 2008 bis 2009

 

2007-2009    
Karin Kerschensteiner
 
Dr. Heinz Klink
 
 
 
 
 
 
 

 

Testbericht von Karin Kerschensteiner,

Skins Testbericht: „Von der Frostbeule zum heißen Eisen“

Dienstagmorgen, 7.00 Uhr, -5°C, leichter Schneefall, auf dem Trainingsplan stehen16km Laufen …ahhh…zitter… frier….na wollen wir mal sehen, ob Skins hält was es verspricht.
In meinen Augen fast todesmutig ziehe ich das hautenge Skins Snow Oberteil an und während ich dabei bin die Ärmel meiner Laufjacke abzutrennen wird mir doch tatsächlich schon mollig warm. “Genial“, denke ich, „das geht ja schon mal gut los“. Noch nie bin ich bei solchen Temperaturen derart leicht bekleidet auf die Laufstrecke gegangen, doch Skins hält wirklich warm. Besonders genial finde ich das Feeling beim Laufen. Da so wenig dünner Stoff am Körper ausreicht um warm zu bleiben, gehören lästige Jacken oder dickere Bekleidung, die die Bewegungsfreiheit einschränkt, wohl wirklich der Vergangenheit an.
Anders als bei manch einer anderen wärmenden Laufbekleidung ist auch der sehr gute Feuchtigkeits-Transport. Skins saugt sich kein bisschen voll sondern gibt den Schweiß direkt nach außen weiter.
Bei einem weiteren Testlauf bei inzwischen -12°C ist allerdings der Schweiß zu Eis gefroren. An der Armbeuge  bildete sich eine kleine Eiskristallschicht, die selbst Skins nicht zum Schmelzen brachte.
Besonders beim Radfahren ist der gute Feuchtigkeits-Transport von Vorteil. Skins hält den Oberkörper gleichzeitig warm und trocken! So wird selbst auf windigen Abschnitten oder Abfahrten auch bei kalten Temperaturen die verschwitzte Kleidung nicht zum „Kühlschrank“. Hier finde ich auch genial, wie wenig Kleidung (1 Skins Snow + Radwinterjacke) ausreicht um bei ca. 0°C auf dem Rad nicht zu frieren. Schade nur, dass es von Skins noch keine Socken und Handschuhe gibt, sonst könnte man selbst im Winter ohne Probleme Touren über zwei Stunden fahren.
Fazit: Skins wärmt wie es verspricht – trägt sich super – passt perfekt und macht sicher aus jeder Frostbeule ein heißes Eisen.

Saunach oben...

 

Wann wird´s mal wie­der rich­tig Win­ter?

Wer kennt die­sen Ohr­wurm von Ru­di Ca­rell in der Som­mer-Fas­sung aus dem Jahr 1975 nicht. Für mei­nen Er­fah­rungs­be­richt über die Rad- und/oder Lauf­ja­cke "Wind­bre­a­ker" von New­li­ne wür­de na­tür­lich auch der je­dem Sport­ler be­kann­te Spruch pas­sen: "Es gibt kein schlech­tes Wet­ter, es gibt nur schlech­te Klei­dung". Ge­nau des­halb hof­fe ich jetzt auf end­lich fal­len­de Te­mp­e­ra­tu­ren.

Un­ser Wolfs Run­ning Team ist u.a. aus­ge­stat­tet mit dem New­li­ne "Wind­bre­a­ker ­jacket". Dies ist ei­ne Art Softs­hell-Ja­cke, die vom dä­ni­schen Her­stel­ler New­li­ne als Rad­ja­cke für Fahr­ten an der win­di­gen Nord- oder Ost­see­küs­te ent­wi­ckelt wor­den ist. Die Ja­cke ist des­halb im Rü­cken et­was län­ger und mit drei La­gen "soft wind­tex" aus­ge­stat­tet. Da­durch ist sie ab­so­lut wind­dicht, aber auch nur be­dingt at­mungs­ak­tiv. Im Ge­gen­teil ver­fügt die eng­an­lie­gen­de Ja­cke auch noch über Si­li­kon­bän­der an den Är­me­len­den und um die Hüf­te, so­wie über ei­nen ein­stell­ba­ren Hals­be­reich. Prak­tisch sind auch die bei­den klei­nen Rü­cken­ta­schen mit Reiß­ver­schluss. Die Softs­hell lässt kei­ne kal­te Luft an den Kör­per. Kal­te Luft und zwar rich­tig kal­te Luft soll­te aber ge­ra­de des­halb schon vor­han­den sein. Bei Tem­pe­ra­tu­ren über 5°C kann man sich sonst ei­nen Sau­na­gang spa­ren.

Bei mei­nem ers­ten Trai­nings­lauf mit die­ser Ja­cke hat­te ich noch ein Lang­arm-
s­hirt da­run­ter an. Seit dem be­gnü­ge ich mich mit ei­nem Kur­zarm-Funk­tionss­hirt, selbst bei Mi­nus­te­mp­e­ra­tu­ren. Mich be­geis­tert be­son­ders der en­ge Schnitt. Ich mag beim Lau­fen kei­nen Flat­ter­look. Al­so rein­ge­schlüpft, lan­ge Tight und Schu­he an und los­lau­fen. Bei ganz kal­tem Wet­ter wür­de ich noch ein Hals- oder Schlauch­tuch ver­wen­den. Die Ja­cke sitzt per­fekt, die Ver­ar­bei­tungs­qua­li­tät ist ein­wand­frei und so hat es so­gar an die­sem fros­tig-kal­ten No­vem­be­r A­bend Spaß ge­macht, Rich­tung Har­den­berg-Park los­zu­lau­fen.

Am An­fang frös­tel­te ich noch ein we­nig. Aber so soll es beim Lau­fen, gleich ob Trai­ning oder Wett­kampf auch sein, wenn man nicht zu warm an­ge­zo­gen sein möch­te. Schon nach we­ni­gen Schrit­ten bzw. Arm­be­we­gun­gen ha­be ich mich da­rin wohl­ge­fühlt. Nichts stört, flat­tert oder zwickt. Die Softs­hell sitzt und passt, liegt so eng an wie ein Lang­arms­hirt. Kal­te und ne­bel­feuch­te Luft, ja selbst Nie­sel­re­gen ha­ben kei­ne Chan­ce, ei­nen Läu­fer aus­zu­küh­len. Schon nach we­ni­gen hun­dert Me­tern stellt sich ei­ne an­ge­neh­me Wär­me ein. Bei län­ge­re­n berg­auf Pas­sa­gen oder ei­nem sehr flot­ten Trai­nings­lauf wird es mit die­ser Ja­cke dann aber rasch zu warm. Dann staut sich auch Was­ser­dampf un­ter der Ja­cke, da man nur et­was über den Fron­treiß­ver­schluss die Luft­zir­ku­la­ti­on ver­bes­sern kann. Trotz­dem fängt man nicht an zu frös­teln, wenn man dann wie­der lang­sa­mer oder berg­ab läuft. Oh­ne wei­te­res ist die­se Lauf­ja­cke da­her auch für län­ge­re Trainigsein­hei­ten in pro­fi­lier­tem Ge­län­de ge­eig­net.

Selbst­ver­ständ­lich hat un­ser Run­ning Team die­se Softs­hell in rot mit weiß ab­ge­setz­ten Re­flek­tor­strei­fen. Nicht dass je­mand der uns sieht denkt, dies sei­en die dä­ni­schen Na­tio­nal­far­ben oder die 05er müss­ten ei­ne ext­ra Lauf­ein­heit ab­sol­vie­ren. Sieht gut aus und die Re­flek­to­ren die­nen ge­ra­de in der dun­klen Jah­res­zeit der pas­si­ven Si­cher­heit. Mir ha­ben sie so­gar die lo­ben­den Wor­te ei­ner at­trak­ti­ven Rad­sport­le­rin ein­ge­bracht. Ich dach­te schon, sie meint mit dem zu­ge­ru­fe­nen "He, echt klas­se!" mich oder mei­nen lo­cke­r-dy­na­mi­schen Laufs­til. Aber dann kam hin­ter­her: " Echt klas­se die­se Re­flek­to­ren. Sind schon von weit weg to­tal gut zu se­hen." Und schon war sie um die nächs­te Kur­ve ver­schwun­den.

Ins­ge­samt kann ich die­se New­li­ne Lauf­ja­cke "Wind­bre­a­ker" voll und ganz emp­feh­len. Nur kalt soll­te es sein. Aber der rich­ti­ge Win­ter kommt be­stimmt.

Heinz Klink

Saunach oben...

 
 

 

Inhalt 2